Szeneanfang:
Myrta Behr, Caesar und Doi n?hern sich zu Fuss einer kleinen Menschenansammlung. Die Stimme einer Person, die von der Menschentraube verdeckt wird, ruft: "Das geht doch nicht! Nehmen Sie das sofort weg!"
Wie die drei n?her kommen, sehen sie das Haupt des eben Gek?pften auf einer Holzkonsole, die mit Winkeleisen an die Wand geschraubt wurde. Ein Natural Guard ist eben dabei, die letzte Schraube anzuziehen. Das Gest?ndnisplakat h?ngt schon darunter. Der andere Guard h?lt eine junge, gut aussehende, erzürnte Frau zurück.
Die Frau zeigt auf das Schaufenster neben der Hauswand, auf dem 'Hair Styling' steht und schimpft: "Was glauben Sie, wie viele Leute noch in mein Gesch?ft kommen, wenn Sie dieses schreckliche Zeugs nicht wegr?umen?"
Guard zur Frau: "Die Bek?mpfung der Kriminalit?t ist wichtiger als Ihre Gesch?ftsinteressen."
Frau, schimpfend: "Warum müssen Sie Ihre Kriminalit?t ausgerechnet hier bek?mpfen?"
Stimme aus dem Off: "Was ist hier los?"
Ein Natural Guard Offizier kommt durch die respektvoll ausweichenden Leute auf die Frau zu.
Frau, fordernd zum Offizier, auf den Kopf zeigend: "Ich will, dass dieses Ding verschwindet. Es ruiniert mein Gesch?ft."
Offizier, grinsend: "Machen Sie dem Kopf doch eine sch?ne Frisur. Dann k?nnen Sie ihn als Werbetr?ger nutzen."
Die Umstehenden lachen verhalten. Die Frau wird stinksauer.
Frau, stinksauer: "Sie sind ein Arschloch."
Die Gesichter der Umstehenden gefrieren vor Schreck.
Die Miene des Offiziers versteinert sich, wie er sagt: "Ich nehme Ihre Klage entgegen und prüfe sie."
W?hrend die Hand des Offiziers zur Pistole greift, sagt er wie oben: "Ich habe Ihre Klage abschl?gig beschieden ..."
Der Offizier richtet die Pistole auf den Kopf der Frau und f?hrt fort: "... und erschiesse Sie hiermit standrechtlich wegen Beleidigung der Natur."
Frau, ungl?ubig: "Der spinnt."
Die Kugel trifft die Frau in die Stirn, ...
... sodass sie sofort leblos zusammensackt. Die Umstehenden fliehen in Panik.
Zwei kichernde junge Frauen biegen um eine Hausecke ...
... und schauen neugierig über die Strasse zu den Guards.
Frau 1 zu Frau 2, mit dem Arm auf den abgetrennten Kopf zeigend, zweifelnd: "Ist das nicht dein Freund?"
übergross sieht Frau 2 den abgetrennten Kopf und gleichzeitig eine Erinnerung, wie ihr Freund heute morgen noch l?chelnd auf ihr gelegen hat.
W?hrend sich ihr Gesicht vor Trauer verzieht und sich die Augen mit Tr?nen füllen, legt sie sich unwillkürlich die Hand auf den Bauch ...
... und geht wie in Trance quer über die Strasse auf den Kopf zu.
Wie sie vor dem Kopf steht, fliessen die Tr?nen hemmungslos ...
... und ihr Blick f?llt auf die Guards, die sie neugierig betrachten.
Frau 2, fast ohne Stimme: "Ihr Schweine ..."
Jetzt schreit sie voll Wut und Trauer: "... Ihr Schweine!!! ..."
Und immer weiter: "... Ihr Schweine!!! Ihr Schweine!!! ..."
Offizier zu den zwei etwas unsicher wirkenden Guards: "Beruhigt sie!"
Stimme aus dem Off: "... Ihr Schweine!!! ..."
Sofort zücken die beiden Guards ihre Schlagst?cke ...
... und rennen mit erhobenen St?cken auf Frau 2 zu. Frau 2: "... Ihr Schweine!!! ..."
Brutal dreschen die Guards die Frau zusammen, sodass sie verstummt ...
... und bewusstlos, mit schweren Prellungen von den Stockhieben, liegen bleibt.
Offizier, voller Verachtung: "Bringt sie ins Gef?ngnis! ... Wir brauchen ab und zu auch einen weiblichen Kopf."
Grinsend schleppen die Guards die Bewusstlose zu einem Elektrofahrzeug.
Der Blick des Offiziers f?llt auf Frau 1, die noch immer auf der anderen Strassenseite steht und fassungslos die Geschehnisse beobachtet.
Zielstrebig geht der Offizier auf die Frau zu, ...
... die ihn, gel?hmt vor Angst, erwartet.
Offizier, mit einem kaum wahrnehmbaren L?cheln: "Haben Sie an unserer Vorgehensweise etwas auszusetzen?"
Frau 1, angstvoll: "Nein."
Offizier, wie oben: "Sie befürworten also unseren Einsatz für die Natur?"
Frau 1, mit Angst diktierter Mechanik: "Ja."
Offizier, wie oben: "Voll und ganz?"
Frau 1, wie oben: "Voll und ganz."
Offizier, mit einem Hauch zus?tzlichen L?chelns: "Danke, Sie k?nnen gehen."
Frau 1 wendet sich ab und sagt unter Schock: "Ja, danke."
Caesar, mit Blick auf den Kopf an der Wand, halb im Selbstgespr?ch: "Wir werden Hart fragen, was das soll."
Myrta wirft ihm einen seltsamen Blick zu.
Szeneanfang:
Caesar, Myrta und Doi spazieren übers Universit?tsgel?nde.
Caesar stutzt, wie zwei Studierende ihnen entgegenkommen, welche sich in eine Kopie von Caesars Kleidung gehüllt haben.
Die Studierenden bemerken Caesars Blick und tuscheln.
Wie sie an Caesar vorbeigehen, sagen sie h?flich: "Guten Tag, Herr Caesar."
Caesar weiss nicht, was er von der Sache halten soll, und schweigt mit gerunzelter Stirn.
Hinter seinem Rücken h?rt er die zwei Studierenden kichern, was ihn vollends verwirrt.
Caesars verwirrter Blick landet in Myrtas schwach l?chelndem Gesicht. Myrta: "Das ist kein Verarschung, Herr Caesar, sondern ein Kompliment."
Caesar ist v?llig ausserstande, zu begreifen, warum jemand die gleiche Kleidung anzieht wie er. Dies ist deutlich an seinem Gesicht abzulesen. Obwohl Myrta nach den vorigen Geschehnissen überhaupt nicht danach zumute ist, muss sie kichern.
Myrta, sich zusammenreissend: "Verzeihung ... Nach dem, was wir eben erlebt haben, ist mir nicht nach Lachen ... Aber Ihr Gesicht ist so süss, wenn Sie mal gar nichts begreifen ..."
Erschrocken über ihre dreisten Worte, schl?gt sich Myrta die Hand vor den Mund.
Caesar, etwas gequ?lt: "K?nnten Sie mich trotz meinem Süsse ein bisschen aufkl?ren?"
Myrta, erleichtert, dass Caesar nicht beleidigt ist: "Sie geniessen unter den Studierenden ein enormes Ansehen. Diese Zwei bringen ihr Verehrung zum Ausdruck, indem sie sich kleiden wie das grosse Caesar."
Erstaunt und geschmeichelt zugleich h?rt Caesar diese Worte ...
... und ein wohliges Gefühl durchflutet ihn, wie es in seinen Gedanken nachklingt: '... das grosse Caesar ...'
Sichtlich gest?rkt, schreitet Caesar zügig voran.
Myrta hat Doi an der Hand gefasst und beide trippeln dem 'grossen Caesar' nach.
Die drei stehen vor Hans Harts Büro und Caesar klopft an.
Die Tür ?ffnet sich und zwei Guards mit schussbereiten Maschinenpistolen mustern das Trio misstrauisch.
Hans Hart steht von seinem Schreibtisch auf und sagt zu den Guards: "Es ist gut. Lassen Sie uns allein!"
W?hrend das Trio eintritt, verlassen die Guards den Raum, ...
... um vor der geschlossenen Tür Wache zu stehen.
Hart, neugierig: "Nun, haben wir wieder etwas Geniales?"
Caesar, unfreundlich: "Sie haben offenbar etwas Geniales herausgefunden. Oder was soll das Terror mit den K?pfen?"
Myrta ist erstaunt über den Tonfall, den Caesar sich herausnimmt.
Hart l?sst sich davon nicht irritieren und sagt, mit hinter dem Rücken verschr?nkten H?nden sich von seinem Schreibtisch entfernend, mit Blick auf irgendeinen fernen Punkt: "Was Sie als Terror bezeichnen, ist bloss ein nützlicher Nebeneffekt."
Caesar mit weniger, Myrta mit ziemlichem Erstaunen, gleichzeitig: "Nebeneffekt?"
Hart zeigt ein kaum wahrnehmbares selbstgef?lliges L?cheln, weil es ihm gelungen ist, diese zwei hochintelligenten Leute zu verblüffen.
Rasch l?sst Hart das L?cheln verschwinden und zeigt wieder sein steinernes Gesicht, wie er fortf?hrt: "Die eigentliche Ursache für die K?pfe ist, dass es nur noch eine Strafe gibt für alle Delikte: die Todesstrafe ..."
Myrta ist geschockt, Caesar ziemlich befremdet.
Hart: "... Wir brauchen keine Gentechnik für die Verbesserung des Menschen. Es genügt, die asozialen und destruktiven Gens?tze mit Hilfe der Todesstrafe auszurotten. Das Resultat ist mit zwingender Logik eine vollkommene Menschheit."
Myrta, tonlos vor Entsetzen: "Das erkl?rt aber nicht die K?pfe."
Hart: "Wenn wir dieses Zuchtprogramm ver?ffentlichen, werden die Leute ihre Verdorbenheit unterdrücken. Es würden also jene überleben, die sich am besten verstellen k?nnen. Das Ergebnis w?re keine vollkommene sondern eine verlogene Menschheit. Um die Leute zu t?uschen, nennen wir in den gef?lschten Gest?ndnissen schwere Ursachen für die Hinrichtung. Das hat den nützlichen Nebeneffekt, dass die Leute die Natural Guard verstehen, respektieren und als wahre Instanz zum Schutz der Natur akzeptieren."
Myrta, wie oben: "Die Leute werden merken, dass es keine milden Urteile mehr gibt."
Hart: "Nein. Wir bringen laufend Berichte von unserem weit entfernten 'Resozalisierungslager', wo Kriminelle wieder auf den rechten Weg gebracht werden."
Caesar, ausdruckslos: "Aber niemand kehrt von dort zurück. Das f?llt auf."
Hart, mit leichtem zynischem L?cheln: "Nein, denn wer will schon einen Kriminellen kennen, auch wenn er resozialisiert ist."
Unbemerkt von allen, hat sich Doi in Harts Rücken geschlichen und betrachtet neugierig dessen Hintern.
Befremdet h?rt Hart Doi sagen:
"Hast du einen strammen Arsch,
piekt dich bald ein Zackenbarsch."
Bevor Hart weiss, wie ihm geschieht, st?sst Doi ihm den Zeigefinger in den After, sodass Hart 'Aaahhh!' schreit.
Hart versucht das davoneilende Doi zu treten. Myrta kichert. Caesar grinst leicht. Die Bürotür platzt auf ...
... und die Wachen rennen mit schussbereiten Maschinenpistolen in den Raum.
Weil nichts auf eine Gefahr hindeutet, bleiben die Guards unschlüssig stehen.
Hart hat sich wieder gefasst und winkt den Guards beruhigend zu: "Es ist nichts ..."
Obwohl er sich nichts anmerken lassen will, wirkt Hart doch beleidigt, wie er fortf?hrt: "... Mein Besuch will gehen."
Myrta und Caesar gehen, mit Doi dazwischen, den Gang hinunter.
Myrta denkt: 'Dieses Hart ist ein Arschloch ... Was wohl Caesar über es denkt?'
Caesar denkt: 'Dieses Hart ist ein Arschloch ... Was wohl Myrta über es denkt?'
Doi, seinen Zeigefinger betrachtend: "Heute habe ich mein Finger zum ersten Mal in einem Arschloch gehabt."
Als h?tte Doi sie bei ihren Gedanken ertappt, schauen Myrta und Caesar sich über Doi hinweg verblüfft an.
Da prustet Myrta los in die vorgehaltene Hand und Caesar lacht schallend heraus 'Hahaha'.
Szeneanfang:
Am Rand des Schmerzgebietes breitet sich eine beachtliche Blutstrauchplantage aus. Vereinzelt hat es auch Fruchtstr?ucher und Wasserbüsche. Neben der Plantage erhebt sich eindrucksvoll eine surrealistische Pilzskulptur. Sie beschreibt einen zehn Meter hohen, zwanzig Meter durchmessenden Ring von zwei Metern Wandst?rke. Die Ringwand ist v?llig durchl?chert und erinnert an eine Konstruktion aus fragilen Kalkablagerungen. In der Mitte des Kreises steht eine dazu passende zehn Meter hohe S?ule, die in ein Podest von einem Quadratmeter Fl?che mündet. Etwa hundert Meter von diesem merkwürdigen Gebilde entfernt ragen sieben zehn Meter hohe Pilzbuchstaben aus dem Sand: M, L, A, H, E, W, C. Meterdicke Kugeln aus gepresstem Sand bilden unterschiedlich hohe S?ulen vor jedem Buchstaben: M: 5, L: 3, A: 2, H: 4, E: 1, W: 4, C: 5. Auf der Rings?ule steht Aladan. Meneor, Lara, Hisch, Estragon, Wagon und Chromos 5 stehen in dieser Reihenfolge verteilt auf dem Ring. Ausserhalb des Rings steht das Publikum und starrt gebannt nach oben. Antara steht etwas entfernt und betrachtet das Geschehen ebenfalls mit grosser Aufmerksamkeit.
Estragon holt Anlauf ...
... und springt mit einem markerschütternden 'Hiaaahhh' über den Abgrund auf Aladan zu, der Estragon in gespannter Abwehrhaltung erwartet.
Da Estragon mit den Füssen voran gesprungen ist, kann Aladan mit einer Hand Estragons Fussgelenk fassen.
Aladan weicht den Füssen Estragons aus und presst die Fl?che seiner anderen Hand an Estragons Oberschenkelaussenseite.
Aladan dreht sich leicht um seine K?rperachse, zieht dabei Estragons Fussgelenk zu sich und st?sst Estragons Oberschenkel von sich, ...
... sodass Estragon mit seinen H?nden nicht mehr an Aladan herankommt.
Jetzt l?sst Aladan los ...
... und Estragon f?llt innerhalb des Pilzrings hinab ...
... auf den Sandboden, wo er federnd landet.
Der Buchstabenreihe zugewandt, schliesst Antara die Augen, um sich zu konzentrieren.
Unweit der Buchstabenreihe hebt sich ein Sandklumpen von etwa einem Kubikmeter aus dem Boden und hinterl?sst einen Trichter. ?hnliche Trichter zeugen davon, dass schon andere Sandklumpen angehoben wurden.
Antara neutralisiert die auf den Sandklumpen einwirkenden Schwerkraftwellen so weit, dass der Klumpen einige Meter über Boden in der Schwebe bleibt. Gleichzeitig generiert sie aus der Schnellen Energie im Zentrum des Klumpens ein starkes Schwerkraftfeld, welches den Sand kugelf?rmig zusammenzieht.
Die meterdicke Kugel wird so stark zusammengepresst, dass sie sich, unter Abgabe von Dampf und Rauch, zu Sandstein verdichtet.
Durch geschicktes Spiel mit den Schwerkraftwellen der Erde bugsiert Antara die Sandsteinkugel auf die zwei Kugeln, die bereits vor dem riesigen 'A' für Aladan stehen.
Wo sich die zweite und die dritte Kugel berühren, generiert Antara aus Schneller Energie W?rme, ...
... sodass das Gestein flüssig wird und die beiden Kugeln verschweisst werden.
Derweil kraxelt Estragon beh?nde die Ringskulptur hoch, auf den Platz zu, von dem er eben abgesprungen ist, ...
... und stellt sich dort wieder auf.
Jetzt ist Wagon an der Reihe.
Entschlossen springt sie ab, ...
... zieht die Beine an ...
... und fliegt nun durch die Luft, als s?sse sie mit angezogenen Beinen in einem Stuhl.
Unschlüssig, was das soll, sieht Aladan sie heran fliegen.
W?hrend Wagons Beine hervorschiessen wie Federstahl, geht Aladan in die Hocke, ...
... sodass Wagons Beine über ihn hinwegschiessen.
Wagon sieht sich schon mit Schrecken über die S?ule hinausfallen, ...
... da zucken ihre Arme nach unten ...
... und ihre H?nde fassen unter ihrem Rücken Aladans Schultern.
Mit Schwung wirft Wagon Aladan von der S?ule, damit ihren Flug abbremsend.
Sich überschlagend f?llt der verblüffte Aladan herab, ...
... w?hrend Wagon zufrieden auf der S?ule landet.
Auch Aladan gelingt eine sichere Landung auf dem Sandboden.
Antara konzentriert sich ...
... und setzt Wagons fünfte Sandsteinkugel oben auf.
Jetzt macht sich Chromos 5 bereit. Er fixiert Wagon voller Konzentration ...
... versetzt sich beim Absprung in eine Drehung, ...
... sodass er, um seine L?ngsachse rotierend, auf Wagon zufliegt.
Wagon weiss nicht, was sie von diesem heran fliegenden Kreisel halten soll.
Kurz bevor der Kreisel sie erreicht, sieht Wagon zu ihrer Verblüffung, wie Chromos 5s Bein in die Waagrechte schnellt ...
... und mit dem Tempo der Kreiselbewegung auf sie zurast.
Wagon f?ngt den Schlag mit ihren Unterarmen ab, ...
... wird aber von der Wucht zurückgeworfen, ...
... sodass sie hintenüber von der S?ule stürzt, ...
... sich in der Luft überschl?gt ...
... und federnd auf dem Boden landet.
Durch den Schlag ist Chromos 5s Drehbewegung gestoppt worden ...
... und er landet trittsicher auf der S?ule, ...
... beginnt aber dann doch etwas zu schwanken, weil ihm von der Dreherei schwindlig ist.
Die sechste Kugel wird auf Chromos 5s Stapel geschweisst.
Meneor beobachtet diese Schw?che mit breitem Grinsen ...
... und wirft sich kraftvoll nach vorn, ...
... macht in der Luft eine hundertachtzig Grad Drehung, ...
... knallt mit dem Rücken an die Wand der Pilzs?ule, sich mit den H?nden am Rand der Standfl?che festkrallend.
Wie der verblüffte Chromos 5 nachschaut, was mit Meneor ist, ...
... rasen pl?tzlich zwei Füsse auf seinen Brustkorb zu.
Meneor hat sich zusammengekrümmt und katapultiert nun seine Füsse an Chromos 5s Brustkorb, ...
... sodass dieser schr?gt nach hinten hochgehoben wird.
Reflexhaft umklammert Chromos 5 mit seinen H?nden Meneors Fusskn?chel.
Sofort schl?gt Meneor seine Fusskn?chel gegeneinander, sodass Chromos 5s H?nde eingeklemmt werden.
Mit einem 'Aua' l?sst Chromos5 los ...
... und fliegt über den Rand der S?ule, ...
... hinab auf den Sandboden, wo er elegant landet.
Meneor hingegen nutzt den Schwung seines Stosses und landet mit beiden Füssen auf der S?ulenplattform.
Beim 'M' wird die sechste Sandsteinkugel oben aufgeschweisst.
Am ?ussersten Rand des Pilzkreises steht Lara mit elegant erhobenen Armen, geschlossenen Augen, voller Konzentration, sch?n wie eine Blume.
Urpl?tzlich l?sst sich Lara in Spurthaltung einsinken, ...
... macht zwei Schritte ...
... und st?sst sich gewaltig von der Kante des Pilzringes ab, ...
... sodass sie schr?g nach oben getragen wird, wobei sie sich vertikal streckt.
Aufrecht, als würde sie einen Luftspaziergang machen, rast sie auf Meneor zu, der sie gespannt erwartet.
Laras Füsse zielen auf Meneors Kopf.
Meneor drückt Laras Füsse weg, indem er mit den Handfl?chen auf ihre Schienbeine schl?gt.
Lara nutzt die Energie dieses Schlages, um sich über Meneor 180 Grad zu drehen, sodass sie nun mit ihrem Oberk?rper auf Meneors Nackenpartie zu rast.
Mit beiden F?usten h?mmert sie auf Meneors Schulterbl?tter.
überrascht von diesem Schlag und mit verblüfftem Gesicht wird Meneor über die S?ulenfl?che hinausgeschleudert.
Lara, deren K?rperdrehung durch den Schlag gestoppt wurde, stürzt nun kopfüber auf die S?ulenfl?che, ...
... wo sie den Sturz mit ihren Armen auff?ngt, ...
... um sich mühelos abzustossen ...
... und auf den Beinen zu landen.
Gleichzeitig landet auch Meneor federnd im Sand.
Vor dem grossen 'L' wird die vierte Kugel aufgeschweisst.
Kaum kann Lara sich auf den n?chsten Gegner Aladan einstellen ...
... kommt dieser auch schon angeflogen. Aladan hat die Haltung eines Operns?ngers, der mit einem seitw?rts ausgestreckten Arm auf einem Bein kniet. Mit der anderen Hand drückt er sich den Hut auf den Kopf. Das nicht kniende Bein ragt mit waagrechtem Oberschenkel und herabh?ngendem Unterschenkel nach vorn und sieht aus, als wolle Aladan damit seinen Angriffskick ausführen.
Lara konzentriert sich auf dieses 'Angriffsbein'.
Im letzten Augenblick reisst Aladan sich den Hut vom Kopf ...
... und schmeisst ihn so auf Laras Gesicht, dass sie nichts mehr sehen kann. Lara ruft: "He!"
W?hrend Aladan neben Lara landet, reisst die sich den Hut vom Gesicht.
Flink bewegt sich Aladan hinter Lara, die dabei ist, sich suchend nach ihm umzudrehen.
Mit der einen Hand entreisst Aladan Lara seinen Hut und mit der anderen versetzt er ihr ohne sonderliche Anstrengung einen Stoss zwischen die Schulterbl?tter.
Lara, schon halb umgedreht, versucht noch, sich an Aladan festzuhalten, ...
... greift aber ins Leere, weil dieser ausweicht, ...
... und stürzt seitlich von der S?ule.
Unten l?sst Lara sich auf das Schulterblatt fallen, ...
... um mit einer eleganten Rolle den Sturz abzufangen, ...
... sich mit den Armen hochzuschnellen ...
... und auf den Füssen zu landen.
Aladan verbeugt sich derweil, l?chelnd und mit vollendeter Eleganz seinen Hut schwingend, ...
... bevor er ihn wieder aufsetzt.
Hisch faucht wütend: "Du hinterlistiges Kerl!"
Blitzschnell wirft Hisch ein halbes Dutzend Messer nach Aladan, ...
... der die Attacke mit einem erschrockenen 'Ah!' kommentiert.
Seine Silhouette umschreibend, fliegen die Messer dicht an Aladan vorbei, der sich nicht traut, auch nur den kleinen Finger zu bewegen.
Wie die Messer etliche Meter weiter sind, pfeift Hisch ...
... und Aladan begreift mit Schrecken, dass die Messer nun noch einmal an ihm vorbei rasen werden.
Schnell dreht Aladan sich um ...
... und sieht, wie die Messer ihre Flügel ausklappen und, angetrieben von ihrem Raketenschweif, eine Rückw?rtsdrehung vollführen.
W?hrend Aladan sich voll darauf konzentriert, die Messer abzufangen, landet Hisch unbemerkt hinter ihm.
Mit beiden Zeigefingern tippt sie Aladan auf die Schulterbl?tter, eben kr?ftig genug, ...
... dass dieser das Gleichgewicht verliert und v?llig verblüfft nach vorn ...
... und von der S?ule herab f?llt.
Mit fliegenden Armen sammelt Hisch die heran zischenden Messer ein ...
... und Aladan landet mit wehendem Mantel im Sand.
Ein gewaltiges Krachen aus der Richtung der Monumentalbuchstaben l?sst die K?pfe der Genvilles auf der Pilzskulptur herumfahren.
Da fegt ein kurzer, heftiger Sandsturm sie von der Skulptur.
Hustend und Augen reibend, trotten die Spielenden auf das ebenfalls mitgenommene H?ufchen der Zuschauenden zu.
Geschützt durch den Schleier, ist Antara vom Sand verschont geblieben. Etwas erschrocken und nachdenklich schaut sie in Richtung Buchstaben, ...
... wo sich nun nichts weiter als ein Krater befindet.
Hisch, ergrimmt: "He, Antara, was war das?"
Antara, wie oben, wie zu sich selbst: "Ich habe beim Verdichten des letzten Kugel wohl zu viel Schwerkraft erzeugt. Dabei ist es mir implodiert."
Hisch, grimmig zu Aladan: "Und du Serientrottel wolltest die Buchstaben gleich neben das Pilzring platzieren ... Dann w?ren wir jetzt alle tot."
Aladan, zerknirscht: "Jaja, ich bin ein Serientrottel ... Aber wie konnte ich auch ahnen, dass Antara solches Mist baut?"
Chromos 5, belehrend: "Wie soll Antara seine F?higkeiten üben, wenn es kein Mist bauen darf? ... Wir haben deswegen doch extra dieses Sicherheitsabstand ..."
Da klopft Estragon Chromos 5 begütigend auf den Rücken und sagt mit einem L?cheln, dem der Schreck noch anzusehen ist: "Schon gut, Chromos 5, ... Das war nicht so gemeint. Uns sitzt bloss noch das Schreck in den Knochen."
Meneor, verwirrt: "Ich dachte, das Schreck ist in den Nerven."
Eine Sekunde der Verblüffung.
Dann l?st sich die Spannung auf in allgemeinem Gel?chter.
Szeneanfang:
Das weisse Licht des Mondes teilt die bizarre Pilzskulptur in die Farben von Milch und Teer.
Wie ein Buddha sitzt Meneor auf Trage, Piris Kopf in seinem Schoss. Piris Hals und ein Teil der Schultern sind schon nachgewachsen. Wo der Rest des K?rpers fehlt, beginnen die Tentakel von Hilfsorgane, welches am anderen Ende von Trage liegt.
W?hrend Meneor sie bewacht, schl?ft Piri friedlich.
Etliche Meter entfernt sitzt Tanja am Boden und betrachtet mit grossen Augen das Bild.
Martin, der neben ihr liegt, beobachtet sie ...
... und fragt leise: "Was siehst du, Tanja?"
Tanja antwortet leise: "Hundilein hat Katzilein im Schoss ..."
Tanja, wie oben: "... Katzilein braucht keine Angst haben ..."
Tanja, wie oben: "... Hundilein hat Katzilein gern ..."
Martin fasst Tanjas Hand ...
... und sagt leise: "Tanja braucht keine Angst haben ..."
Martin: "... Martin hat Tanja gern."
Langsam wendet Tanja ihren Kopf ...
... und schaut Martin gross an.
Langsam legt sie sich hin ...
... und bettet ihren Kopf in Martins Schoss.
Martin legt seine H?nde um ihren Kopf.
Wie Tanja die Augen schliesst, fliesst eine Tr?ne über ihr trauriges Gesicht.
Etwas abgesondert von den anderen, sitzen Iris und Ewald, an einen Felsen gelehnt, nebeneinander, ohne sich zu berühren, und schauen ebenfalls zu Meneor hinüber. Wenn nichts anderes steht, schauen sie beim folgenden Gespr?ch immer auf Meneor.
Ewald, leise, den Blick nicht von Meneor lassend: "Denkst du, dass er sie liebt?"
Iris, ver?chtlich, den Blick nicht von Meneor lassend: "Er treibt's mit jeder. Sie treibt's mit jedem. Was heisst da schon Liebe?"
Ewald, sinnierend: "Jede Nacht sitzt er da, nimmt ihren Kopf in seinen Schoss und bewacht ihren Schlaf."
Iris, kühl: "Wozu dieser Aufwand?"
Ewald, sinnierend: "Stell dir vor, du h?ttest keine Arme, keine Beine, nur deinen Kopf. V?llig hilflos liegst du unter dem Nachthimmel. W?re es da nicht eine grosse Beruhigung, die Schenkel eines starken Kriegers an deinen Wangen zu spüren?"
Iris, angeekelt von dieser Vorstellung: "Igitt."
Iris, sp?ttisch: "Dir fehlt wohl wirklich eine Freundin. Die Sehnsucht vernebelt dein Gehirn, sonst würdest du in diesen Horrortrip keine romantische Szene hinein fantasieren."
Ewald, unbeeindruckt von ihrem Spott, sinnierend: "Das hat mich halt schon sehr beeindruckt ..."
Iris, sp?ttisch: "Was denn? ... Dass dieser Lüstling gerne Frauenk?pfe zwischen seinen Schenkeln hat?"
Noch bevor Ewald antworten kann, f?hrt Iris fort: "Wenn dir das solchen Eindruck macht, dann lass doch mal die Gentussies machen. Die baggern dich doch dauernd an."
Ewald, leise: "Ich habe Angst ..."
Iris, überrascht: "Du hast Angst vor Frauen?"
Ewald, etwas traurig: "Nein, ich ... ich habe Angst, wenn ich mich mit den Genvilles einlasse, verachtest du mich ... und dann habe ich keine Chancen mehr bei dir ..."
Iris, mit hartem Lachen: "Ach, Ewald, was bist du doch für ein Trottel ... Mach dir keine Hoffnungen. Aus uns wird nichts. Ich hasse M?nner."
Ewald fühlt sich dadurch nicht gerade glücklicher: "Warum?"
Iris: "Ich will keinen Sex."
Ewald, überrascht: "Aber du bist doch keine Nonne!"
Iris: "Idiot. Ich habe absolut kein sexuelles Verlangen. Da ist nichts. Und geile, sabbernde B?cke sind zum Kotzen."
Ewald: "Hast du nicht ein wenig Mitleid mit dem sabbernden Bock Ewald? Wohin soll er mit seinem Verlangen gehen, wenn niemand es stillen will?"
Antara, die unbemerkt zugeh?rt hat: "Hier sind viele, die dein Verlangen gerne stillen, Ewald."
Iris und Ewald l?sen den Blick von Meneor. Ewald schaut nachdenklich vor sich hin. Iris, ver?rgert: "Warum belauschst du uns? Gibt es hier keine Privatsph?re?"
Antara, neugierig: "Was ist das? Vielleicht ein Kugel, in dem du das Wahrheit verstecken kannst?"
Ewald lacht.
Iris: "Genau! Dieses Scheisswahrheit geht dich nichts an! Sonst machst du dich nur lustig über mich und das tut weh."
Antara: "Wir machen uns immer lustig übereinander. Das ist wie Streicheln. Du bist im Zentrum des Aufmerksamkeit und alle empfinden Vergnügen bei deinem Anblick."
Iris, düster: "Und dann verachten sie dich, weil du so l?cherlich bist."
Antara: "Zum Verachten geh?rt das Bewusstsein von Rang. Dieses Bewusstsein haben nur Herrschbedüftige. Wir Genvilles k?nnen nichts verachten. Wir k?nnen nur lachen."
Iris, verunsichert: "Und wenn ihr fertig gelacht habt über meine Asexualit?t?"
Antara: "Dann lieben wir dich, weil du uns ein Augenblick des Freude geschenkt hast."
Iris, mit s?uerlichem L?cheln: "'Ein Augenblick des Freude', warum habt ihr keine weiblichen und m?nnlichen W?rter?"
Antara: "Hast du schon mal ein Wort mit einem Geschlechtsorgan gesehen?"
Iris, angeekelt: "Das w?re ja noch sch?ner! Dann würde ich mich sogar vor m?nnlichen W?rtern ekeln."
Ewald: "Wenn du dich vor allen M?nnern ekeln würdest, k?nntest du nicht so gut mit mir zusammenarbeiten."
Iris: "Du bist ja auch kein Mann, eher ein Hund, der gehorcht."
Ewald, gewohnt Iris' Schm?hungen einzustecken: "Ja, weil ich brav mein Verlangen unter Verschluss halte."
Antara, neugierig: "Warum tust du das?"
Antara schliesst die Augen und sagt konzentriert: "Warte, ich schaue nach."
Iris, beunruhigt: "Was geschieht jetzt wieder?"
Antara ?ffnet die Augen: "In Ewalds Privatkugel steht das Antwort."
Ewald, alarmiert: "Wa... !"
Iris, schadenfroh: "Hihi, jetzt bist du dran, 'ein Augenblick des Freude' zu liefern."
Antara, unbekümmert: "Bei den Natürlichen dient Liebe dem Fortpflanzung. Natürliche k?nnen nicht zweckfrei lieben. Ewald will perfekt sein für Iris. Und weil Iris M?nner hasst, muss es sein Verlangen zurückhalten, sonst will Iris nichts mehr mit ihm zu tun haben."
Iris, heftig nickend: "Ja, sonst will Iris bestimmt nichts mehr mit ihm zu tun haben."
Antara: "Das bereitet Ewald Schmerzen. Und Schmerzen erzeugen in Natürlichen Aggression. Das Aggression macht manche traurig und manche wütend. Ewald ist traurig."
Iris beobachtet Ewald mit einem verwirrt-forschenden Blick.
Iris, Stirn runzelnd: "Soll ich jetzt Mitleid haben?"
Antara: "Du k?nntest es freigeben."
Iris: "H??"
Antara: "Lass Ewald sein Verlangen ausleben mit uns, ohne es dafür zu verachten."
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Iris: "Das habe ich ihm doch vorhin schon gesagt."
Ewald: "Dein Angebot ehrt mich, Antara. Aber mir fehlt der Mut ... Ich war immer der verklemmte Nerd. Ein Ewald, der sein Verlangen auslebt ... Was w?re das für ein Mensch?"
Antara: "Forschende machen ein Experiment, um etwas herauszufinden."
Antara führt Ewalds Hand ihren Arm entlang und sagt: "Beginne mit Z?rtlichkeit als Ausdruck von Liebe ..."
Antara kommt ins Schw?rmen: "... L?se die Fesseln deines Verlangens, gestatte ihm das freie Fliessen des Behagens, lege dein Leben in das Hand des anderen und geniesse das Sex als Krone des Z?rtlichen."
Ewald wirkt etwas gestresst und traurig.
Antara wirft Ewald einen Blick zu, der seinen Atem stocken l?sst, und sagt: "Dein Traurigkeit wird Geschichte sein, denn es ist nur klein."
Iris, von Antaras Ausstrahlung beeindruckt, fast kleinlaut: "Mach, was du nicht lassen kannst, Ewald. Hauptsache, du bleibst mein folgsamer Hund."
Ewald, unbehaglich: "Iris wird bestimmt eifersüchtig, wenn ihr Hund fremdgeht. Und die Genville-M?nner werden mich als Nebenbuhler bek?mpfen ..."
Antara schenkt Ewald ein grosses melancholisches L?cheln, das ihn so gefangen nimmt, das es den Horizont auszufüllen scheint: "Oh, du Ahnungsloses, gefangen im Liebeskrampf des Natürlichen. In Genville gibt es keine 'M?nner', keine 'Frauen', nur Lebendige, die ihre Gefühlsfelder verschr?nken, um Freude zu erzeugen und Schmerzen zu lindern."
Ewald, mit traurig gesenktem Blick: "Ja, vielleicht ist Genville das Paradies. Aber ich bin gefangen im 'Liebeskrampf des Natürlichen'. Mir bereitet die Liebe nur Schmerz."
Antara, Ewald z?rtlich auf die Wange küssend: "Eines Tages wird es uns gelingen, Bedürfnisstrukturen zu ver?ndern. Dann kannst du dich befreien aus deinem Gef?ngnis."
Iris, protestierend: "He, lass gef?lligst deine Finger von meinem Hund!"
Szeneanfang:
Am n?chsten Morgen sind alle ausser Antara, Iris, Held, Giftstrauss und Pferdchen dabei, weitere Blutstr?ucher zu pflanzen.
Iris geht z?gernd auf Piri zu und denkt dabei, sich Mut machend: 'Reiss dich zusammen, Iris. Du hast noch nie einen abgeschlagenen Kopf interviewt. Das ist dein grosser Auftritt!'
Iris' Blick folgt Hilfsorganes Tentakeln, ...
... welche unterhalb von Piris Schlüsselbein auf der ganzen Breite des Schultergürtels in Piri münden.
Iris schaudert.
Iris' Blick erreicht Piris Gesicht, auf dem ein strahlendes L?cheln liegt. Iris ist verwirrt.
Iris, unsicher: "Hast du keine Schmerzen?"
Zu Iris' leichtem Erschrecken kr?ht Hilfsorgane los: "Was soll dieses bl?de Frage?! Ich bin Hilfsorgane, das h?chstentwickelte nützliche Wesen des Galaxis. Was ich betreue, hat keine Schmerzen!"
Trage: "Nur weil du auf mir liegst, bist du noch lange nicht h?her entwickelt als ich. Ich bin auch das h?chstentwickelte nützliche Wesen des ..."
Iris, wütend: "Nun haltet mal die Luft an, ihr zwei Blasb?lge! Ich will mit Piri sprechen!"
Hilfsorgane: "Wie willst du mit Piri sprechen? Ihm fehlt doch das Blasbalg."
Iris, verst?ndnislos: "H??"
Trage: "Das Lunge fehlt, das Lunge. Das Sprechen ist ein Vorgang, bei dem das Luft aus dem Lunge durch die Stimmb?nder gepresst und moduliert ..."
Iris, betroffen, weil sie pl?tzlich begreift: "Ja ja, schon gut ..."
Stimme aus dem Off: "Willst du mit Piri sprechen?"
Iris dreht sich um und sieht Antara in ihrer überirdischen Sch?nheit, im goldenen Morgenlicht schimmernd wie eine Heilige.
Für einen Augenblick stockt Iris bei diesem Anblick der Atem.
Schliesslich haucht Iris matt: "Ja ..."
Antara, leicht entrückt: "Dann wende mir das Rücken zu und sprich zu ihm. Ich werde seine Gedanken lesen und für Piri sprechen."
Gehorsam dreht Iris sich Piri zu, ...
... betrachtet das l?chelnde Gesicht ...
... und fragt mit ungew?hnlicher Sanftheit: "Hast du Schmerzen, Piri?"
Beim folgenden Gespr?ch kommt Antaras Stimme aus dem Off. Piri (Antara), weniger l?chelnd: "Schmerzen habe ich keine. Aber wo es nachw?chst, spüre ich ein Kribbeln."
Iris schaut auf die nachwachsenden Stellen und die Tentakel, welche in Piri münden, und sie erschauert.
Iris, mit sichtlicher Mühe, ihre gewohnte Coolness aufrechtzuerhalten: "Und wie fühlst du dich? ... Ich meine, nach diesem traumatischen Erlebnis."
Piri (Antara), strahlend: "Ich habe das ganze Nacht im Schoss von Meneor gelegen. Ich fühle mich wunderbar!"
Iris, verblüfft: "Du liegst im Schoss des Mannes, der dich gek?pft hat, und fühlst dich wunderbar?"
Piri (Antara), fast etwas betrübt, weil Iris nicht versteht: "Meneor wollte mit allem Kraft, dass ich lebe ... Es ist doch sch?n, wenn dich jemand so liebt."
Iris, fast emp?rt: "Wie kannst du von Liebe sprechen bei einem Mann, der es mit jeder und jedem treibt?"
Piri (Antara), Stirn runzelnd: "Das verstehe ich jetzt nicht."
Iris, ungehalten über Piris Begriffsstutzigkeit: "Ein Mann, der dich liebt, hat nur Sex mit dir und sonst mit niemandem. War das jetzt deutlich genug?"
Piri (Antara), verstehend: "Aha, du denkst also, Sex hat etwas mit Liebe zu tun?"
Iris, zynisch: "Die Leute verlieben sich, dann fliessen die S?fte und es gibt Kinder. So ist die Natur."
Piri (Antara), mit treuherzigem Blick: "Wir Genvilles sind nicht Natur. Wir k?nnen uns nur kurzfristig verlieben."
Iris, etwas betroffen: "Wie traurig."
Piri (Antara), einfühlsam, sanft: "Weisst du, Iris, wenn beim Anblick eines Menschen im Gehirn überm?ssig viele Glücksstoffe hergestellt werden, ist das wie Drogensucht ..."
Iris, ungl?ubig: "Du spinnst."
Piri (Antara), wie oben: "... Wird das Verliebtheit nicht erwidert oder gest?rt, kommt es zu einem Unterbruch in dem Produktion von Glücksstoffen. Dieses Drogenentzug führt zu schweren emotionalen St?rungen und entsprechendem zerst?rerischem Fehlverhalten."
Iris, nun doch etwas verunsichert: "Eifersucht, Depressionen, Mord und Totschlag ... Selbstmord ..."
Iris, mehr wünschend als meinend: "... Aber es gibt doch auch sch?ne Verliebtheiten... Augenblicke besinnungslosen Glücks ..."
Piri (Antara), wie oben: "Verliebtheiten sind schlecht synchronisiert. Entweder sie werden nicht erwidert oder sie enden nicht gleichzeitig. Was l?nger verliebt ist, hat Pech."
Iris, unfroh: "Mit anderen Worten: Verliebtheit führt fast immer zu Entzugssymptomen."
Piri (Antara), wie oben: "Ja ... Am wenigsten leiden jene, die von Verliebtheit zu Verliebtheit springen. Kaum sind sie in einem Beziehung, halten sie nach dem n?chsten Ausschau. Diese Verliebtheitssüchtigen bewegen sich vorw?rts auf einem Teppich aus gebrochenen Herzen."
Iris, neugierig: "Und warum ist das bei den Genvilles anders?"
Piri (Antara), ernsthaft: "Bei dem gentechnischen Entwicklung der Forschenden wurde viel Wert auf ihr emotionales Stabilit?t gelegt. Leute, welche neues Leben entwerfen und erschaffen, dürfen nicht durchdrehen, bloss weil eines dem anderen das Freund ausgespannt hat ... Deshalb k?nnen wir beim Sex das Verliebtheit einschalten, um das Paarung zu intensivieren. Dann schalten wir es wieder aus und sind frei für das Liebe ... Für uns bedeutet Liebe Verst?ndnis und Geborgenheit ..."
Piri (Antara), mit leichtem L?cheln und schw?rmerisch entrücktem Blick: "... Wenn die Seelen miteinander tanzen ..."
Iris, bohrend, neugierig: "Aber was empfindest du, wenn du zuschaust, wie dein Freund Meneor mit einer anderen Sex hat?"
Piri (Antara), l?chelnd: "Wenn eines meiner Freunde mit einem anderen Sex hat, dann geht in meinem Brust ein kleines Sonne auf und durchflutet mich mit W?rme und Licht ... Sein Vergnügen ist Teil meines Glücks ..."
Iris greift sich an den Kopf und ruft: "H?r auf, h?r auf, so viel Scheissromantik halt ich im Kopf nicht aus! ..."
Iris, Piri herausfordernd fixierend: "... Du willst also sagen, ihr Genvilles seid ein Meer der Liebe?"
Piri (Antara) entzückt: "Oh, so sch?n hat es noch niemand gesagt!"
Angesichts von Piris Entzücken erlebt Iris ihre Frustration nur allzu deutlich, steht unglücklich und hilflos da und murmelt: "Ich verspotte sie und sie macht mir ein Kompliment ... Diese Verrückten machen mich noch verrückt ..."
Piri (Antara), leise, z?rtlich: "Iris ..."
Iris schaut auf: "Ja?"
Piri (Antara), wie oben: "... Ich m?chte, dass du glücklich bist."
Das trifft Iris ins Mark ...
... und um davon abzulenken, sagt Iris verletzend: "Mein Glück geht dich nichts an!"
Iris stapft verwirrt davon.
Piri (Antara) ruft ihr l?chelnd nach: "Dein Glück liegt immer in den H?nden der anderen."
Iris beginnt zu rennen.
Szeneanfang:
Held auf Giftstrauss, daneben Pferdchen und Meneor bilden die Spitze des Zuges in Richtung Schmerzgebiet. Am Schluss sind Bioskop, Tank, Trage und Hilfsorgane mit Piri sowie Antara und Flu. Dazwischen die anderen. Es ist Morgen und alle werfen lange Schatten in der tiefstehenden Sonne, als w?re es ein Zeichen für das kommende Unheil.
Etwas schwermütig geht Yon neben Chromos 5. Chromos 5s Blick zielt entrückt in die Ferne.
Yon, Stirn runzelnd: "Warum müssen wir ausgerechnet in dieses 'Schmerzgebiet'? Das riecht doch nach ?rger."
Chromos 5, belehrend: "Nun, das Schmerz ist unser Feind. Wenn wir das Erde retten wollen, müssen wir alle Feindlichen besiegen blablabla ..."
Yon, mit gequ?ltem Blick zum Himmel, denkt: 'Warum habe ich bloss gefragt?'
Gegen Mittag erklimmt die Spitze des Zuges einen hartb?digen, steinigen Hügel.
Hinter dem Hügel ?ffnet sich eine von weiteren Hügeln ums?umte, hartb?dige Ebene. Lose hingelegte, handliche Steine umschreiben einen etwa 200 Meter durchmessenden Kreis. Im Zentrum des Steinkreises ist ein etwa ein Meter grosses, rundes Loch. Neben dem Loch liegt ein Mensch auf dem Rücken.
Held, Giftstrauss, Pferdchen und Meneor sind stehen geblieben. Held, mit Blick auf den Menschenk?rper, mit undurchdringlicher Miene: "Was siehst du, Krieger?"
Erstaunt darüber, dass Held mit ihm spricht, wirft Meneor einen Blick zu Held, ...
... um dann seine überscharfe Sicht auf den Menschenk?rper einzustellen. Dieser entpuppt sich als ein etwa fünfzehnj?hriges, kahlk?pfiges M?dchen, das in ein zerlumptes Kleid gehüllt und über und über mit blutenden oder eingetrockneten Geschwüren bedeckt ist.
Meneor, ernst: "Ein krankes Natürliches ..."
Meneor schliesst die Augen und betrachtet das M?dchen mit seinem Feldsinn.
Eine gespenstische Anordnung von Kraftfeldern, ?hnlich einem R?ntgenbild, zeigt das zuckende Herz. Meneor, wie oben: "... Es lebt ..."
Meneor fokussiert das Gehirn, welches übergross erscheint mit seinen Nervenstrukturen und den in den Nervenknoten tausendfach aufblitzenden Wisperfeldern, deren Ausl?ufer durch die Nervenbahnen zucken. Meneor, wie oben: "... und hat starke Schmerzen ..."
In dem Hirnbild tauchen geisterhaft die S?tze 'Ich will sterben' und 'Schicksal, nimm mein Opfer an' auf.
Meneor, mit geschlossenen Augen leise vor sich hin sprechend: "... Es will sterben ... Es will sich dem Schicksal opfern ..."
Held, dem Gedanken an Opfer v?llig fremd sind, schaut Meneor an und fragt irritiert: "Dem Schicksal opfern?"
Meneor schaut Held in die Augen und sagt schlicht und ernst: "Ja, das will es."
Held, den Blick misstrauisch über die umliegenden Hügel schweifen lassend: "Mir scheint, hier ist keine Gefahr."
Meneor, ebenfalls die Hügel absuchend: "Ja, du hast Recht."
Schweigend gehen die vier den Hügel hinunter auf das M?dchen zu.
Wie sie um das M?dchen herumstehen, Held ist vom Giftstrauss gestiegen, fragt Pferdchen: "Hallo, lebst du noch?"
Mit letzter Kraft ?ffnet das M?dchen die Augen, ...
... sieht undeutlich die merkwürdigen Gestalten, die es umstehen, ...
... und sagt ganz leise: "Gelobt sei das Schicksal ..."
Pferdchen: "Was mag das wohl sein, dieses Schicksal?"
Held, leicht amüsiert: "Das M?dchen lobt den Umstand, dass wir es gefunden haben. Das bedeutet vielleicht seine Rettung."
Meneor, sich zum M?dchen hinkniend: "Ganz bestimmt sogar ..."
Meneor, seine Arme unter das M?dchen schiebend: "... Ich werde dich zu Hilfsorgane bringen."
M?dchen, entsetzt, aber v?llig kraftlos sich wehrend: "Nein ... Ihr dürft mich nicht bewegen, Herr ... Das Schicksal wird sonst die Gemeinde vernichten ..."
Beeindruckt und verwirrt l?sst Meneor das M?dchen liegen.
M?dchen, mit geschlossenen Augen, leise, unter Schmerzen: "Lasst mich hier sterben ... Das Schicksal wird mein Opfer annehmen ... und die Gemeinde verschonen ..."
Meneor, mit gezogenem Messer, ziemlich beeindruckt von dem Opferwillen des M?dchens: "Soll ich dich t?ten? ... Dann hast du keine Schmerzen mehr."
M?dchen, wie oben: "Nein ... Das Schicksal muss mich t?ten, ... das Schicksal ..."
Pferdchen: "Dürfen wir dich aufessen, wenn du tot bist?"
M?dchen, die Augen offen, unter Schmerzen, mit einem ganz schwachen L?cheln: "Ja, bitte, ... esst mich auf, ... dann muss ich nicht so einsam ... in den kalten Armen des Todes liegen ..."
M?dchen, wie oben, ohne L?cheln: "... Werft meine Knochen ... in den ... Schacht ... Das ... Schicksal ... verlangt ... es so ..."
Die offenen Augen des M?dchens starren leblos zum Himmel. Es ist tot.
Meneor legt seine Hand auf die Stirn des M?dchens, ...
... schaut zu den andern auf und sagt: "Ich spüre kein Leben mehr."
Meneor sagt 'Sirrr' zu seinem Messer. Giftstrauss und Pferdchen n?hern sich links und rechts von Meneor der Leiche.
Helds Augen weiten sich ...
... und er fragt ziemlich bang: "Was habt ihr jetzt vor?"
Ohne Kraft kann Meneor das sirrende Messer über dem Schlüsselbein in das M?dchen eintauchen, nur wenige Zentimeter.
Mit einem raschen Schnitt ?ffnet er den Oberk?rper bis unterhalb des Bauches.
Die freie Hand holt die Ged?rme heraus, w?hrend die Messerhand sie vom K?rper trennt.
Meneor wirft die Ged?rme in den Schacht. Held muss sich bei diesem Anblick zusammenreissen, aber er beh?lt seine Fassung.
Giftstrauss pickt in dem ge?ffneten K?rper nach den Innereien. Meneor zers?gt ein Bein in Scheiben.
Pferdchen und Meneor greifen sich je eine Beinscheibe ...
... und schlagen ihre Z?hne in das blutige Fleisch.
Pferdchen sieht, wie Held sie mit einem seltsamen, starren Ausdruck beobachtet, ...
... schnappt sich ein zweites Beinstück ...
... und h?lt es schmatzend Held hin mit den Worten: "Nimm ... ischt k?schtlich."
Als würden ihn diese Worte in die Wirklichkeit zurückholen, sagt Held erstaunlich gelassen: "Nein danke."
Pferdchen mustert Helds Gesicht, schluckt runter ...
... und sagt: "Du denkst daran, wie deine Soldaten von den Chromos 2 Kriegern aufgegessen worden sind?"
Held wirft Pferdchen einen langen, unergründlichen Blick zu.
Pferdchen: "Du hast das falsch verstanden ..."
Held hebt fragend die Augenbrauen.
Pferdchen: "... Die Chromos 2 Krieger haben deine Soldaten nicht gefoltert. Sie haben sie einfach gegessen. Wir haben auch viele Krieger gegessen. Es gab keine Forschenden, die Essen wachsen lassen in dem Wüste. Was seine Feindlichen nicht ass, musste sterben."
Held, dem das Thema zu schaffen macht, tapfer: "Diese Krieger waren also nicht grausam? Sie haben sich einfach ern?hrt."
Meneor: "Doch, sie waren grausam, aber nicht absichtlich. Sie haben es gar nicht gemerkt."
Held, verwirrt: "Wie soll ich das verstehen?"
Meneor: "Die Forschenden haben bei ihnen die Gene fürs Mitgefühl weggelassen. Dadurch waren sie v?llig rücksichtslos. Diese Krieger wurden nicht geschaffen, um Feindliche zu besiegen ..."
Pferdchen: "Sie wurden geschaffen, um Feindliche auszurotten."
Ernst und nachdenklich starrt Held vor sich hin und murmelt: "Dann waren sie also seelische Krüppel ..."
Pferdchen, kauend beipflichtend: "Ja, genau ... Knüppel."
Held schaut auf und beobachtet mit ziemlichem Entsetzen, wie Meneor mit seinem sirrenden Messer den Kopf des M?dchens abs?gt, ...
... ihn vor Giftstrauss auf den Boden stellt ...
... und die Sch?deldecke weg s?gt, sodass das Gehirn zum Vorschein kommt.
Ohne zu z?gern, haut Giftstrauss seien Schnabel in das Gehirn ...
... und isst es mit wenigen Bissen auf.
Derweil hat Meneor auch den Rest des K?rpers in handliche Stücke geschnitten. Blutverschmiert schmatzen die drei genüsslich.
Held, der vor Ekel fast kotzen muss: "Und wo bleibt euer Mitgefühl?"
Held wird unbehaglich, wie die drei gleichzeitig aufh?ren zu essen und ihn anschauen.
Da er nicht mehr zurück kann, fasst Held sich ein Herz und sagt: "Erkl?rt mir bitte den Unterschied zwischen dem, was ihr hier veranstaltet und dem, was die Chromos 2 Krieger gemacht haben."
Pferdchen, mit tiefem, ausdrucksstarkem Blick und unerwarteter Sanftheit: "Wir haben nie jemand lebendig gegessen ... Und hast du nicht gesehen, wie das Junge gel?chelt hat bei dem Gedanken, in unseren warmen M?gen zu sein statt in den kalten Armen des Todes?"
Held erinnert sich an das L?cheln des M?dchens, sieht die warmen Augen von Pferdchen und gleichzeitig den ausgepickten Sch?del und ist ziemlich verwirrt.
Meneor, sich erinnernd: "Oft waren die Toten nach dem Schlacht unser einziges Nahrung. Wir haben zusammen gesessen, zusammen gegessen das warme, dampfende Fleisch ... Nachdem wir füreinander unser Leben riskiert hatten ... Es waren Momente mit Frieden und Freundschaft ..."
Held erinnert sich schmerzlich, wie er mit seinen Soldaten, ersch?pft vom Kampf, am Lagerfeuer gesessen und dasselbe empfunden hat.
W?hrend jede Spur von Ekel aus Helds Gesicht verschwunden ist und nur noch die Schmerzen der Erinnerung sich deutlich abzeichnen, essen die drei schweigend weiter.
Wie sie ihr Mal beendet haben, werfen sie die Reste, Knochen und fleischarme Teile, in den Schacht, wie das M?dchen es gewünscht hat.
Die vier ziehen im Schritttempo weiter. Held ist von dem Erlebten noch so beeindruckt, dass er vergisst, auf Giftstrauss zu steigen.
Ausserhalb des Steinkreises, am Fuss des n?chsten Hügels bleibt Meneor lauschend stehen.
Die andern bleiben ebenfalls stehen und schauen ihn fragend an. Meneor, leise: "Hinter diesem Hügel sind Leute."
Vorsichtig ersteigen sie den steinigen Hügel, ...
... um auf seiner Kuppe, hinter Steinen liegend, in die nachfolgende Senke zu sp?hen. Auf hartem Grund breitet sich dort eine kleine, zerfallende Siedlung aus niedrigen, gemauerten Geb?uden aus. Niemand ist zu sehen.
Held, mit zweifelndem Blick zu Meneor, leise: "Wo sind die Leute?"
Pferdchen, misstrauisch, leise: "Ein Falle?"
Meneor, auf die Geb?ude deutend, leise: "Sie sind in den H?usern."
Giftstrauss, fragend, den Blick nicht von der Siedlung lassend, leise: "Totes Wesen?"
Held schaut Giftstrauss fragend an.
Meneor nickt, ...
... erhebt sich ...
... und stolpert über einen Stein, ...
... sodass er den Hügel hinab rollt, sich da und dort an den scharfkantigen Steinen verletzend, ...
... um schliesslich blutend und zerschlagen am Fuss des Hügels liegen zu bleiben.
Giftstrauss mustert die Siedlung mit gr?sster Wachsamkeit. Held, verwirrt zu Giftstrauss, leise: "Was soll das?"
Pferdchen, Held am ?rmel zupfend, leise: "Psst, Chief, st?r Giftstrauss nicht ..."
Held wendet seinen verwirrten Blick Pferdchen zu. Pferdchen, leise: "... Es muss sofort schiessen, wenn jemand das Krieger t?ten will. Aber normalerweise sind Menschen nicht so aggressiv bei einem Halbtoten."
Meneor b?umt sich auf und st?hnt unter Schmerzen: "Hiilfee, ... ich ... sterbe."
Nichts tut sich.
Die Nerven von Giftstrauss sind zum Zerreissen gespannt.
Meneor, die Hand hochhaltend, mit letzter Kraft: "Ich ... sterbe ..."
Die Hand sinkt herab und es scheint, als sei Meneor tot.
Knarrend ?ffnet sich eine Tür ...
... und ein zerlumpter, kahlk?pfiger, junger Mann mit Geschwüren auf der Haut humpelt auf Meneor zu.
Der Mann bleibt vor dem vermeintlich toten Meneor stehen, ...
... reckt die Arme in die H?he und ruft: "Gelobt sei das Schicksal! Gelobt sei das Schicksal!"
Da wagen sich andere zerlumpte Gestalten, alle jung, kahlk?pfig und mit Geschwüren, aus ihren H?usern ...
... und versammeln sich im Halbkreis um Meneor.
Wie auf Befehl heben alle zugleich die Arme und rufen: "Gelobt sei das Schicksal! Gelobt sei das Schicksal!"
Meneor hebt schw?chlich seinen Arm in Richtung der Menge und st?hnt mit halbge?ffneten Augen: "Rettet ... mich."
Allgemeines Erstarren.
Frau, entt?uscht: "Aber er lebt ja noch."
Entt?uscht wenden sich alle ab ...
... und verschwinden wieder in ihren H?usern.
Meneor schaut ihnen halb aufgerichtet und mit verdutztem Gesichtsausdruck nach.
Neben Meneor tauchen Giftstrauss, Pferdchen und Held auf.
Pferdchen: "Gef?hrlich sind sie wohl nicht."
Held, erstaunt über das merkwürdige Verhalten: "Aber auch nicht gerade hilfsbereit."
Giftstrauss: "Sie sind alle krank ... Wie das Junge, das wir aufgegessen haben."
Held, mit Blick auf das Dorf, ohne sonderliches Mitgefühl: "Das heisst, sie werden alle sterben."
Meneor: "Aber das Junge hat doch gesagt, durch sein Opfer wird das Gemeinde verschont."
Held: "Dann werden sie also nicht sterben, obwohl alle krank sind."
Verwirrt schauen sich die vier an.
Auf der Hügelkuppe, von der die vier eben herkommen, tauchen Wagon, Lara, Hisch, Estragon, Aladan, Chromos 5, Yon, Meer, Martin und Tanja, Iris und Ewald auf.
Wie sie den Hügel herabkommen, ruft Meneor: "Wo ist Antara?"
Wagon ruft zurück: "Antara hat deine Gedanken gelesen. Es will mit Piri zurückbleiben, bis wir wissen, was hier los ist."
Ein Bild zeigt Antara mit Piri, die schon bis zur H?lfte der Brüste gewachsen ist, Trage, Tank, Hilfsorgane, Bioskop und Flu in dem Steinkreis lagern.
Iris, selbstsicher: "Komm, Ewald, wir werden das R?tsel l?sen."
Hisch ruft: "Wenn Meneor nicht so faul w?re, h?tte es schon l?ngst mit seinem Feldsinn ein paar Hirne abgetastet."
Meneor, gequ?lt: "Das ist immer so anstrengend."
Iris, in die Siedlung schreitend, ver?chtlich: "Pah, eine Profi wie ich braucht keinen faulen Zauber."
Ewald folgt ihr.
Wagon, mit Seitenblick auf Meneor, kichernd: "Faules Zauber."
Aladan, mit erhobenem Zeigefinger und gespieltem Ernst: "Faules Zauberer."
Hisch, mit gefalteten H?nden, zum Himmel flehend: "Oh Schicksal, bewahre uns vor Aladans Humor."
Iris n?hert sich mit Ewald einem H?uschen.
Energisch pocht Iris an die Tür.
In dem Raum dahinter, der dürftig von zwei Fensterh?hlen erhellt wird, liegen zwei M?nner und zwei Frauen, alle kahlk?pfig, jung und krank, auf vier j?mmerlichen Betten.
Frau 1, angstvoll: "Das Schicksal klopft an unsere Türe."
Mechanisch antworten die anderen: "Gelobt sei das Schicksal."
Von draussen ist ein erneutes Pochen und Iris' Stimme zu h?ren: "Hier ist Iris von den Natural News. Ich m?chte Ihnen ein paar Fragen stellen. Bitte ?ffnen Sie."
Frau 2, angstvoll: "Wir müssen das Schicksal einlassen, sonst wird es uns zürnen."
Mann 1qu?lt sich st?hnend vom Bett hoch ...
... und schleppt sich zur Tür.
Wie Mann 1 durch die handbreit ge?ffnete Türe schaut, sieht er Iris' durch die Warterei ungehaltenen Gesichtsausdruck, ...
... der jedoch, wie sie Mann 1 bemerkt, sofort von einem professionellen L?cheln weggeschwemmt wird.
Iris, mit Profil?cheln: "Guten Tag, ich bin ..."
Mann 1, angstvoll: "Was wollen Sie?"
Iris, wie oben: "?hm ... Darf ich herein kommen?"
Sich stumm abwendend, l?sst Mann 1 die Tür offen ...
... und sinkt st?hnend auf sein Bett, w?hrend Iris die Tür aufschiebt.
Neugierig, mit einer Hand Ewald am ?rmel mitziehend, betritt Iris den Raum.
Wie eine Faust dringt der Gestank in Iris' Nase und sie denkt mit geweiteten Augen: 'Uah, dieser Gestank! Die Leute haben wohl seit Jahren nicht mehr geduscht.'
Auch Ewald schnappt hinter Iris nach Luft. Iris reisst sich zusammen und fragt tapfer: "Wann hatten Sie das letzte Mal Gelegenheit, sich zu waschen?"
Wie Iris Antwort heischend in die Runde schaut, sieht sie vier kranke Gesichter, die sie angsterfüllt anstarren.
Iris, sich ins Haar fassend, verwirrt über die Angst, die ihr entgegenschl?gt: "?hm ... Ist meine Frisur verrutscht?"
Frau 1, mit irrem Angstblick: "Ihr müsst gehen ... Das Schicksal wird die Gemeinde vernichten, wenn ihr nicht geht."
Iris, protestierend: "Aber schaut auch doch an. Ihr seid alle todkrank. Ihr werdet sterben, wenn wir euch nicht helfen."
Die Kranken lassen sich zurückfallen auf ihre Betten und Frau 2 betet laut: "Vergib ihr, o Schicksal, vergib ihr! Und erl?se sie von ihrer Gesundheit!"
Die anderen drei murmeln im Chor: "Gelobt sei das Schicksal! Gelobt sei das Schicksal! ..."
Iris ist erschüttert.
Sie spürt ein Zupfen am ?rmel.
Es ist Ewald, der ihr mit einer Kopfbewegung bedeutet, das Haus zu verlassen.
Erstaunlich friedlich gibt sich Iris geschlagen und verl?sst mit Ewald das Haus.
Draussen. Iris, etwas kleinlaut: "Ich lasse nach, hm?"
Ewald, tr?stend: "Diese Leute leben in einer eigenen Welt. Da ist es schwierig ranzukommen."
Wie Ewald und Iris sich den andern n?hern, ruft Wagon: "Habt ihr was?"
Iris, zur Gruppe stossend: "Sie m?chten, dass ich auch krank werde. Es scheint, als h?tten sie Angst vor der Gesundheit ... Das verstehe ich nicht."
Wagon: "Das faule Meneor hat sich entschlossen, doch noch sein faules Zauber einzusetzen ..."
Ewald, neugierig: "Und?"
Wagon, verwirrt über ihre eigenen Worte: "Sie glauben fest daran, dass sie von einem Kampfpilz gefressen werden, sobald sie gesund sind."
Chromos 5, mit geheimnisvollem L?cheln: "Das stimmt ja auch ..."
Hisch: "Nun mach's nicht so spannend. Warum müsst ihr Chromos 5 Typen immer so ein Theater veranstalten?"
Chromos 5, l?chelnd: "... Sie sind vor dem Kampfpilz ins Schmerzgebiet geflüchtet. Hier sind sie sicher vor ihm, werden aber krank. Daraus haben sie das Schluss gezogen, solange wir krank sind, sind wir sicher."
Yon, verwundert: "Was für eine haarstr?ubende Logik!"
Aladan, sp?ttisch: "Für sie nicht. Ihnen sind n?mlich die Haare ausgefallen."
Kichern.
Ewald, nachdenklich: "Aber warum sterben sie nicht? ... Und warum werden sie krank?"
Chromos 5, seine Hand unter einen Blutfleck im Sand schiebend: "Da hat jemand von ihnen Blut verloren ..."
Chromos 5 ist wieder aufgestanden und bedeckt mit der anderen Hand seine Blutprobe: "Ich werde es Bioskop zum Analyse bringen."
Chromos 5 rennt den Hügel hoch ...
... und durch den Steinkreis auf Bioskop zu.
Chromos 5 zu Bioskop, die Blutprobe zeigend: "Bioskop, kannst du mir dieses Blut untersuchen. Ich will wissen, warum diese Leute nicht sterben."
Bioskop: "Ich weiss."
Chromos 5 ist verblüfft.
Bioskop: "Antara erz?hlt uns alles."
Chromos 5 wirft Antara einen Blick zu, den die ernst erwidert.
Auf der Konsole vor Bioskops Bildschirm entsteht eine Vertiefung mit glasartiger Oberfl?che.
Chromos 5 legt die Sand-Blutprobe vorsichtig in die Vertiefung.
Vom Rand der Vertiefung her zucken einige winzige Tentakel auf das Blut zu, ...
... greifen sich ein paar Zellen ...
... und zucken zurück in Bioskops Leib.
Chromos 5 schaut wieder zur ernsten Antara, ...
... l?chelt, ...
geht auf Antara zu, die sein L?cheln schwach erwidert, ...
... legt die Arme um sie ...
... und küsst sie lange und innig auf den Mund.
Chromos 5, mit tiefgründigem L?cheln: "Wie geht es dir, Antara?"
Antara, mit leichtem, melancholischem L?cheln: "Das Freiheit tut mir gut ... und euer Liebe h?lt mich am Leben."
Stimme aus dem Off: "Es sind Chromos 1 Gene."
Trage: "Musst du mit deinem unwichtigen Ergebnis in ihr Beliebtheitsaustausch hineinplatzen, du bl?des Analyseinstrument!"
Bioskop: "So ein Analyse braucht volles Konzentration. Da kann ich nicht noch das Glück des Universums berücksichtigen."
Hilfsorgane: "Da kann dieses scheussliche Ding kaum zwei Atome unterscheiden und redet vom Glück des Universums."
Bioskop: "Ihr zwei l?cherlichen Herztonlauscher habt eben kein Sinn für Humor."
Sich an den H?nden haltend, verfolgen Antara und Chromos 5 lachend den Streit der Nutzwesen.

