Szeneanfang:
Die Genvilles haben eine kleine, hübsche Siedlung wachsen lassen mit Essgarten, Weiher, Gras und B?umen. Alle tragen jetzt lebende Kleider, auch Yon und Held (Uniformkleid), Tanja und Martin. Meneor tr?gt schon seit seiner Zeit in Genville ein lebendes Kleid. V?llig durchn?sst, bewerfen sich die vier Schwestern lachend mit den Kapseln des Wasserbusches, welche malerisch auf der Haut zerplatzen.
In der Haltung antiker Philosophen beobachten Aladan und Estragon das Spiel der Schwestern. Estragon, würdevoll: "Was mag wohl im Kopf eines Mannes wie Aladan vorgehen, wenn es die sch?nsten Frauen des Universums beim Wasserspiel beobachtet, welches ihr Kleidung derart durchn?sst, dass alle ihre k?rperlichen Merkmale in prachtvollem Deutlichkeit zu Tage treten?"
Aladan, würdevoll: "Was für ein Verschwendung von Ressourcen!"
Estragon ist verblüfft, ...
... besinnt sich aber auf seine Rolle als Philosoph und erwidert würdevoll: "Mich dünkt, du siehst nicht, was ich sehe. Wie kann das Bisschen Wasser, welches übrigens im Boden versinkt und von diesem lebenden Siedlung getrunken wird, die Flügel deiner Gedanken so beschweren, dass sie unf?hig sind, sich in die H?hen des Geniessens aufzuschwingen?"
Aladan, wie oben: "Liebes Estragon, so scharfsichtig dein Betrachtung auch sein mag, so versucht es sich doch am falschen Gegenstand, meinte ich doch das Verschwendung jenes Energie, welches die Grazien für ihre Hüftschwünge aufbringen, um den Wasserkapseln auszuweichen, und das, wie mir scheint, für ein fr?hlicheres Zweck sich einzusetzen lohnte."
Estragon, begreifend, mit Würde: "Liebes Aladan, wie freundlich g?nnst du mir das Süsse des Begreifens, ..."
Estragon, bedauernd, mit Würde: "... doch muss, erfüllt von Unbehagen, ich widersprechen dir. Denn fliesst nicht jedes Quentchen dieses Energie in das Erschaffung eines Bildes voll von Grazie, welches sich, ohne dieses 'Verschwendung', unseren nach Sch?nheit dürstenden Seelen nicht anb?te zum Verzehr?"
Aladan, wie oben: "Gewiss doch, liebes Estragon, doch wisse, dass mein m?nnlich Teil, frisch in dieses Welt gewachsen, sich voll des Ungestüms durch dieses Sch?nheit pflügen will, sodass des Seele Durst sich h?flich beugt vor diesem Kraft und, l?chelnd und galant, ihm das Vortritt l?sst."
Estragon, mit mitfühlendem Erschrecken, würdevoll: "O liebstes Aladan, dein traurig Schicksal ich vergass! ..."
Estragon, l?chelnd, würdevoll: "... So gehe einig ich mit dir und will ermuntern, zu erfreuen dich an deinem Teil des Sch?nheit, ohne zu rauben mir das meine ..."
Da stürzt Aladan wie ein wildgewordener Stier auf die Schwestern zu, ...
... greift sich die lachende Lara ...
... und verschwindet mit ihr hinter dem n?chsten Gebüsch.
L?chelnd rennt nun auch Estragon zu den einen Moment verblüfft innehaltenden drei restlichen Schwestern ...
... und beginnt lachend sie mit Wasserkapseln zu bewerfen, ...
... sodass das übermütige Spiel sofort wieder in Gang kommt.
Iris, mit einem Mikro in der Hand, beobachtet kopfschüttelnd das Spiel, ...
... um sich dann Ewald zuzuwenden. Iris, im Befehlston: "Hast du mich endlich drauf, du Langweiler?"
Ewald, durch die Kamera blickend: "Jaja, reg dich ab."
Iris, professionell in die Kamera: "Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Obwohl die erste, 'Genville' genannte, Ansammlung von Monstrosit?ten sauber vernichtet werden konnte, stehen wir hier inmitten einer Neuauflage des Horrors ..."
Iris, mit einer Hand darauf hinweisend: "... Hier finden Wandernde Unterschlupf in organischen H?usern, Esswaren und Wasser an Büschen, eine komplette Infrastruktur für Genmonster. Die Siedlung liegt nicht allzu weit von Natural City entfernt und k?nnte als Basis für einen Angriff auf die letzten Menschen dienen. Die Natural Guard sollte keine Zeit verlieren und diese Bedrohung für die Menschheit ausl?schen ... Es spricht Iris von den Natural News."
Iris senkt das Mikro und Ewald die Kamera. Ewald: "Glaubst du eigentlich, was du sagst?"
Iris stutzt ...
... und erwidert überraschend ruhig: "Willst du erschossen werden?"
Ewald erschrickt.
... und sagt, unsicher l?chelnd: "Du hast ja gar keine Pistole."
Iris, wie oben: "Die brauche ich nicht. Die Guards werden uns abknallen, wenn ich etwas anderes erz?hle ... Im übrigen schaffen diese Leute hier neues Leben, als w?ren sie Gott. Ich glaube nicht, dass es gut ist, Gott zu spielen ..."
Ewald ist beeindruckt.
Iris wirft Ewald das Mikro zu ...
... und geht langsam, etwas deprimiert, weg. Ewald denkt mitfühlend: 'Sie hat ganz normal mit mir geredet ... Es muss ihr schlecht gehen ...'
Iris geht um ein Haus herum ...
... und vor ihr zeigt sich ein erschütterndes Bild: Held liegt, versorgt von den Hilfsorganen, bewusstlos auf der Trage. Yon hat voller Gram sein Gesicht auf Helds Brust und seine Arme um Helds Oberk?rper gelegt.
Iris lehnt sich, den Blick nicht von der Szene wendend, an die Hauswand und denkt: 'Irgendwie tragisch die beiden ... Aber ich habe kein Mitgefühl ... Ich kann nichts empfinden für M?nner ... Ich hasse M?nner ...'
Yon hebt sein Gesicht von Helds Brust ...
... und sein Blick f?llt auf Hilfsorganes Tentakel, die in Helds K?rper verschwinden.
Yon denkt angeekelt: 'Gruselig!'
Yon, sich zusammenreissend zu Hilfsorgane: "Wie lange kannst du ihn noch am Leben halten?"
Hilfsorgane: "Ewig ..."
Yon schaut ungl?ubig.
Hilfsorgane: "... Das heisst ..."
Yon, hellwach und besorgt: "Was?!"
Hilfsorgane: "... nur so lange, bis ich verdurstet bin."
Trage macht 'Hehehe'.
Yon findet es nicht lustig, ...
... rennt aber sofort los und sagt im Zurückblicken: "Ich hol dir Wasser."
Yon rennt in den Essgarten, ...
... zu dem ziemlich grossen Wasserbusch, der über und über behangen ist mit mundgerechten Wasserkapseln, ...
... reisst hastig einen Arm voll Kapseln vom Busch ...
... und rennt damit zurück.
Yon kniet sich hin, sodass Hilfsorgane und Trage sich die Wasserkapseln greifen k?nnen.
Da sagt Iris, die inzwischen n?hergetreten ist, sp?ttisch: "Ein Natural Guard Offizier, der vor Genmonstern kniet. Was für ein Anblick!"
Yon schaut auf zu Iris und sagt ernst: "Sie retten meinem Freund das Leben."
Iris, ernst: "Die Genmonster waren es doch, die Ihren Freund erst in diese Lage gebracht haben."
Yon, nachdem er alle Kapseln losgeworden ist, aufstehend, kühl: "Ich habe gelernt zu unterscheiden."
Iris, h?hnisch lachend: "Sie Opportunist! Bloss weil Sie zu feige zum Sterben waren, wurden Sie zum Chromos 1 ... Und schon wird aus dem kompromisslosen Monsterj?ger ein 'Unterscheider'."
Yon, grimmig: "Als ein Attent?ter auf den Chief schoss, habe ich mich dazwischen gestellt und wurde t?dlich getroffen. Ich bin für den Chief gestorben. Aber er hat mich zu den Genvilles gebracht, die mich mit Chromos 1 Genen ins Leben zurückgeholt haben ..."
Iris ist beeindruckt.
Yon, wie oben: "... Ich musste mich entscheiden zwischen Selbstmord und einem Leben als Chromos 1. Ich beschloss, dieses zweite Leben anzunehmen und zu unterscheiden ..."
Iris ist im Bann von Yons Erz?hlung.
Yon, mit melancholisch gesenktem Blick: "... Ob diese Entscheidung richtig war ... Ich weiss es nicht."
Abrupt wendet sich Iris ab, geht davon und denkt etwas beklommen: 'Da verspritze ich mein Gift und dann besch?mt mich dieses Jüngelchen mit seinem Heldentot. Ob Ewald sich für mich in die Kugel werfen würde? Würde ich mich für Ewald in die Schusslinie stellen? ...'
In Gedanken versunken geht Iris weiter, ...
... bis eine zerplatzende Wasserkapsel ihr Gesicht n?sst ...
... und sie erbost herum fahren l?sst.
Verst?ndnislos sieht Iris, wie die lachende Schar, bestehend aus Hisch, Wagon, Piri und Estragon sie mit Wasserkapseln bewirft, ...
... sodass sie, hilflos da stehend, am ganzen K?rper durchn?sst wird.
Piri, der verwirrten Iris lachend ein paar Wasserkapseln in die Hand legend: "Mach mit, Iris. Das reinigt Geist und K?rper."
Seufzend und lustlos wirft Iris mit ihren Kapseln nach dem fr?hlichen Quartett, welches sich auch wieder beballert.
Wie Iris keine Kapseln mehr hat, ...
... greift sie spontan nach weiterer Munition vom Wasserbusch ...
... und ist mit schwachem L?cheln mitten in der Wasserschlacht.
Nachdem das Trüppchen sich ausgetobt hat, stehen die vier Genvilles schweigend mit Iris im Kreis und l?cheln sich an.
Iris bemerkt es ...
... und sagt befremdet: "Ist das jetzt wieder dieses Sektending?"
Alle vier l?cheln Iris an.
Piri: "Um unser L?cheln zu trinken, brauchst du keine Worte. Geniess es einfach. Es ist pures Lust."
Iris, zweifelnd: "Erfolgreiche Leute setzen ihr L?cheln als Waffe ein. Hinter jedem L?cheln wartet ein Messer. Wie kann ich das geniessen?"
Synchron halten sich die Genvilles ein Messer vors Gesicht und sagen im Chor: "Bei uns wartet das Messer vor dem L?cheln."
Die Messer verschwinden lassend, lachen die Genvilles Iris an und entlocken ihr damit ein schr?ges L?cheln.
Iris, verwirrt: "In meinen Reportagen wünsche ich euch den Tod und ihr behandelt mich, als w?re ich eure Freundin."
Wagon: "Du bist ein warmes Wesen, voll von Angst und Hass."
Hisch: "Ich kenne das Wut. Es tut weh."
Estragon: "Eines Tage wird es uns gelingen, auf dein Gesicht ein glückliches L?cheln zu zaubern."
Iris, trocken lachend: "Und warum solltet ihr das wollen?"
Piri: "Freundschaft ist nicht, was du sagst, sondern was du tust."
Iris, verwirrt: "Und was, bitte, tue ich?"
Estragon, sinnierend: "Wenn ich durch das Essgarten wandle, wo du dir, dich unbeobachtet w?hnend, ein Frucht zu Gemüte führst, freue ich mich jedes Mal an deinem Anblick, wenn sich deine Gesichtszüge entspannen und du, mit geschlossenen Augen, das Frucht voll Genuss auf deinem Zunge zergehen l?sst."
Piri, sinnierend: "Wenn du dich, im Weiher liegend, Sonne trinkend, vom Wasser liebkosen l?sst, dann spüre ich dein Sehnen nach W?rme, dass es mich schmerzt."
Wagon, sinnierend: "Was w?re denn freundschaftlicher als ein Mensch, das überall in Genville das Zukunft spürt und geniesst?"
Iris, mit grossen Augen: "Wie soll das m?glich sein? Ich habe schon vor langer Zeit den Kontakt zu meinem K?rper verloren."
Die Genvilles schauen mit grosser Aufmerksamkeit, ...
... blinzeln sich zu ...
... und stürzen sich kitzelnd auf Iris.
Iris erschrickt ...
... und windet sich, unfreiwillig lachend, unter dem Gekitzel und sagt: "H?rt auf, ihr Verrückten!"
Hisch, grinsend: "Erst wenn du sagst, dass du dein K?rper spürst."
Iris, wie oben, ruft: "Ja, ja, ich spüre meinen K?rper!"
Szeneanfang:
In der Wüste vor Natural City, zu Füssen des Mikrowellenturmes ist eine gewaltige Baustelle entstanden. Der grosse Sandabbauroboter, der in der letzten Szene noch im Bau war, hat bereits ein Geviert von 500 Metern Seitenl?nge bis auf den Felsengrund ausgebaggert. Zahlreiche auf dem Felsengrund ausgebreitete Solarzellen versorgen sowohl den Roboter mit Zusatzstrom wie auch etliche Hochtemperatur?fen.
In diesen ?fen wird der Sand geschmolzen und dann zu tonnenschweren undurchsichtigen Glasbausteinen gegossen.
Die Glasbausteine werden von grossen Kr?nen zu einer mehrere Meter dicken Mauer aufgeschichtet, welche das felsige Geviert umgibt.
Mit einem von Caesar entwickelten Harzkleber werden die Glasbausteine v?llig undurchl?ssig verbunden. Vorarbeiter zu einem Arbeiter, der zu wenig Kleber aufgetragen hat, wütend: "He, du verdammter Idiot! Schütt gef?lligst genug Harzkleber drauf oder willst du, dass das Tentakelmonster durchbrechen kann?!"
Der erschrockene Arbeiter schüttet ordentlich Harzkleber nach ...
... und bestreicht mit einer Art langhaarigen Fegbürste auch jene senkrechten W?nde der Mauer, wo der n?chste Quader hinkommt.
Von einem Kran gehalten, schwenkt ein wuchtiger Quader heran. Auf der Oberfl?che des Quaders ist links und rechts je eine Eisenstange mit einem Ring eingelassen. Der Krangurt führt durch diese beiden Ringe.
Der Arbeiter zieht den Quader an den Eisenstangen millimetergenau in Position.
Ger?uschlos senkt sich der Quader ab.
Rasch f?delt der Arbeiter die Krangurte aus den Ringen ...
... und w?hrend die Gurte, vom Kran gezogen, nach oben aus dem Bild verschwinden, beugt sich der Mann mit einer schweren Trennscheibe zum ersten Eisenstab und beginnt ihn funkensprühend dicht über der Quaderoberfl?che abzutrennen.
Im Kopf des grossen Sandabbauroboters sitzen zwei Natural Guards hinter einer Mikrowellenkanone und beobachten gespannt, wie sich die 'H?nde' des Roboters, Abbauschaufeln wie bei Braunkohlebaggern, in den Sand fressen.
Pl?tzlich schiessen Kampfpilztentakel aus dem Sand ...
... und schlingen sich um den einen Roboterarm.
Reaktionsschnell richten die Guards die Mikrowellenkanone auf die Tentakel ...
... und feuern.
Der unsichtbare Mikrowellenstrahl trifft auf die Tentakel, ...
... welche dampfend aufplatzen ...
... und leblos zu Boden sinken.
Die beiden Guards schauen sich grinsend an. Der eine sagt: "Endlich haben wir Oberwasser."
Verkleidet als Passant, geht Caesar über die inzwischen verbreiterte und verst?rkte Aluminiumbrücke, welche über den S?uregraben zur Baustelle führt.
Am Rand der Baustelle angekommen, beobachtet Caesar interessiert die Arbeiten.
Ein vierschr?tiger Vorarbeiter kommt auf Caesar zu ...
... und raunzt ihn an: "He, das Betreten der Baustelle ist verboten ..."
Wie Caesar den Mann nicht beachtet, kommt der Vorarbeiter n?her und sagt drohend: "... Verschwinde oder soll ich dir Beine machen?"
Wie Caesar immer noch nicht reagiert, hebt der Mann wütend seinen Arm, um Caesar an der Schulter zu packen.
Wie der Kopf einer Schlange schiesst Caesars Hand auf den Unterarm des Vorarbeiters zu ...
... und umklammert ihn mit der Faust.
überrascht und wütend versucht der Vorarbeiter, den Arm freizubekommen, aber der bleibt in der Luft, gehalten von der Kraft eines Schraubstocks.
Der Vorarbeiter l?sst seine freie Faust auf Caesars Gesicht zurasen.
Caesar f?ngt die Faust mit seiner anderen Hand ab ...
... und h?lt die Faust in der Luft fest.
Kühl sagt Caesar zu dem nun ziemlich verunsicherten Mann: "Soll ich dich in das S?uregraben werfen?"
Verwirrt von Caesars Kraft, schüttelt der Mann den Kopf. Caesar, wie oben: "Dann würde ich vorschlagen, dass du mich im Ruhe l?sst und dein Arbeit tust."
Caesar l?sst den Mann los.
W?hrend dieser verwirrt weggeht, beobachtet Caesar wieder die Arbeiten, ...
... dreht sich dann um, ...
... geht über die Brücke zurück, ...
... durch die nun viel sauberere, von Elektrofahrzeugen und Solarzellen gekennzeichnete Stadt, ...
... zur Universit?t, ...
... in ein Labor, wo er beim Eintreten schimpft: "So etwas muss ich mir bieten lassen!"
Ein etwa 70 Zentimeter grosser Roboter kommt auf Caesar zugerannt. Er ist sehr elegant und feingliedrig. Seine Aussenhaut besteht aus einer weichen Solarzellenschicht, die ohne eine Kante oder Ecke den ganzen K?rper in fliessenden Formen umschmiegt. Da es sich um ein elektronisches Bewusstsein ohne Gefühle handelt, hat der Roboter keine vermenschlichenden Gesichtszüge. Irgendwo auf seinem K?rper steht 'DOI'.
DOI bleibt vor Caesar stehen und sagt: "Hallo Caesar, was bietest du?"
Caesar, überrascht und erheitert von der Frage: "Ach, weisst du, DOI, ein Bauarbeiter hat mich angepfiffen. Das hat mich ge?rgert."
DOI fuchtelt mit den Armen und pfeift ein Lied. Caesar, lachend: "Ja, DOI, etwa so."
DOI nimmt Caesars Hand ...
... und zieht daran. DOI: "Komm, Caesar, lass uns Dinge finden."
Caesar, sich schmunzelnd von DOI ziehen lassend: "Du meinst forschen."
DOI, Caesar ziehend: "Ja, forschen, lass uns forschen."
DOI hüpft auf einen Labortisch. Die Labortür ?ffnet sich ...
... und Kommandant Hart steht auf der Schwelle.
Hart tritt n?her und fragt mit neugierigem Blick auf DOI: "Was ist denn das?"
Caesar, stolz: "Das ist ein elektronisches Bewusstsein. Ich habe es gebaut nach Chromos 5s Wisperfeldtheorie des biologischen Intelligenz. Dabei habe ich die Speichermoleküle des Gehirns durch elektronische Speichermedien ersetzt und die Wisperfelder mit Zahlenfeldern nachgebildet."
Hart, nicht sonderlich beeindruckt, auf das 'DOI' zeigend: "Was bedeutet 'DOI'?"
Caesar, l?chelnd: "Demon Of Intelligence."
Hart, humorlos: "Aha, Forscherhumor."
Pl?tzlich springt DOI auf Hart zu, ...
... landet auf der Schulter des erschrockenen Hart ...
... und fragt: "Und was bist du?"
Hart ist verblüfft ...
... und sagt: "Das Ding kann ja sprechen!"
DOI streckt dem irritierten Hart einen Finger in den Mund und sagt: "Du kannst ja auch sprechen!"
Caesar muss bei diesem komischen Anblick lachen.
Ver?rgert über Caesars Lachen und die Dreistigkeit dieses Gnoms zieht Hart DOIs Finger aus seinem Mund.
DOI, in Harts Ohr: "Was bist du? Was bist du? Was bist du?"
Hart packt DOI um die Taille ...
... und setzt ihn vor sich auf den Boden.
Hart, sich zusammennehmend: "Ich bin Hans Hart, Kommandant der Natural Guard, die zust?ndig ist für den Schutz des Natürlichen."
DOI hüpft zurück auf den Labortisch und sagt dabei: "Es ist zust?ndig, zust?ndig, zust?ndig."
Caesar schmunzelt. Hart schüttelt den Kopf ...
... und sagt dann ernst: "Eigentlich bin ich ja nicht gekommen, um mich einem D?mon vorzustellen ... Mir ist aufgefallen, dass der Sandabbauroboter keine Schwierigkeiten mit dem Kampfpilz hat."
DOI: "Kampfpilz, Kopfpilz, Kupferpilz."
Caesar schmunzelt. Hart wirft DOI einen Stirn runzelnden Blick zu ...
... und f?hrt dann fort: "Mit ein paar solchen, speziell für den Kampf konzipierten Robotern k?nnten wir uns in der Wüste bewegen und allf?llige Angriffe abwehren."
Caesar, sich überlegend ans Kinn fassend: "Ja, das w?re ein gutes Zwischenl?sung."
Hart, fragend: "Zwischenl?sung?"
Da trifft Hart ein Schwall ?liger Flüssigkeit an den Kopf. Stimme aus dem Off: "Zwischenl?sung, Zwischens?lung, Zwischen?lung."
Hart steht da wie ein begossener Pudel. DOI beobachtet ihn vom Labortisch aus mit einer leeren, tropfenden Schale in der Hand. Caesar versteckt sein Lachen hinter der vorgehaltenen Hand.
Szeneanfang:
Etwas abseits der Siedlung, zwischen Felsen steht Antara wie eine traurige M?rchenfee. Ihre Augen sind geschlossen, ihr Gesicht voller Konzentration, ihre H?nde sind beschw?rend ausgestreckt.
Einige Meter vor Antara schwebt ein Felsbrocken von einem Meter Durchmesser auf Kopfh?he.
In der N?he landet lautlos ein Fuss auf einem Felsen ...
... und st?sst sich sofort wieder ab.
In elegantem Bogen landet Piri dicht neben Antara ...
... und sagt fr?hlich, der verblüfften Antara eine Wasserkapsel in den Mund schiebend: "Trink, Antara, trink."
Antara macht 'Glup' und gleichzeitig zerf?llt der schwebende Felsen in faustgrosse Stücke, ...
... welche mit lautem 'Klack Klack Klack' zu Boden regnen.
Antara schaut etwas erstaunt, Piri bestürzt auf den Steinhaufen.
Piri, bestürzt: "Jetzt ist das Fels kaputt."
Antara betrachtet Piris bestürztes Gesicht und sagt amüsiert: "Sei froh. Es h?tte uns auch zerschmettern k?nnen."
Piri schaut Antara so erschrocken an, dass Antara lachen muss.
Antara, l?chelnd: "Mit den Wandlerzellen zu arbeiten ist sehr gef?hrlich. Deshalb übe ich auch etwas abseits."
Piri, deren Neugier rasch über die Angst siegt: "Kann ich dir trotzdem zuschauen?"
Antara, ernst: "Aber nur, wenn du mein Konzentration nicht mehr st?rst."
Piri hüpft begeistert auf einen Felsen ...
... und sagt in Ich-bin-so-klein-wie-ein-M?uschen-Haltung: "Ich bin gar nicht vorhanden."
Antara muss lachen.
L?chelnd wendet Antara sich dem Steinhaufen zu ...
... und nimmt mit geschlossenen Augen und ausgestreckten H?nden ihre 'Beschw?rungshaltung' ein.
Eine Geisterhand scheint die Steine hochzuheben, ...
... sodass sie nun schwerelos in der Luft h?ngen wie die Trümmer eines Planeten.
Mit offenem Mund, v?llig gebannt, betrachtet Piri das faszinierende Schauspiel.
Antara macht eine Bewegung, als wolle sie die Steine mit blossen H?nden bündeln.
Tats?chlich 'gehorchen' die Steine, indem sie sich einander n?hern, ...
... um dann pl?tzlich, ohne Ger?usch und W?rme, zu einem Block zu verschmelzen.
Piri entf?hrt ein verblüfftes: "Oh!".
Erschrocken h?lt sie sich die Hand vor den Mund ...
... und beobachtet ?ngstlich den schwebenden Felsen, der jedoch ruhig an seinem Ort verharrt.
Antara dirigiert den Brocken über die Felsformation, die ihren Trainingsort umgibt. Langsam und schwankend gehorcht der Brocken.
Mit einem schwachen 'Knirsch' senkt sich der Brocken auf die Felsen.
Mit einem erleichterten 'Puh' atmet Antara aus ...
... und schaut sich, schwach l?chelnd nach Piri um, die begeistert, 'Bravo, Bravo!' rufend, applaudiert.
Piri, neugierig: "Wie machst du das bloss mit dem Schweben?"
Antara, ernst: "Das Fels würde von dem Drehbewegung des Erde weggeschleudert, wenn es nicht von dem Schwerkraft gehalten würde. Mit meinem Feldsinn sehe ich das Schwerkraft wie ein Gummiband zwischen dem Felsen und dem Erde. Wenn ich genug von diesem 'Gummiband' in Schnelles Energie umwandle, kann das Fliehkraft das Felsen anheben."
Piri, interessiert: "Wenn du also das ganze 'Gummiband' des Schwerkraft umwandeln würdest in Schnelles Energie, würde das Felsen wie ein Kanonenkugel nach oben schiessen."
Antara: "Ja, ich darf nur so viel Schwerkraft umwandeln, dass das Fels nicht abhaut. Es ist ein Frage des Gleichgewichts zwischen Fliehkraft und Schwerkraft."
Piri, experimentierfreudig: "K?nntest du es nicht mal davonsausen lassen?"
Antara, etwas ?ngstlich: "Ist das nicht etwas gef?hrlich, so mit Felsen rumzuschmeissen?"
Piri, unbekümmert: "Aber nein, du musst es nur so stark beschleunigen, dass es in dem Atmosph?re verglüht. Dann kann es kein Schaden mehr anrichten."
Mit einem unguten Gefühl konzentriert Antara sich erneut auf den Felsen.
Piri beugt sich so gespannt nach vorn, dass sie fast von ihrem Sitzplatz f?llt.
Der Brocken hebt sich langsam ...
... und bleibt ein paar Meter über Grund schweben.
Antara murmelt: "Ich wandle das gesamte Schwerkraft ... jetzt."
Wie von einer Kanone abgeschossen, rast der Stein nach oben.
Piri legt den Kopf in den Nacken und sieht noch einen Punkt im wolkenlosen Himmel, ...
... dann ein kurzes Aufglühen.
Antara, erleichtert: "Das Fels ist verglüht."
Piri, tief beeindruckt: "Es theoretisch zu begreifen ist das eine, es praktisch zu sehen ist ... ist einfach das Hammer!"
Piri, im Forschungseifer: "K?nntest du mich nicht auch schweben lassen?"
Antara, erschrocken: "Was denkst du? Ich lasse dich schweben, dann kommt so ein Piri angehüpft und macht mir 'Buh' ins Ohr und du fliegst in tausend Stücke oder l?st dich ganz in Schnelles Energie auf. Wie soll ich dich dann wieder zusammensetzen?"
Piri, protestierend: "Ich habe nicht 'Buh' gemacht."
Antara, melancholisch: "Ach, Piri, glaubst du wirklich, ich würde dein Leben mit einem Experiment gef?hrden?"
Piri hüpft vom Felsen zu Antara und sagt sanft: "Aber Antara, warum bist du pl?tzlich so traurig?"
Antara, mit gesenktem Blick, traurig: "Je mehr ich meine F?higkeiten entwickle, desto mehr entferne ich mich von euch, ... weil ich sehe, wie anders ich bin ... Das macht mich einsam ..."
Piri, Antara bei den Schultern fassend, tr?stend: "Aber Antara, das sind bloss F?higkeiten. Die haben doch nichts mit deinem Pers?nlichkeit zu tun ..."
Piri, Antara mit den Fingerkn?cheln 'Toc Toc' auf den Kopf hauend: "... Dein Gehirn produziert bloss wieder zu wenig stimmungsaufhellende Botenstoffe ..."
Antara macht 'Aua'.
Piri nimmt Antaras Gesicht in ihre H?nde und sagt strahlend: "... Aber all das ?ndert nichts daran, dass ich dich liebe."
Piri küsst Antara auf den Mund, sodass sich aus Antaras Augen eine Tr?ne stiehlt.
Piri, auf die Knie sinkend: "Leg dich hin, Antara, ich werde das Produktion deiner Botenstoffe anregen."
Antara sinkt hin wie eine Feder.
Piri streichelt und küsst Antaras K?rper.
Diese gibt sich ganz Piris Z?rtlichkeiten hin, ...
... um dann impulsiv Piri zu umarmen ...
... und auf den Mund zu küssen, ...
... sodass die beiden Frauen eng umschlungen sich lieben.
Szeneanfang:
Martin steht auf einem Felsen und ruft mit trichterf?rmig um den Mund gelegten Handfl?chen: "Vooortraaag!"
Tanja sitzt mit entrücktem Blick neben ihm und l?sst die Beine baumeln.
Die Genvilles eilen herbei, auch Iris, Ewald, Yon und Meer sowie die Laborger?te (Tank, Bioskop, Hilfsorgane und Trage mit dem bewusstlosen Held).
Meneor, der etwas entfernt, auf dem h?chsten Felsen Wache schiebt, dreht sich zu Martin ...
... und ruft: "Ich halte Wache, aber ich h?re dich, Martin!"
Martin zuckt zusammen ob Meneors Lautst?rke und winkt ihm zu, dass es gut sei.
Martin hat nun ein ziemliches Publikum und Tanja sagt mit einem Gesicht, bestehend aus angstgeweiteten Augen und einem schwachen L?cheln: "Viele Hundilein und Katzilein."
Martin, der es gewohnt ist, vor vielen Leuten zu sprechen, legt in Stadtpr?sidentenhaltung los: "Meine lieben ... wie soll ich sagen? ..."
Piri: "Vorhandenen."
Wagon: "Existenzen."
Lara: "Zuckerstangen."
Hisch: "Du hast ja gar kein Zuckerstange."
Chromos 5: "Organismen."
Aladan: "Vielf?ltig gefalteten Eiweisse."
Iris: "Anwesenden."
Martin, sein Publikum mit den H?nden beruhigend, jovial: "Danke, danke ... Also, meine lieben Anwesenden ..."
Martin: "... Wie ihr wisst, sind wir nun schon seit einiger Zeit an diesem Ort, der sich vor allem kennzeichnet durch Sand und Felsen, was, wie ich meine, nicht unbedingt der Gipfel der Gemütlichkeit und des Wohlbehagens ist. So dr?ngt sich natürlich zunehmend die Frage auf, welche wichtigen Aufgaben und allf?lligen Pflichten uns an eben diesem Ort noch festhalten und vor allem, für wie lange noch ..."
Yon denkt: 'W?re Martin Eck nicht Politiker, k?nnte er sich mit fünf Worten ausdrücken: Ich will hier nicht versauern.'
Sehr zur Verblüffung Yons sagt Antara leise zu den Umstehenden: "W?re Martin Eck nicht Politiker, k?nnte es sich mit fünf Worten ausdrücken: Ich will hier nicht versauern."
Die Umstehenden kichern.
Yon denkt ziemlich betroffen: 'Antara kann mit ihrem Feldsinn auch Gedanken lesen! ... Hat sie das jetzt absichtlich getan oder hat sie es gar nicht gemerkt?'
Wagon, die Antaras Bemerkung geh?rt hat, fr?hlich: "Kein Angst, Martin, wir wollen hier auch nicht versauern."
Piri, treuherzig: "Aber als Forschende wollen wir unser Beitrag leisten, um dieses Planet wieder bewohnbar zu machen."
Martin, auf die Siedlung weisend: "Aber wie kann denn dieser Beitrag überleben ohne Wasser?"
Piri, etwas erstaunt: "Wir haben doch Wasser."
Martin: "Aber wie lange noch?"
Wagon: "Komm, Martin, sag uns, was du weisst."
Martin: "Nun wissen w?re zu viel gesagt. Aber ich habe einmal gelesen, dass unserem Planeten das Schicksal der Venus bevorsteht. Dort ist durch die Erw?rmung der Atmosph?re alles Wasser in den Weltraum verdampft. Dann ist das Klima endgültig gekippt und jetzt herrschen auf der Oberfl?che Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius ..."
Martin, bedrückt: "... Die Natürlichen haben fast alle fossilen Brennstoffe verbrannt und mit dem freigesetzten Kohlendioxid die Erw?rmung bis an den kritischen Punkt gebracht. Woher wissen wir, ob nicht schon alle Meere verdampft sind? ... Nie Wolken, nie Regen, die Hitze ... Ist der Planet jetzt dabei, zur heissen H?lle zu werden?"
Chromos 5, dem das Bein vollst?ndig nachgewachsen ist: "Aber was ich nicht verstehe ... Du warst doch Stadtpr?sident von Natural City. Weshalb hast du die Benzinmotoren nicht verboten?"
Martin, sich rechtfertigend: "Ein Wort davon und ich w?re niemals gew?hlt worden ..."
Martin, nun doch etwas selbstkritisch: "... Und als Fünfzigj?hriger habe ich gehofft, dass es bis zu meinem Tod wohl nicht allzu schlimm kommen werde."
Hisch: "Daraus wird jetzt nichts. Als Chromos 1 bist du unsterblich und musst das ganze Zukunft schlucken."
Aladan, sich mit gespielter Nachdenklichkeit ans Kinn fassend: "Gekochtes Martin an zerlassenem Tanja, was für ein Zukunft!"
Leichtes Kichern.
Martin, bedrückt und ver?rgert zugleich: "Das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für Scherze."
Lara: "Wenn ich schon sterben muss, dann lieber mit einem Lachen als mit einem Tr?ne."
Estragon: "Was sagt denn, dass wir sterben müssen?"
Martin, ungehalten: "Ein paar hundert Grad überlebt nicht einmal ihr. Oder willst du einen Bunker bauen und dich unter die Erde verkriechen?"
Lara, begeistert: "Au ja, dann brauchen wir die Steaks zum Braten nur kurz aus dem Dachluke zu halten."
Lachen und Kichern.
Estragon, l?chelnd: "Wir holen das Kohlenstoff aus dem Atmosph?re, dann l?st sich das Problem."
Wagon: "Und wenn die Meere bereits verdunstet sind?"
Estragon: "Dann haben wir wieder ein Problem."
Martin: "Wie willst du den Kohlenstoff so schnell aus der Atmosph?re holen?"
Estragon, geheimnisvoll: "Mit einem Baum."
Martin, als h?tte er einen gef?hrlichen Irren vor sich: "Mit einem Baum?"
Estragon: "Wir bauen ein schnell wachsendes Baum, das siebzig Meter dick und ein Kilometer hoch wird. Das ist stark genug gegen das Kampfpilz und bindet ein ordentliches Menge Kohlenstoff. Alle zwei Kilometer pflanzen wir ein Neues und markieren so, das Welt rettend, die Stationen unseres Reise."
Lara, anerkennend: "Mann, du bist ja richtig poetisch."
Wagon: "Und wenn dieses Poesie umf?llt bei einem Sturm, gibt's Tote."
Lara: "Wir bauen es ohne Bl?tter, dann hat das Wind kaum ein Angriffsfl?che."
Chromos 5: "Die Wurzeln eines solchen Baumes gehen bis zu einem Kilometer tief in das Erde. Es wird besser verankert sein als ein Berg."
Ehrfürchtiges Staunen.
Hisch: "Na, Estragon, dann würde ich mal mit Bioskop zusammen das Baum entwerfen, aber mit Bl?ttern bitte."
Estragon, jammernd: "Warum ich? Ich habe doch schon das Idee gehabt ... überhaupt ist Martin mit seinem Vortrag noch gar nicht zu Ende."
Alle schauen erwartungsvoll auf Martin und dieser versucht zu überspielen, dass er den Faden verloren hat: "?hm ja, ... ich ... nun ... Eigentlich wollte ich vorschlagen, einen besseren Ort zum Leben zu suchen ... Aber jetzt frage ich mich, was das alles noch für einen Sinn hat, wenn die Meere tats?chlich verdunstet sind."
Chromos 5: "Was verstehst du unter einem 'Ort zum Leben'? Wir haben doch ein solches Ort."
Martin, wenig begeistert: "Ja, aber diese Siedlung hier kann doch nicht das Ende sein."
Chromos 5: "Das Ort, das ich meine, ist das Universum. Dieses Siedlung hier ist weder Anfang noch Ende. Es ist bloss ein Lagerfeuer."
Martin schaut Chromos 5 lange und nachdenklich an. Chromos 5 erwidert den Blick mit einem feinen L?cheln.
Lara, sanft: "Wohin m?chtest du denn, Martin?"
Etwas überrascht von der Frage, schaut Martin zu Lara. Stimme aus dem Off: "Vooortraaag!"
Alle K?pfe schnellen herum zu Meneor, der l?chelnd auf seinem Felsen steht.
Wagon: "Kommt, wir h?ren uns Meneors Vortrag an, dann wissen wir vielleicht mehr."
Alle ziehen los ...
... und versammeln sich vor Meneors Felsen.
Das Publikum schaut gespannt, ...
... aber Meneor l?chelt nur.
Hisch, Stirn runzelnd: "Das macht's aber spannend."
Pl?tzlich verschwindet Meneors L?cheln und er schaut zum Horizont.
Unwillkürlich drehen manche den Kopf, um seinem Blick zu folgen.
Zur Verblüffung des Publikums beginnt Meneor mit seiner kr?ftigen und sch?nen Stimme zu singen. Ein Lied ohne Worte, fremdartig und bezaubernd.
Unauthorized duplication: this tale has been taken without consent. Report sightings.
Das Publikum lauscht sprachlos, l?chelnd oder befremdet.
Tanja l?st sich aus Martins Hand, ...
... klettert auf den Felsen ...
... und stellt sich neben Meneor.
Zuerst zaghaft, ...
... dann voller Hingabe singt sie mit.
Und w?hrend ihre Stimme klar wie ein Silberstrahl sich in der Wüste ausbreitet, ...
... entspannt sich ihr Gesicht ...
... und ihre Augen beginnen zu leuchten ...
... und ihre Stimme wird kr?ftiger, bis sie schallt wie die eines Engels.
Da stehen sie auf dem Felsen, der Krieger und der Engel, und singen, ...
... dass sich die Verblüfftheit des Publikums ...
... allm?hlich wandelt in Verzückung, als würde der Goldregen einer vorbeifliegenden Fee die Gesichter streicheln und leuchten lassen.
Martin, ganz hingerissen zu Chromos 5: "Wenn Tanja singt, beginnt ihr Gesicht zu leuchten ... Sieh doch! ... Sie wird zu einem Engel ... Damals, als ich sie zum ersten Mal singen gesehen habe ... Es war in der Kirche bei einem Solo ... Damals habe ich mich in einen Engel verliebt."
Mit grossem, nachdenklichem Blick h?rt Chromos 5 ihm zu.
Singend hebt Meneor den Arm und weist auf die Wüste.
Dutzende von Kampfpilztentakeln haben sich aus dem Wüstenboden geschl?ngelt und wiegen sich im Gesang.
Wagon, verblüfft: "He, die lieben ja Musik!"
Die allgemeine Verblüffung ist gross.
Iris ruft erschrocken: "Wir sind umzingelt!"
Tats?chlich ist die Siedlung umgeben von tanzenden Tentakeln. Kein Weg führt mehr hinaus.
Meneor und Tanja h?ren auf zu singen.
Tanja bekommt wieder ihren ?ngstlichen, grossen, entrückten Blick.
Martin eilt zu ihr auf den Felsen ...
... und schliesst sie in seine Arme.
Mit einem Satz ist Chromos 5 ebenfalls auf dem Felsen ...
... und er sagt zum Publikum: "Martin hat mir soeben gesagt, es h?tte sich in ein Engel verliebt, als es Tanja zum ersten Mal in dem Kirche singen geh?rt hat. Nun wenn sich ein Frau in ein Engel verwandelt, wenn es für sein Gottwesen singen darf, dann muss es ein besondere Beziehung zu diesem Wesen haben. Ich denke, ein Teil von Tanjas Krankheit besteht in ihrem Furcht vor dem Zorn des Gottwesens. Als es Chromos 1 wurde, hat es sich aus dem natürlichen Sch?pfung entfernt und erwartet nun das Rache des Gottwesens. Wahrlich kein gutes Gefühl, jedeszeit von einem ungreifbaren Macht in das Verdammnis geschleudert werden zu k?nnen. Um Martins Wunsch nach Weiterreise ein Ziel zu geben, schlage ich daher vor, dieses Gottwesen zu besuchen und zu befragen, ob es Tanja wirklich schaden will. Wenn wir dieses Gespr?ch zu einem guten Abschluss bringen und Tanja sich wieder von ihrem Gottwesen geliebt fühlt, wird es vielleicht gesund."
Die Genvilles sind begeistert.
Iris, geschockt: "Der Kerl spinnt!"
Ewald ist sprachlos.
Doktor Meer h?rt Iris' Kommentar und lacht 'Hahaha'.
Yon legt sich erschüttert die Hand auf die Stirn.
Martin, aufgeregt: "Aber das ist Gottesl?sterung! Wir k?nnen Gott nicht besuchen. Er ist der Sch?pfer des Universums, der Sinn des Lebens, das Ziel unseres Strebens. Seine Macht ist vollkommen. Sein Reich ist die Belohnung für ein Leben in Ehrfurcht vor seinen Gesetzen. Und ewige Verdammnis ist die Strafe für deren Missachtung."
Chromos 5: "Glaubst du wirklich, dass dieses Gottwesen so dumm ist, fehlerhafte Natürliche zu schaffen und sie dann für ihre Fehler zu bestrafen? Wenn dein Gottwesen wirklich verantwortlich für das Sch?pfung ist, müsste es dankbar sein für jedes Verbesserungsvorschlag. Aber wenn es so m?chtig ist, wie du sagst, dann hat es wahrscheinlich noch gar nicht gemerkt, dass wir existieren. In beiden F?llen würde ein Gespr?ch mit ihm Tanja guttun."
Martin schweigt, verblüfft von der Argumentation.
Aladan, mit dem Arm auf die immer noch tanzenden Kampfpilztentakel zeigend: "Dürfte ich die Herren Philosophen auf ein Detail am Rande aufmerksam machen."
Wagon, etwas aufgeregt: "Ja, am Rande des Siedlung, wo das Sandschicht dick genug ist, hat es überall Kampfpilze. Wir k?nnen unm?glich k?mpfend da durch. Ihr habt es ja gesehen: ein einziges Konzentrationsschw?che und das Sack ist ab."
Aladan, vornehm betupft: "Musstest du gerade dieses Beispiel w?hlen?"
Kichern.
Estragon: "Aber was ist los mit diesen Pilzen? Als wir herkamen, waren sie noch nicht überall ... Und bevor du nach Genville kamst, Meneor, wie war es da?"
Meneor: "Nur hier und da war eines. Aber jetzt ist das Wüste voll davon."
Estragon: "Woher weisst du eigentlich, wo die Kampfpilze sind?"
Meneor, l?chelnd: "Ich kann W?rme sehen. Wo das Boden w?rmer ist, hat es ein Kampfpilz."
Aladan: "Du Scharlatan! So ein billiges Trick! Und wir dachten schon, du h?ttest ein siebtes Sinn."
Estragon, l?chelnd: "Nun, das hat es auch noch, n?mlich sein Feldsinn."
Aladan, etwas kleinlaut: "Ah ja, ich vergass... Trotzdem ist es ein billiges Trick."
Lara, lachend: "Unser Held treibt eben nur so viel Aufwand wie unbedingt n?tig. Das ist genau so faul wie ihr zwei."
Estragon, geknickt: "Jaja, schon gut, ich pflanze ja das Baum."
Lachen.
Meneor, grinsend: Und ich werde auch nicht so faul sein. Ich rufe Freundliche, die uns helfen."
Hisch: "Was, du hast Freundliche?!"
Wagon, l?chelnd: "Nana, so unsympathisch ist es nun auch wieder nicht."
Hisch, geringsch?tzig: "Dieses Holzapfel sympathisch zu finden ist wohl Geschmackssache."
Piri kr?ht: "Sagt dasjenige mit dem h?chsten Puls in Gegenwart von Meneor!"
Kichern.
Meneor zieht drei Messer.
Lara, erschrocken: "Jetzt hast du es wütend gemacht."
Hisch schaut überrascht.
Meneor flüstert den Messern etwas zu ...
... und wirft sie senkrecht nach oben.
Die Messer falten ihre Flügel aus und zischen auf einem Flammenschweif hoch hinauf, ...
... wo sie kurze hintereinander explodieren.
Alle schauen gespannt, was für 'Freundliche' da wohl kommen m?gen, in die Wüste hinaus. So weit das Auge reicht wiegen sich gespenstisch die Tentakel in der l?ngst verklungenen Musik.
Wie eine Zeit lang nichts geschieht, sagt Aladan zu Meneor: "Deine Freundlichen haben wohl etwas Besseres zu tun."
Piri, aufgeregt auf eine kleine Staubwolke weisend: "Nein, schau doch, Aladan, da!"
Nun steigt die Spannung betr?chtlich.
Hisch, den Blick nicht von der n?herkommenden Staubwolke lassend, verblüfft: "Die rennen da einfach so durch."
Wie sie n?herkommen, sind der Giftstrauss und das Pferdchen zu erkennen. Aus dem Mund des Giftstrausses fliegen zahlreiche winzige Kügelchen mit grosser Geschwindigkeit.
Die Kügelchen zerplatzen an den Tentakeln, ...
... worauf die Tentakel sogleich als gestaltloser Schleim zu Boden fliessen.
Auf diese Weise spuckt der Giftstrauss für sich und Pferdchen eine zehn Meter breite Schneise durch die Kampfpilztentakel.
Beklommen, verblüfft oder fasziniert beobachten die Zuschauenden das Massaker.
Pferdchen und Giftstrauss bleiben vor der Versammlung stehen und Pferdchen fragt fr?hlich: "Wollt ihr k?mpfen?"
Allgemeine Verblüffung und Ratlosigkeit.
Meneor erl?utert breit grinsend: "Das ist das Begrüssung zwischen Kampforganismen. Wenn ihr ja sagt, seid ihr in einem Sekunde tot. Wenn ihr nein sagt, sind Pferdchen und Giftstrauss Freundliche."
Aladan, hüstelnd: "?hm, ... ich glaube, dann sagen wir mal nein ... Wollt ihr k?mpfen?"
Pferdchen und Giftstrauss, fr?hlich: "Nein."
Pferdchen, fr?hlich zu Meneor: "He Krieger, gut dass du da bist. Es sind fast alle tot. Die Kampfpilze lassen uns keinen Platz mehr zum Leben."
Meneor, l?chelnd auf die Genvilles weisend: "Ich habe euch die Forschenden mitgebracht."
W?hrend die anderen verblüfft sind, schaut Hisch wütend zu Meneor: "?!"
Yon denkt: 'Ich habe gewusst, dass an Meneor etwas faul ist.'
Pferdchen, interessiert: "Ah, das sind also Forschende ... Gut haben wir sie nicht get?tet."
Meneor, Pferdchen und Giftstrauss lachen. Hisch, irritiert zu den ratlosen Umstehenden: "Ich dachte immer, Meneor sei ein Holzklotz. Aber verglichen mit diesen zwei, ist es ein Sahnet?rtchen."
Aladan, unbehaglich: "Sch?n, dass du das Positive siehst."
Pferdchen, fr?hlich in die Runde: "Gibt es hier jemanden, den ich aufessen kann? Ich habe Hunger."
Allgemeines Entsetzen.
Pferdchen, lachend: "Ihr seid so sch?n entsetzt. Ich wollte es noch ein wenig anschauen."
Meneor, Pferdchen und Giftstrauss lachen. Estragon, nüchtern: "Da sind wir aber in ein fr?hliches Runde geraten."
Piri findet die beiden Neuank?mmlinge sympathisch und sagt l?chelnd: "Kommt, ich bringe euch in das Essgarten. Dort k?nnt ihr essen, bis ihr platzt."
Piri geht voran und die beiden folgen ihr. Pferdchen zum Giftstrauss: "Siehst du, Forschende k?mpfen mit dem Hirn. Sie geben uns Essen, bis wir platzen. So riskieren sie kein Leben."
Pferdchen und Giftstrauss lachen.
Stumm schauen alle dem seltsamen Trio nach.
Hisch, mit gef?hrlich funkelndem Blick zu Meneor: "Was sollte das heissen, du hast uns 'mitgebracht'? War etwa alles von Anfang an geplant?"
Meneor, l?chelnd: "Ich bin in das Stadt gegangen, um Forschende zu suchen, die hier draussen helfen k?nnen."
Hisch, ver?rgert: "Aber warum hast du uns nichts gesagt?"
Meneor, l?chelnd: "Wozu?"
Aladan: "Wenn wir schon auf das Schlachtbank geführt werden, h?ttest du uns das sagen k?nnen."
Antara: "H?tten wir etwas anders gemacht, wenn wir es gewusst h?tten?"
Hisch, erregt: "Wer kann das jetzt noch wissen?! Es hat uns manipuliert!"
Antara: "Nein, Meneor hat uns gerettet ... Und ich finde es selbstverst?ndlich, dass wir ihm helfen."
Wagon, bes?nftigend zu Hisch: "Beruhige dich, Hisch, Genville wurde von den Natural Guards vernichtet und nicht von Meneor. Und wohin h?tten wir sonst fliehen sollen, wenn nicht in das Wüste?"
Hisch, trotzig: "Wie soll ich jemandem vertrauen, dessen Absichten ich nicht kenne?"
Szeneanfang:
Estragon steht erwartungsvoll neben Tank, der dabei ist, sich zu ?ffnen.
Estragon beugt sich vor und greift in den Tank. Estragon: "Was denkst du, wie lange es braucht bis zu seinem vollen Gr?sse?"
W?hrend Estragon ein zwei Meter langes, dünnes, kahles B?umchen in Pappelform mit Wurzelwerk heraushebt, sagt Tank: "Bioskop und ich haben ihm die schnellsten Wachstumsgene aus unserem Sortiment mitgegeben ..."
"... Ich sch?tze, es wird pro Tag etwa zehn Meter wachsen."
Estragon h?lt das B?umchen waagrecht auf seinen H?nden und betrachtet es ehrfürchtig. Es muss Pappelform haben, weil es einen Kilometer hoch wird und sonst die ganze Erde beschatten würde.
Das B?umchen vor sich hertragend, schreitet Estragon feierlich zum Rand der Siedlung, ...
... wo er, sich hinkniend, das B?umchen vorsichtig auf den Boden legt, ...
... um dann mit blossen H?nden ein Loch in den Boden zu schaufeln.
Estragon senkt das Wurzelwerk des B?umchens ins Loch ...
... und deckt es mit dem ausgehobenen Sand zu.
Aufgeregt wie ein keines Kind, rennt er davon ...
... zum Wasserbusch, wo er eifrig einen Arm voll Wasserkapseln abzupft ...
... und sofort wieder zurückrennt zum B?umchen, ...
... wo er die Wasserkapseln ums St?mmchen herum hinkippt, ...
... um dann alle gleichzeitig mit den flachen H?nden zu zerschlagen, ...
... sodass der Boden um das B?umchen herum sich tr?nkt mit Wasser.
Mit einem Rückw?rtssalto springt Estragon drei Meter zurück, ...
... legt sich die rechte Hand auf die Brust und streckt die Linke mit gespreizten Fingern beschw?rend zum B?umchen.
Estragon, als w?re er ein grosser Zauberer, der eine Beschw?rungsformel spricht:
"Wachse, wachse, B?umchen, wachse!
Wasser trinke aus dem Grund!
Wachse, wachse, B?umchen, wachse!
Kohle trinke aus dem Luft!
Wachse, wachse, B?umchen, wachse!
Blühen lass das Erdenrund!
Wachse, wachse, B?umchen, wachse!
Hoffnung sei dein süsses Duft!"
Würdevoll l?sst Estragon seine Arme sinken, ...
... um aus dem Stand heraus einen Rückw?rtssalto zu machen, ...
... der ihn auf einem zwei Meter hinter ihm liegenden Felsen landen l?sst.
Standsicher wie eine Statue steht er für eine Sekunde aufrecht auf dem Felsen, ...
... um sich dann mit einer raschen, fliessenden Bewegung in den Schneidersitz zusammensacken zu lassen.
Wie gemeisselt sitzt Estragon da. Sein Gesicht hat einen Ausdruck als beobachte er gleichzeitig das B?umchen und die Welt in seinem Inneren.
Szeneanfang:
Allein steht Yon in der Wüste und betrachtet mit einer Mischung aus Traurigkeit und Angst die Skulptur mit den Chromos 2 Kriegern. Mit tiefen Atemzügen versucht er sich zu entspannen.
Lautlos n?hern sich Pferdchen und Giftstrauss ...
... und bleiben hinter Yon stehen.
Ruhig sagt der Giftstrauss: "Ist das dein Traum?"
Yon bekommt einen grossen Schreck, ...
... f?hrt herum und ruft ver?rgert: "Was erschreckt ihr mich so?!"
Pferdchen, ungerührt: "Ist das nicht der süsse Junge, der keinen Kampfpilz essen wollte?"
Giftstrauss: "Der mit der Flugmaschine."
Yon, überrascht, seinen ?rger vergessend: "Seid ihr etwa ..."
Pferdchen: "Ja, wir sind."
Yon: "Aber das war doch ein ziemliches Stück von hier, wo wir uns getroffen haben."
Pferdchen, ungl?ubig: "Ein Stück von hier? ... Wer sollte denn dieses Stück dorthin gebracht haben?"
Yon ist verblüfft.
Giftstrauss: "Was machst du hier?"
Yon, mit einem Schatten auf dem Gesicht, weil er pl?tzlich wieder an die Skulptur erinnert wird: "Ich ... Ich habe versucht, den Anblick auszuhalten."
Giftstrauss, mit dem Kopf auf die Skulptur deutend: "Ist das dein Traum?"
Yon, nicht verstehend: "Wovon sprichst du?"
Giftstrauss: "Diese Chromos 2 Krieger, die Natürliche essen."
Yon versucht angestrengt, dem Wort einen Sinn abzuringen: "Aber warum Traum?"
Giftstrauss: "Es ist ein Trick der Kampfpilze. Sie zeigen uns unsere Tr?ume. Manche laufen ihnen dann in die Tentakel. Andere bekommen Angst und k?nnen nicht mehr k?mpfen."
Yon, sinnierend: "So wie der Chief ..."
Giftstrauss: "Was ist mit ihm?"
Yon, traurig: "Das ist Chief Helds Traum. Seine Soldaten wurden von Chromos 2 Kriegern aufgefressen. Aus Rache wollte er alle Genkrieger vernichten. Als er diesen Traum sah, hat er begriffen, dass er endgültig gescheitert ist ... Er ist zusammengebrochen und muss jetzt von Hilfsorgane ern?hrt werden ..."
Sehr zur Irritation von Yon lachen Pferdchen und Giftstrauss herzlich.
Yon, sauer, weil er sich nicht ernst genommen fühlt: "Ich habe den Witz wohl verpasst!"
W?hrend Pferdchen immer noch lacht, sagt Giftstrauss fr?hlich: "Dein Chief braucht keine Angst mehr zu haben ... Der Krieger, den ihr Meneor nennt, hat alle Chromos 2 Krieger ausgerottet ..."
Pferdchen, sich brüstend: "Mit unserer Hilfe!"
Giftstrauss: "Wir waren etwa hundert Kampforganismen. Der Krieger hat uns gezeigt, wie k?mpfen ..."
Pferdchen: "... Wir haben 100'000 Chromos 2 Krieger get?tet ..."
Yon, staunend: "Aber wie ..."
Giftstrauss: "... Nie hat er einen von uns in den Tod geschickt. Wenn jemand trotzdem starb, war es grosses Pech. Wir haben ihm vertraut. Alle waren bereit, für ihn zu sterben. Seine Ausstrahlung gibt grosse Kampfkraft ..."
Yon, staunend und protestierend zugleich: "Aber das erkl?rt nicht, wie ihr gegen eine solche übermacht habt gewinnen k?nnen."
Giftstrauss: "Wir waren immer auf der Flucht. Wir haben Fallen gestellt ... Bis alle Chromos 2 Krieger tot waren."
Yon denkt aufgewühlt: 'Das klingt mir zu einfach ... Anderseits ist es der gesamten Natural Guard nicht gelungen, ein von Meneor angeleitetes Grüppchen auszul?schen.'
Yon, Stirn runzelnd: "Aber warum habt ihr die Chromos 2 Krieger ausgerottet? Sie waren doch eure Kampfgenossen."
Giftstrauss: "Sie hatten keinen Humor."
Yon, verblüfft: "Was?! Das ist doch kein Grund, 100'000 Leute umzubringen!"
Pferdchen: "Doch. Sie haben alles Lebendige angegriffen und aufgegessen. Sie waren viel zu aggressiv."
Giftstrauss: "Die Chromos 2 Krieger waren eine Fehlkonstruktiron."
Yon dreht sich um zu der Skulptur ...
... und betrachtet sie lange mit tiefem Ernst.
Yon, leise: "Dann ist das also Geschichte."
Pferdchen und Giftstrauss sind zu beiden Seiten neben Yon getreten. Giftstrauss: "Soll ich es zerst?ren?"
Yon atmet tief durch und sagt ernst: "Nein. Wir dürfen uns die Gegenwart nicht von der Vergangenheit überschatten lassen. Aber wir dürfen die Vergangenheit auch nicht vergessen."
Pferdchen: "Warum nicht? Etwas Unangenehmes vergessen ist doch gut."
Yon, ernst: "Wie k?nnen wir aus unseren Fehlern lernen, wenn wir sie vergessen haben?"
Giftstrauss: "Die Chromos 2 Krieger waren nicht dein Fehler."
Yon, wie oben: "Es war der Ehrgeiz der Natürlichen, der sie diese Monstrosit?t erschaffen liess, um den Krieg für sich zu entscheiden. Ich bin zwar Chromos 1, aber mein Charakter ist natürlich. Wer sagt mir, dass ich nicht eines Tages einen solchen Irrsinn ausl?se?"
Pferdchen: "Du hast nicht viel Herrschbedürfnis. Du wirst keine solchen Krieger bauen."
Yon, wie oben: "Woher weisst du, wie viel Herrschbedürfnis ich habe?"
Giftstrauss: "Dein Verhalten, deine Stimme, dein Gesicht. Sie wirken nicht auf mein Dienbedürfnis."
Pferdchen: "Ja, du bist langweilig. Nur jemand mit starkem Herrschbedürfnis erzeugt ein starkes Dienvergnügen."
Ein feines L?cheln stiehlt sich auf Yons düsteres Gesicht.
Wie Yon die Skulptur noch einmal voll anschaut, scheint eine tonnenschwere Last von ihm abzufallen.
Szeneanfang:
Iris, ungeduldig: "Komm endlich, Trottel!"
Ewald stolpert ihr mit der Kamera nach.
Iris' Sturmschritt h?lt vor Trage und Hilfsorgane, die immer noch den bewusstlosen Held am Leben erhalten.
W?hrend Ewald 'filmt', stellt Iris sich vor der Kamera in Position und sagt ins Mikro: "Hinter uns sehen wir zwei besonders tragische Auswüchse des Gentechnik-Missbrauchs ..."
Iris, zur Seite tretend und auf Trage und Hilfsorgane hinweisend: "... Oder was halten Sie davon, liebe Zuschauer, wenn intelligente Hirne in solche Kreaturen eingepflanzt werden? ... Nun, lassen wir die armen Gestalten selbst zu Wort kommen ..."
Iris h?lt Trage das Mikro hin und fragt: "... Was ist das für ein Gefühl, den ganzen Tag als Aufbahrungsort für einen lebenden Leichnam missbraucht zu werden?"
Trage: "Ein gutes."
Diese unerwartete Antwort wirft Iris etwas aus dem Konzept und sie stottert: "Ja, aber ... ?hm, ich meine ... So ein K?rper ist doch schwer und das ist doch mühsam."
Trage: "Ich k?nnte dieses K?rper tausend Kilometer weit tragen und es würde mich nicht ermüden."
Jetzt ist Iris sprachlos, ...
... fasst sich aber schnell und sagt etwas hilflos: "Sie sind ziemlich kr?ftig."
Trage: "Ja."
Iris, einen neuen Anlauf nehmend, Hilfsorgane das Mikro hinstreckend: "Und wie ist es mit Ihnen? ... So verkrüppelt, wie Sie sind, haben Sie ja kaum Gelegenheit, sich selber zu verwirklichen."
Hilfsorgane: "Mein 'Verkrüppelung' hilft mir dabei, mich selbst zu verwirklichen."
Iris, unsicher: "?hm ... wie muss ich das verstehen?"
Hilfsorgane: "Ich habe ein starkes Hilfsbedürfnis. Indem ich dieses Mann am Leben erhalte, wird mein Bedürfnis st?ndig ges?ttigt und ich bin glücklich."
Iris, ungl?ubig: "Sie meinen, Ihnen wurden Bedürfnisse eingepflanzt, die Sie dazu zwingen, auf diese abartige Weise glücklich zu sein?"
Hilfsorgane: "Was ist denn so abartig daran, einem Menschen das Leben zu retten? Was macht dich denn glücklich?"
Iris, stolz: "Ich bin die erfolgreichste Reporterin von Natural City. Es sind Millionen, die meine Reportagen schauen."
Hilfsorgane: "Du brauchst also Millionen, um glücklich zu sein. Ich brauche nur eines."
Iris ist v?llig verblüfft über diesen Vergleich, ...
... fasst sich professionell und lenkt ab: "?hm ja ... Wenn Sie so eingebunden sind in diese Rettungspflicht, wo bleibt dann ihr Privatleben?"
Hilfsorgane zu Trage: "Weisst du, was das ist 'Privatleben'?
Trage: "Vielleicht ein ausserirdisches Lebensform, das wir nicht kennen?"
Hilfsorgane: "Das Frau muss weit herumgekommen sein, wenn es ausserirdische Lebensformen kennt."
Trage: "Es k?nnte uns doch etwas davon erz?hlen. Das ist bestimmt spannend."
Hilfsorgane: "Es k?nnte uns vor allem die Gene von diesem Privatleben mitbringen."
Trage: "Ja, wir geben sie Bioskop uns haben so ein viel gr?sseres Spektrum an M?glichkeiten."
W?hrend Ewald hinter der Kamera kichert, ist Iris v?llig zerst?rt, weil ihr das Interview so aus dem Ruder gelaufen ist. Hilfsorgane zu Iris: "He, Frau, kannst du uns diese Privatlebengene mitbringen?"
Iris, s?uerlich: "Erstens heisse ich Iris und nicht 'He, Frau'. Zweitens stelle ich hier die Fragen ..."
Trage: "Und drittens?"
Iris fehlen die Worte. Hilfsorgane: "Lass es doch. Es ist ja schon recht gut im Aufz?hlen ... Erstens, zweitens und so."
Trage: "Ich h?tte es sch?ner gefunden, wenn es noch ein Drittens gegeben h?tte. Es h?tte das Ganze abgerundet."
Iris platzt der Kragen und sie schreit: "Und drittens gibt es keine Privatlebengene!"
Trage: "Siehst du, jetzt hat es es begriffen."
Hilfsorgane: "Ja, es lernt schnell."
Iris schreit: "H?rt auf, euch über mich lustig zu machen!"
Hilfsorgane zu Iris: "Du brauchst dein Stimme nicht so laut einzustellen. Mein H?rmembran ist gut."
Iris ist den Tr?nen nahe. Ewald klopft sich vor Lachen auf den Schenkel.
Yon tritt hinzu und fragt halb belustigt, halb neugierig: "Was ist denn hier los?"
Ewald, prustend vor Lachen: "Iris versucht, ein paar bedauernswerte Opfer der Gentechnik zu interviewen."
Yon, befremdet: "Opfer? ... Und überhaupt, der Akku deiner Kamera ist doch leer."
Ewald, wie oben: "Pass auf, was du sagst, sonst stellt Iris ihre Stimme wieder laut ein."
Da sieht Ewald die Tr?nen in den Augen von Iris, was sein Lachen sofort erstickt.
Iris rennt davon. Der von ihren Tr?nen und ihrem Wegrennen überraschte Ewald schaut ihr verdutzt nach, ...
... um ihr dann nachzurennen.
Iris flüchtet in ein Genville-Haus.
Ewald folgt ihr ...
... und findet sie, in einer Ecke sitzend, das Gesicht in den angezogenen Knien vergraben.
Ewald, schuldbewusst: "Iris, es tut mir Leid, dass ich gelacht habe ... Du bist doch noch nie weggelaufen ... Wie kann ich es wieder gutmachen?"
Iris murmelt aus den Knien heraus: "H?r auf zu labern."
Ewald setzt sich neben Iris und sagt: "Also gut, aber nur wenn du mir sagst, was los ist."
Iris, wie oben: "Muss ich nicht."
Ewald, etwas melancholisch: "Ich weiss, dass ich nicht dein Traummann bin, aber sogar die Genvilles haben gemerkt, ... dass ich dich liebe ..."
Iris, wie oben: "Die dauernde Rammelei dieser Genmonster macht dich wohl brünstig ... Vergiss es, aus uns wird nie etwas."
Ewald, wie oben: "... Eigentlich wollte ich sagen ... Wenn du dich nicht einmal jemandem anvertraust, der dich liebt, wem dann?"
Iris, wie oben: "Warum denkst du, dass ich mich jemandem anvertrauen muss?"
Ewald, wie oben: "Weil du weinst und weil du ein wenig Geborgenheit brauchen k?nntest."
Iris, aufschauend, mit Tr?nenflor, sich stark gebend: "Pah, Geborgenheit ist Scheisse."
Ewald, Iris fest in die Augen schauend: "Du brauchst keine Angst zu haben, dass ich deine 'Schw?che' ausnutzen werde. Du darfst mich nachher genau so schlecht behandeln wie immer."
Ein leichtes L?cheln stiehlt sich auf Iris' Gesicht ...
... und sie sagt: "Na, das ist doch ein Angebot."
Ewald, schüchtern: "Darf ich dir den Arm um die Schultern legen?"
Iris, Stirn runzelnd: "Wozu?"
Ewald, etwas melancholisch: "Damit ich etwas zum Tr?umen habe."
Iris: "Also gut, wenn du schon meine Kacke anh?ren willst, sollst du auch etwas zum Tr?umen haben."
Ewald legt Iris den Arm um die Schultern und sein Herz droht zu zerspringen. Iris, streng: "Aber nicht den Busen anfassen."
Ewald, mit geniesserisch geschlossenen Augen: "Keine Angst, so weit gehen meine Tr?ume nicht."
Iris, mit lauerndem Blick: "Gib's zu, bei bestimmten Gelegenheiten gehen sie wohl noch weiter."
Ewald hat die Augen wieder ge?ffnet und sagt err?tend: "Es gibt auch noch andere Frauen für diese Art von Traum."
Iris, schmollend: "Stellst dir also noch andere Frauen vor ... und du willst mich lieben?"
Ewald, verdattert und rot: "Ich meinte doch nur ..."
Iris, schadenfroh: "Das ist dir jetzt peinlich, hm?"
Ewald, mit gesenktem Blick, rot vor Scham: "Ja."
Iris, den Arm ihrerseits um Ewald legend: "O mein Waldilein, nun sei nicht sauer. Du hast doch gesagt, ich dürfe dich schlecht behandeln."
Ewald, immer noch err?tet, holt mit nach oben gerichteten Augen tief Luft.
Iris: "Ja, so ist's gut ... tief durchatmen."
Ewald schaut Iris, deren Gesicht nun ziemlich nahe dem seinen ist, in die Augen und sagt ernst: "Iris, du versuchst abzulenken."
Einige Sekunden h?lt Iris dem Blick stand, ...
... dreht dann den Kopf nach vorn und sagt mit gesenktem Blick: "Ich glaube, ... es ist die Stille ..."
Ewald, der die Augen nicht von ihrem Gesicht l?sst, überrascht: "Die Stille?"
Nun sprudelt's aus Iris heraus: "... Ich bin ein Stadtmensch. Ich brauche dieses dauernde Vibrieren und auf Draht sein, ... diese Action, die dich packt und durchschüttelt bis du ersch?pft einschl?fst ... und die auf dich wartet, sobald du die Augen wieder ?ffnest ... dich mitreisst, dich keine Sekunde mit dir allein l?sst, ... sodass du niemals der Stille begegnest ..."
Iris, mit entrücktem, etwas gequ?ltem Blick: "... Aber hier, in der Wüste ... diese Stille ... Sie ist so ohrenbet?ubend, dass ich schreien k?nnte ... Und manchmal erwarte ich, dass Gespenster aus dem Boden steigen und einen gewaltigen L?rm veranstalten oder dass wenigstens der Boden aufbricht und die Felsen krachend bersten ... Und seltsamerweise habe ich gar keine Angst davor, denn der L?rm der Katastrophen scheint mir friedlich im Vergleich mit dem H?mmern dieser Stille ..."
Ewald schaut Iris mit grossen Augen an. Iris, ihren Augenblick der Schw?che mit einem harten Lachen weg drückend: "Ach, mein Kleiner, du willst wissen, was los ist, und dann bist du total überfordert."
Ewald, protestierend: "Quatsch, ich weiss genau, was du meinst. Bei mir war es am Anfang auch so, aber dann habe ich etwas ver?ndert."
Iris, neugierig: "Was denn?"
Ewald, sich entspannt zurücklehnend, in den Raum hinaus: "Anstatt mich dagegen zu wehren, habe ich die Stille eingelassen. Wie eine Woge ist sie über meine eingeschliffenen Verhaltensweisen hinweggefegt, und es hat wehgetan, den lieb gewordenen Tagesablauf in den Fluten versinken zu sehen ... Aber in letzter Zeit ist der Schmerz einem friedlichen Gefühl gewichen ..."
Iris, überrascht: "Ein friedliches Gefühl? ... Inmitten von Genmonstern, die den Weltuntergang zelebrieren."
Ewald: "Du übertreibst."
Iris, aufgeregt: "Abgesehen davon, dass der ganze Planet von diesem bl?den Giftpilz befallen ist, schaffen sie immer neue Monster und bev?lkern damit die Erde, bis die letzten Natürlichen ausgestorben sind."
Ewald, ziemlich ruhig: "W?re das denn so schlimm?"
Iris, protestierend, mit einem Hauch Verzweiflung: "Aber Ewald, eine Welt ohne Menschen!"
Ewald, wie oben: "Es ist ja keine Welt ohne Leben und schon gar keine ohne Geist ... Vielleicht sollten wir in Würde aussterben ohne Peinlichkeiten wie die Natural Guard."
Der Gedanke ist ein ziemlicher Brocken für Iris, die ihn mit einem grossen Blick vor sich hin zu schlucken versucht.
Iris, tonlos, vor sich hinstarrend: "Daran dürfen wir nicht einmal denken. Solche Gedanken k?nnten uns t?ten."
Ewald, ungl?ubig: "Wie soll das gehen?"
Iris, wie oben: "Nachdem du dich erst hast überwinden müssen, es zu denken, denkst du es fortan leichter ... und ?fter ... Die Gedanken durchwachsen dein Gehirn ... Irgendwann, bei einer Redaktionskonferenz sagst du dann ganz selbstverst?ndlich den Satz 'Die Genvilles haben auch ihre guten Seiten' ... Dann, einige Stunden, vielleicht auch Tage sp?ter spürst du, wie der Wind im freien Fall dein Haar zerzaust, bis du aufschl?gst im S?uregraben und die S?ure sich durchfrisst zu deinem Gehirn, wo die Gedanken sitzen, die dich get?tet haben."
Ewald schweigt beeindruckt.
Szeneanfang:
Ungeduldig beobachtet Yon Held, der immer noch mit geschlossenen Augen auf Trage liegt. Yon: "Wann erwacht er denn endlich?"
Hilfsorgane: "Hab Geduld, Yon. Ich musste dein Chief in ein Tiefschlaf versetzen, um das selbstzerst?rerische Hirnstoffwechsel zu neutralisieren. Wenn ich ihm jetzt zu viele Weckhormone gebe, wird es so nerv?s aufwachen, dass es dir nicht zuh?ren kann."
Yon: "H?ttest du seine Depression nicht anders lindern k?nnen?"
Hilfsorgane: "Wie sollte sich Held wohl entspannen, wenn es dauernd eines meiner Arme in seinem K?rper sieht?"
Yon: "Du h?ttest ihm genug von den entsprechenden Botenstoffen geben k?nnen."
Hilfsorgane: "Um sein Horror im Wachzustand zu d?mpfen, h?tte ich ihm so viel Glücksbotenstoffe ins Gehirn pumpen müssen, dass es das ganze Zeit mit Speichelfluss vor sich hin gel?chelt h?tte."
Yon, zerknirscht: "Ich sollte den Fachleuten wohl nicht dreinreden."
Pferdchen und Giftstrauss tauchen hinter Yon auf.
Pferdchen, fr?hlich: "Wie lebt die Leiche?"
Giftstrauss kichert.
Yon verdreht mit gespielter Verzweiflung die Augen gegen den Himmel.
Held beginnt sich unruhig zu bewegen und zieht damit die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich.
Rasch zieht Hilfsorgane den Tentakel aus Helds K?rper und verschweisst die Wunde mit Enzymen, ...
... sodass kaum mehr etwas zu sehen ist.
Held hat nun die Augen ge?ffnet und starrt blicklos in den Himmel.
Yon rüttelt ihn an der Schulter und sagt: "Chief, Chief, h?rst du mich?"
Als Zeichen, dass er ihn h?rt, sucht Held mit einer Bewegung nur der Augen Yons Blick.
Als würde er aus einer tiefen H?hle nach draussen blicken, sieht Held, wie Yon zu ihm spricht.
Da er aber nichts versteht, denkt Held: 'Was sagt er?'
Yon sieht, wie Helds Mund sich bewegt mit den Worten: "Was sagt er?"
Yon, Held ungeduldig an den Schultern rüttelnd: "'Er' sagt, du sollst endlich aufwachen und zuh?ren, Chief, verdammt, h?r mir zu!"
Aus seiner tiefen H?hle heraus sieht Held den ihn schüttelnden Yon und denkt: 'Yon ... es ist Yon.'
Yon, allm?hlich die Fassung verlierend, zu Hilfsorgane: "Was hast du mit ihm gemacht?! Ist sein Hirn besch?digt?!"
Giftstrauss, interessiert das Geschehen betrachtend: "Die beiden müssen eine besondere Beziehung zueinander haben."
Pferdchen: "Ja, woher sonst diese Erregung."
Hilfsorgane: "Es scheint nicht zu verstehen, dass jemand, das aus dem Tiefschlaf erwacht, ein gewisses Zeit braucht, um sich zu orientieren."
Yon, wütend: "Haltet den Mund, ihr deformierten Fleischkl?sse!"
Pferdchen, fr?hlich: "Aua, da haben wir wohl den falschen Geh?rgang gestreichelt."
Pferdchen, Giftstrauss, Trage und Hilfsorgane lachen herzlich. Zuerst ist Yon verwirrt, ...
... doch dann bringt ihn das Lachen irgendwie zur Vernunft und er sagt zerknirscht: "Ich bin ein Idiot ... Es tut mir Leid ... Ich ..."
Deutlich sagt Chief Held nun: "Yon ..."
Yon f?hrt herum ...
... und sieht an Helds wachem Blick, dass dieser nun wieder einigermassen da ist.
Yon stürzt wieder auf Held zu und fragt mit vorsichtiger Freude: "Chief, kannst du mich h?ren?"
Held, leicht müde: "Was ist denn, Yon? ... Wo sind wir?"
Yon, im Eifer Helds Worte überh?rend: "Alle Chromos 2 Krieger sind tot! Alle Chromos 2 Krieger sind tot! Es ist vollbracht!"
Held, etwas verwirrt, nicht recht wissend, ob er seinen Wahrnehmungen trauen kann: "Alle tot? ... Hast du ..."
Yon, aufgeregt: "Nein, Meneor ... Meneor hat mit einer Hundertschaft Kampforganismen die Chromos 2 Krieger ausgerottet ... Wir k?nnen ein neues Leben beginnen!"
Held, zweifelnd: "Aber der ist doch selbst einer."
Giftstrauss: "Falsch. Meneor ist ein Prototyp. Niemand weiss, warum er gebaut wurde."
Held schaut Pferdchen und Giftstrauss, die er jetzt bemerkt. erschrocken an.
Pferdchen: "Spürst du, was ich spüre?"
Giftstrauss: "Ja, ich hab schon eine G?nsehaut."
Artig begeben sich Pferdchen und Giftstrauss an Helds Seite. Pferdchen sagt brav zu Held: "Dürfen wir dir dienen?"
Held und Yon sind fassungslos.

