Yon schl?ft friedlich. Chief Held liegt neben ihm und bewegt sich unruhig in seinem Albtraumschlaf. Die grausame Skulptur mit den Menschen fressenden Chromos 2 Kriegern liegt still, reglos und weiss im bleichen Mondlicht. Hellwach, aber entspannt steht Meneor auf einem Felsen und beobachtet diese Szenerie.
Pl?tzlich schreckt Held aus dem Schlaf auf, ...
... sieht die Silhouette Meneors auf dem Felsen, was ihn tief erschreckt, ...
... greift voller Angst zur Pistole ...
... und merkt, dass sein Halfter leer ist.
Helds Angst w?chst zur Panik und er st?sst ein gepresstes 'Ahhh' aus, w?hrend er sich aufrappelt ...
... und, schlotternd vor Angst, den Blick auf Meneor gerichtet, rückw?rts stolpert in Richtung der Skulptur.
Wie Held ein paar Meter gewonnen hat, ...
... dreht er sich um und l?uft, blind vor Angst, auf die Skulptur zu.
Meneor will warnend rufen, ...
... doch bevor er dazu kommt, sieht Held vor sich die Skulptur, ...
... was ihn zuerst stutzen l?sst, weil er nicht sofort erkennt, was es ist.
Doch dann sieht er deutlich im Mondlicht die Chromos 2 Krieger, wie sie sich, grimmig und gierig, die B?uche vollschlagen mit Fleischstücken, die sie aus den zum Teil noch lebenden, menschlichen Soldaten herausgerissen haben.
Als ob all sein Blut durch einen Abfluss verschwunden w?re, wird Held so weiss wie die Skulptur.
Er kann seinen Blick nicht von der Skulptur l?sen, ...
... beginnt zu zittern.
Helds Beine versagen ihm den Dienst und er sinkt auf die Knie.
Mit wie gel?hmt herabh?ngenden Armen, zitternd, aber unf?hig, sich zu bewegen, kniet Held im Sand. über die weisse Maske seines Gesichts laufen Tr?nen.
Meneor steht neben dem friedlich schlafenden Yon und betrachtet ihn.
Meneor st?sst mit dem Fuss leicht an Yons Schenkel, sodass dieser aufwacht.
Meneor, leise zu dem schlaftrunkenen Yon: "Das ?ngstliche Mann ist in Lebensgefahr."
Yon, schlaftrunken: "Wie? ... Was? ... Wo? ..."
Meneor zeigt mit ausgestrecktem Arm auf Held. Yon versucht zu erkennen, was es ist.
Wie Yon nichts Rechtes erkennen kann, rappelt er sich hoch ...
... und stellt sich neben Meneor. Yon: "Was ist das?"
Meneor: "Ein Traum ... Das Traum ist dabei, das ?ngstliche Mann zu zerst?ren."
Yon erschrickt.
Yon, unsicher und gestresst: "Aber warum hilfst du ihm nicht?"
Meneor: "Es hat Angst vor mir. Wenn ich jetzt auf es zugehe, wird es in das Traum rennen und sterben."
Yon, der am liebsten sofort losrennen m?chte, dr?ngend: "Was kann ich tun?"
Meneor: "Du musst es zurückholen ..."
Meneor, zum bereits losgerannten Yon: "... Geht nicht n?her an das Traum heran."
W?hrend Yon auf Held zurennt, jagen ihm fieberhaft Gedanken durch den Kopf: 'Vielleicht ist das nur ein Trick, um mich und den Chief in den Tod zu schicken ... Ich traue diesem Krieger nicht ... Aber warum hat er uns nicht schon früher get?tet? ... Zwei Mal kurz zuschlagen 'Patsch, Patsch' und wir w?ren Matsch ... Vielleicht h?tte es ihn das Vertrauen der anderen gekostet ... und er braucht die anderen noch für irgendeinen fiesen Plan ...'
Mit wild entschlossenem Gesichtsausdruck rennt Yon das letzte Stück zum Chief und denkt: '... Ich werde den Chief jetzt da rausholen! Auch wenn es meinen Tod bedeutet!'
Yon packt den immer noch wie oben knienden Held mit dem Rettungsgriff unter den Schultern, linke Hand unterhalb von Helds linkem Ellbogen, rechte Hand an Helds linkem Handgelenk, ...
... und zieht Held hoch, wobei Yons Blick auf die Skulptur f?llt. Yon erstarrt in seiner Bewegung ...
... und sagt fassungslos: "Aber das gibt's doch nicht!"
Obwohl immer noch v?llig verwirrt, reisst Yon sich zusammen und zieht den schweren Chief, dessen Füsse im Sand schleifen, rückw?rts.
Yon erschrickt, wie ein Schatten neben ihm auftaucht, ...
... aber es ist nur Meneor, der sich sofort Helds Beine greift.
Gemeinsam tragen sie den schockgel?hmten Held aus der Gefahrenzone ...
... und legen ihn, mit dem Oberk?rper an einen Felsen gelehnt, ab.
Yon kniet auf der einen Seite des Chiefs, Meneor sitzt locker auf der anderen. Yon, erschüttert, fast tonlos: "Danke."
Meneor sagt nichts, beobachtet nur aufmerksam Yons Gesicht.
Yon senkt seinen Kopf und schl?gt die H?nde vors Gesicht.
Lautlos zucken Yons Schultern und Tr?nen suchen sich ihren Weg zwischen den Fingern.
Meneor schaut und schweigt.
Szeneanfang:
Am Morgen. Yon steht in gebührendem Abstand vor der Skulptur, auf deren weisser Oberfl?che sich die Farben des Morgenrots ausgewaschen spiegeln. Yon versucht dem schrecklichen Anblick standzuhalten und vibriert am ganzen K?rper.
Pl?tzlich umschlingen Yon zwei Arme von hinten ...
... und Wagon drückt sich den verblüfften Yon l?chelnd an die Brust.
Wagon, mit geschlossenen Augen geniesserisch Yons K?rper spürend: "Was hast du mit Held gemacht? Das sieht aus, als h?tte es in einem Milchsuppe übernachtet."
Yon ist es peinlich und er ringt darum, nüchtern zu antworten: "Ich weiss nicht, wie das m?glich ist ... Aber dies hier ist eine Szene aus dem Leben von Held und mir ..."
Wagon, den verlegenen Yon von hinten auf die Wange küssend: "Warte, mein Liebes. Das klingt ganz nach einem ..."
Wagon brüllt mit voller Kraft: "... Vooortraaag!!!"
Yons sonst schon strapaziertes Nervenkostüm erleidet einen Schock.
Halb taub befreit sich Yon aus Wagons Umarmung und sagt unter Schockwirkung: "Willst du mich umbringen?"
Wagon, bedauernd: "Oh, habe ich dich erschreckt?"
Wagon drückt Yons Kopf zwischen ihre Brüste und sagt l?chelnd zu dem Gepeinigten: "Komm, ich mach's wieder gut."
Yon, nach Atem ringend: "Du erstickst mich ..."
Wagon l?sst sofort los und sagt mit gespielter Erschrockenheit: "Oh, habe ich dich erstickt?"
Wagon kichert über ihren Scherz, ...
... merkt, dass Yon das nicht so lustig findet, und fragt: "Findest du mein Scherz nicht gut?"
Yon, sein schmerzendes Genick haltend, gezwungen l?chelnd: "Ich finde ihn umwerfend."
Wagon schaut zweifelnd.
Alle versammeln sich vor Yon, ausser Held. Chromos 5 und Aladan werden getragen und ihre Gesichter zeigen die starken Schmerzen. Yon schaut irritiert ...
... und sagt Stirn runzelnd zu Wagon: "Was brockst du mir da wieder ein?"
Wagon gesellt sich l?chelnd zum Publikum und Yon ist es peinlich, wie alle ihn erwartungsvoll anschauen und er sagt hilflos: "Aber ich habe doch gar nichts zu sagen."
Wagon, fr?hlich: "Doch, du h?ltst uns jetzt ein Vortrag über dieses Skulptur."
Eine Woge tiefschwarzer Erinnerungen überspült Yons Bewusstsein. Als h?tte er pl?tzlich alles um sich herum vergessen, wird sein Gesicht traurig, und furchtsam schauen die Augen eines kleinen Jungen ins Leere. Das Publikum h?lt den Atem an.
Yon, wie oben, leise: "Ich weiss nicht, wie das m?glich ist, ... aber diese Skulptur ist eine gemeinsame Erinnerung von Chief Held und mir ... Es muss der schrecklichste Moment im Leben des Chiefs gewesen sein, als er mit ansehen musste, wie seine M?nner lebendigen Leibes von Chromos 2 Kriegern aufgefressen wurden ..."
Ausser Meer, der mit undurchdringlicher Miene lauscht, Meneor, der interessiert lauscht, und Tanja, die gar nicht hinh?rt, ist das Publikum erschrocken.
Yon, etwas gefasster, das Publikum ins Auge nehmend: "... Chief Held befehligte eine Spezialtruppe von hundert Mann. Dank seines taktischen Genies konnte er mit dieser kleinen Truppe die gegnerischen Armeen verwirren und schw?chen. über Jahre waren dadurch die Hauptstreitkr?fte unseres Landes in der Lage, alle Angriffe zurückzuschlagen ..."
Yon, mit Ehrfurcht: "... Jedes Kind kannte den Chief. Er war der gr?sste Kriegsheld, der Retter unseres Volkes ... Das Leben seiner M?nner war ihm heilig. Wenn einer starb, war es reines Pech und niemals Teil seines Plans. Trotzdem w?re jeder einzelne für den Chief gestorben, ohne zu z?gern ..."
Yon, mit gesenktem Blick, bedrückt: "... Dann kam der Tag, als mein Dorf angegriffen wurde ... Ich war ein Kind und spielte draussen, als eine Explosion unser Haus einstürzen liess. Weinend kletterte ich auf den Trümmern herum und rief die Namen meiner toten Eltern und Geschwister. Da riss mich ein kr?ftiger Arm weg und trug mich in ein Versteck ..."
Yon, wie oben: "... Aus dem Versteck beobachteten ich und der fremde Soldat den ersten Einsatz von Chromos 2 Kriegern. Sie waren gross und stark und schnell. Mühelos entwaffneten sie die Soldaten, trieben sie zusammen und ..."
Yon, erschüttert: "... und ... es war schrecklich ... Der fremde Soldat war ganz bleich ... Die Chromos 2 Krieger rissen den Gefangenen Arme und Beine aus und frassen sie auf, w?hrend die Soldaten vor Schmerzen schrieen, wie ich es noch nie geh?rt hatte ... Stundenlang diese Schreie ... bis der Letzte tot war ..."
Yon hebt den Blick und schaut das v?llig gebannte Publikum ernst und schweigend an, ...
... bevor er leise weiterf?hrt: "... Der Mann, der mich gerettet hatte, war Chief Held ... Und die Soldaten waren seine Soldaten ... Wir flüchteten und er zog mich auf wie seinen eigenen Sohn ... Und es gab nur einen Gedanken, der Chief Held noch am Leben hielt: Rache für seine M?nner."
Hisch: "Ach deshalb hat es dieses Skulptur so geschockt."
Lara: "Ja, Chief Held sieht aus, als h?tte es in einem Milchsuppe übernachtet."
Wagon protestiert: "Das habe ich doch schon gesagt! Kannst du dir nicht ein eigenes Bild ausdenken?"
Piri: "Es sieht aus, als h?tte ihm jemand die Farbpigmente ausgewaschen."
Lara, kichernd: "Es sieht aus, als h?tte es jemand mit weissem Farbe angestrichen."
Hisch, kichernd: "Es sieht aus, als h?tte es sich das Haut eines Kampfpilzes übergezogen."
Wagon, kichernd: "..., als h?tte es sich zu lange das Mond angesehen."
Piri, lachend: "..., als w?re ihm ein Geist begegnet."
Lara, lachend: "..., als h?tte ihm jemand zu viel Blut abgezapft."
Hisch, lachend: "..., als h?tte es sein Hautfettgewebe nach aussen gedreht."
Wagon, lachend: "..., als h?tte es ein dreihundert Tonnen Kampfkamel mit einem Samenerguss zu erschiessen versucht."
Yon betrachtet kopfschüttelnd sein lachendes und kicherndes Publikum und sagt zu sich selbst: "Die nehmen wohl gar nichts ernst ... Die respektieren nichts und niemanden ..."
Aladan ruft mit schmerzverzerrtem Gesicht: "Ah, ich habe Schmerzen ... kümmert sich denn niemand um mich?!"
Yon denkt mit offenem Mund: '... Das totale Chaos!'
Meer denkt, mit ganz feinem L?cheln die Skulptur betrachtend: 'Schade, dass alles so weiss ist ... Bei so viel Blut k?nnte ich meinen Monatsbedarf an Sadismus stillen.'
Szeneanfang:
Caesar steht in einem Labor vor einer etwa zwei mal drei Meter grossen und fünfzig Zentimeter hohen Wanne, die mit Erde gefüllt ist. Er grübelt in seinem Samens?ckchen und erkl?rt dem halben Dutzend unbehaglich dreinschauender Natural Guards: "Ich werde jetzt ein Blutwanne für das Tank ansetzen ..."
Caesar, den Samen mitten in der Erdwanne pflanzend: "... Ihr passt gut auf, dass niemand das Wachstum des Blutwanne st?rt."
Guard: "Wir sollen vor allem aufpassen, dass du keinen Scheiss machst mit deinem Monsterbrüter."
Caesar, ver?chtlich: "Ich brauche das Tank, um ausgestorbene Baumarten, von denen wir nur noch das genetische Information haben, wieder zum Leben zu erwecken. Wenn die B?ume für dich Monster sind, dann empfehle ich dir, dein Problem mit Kommandant Hart zu besprechen. Es m?chte n?mlich, dass ich ihm ein natürliches Wald pflanze."
Beeindruckt h?ren die Guards zu, ...
... um dann, um die Wanne herum, ihre Wachposten zu beziehen.
Szeneanfang:
Verst?rt von der befremdlichen Reaktion auf seinen Vortrag steht Yon inmitten gesch?ftiger Genvilles, die sich um die Blutwannen kümmern.
Yons Blick f?llt auf den geschw?chten Chromos 5, der wieder dort liegt, wo er vor dem Vortrag war und dessen blasses Gesicht die schlimmen Qualen widerspiegelt, die ihm sein abgehacktes Bein bescheren.
Als würde ihn eine fremde Kraft steuern, bewegt sich Yon auf Chromos 5 zu.
Wie Yon n?herkommt, bemerkt er die Tr?nenb?che, die aus den ?usseren Augenwinkeln Chromos 5s Wangen herabfliessen.
Unsicher bleibt Yon stehen.
Chromos 5 wendet Yon seinen Blick zu und versucht tapfer zu l?cheln.
Der Blick trifft Yon und sein Herz schl?gt schneller.
Verwirrt und traurig, wie er ist, versucht Yon ebenfalls ein L?cheln, ...
... setzt sich dann zu Chromos 5, mit dem Rücken an den Fels gelehnt, ...
... und fragt leise und ernst: "Kann ich etwas für dich tun?"
Zu Yons überraschung ergreift Chromos 5 seine Hand.
Yons Herz schl?gt heftig und er err?tet.
Yon schliesst die Augen und atmet tief durch, um sich zu beruhigen, ...
... beginnt jedoch leicht zu zittern, und eine Tr?ne stiehlt sich aus seinem Auge.
Chromos 5, leise, unter Schmerzen: "Was hast du Yon, du zitterst ja?"
Yon ?ffnet die Augen und sagt aufgewühlt, mit Tr?nenflor: "Was habe ich wohl, wenn ich den gr?ssten Horror meiner Kindheit erz?hle und alle sich bloss lustig machen."
Chromos 5, wie oben: "Das hast du ganz falsch verstanden ... Wir sind Forschende und haben, wenn auch nur kurz, ebenfalls Kampforganismen hergestellt ... Für das gute Sache, wie uns die Natürlichen gesagt haben ... Niemand vor dir hat uns so drastisch aufgezeigt, welches Horror wir und die anderen Forschenden in das Welt gesetzt haben ... Wir haben sehr genau begriffen, was du uns gesagt hast ... Es war sehr schmerzhaft. Die müden Scherze waren nur dazu da, das Schmerz des Begreifens etwas zu lindern ... Dein Vortrag war eines der wertvollsten, das ich je geh?rt habe. Du hast uns darin best?rkt, nicht aufzugeben."
Yon h?rt ungl?ubig zu ...
... und fragt dann, etwas verwirrt: "Nicht aufgeben? Was wollt ihr nicht aufgeben?"
Chromos 5, wie oben: "Solange das Bedürfnisstruktur der Natürlichen existiert, wird es kein Frieden geben und die Individuen werden sich immer und immer wieder erbittert zerfleischen ..."
Yon, emp?rt: "Dann wollt ihr also alle Natürlichen ausrotten!"
Chromos 5, wie oben: "... Wenn dieses ewige Ausrotten-wollen ein Ende haben soll, müssen wir es anders anpacken. Wir wollen ein friedenstaugliches Bedürfnisstruktur entwickeln. Dazu ein Methode, wie wir das Bedürfnisstruktur lebender Individuen wandeln k?nnen. Dann braucht niemand zu sterben und Frieden ist machbar."
Yon, ergriffen von Chromos 5s Worten, tonlos: "Frieden ist machbar ... Du hast eine seltsame Art, dich auszudrücken ... Als ob Frieden eine Maschine w?re, die einfach so nach Bauplan hergestellt werden k?nnte."
Chromos 5, wie oben: "Wisperfelder sind auch nur physikalische Ph?nomene, die gesetzm?ssig zusammenspielen. Wenn wir das Zusammenspiel richtig verstehen und steuern, haben wir das Bauplan für das Frieden."
Yon schaut Chromos 5 in die Augen und sagt ziemlich ergriffen: "Wenn euch das gelingt, ... dann seid ihr die gr?ssten Geister, die jemals gelebt haben."
Chromos 5 erwidert den Blick und sagt, wie oben, aber mit dem Versuch eines L?chelns: "Ich lade dich ein, dabei zu sein."
Yon, traurig protestierend: "Aber ich bin doch viel zu dumm dafür."
Chromos 5, wie oben: "Genville ist nicht nur das Summe des Intelligenz. Es ist ebenso das Summe des Wollens ... Und dein Wille ist wertvoll."
Yon weint, und unwillkürlich presst er Chromos 5s Hand gegen seine Brust.
Da F?llt Yons Blick auf Chromos 5, der nun deutlich unter den starken Schmerzen leidet. Yon, erschrocken: "H?ltst du die Schmerzen aus?"
Chromos 5, mit geschlossenen Augen und schmerzhaft verzerrtem Gesicht: "Nein, eigentlich nicht ..."
Chromos 5 f?ngt an zu zittern ...
... und sagt mit letzter Disziplin: "Lass mein Hand los! Geh zum Seite! ... Und ruf laut um Hilfe!"
Yon ist verwirrt, ...
... sieht aber an Chromos 5s verkrampftem Gesicht, dass die Lage ernst ist, ...
... springt auf ...
... rennt wenige Meter ...
.. und ruft: "Hiiilfeee!!"
Als würde sich die Luft zu K?rpern verdichten, ist Yon zu seiner Verblüffung pl?tzlich umgeben von Meneor, Estragon, Lara und Wagon, die ihn fragend anschauen.
Wortlos zeigt Yon auf Chromos 5, dessen K?rper sich unter den Kr?mpfen schon aufzub?umen beginnt.
W?hrend Meneor und Estragon je auf einen Arm von Chromos 5 hechten, springen Wagon und Lara auf das zuckende Bein.
Verwirrt betrachtet Yon, wie die vier Chromos 5s Zuckungen bremsen, dabei aber kr?ftig durchgeschüttelt werden.
Eine Stimme aus dem Off erkl?rt Yon: "Wenn sie seine Glieder nicht festhielten, würden die zuckenden Muskeln die Knochen brechen."
Yon sieht Antara neben sich treten, die mit besorgtem Gesicht die Szene verfolgt.
Yon: "Ist das wegen des Beins?"
Antara, wie oben: "Nein, sein Nervensystem ist instabil, weil es ein Chromos 5 ist ... Bei mir sind es das Haut und das Hirnstoffwechsel, die fehlerhaft sind ... Wir sind das Grenze, ein Chromos 6 k?nnte vermutlich gar nicht leben."
Wie Yon Antaras besorgt-melancholisches Gesicht so sieht, schiesst ihm der Gedanke durch den Kopf: 'Ich habe noch nie einen so sch?nen Menschen gesehen! ...'
Yon, verwirrt von seinen Gefühlen, denkt: '... Was ist bloss los mit mir? ... Das sind ja gar keine Menschen ... Warum fühle ich mich von ihnen so angezogen? ...'
Da zuckt Chromos 5s Bein hoch ...
... und Wagon und Lara fliegen in hohem Bogen über Chromos 5s Kopf und den Felsen hinweg in den Sand.
Ohne zu z?gern wirft sich Antara auf Chromos 5s Bein ...
... und presst es so stark an ihren K?rper, dass es kaum mehr zittern kann.
Yon ist verblüfft ...
... und denkt, w?hrend Antara das Bein weiterhin halten kann: 'Was Wagon und Lara nicht geschafft haben, macht Antara ganz allein ... Diese Frau muss ja eine irre Kraft haben!'
So schnell wie Gummib?lle, die vom Boden abprallen, sind Wagon und Lara zurück und landen neben Chromos 5, ...
... um sich sofort wieder auf das Bein zu stürzen ...
... und es festzuhalten, sodass Antara gleichzeitig loslassen ...
... und ihre Handfl?chen auf Chromos 5s Bauch legen kann.
Antara, mit geschlossenen Augen, voller Konzentration, die H?nde auf Chromos 5s Bauch: "Beruhige dich! ... Beruhige dich! ... Beruhige dich! ..."
Aufmerksam beobachtet Yon Antaras H?nde ...
... und bemerkt erstaunt, wie Chromos 5s Zittern nachl?sst. Yon denkt: 'Wie kann das sein, dass ihre H?nde ihn beruhigen? ... Hat sie magische Kr?fte?'
Chromos 5 liegt nun ruhig da ...
... mit geschlossenen Augen, bleich und sch?n wie ein toter Engel. Yon ist ganz gefangen von diesem Anblick, ...
... merkt aber dann, dass Meneor, Estragon, Wagon und Lara vor ihm stehen und ihn l?chelnd anschauen.
Estragon, l?chelnd: "Gut, dass du uns gerufen hast. Das hat Chromos 5 das Leben gerettet."
Yon wehrt sich gegen die Anerkennung: "Aber das war nicht ich ... Er hat mir gesagt, ich soll rufen."
Die vier sind schon dabei wegzugehen, ...
... da dreht Wagon ihren Kopf zurück und sagt l?chelnd: "Du h?ttest ja nicht zu rufen brauchen, ... dann w?re jetzt ein Genmonster weniger ..."
Wagon, den Kopf wieder nach vorn gedreht, weggehend, lachend: "Du bist mir ein sch?nes Natural Guard!"
Yon schaut Wagon mit einem langen, etwas hilflosen Blick nach, ...
... um mit demselben Blick Chromos 5 zu betrachten.
Yon kratzt sich verwirrt am Hinterkopf und denkt: 'Wagon hat Recht. Was mache ich hier eigentlich? ... Ich wollte doch Chief Held bei seiner Rache helfen und alle Genmonster vernichten ...'
Yon l?sst sich neben Chromos 5 auf die Knie sinken und denkt: '... Und jetzt rette ich sie ...'
Yon denkt befremdet: '... Und obwohl ich alles verloren habe und meine Lage aussichtslos ist, ... habe ich mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt.'
Yon bemerkt, dass sich Chromos 5s Beinverband gelockert hat ...
... und zieht daran, sodass der Verband abf?llt.
Verblüfft denkt Yon: 'Die Wunde ist ja schon verheilt!'
Iris beobachtet gedankenverloren die auf dem Boden heranwachsenden Blutwannen, die entfernt aussehen wie Kürbisse.
Ihr Gesicht wird trotzig ...
... und wild entschlossen befiehlt sie dem entspannt im Sand sitzenden Ewald. "Ewald, nimm mich auf, sofort!"
Ewald, aufgeschreckt und erstaunt: "Aber Iris, die Kamera hat doch gar keinen Saft mehr."
Iris, trotzig: "Das ist mir scheissegal. Hopp jetzt!"
Kopfschüttelnd steht Ewald mit der Kamera in der Hand auf.
W?hrend Ewald sie 'filmt', steht Iris mit dem Mikro in der Hand vor den Blutwannen und sagt professionell: "Hier die neusten Nachrichten über die Genmonster. Obwohl die Genville-Monster durch die Natural Guard massiv geschlagen worden sind, geben sie nicht auf. Hinter mir sehen Sie die neusten Geheimwaffen der Genmonster heranwachsen. Es handelt sich um sogenannte 'Blutwannen', in denen neuartige und schreckliche Monster ausgebrütet werden. Diese neue Generation von Monstern sind eine ernst zu nehmende Bedrohung, eine Verdüsterung der aufgehenden Sonne am Himmel der Natürlichen. Wir werden an vorderster Front die weitere Entwicklung beobachten und Sie auf dem Laufenden halten."
Ewald schaut hinter der Kamera hervor zu Iris ...
... und für einen Moment begegnen sie ihre Blicke.
Pl?tzlich f?llt die Maske der Professionalit?t ab und Düsternis schleicht sich in Iris' Augen, ...
... sodass sie den Blick senkt.
Ewald l?sst die Kamera sinken und fragt besorgt: "Iris, was hast du?"
Iris, bedrückt: "Ich weiss selber, dass es Schwachsinn ist, Reportagen zu machen, die niemand sehen kann ... Aber ich muss etwas tun, sonst drehe ich durch ..."
Ewald, tr?stend die Hand auf Iris' Schulter legend: "OK, lass uns Natural News Team spielen, bis sie uns abholen ... Die suchen uns bestimmt. Es wird also nicht mehr lange dauern."
Iris, Ewalds Hand weg schlagend, fauchend: "Fass mich nicht an, du Weicharsch!"
Zwei H?nde packen Ewalds Hintern ...
... und eine Stimme sagt neben dem Ohr des Verblüfften: "Ich finde, es hat ein knackiges Hintern."
Hisch hat den Arsch losgelassen, den Arm um Ewalds Schultern gelegt und rezitiert lachend:
"Lass doch in Ruh
das bl?de Kuh.
Nimm lieber dein kleines Henkel
und leg es prall in meine Schenkel.
Hast gut dein S?cklein du geleert,
fühlt bald dein Herz sich voll geehrt.
Und Trauer weicht dem Sonnenschein,
auch wenn du bleibst ein armes Schwein."
Ewald wird rot.
Ewald, verlegen: "?hm ... Danke für das Angebot, ... aber ich ..."
Hisch, Ewald auf den Hals küssend: "Jaja, schon gut ... Eines Tages, wenn du genug hart bist, wirst du schon weich werden."
Ewald schaut mit grossen Augen.
Szeneanfang:
Nahe am wüstenseitigen Rand des ?usseren S?uregrabens steht ein etwa zehn Meter hoher Wachturm, dessen Aussenseite mit glanzlosen Solarzellen verkleidet ist. Auf dem Dach des Turms stehen zwei Natural Guards mit einer fest montierten Mikrowellenkanone, die ausschaut wie die auf die Wüste gerichtete Spitze eines Sendemastes mit einem Visier. Neben dem Turm, auf Stadtseite wird unter schwerer Bewachung durch Natural Guards von einem grossen Kranwagen eine etwa zwei Meter breite Leichtmetallbrücke über den S?uregraben gelegt. Hinter der Brücke warten ein halbes Dutzend Arbeiter neben einem Elektrolaster. Auf der Ladefl?che des Elektrolasters stehen junge B?ume, deren Wurzelwerk mit S?cken eingepackt ist. Ein Natural News Team filmt das Geschehen.
Mit einem 'Klong' berührt das Brückenende das wüstenseitige Ufer des S?uregrabens.
Vorsichtig f?hrt der Laster mit den inzwischen auf die Ladefl?che gekletterten Arbeitern über die Brücke.
In Hans Harts Büro sitzt Hart hinter seinem Pult, w?hrend Caesar davor steht. Beide beobachten im Fernsehen, wie die Arbeiter mit Spitzhacken und Schaufeln vom Laster springen. Kommentar: "... Im Schutze eines neu entwickelten Mikrowellengeschützes, welches sich besonders gut zur Abwehr von Genmonstern eignet, werden die Arbeiter gleich die ersten B?ume unseres neuen Waldes pflanzen. Die B?ume wurden von der Natural City Universit?t zur Verfügung gestellt. Die ausgestorbenen Baumsorten wurden in grossartiger Arbeit durch natürliche Rückzüchtungen gewonnen ..."
Hart, weiterhin auf den Bildschirm schauend: "Es ist besser, wenn die Leute nichts von dem Tank erfahren. Wir wirken sonst unglaubwürdig ... Und manchmal ..."
Hart z?gert. Caesar wartet gespannt.
Wie Hart schweigt, beendet Caesar mit feinem, ironischem L?cheln den Satz: "... muss ein Pakt mit dem Teufel geschlossen werden, um gewisse Ziele zu erreichen."
Hart, auf den Bildschirm schauend, steinern: "Ja genau."
Zurück ins wirkliche Geschehen am Pflanzort. Die Arbeiter sind dabei, Pflanzl?cher zu graben, ...
... da schl?ngeln sich ein paar Meter von ihnen entfernt Kampfpilztentakel aus dem Boden.
Ein Arbeiter bemerkt die Tentakel und schreit: "Achtung!!"
Die Guards auf dem Wachturm schrecken auf ...
... und einer bewegt sich schnell hinter das Mikrowellengeschütz.
Zitternd und schwitzend vor Angst und Hitze bet?tigt er den Ausl?ser ...
... und trifft mit dem Mikrowellenstrahl zwei der auf den Turm zufliehenden Arbeiter.
Die getroffenen Arbeiter b?umen sich auf vor Schmerzen und schreien 'Aaaahhh'.
Noch im Hinfallen platzen ihre K?rper auf und Blut spritzt heraus und Dampf entweicht.
Die dampfenden, toten K?rper liegen im Sand. Der n?chste Mikrowellenstrahl trifft die weissen Kampfpilztentakel ...
... und l?sst auch sie aufplatzen und dampfend zu Boden sinken.
Hart und Caesar überrascht vor dem Bildschirm. Kommentar: "... Oh, was für eine Trag?die! Zwei der Arbeiter sind vom Mikrowellenstrahl erfasst und lebendigen Leibes gekocht worden! Was für ein grausamer Tod! Aber jetzt sehen wir, wie die Arme des Kampfmonsters ebenso der grossartigen neuen Erfindung zum Opfer fallen! Was für eine Freude! Was für ein Triumph! Endlich eine wirksame Waffe gegen die Genmonster! Wir danken Kommandant Hart, dass er unsere Wissenschaftler zu solchen Grosstaten beflügelt ... Ein Tag der Trauer, aber auch ein Tag grosser Hoffnung für die Menschheit!"
Hart, mit kalter Wut: "Wir müssen den Sand ausbaggern, um dem Viehzeug die Lebensgrundlage zu entziehen."
Caesar, ernst: "Ich habe schon ein Idee, welche Baumaschinen wir dafür verwenden."
Hart, dem Caesar immer unheimlicher wird, wirft diesem einen unsicheren Blick zu.
Szeneanfang:
In der Wüste herrscht gesch?ftiges Treiben. Wagon steht vor einer 'Schulklasse', bestehend aus den Hilfsorganen, einer achtfüssigen Trage, einem Bioskop mit Beinen und einem Tank mit Beinen, und bringt ihnen das Sprechen bei. Hisch und Lara pflanzen Nahrungsbüsche wie den Blutstrauch. Piri ist dabei, nackt in eine Waschblume zu steigen. Martin kümmert sich um Tanja. Yon kümmert sich um Held. Chromos 5 sitzt l?chelnd auf einem Stein. Sein Bein ist schon bis zum Knie nachgewachsen. Antara, Estragon und Aladan diskutieren vor einem Bildschirmwesen die Lagepl?ne für Geb?ude. Meneor steht auf einem Felsen und h?lt Wache. Ewald ist dabei, Iris zu 'filmen', w?hrend Iris mit dem Mikro in der Hand einen Kommentar abgibt. Doktor Meer beobachtet gespannt eine Blutwanne, die demn?chst aufplatzen wird.
Mit einem Bein in der Waschblume dreht sich Piri um und ruft: "He, Iris, komm her... Ich habe dir ein Dusche wachsen lassen!"
Iris, beim Kommentieren unterbrochen, l?sst den Kopf zu Piri herum schnellen.
Neugierig n?hert sich Iris der l?chelnden Piri. Ewald folgt ihr 'filmend'.
Iris, Stirn runzelnd: "Das sieht aber nicht aus wie eine Dusche."
Piri, l?chelnd: "Das Waschblume ist besser als ein Dusche. Es reinigt jedes Zelle deines Haut und reibt dich ein mit belebendem Duft?l, sodass du die Sinne eines Geliebten verwirrst mit deinem Reinheit, deinem Weichheit und deinem Duft."
Iris, Stirn runzelnd: "Welcher Geliebte?"
Piri, l?chelnd: "Du kannst dich hier irgendeinem an das Hals werfen ... Ewald zum Beispiel."
Ewald steht da mit gesenkter Kamera und gestocktem Atem.
Iris, ver?chtlich: "Ich will doch keinen schwulen Holzklotz ..."
Piri, l?chelnd: "Ist das ein Kriterium?
L?sst von dem Liebe du dich leiten,
kann M?nnlein, Weiblein in dich gleiten."
Iris, angeekelt: "Ekelhafter Gedanke."
Iris, misstrauisch auf die Waschblume deutend: "... Im übrigen ist dieses Ding da ein Genmonster ... Es wird mich auffressen."
Piri, lachend in die Waschblume steigend: "Dann lass ich mich jetzt auffressen."
W?hrend Ewald dasteht wie ein ?lg?tze, sieht Iris schaudernd, wie sich die 'Bl?tter' der Blume um Piri schliessen.
Die Hülle der Blutwanne bekommt Risse ...
... und Meer kniet hin, um die Hüllenlappen aufzuschlagen.
Die Blutwanne ist voll Blut, sodass es nun über die R?nder in den Sand l?uft.
Ganz vertieft in seine Arbeit, taucht Meer seine H?nde in die Blutsuppe ...
... und zieht ein weisses, bluttriefendes Etwas heraus, das aussieht wie ein zwischen seinen H?nden durchh?ngender Pizzateig.
Vorsichtig legt er den Fladen auf den Sandboden ...
... und zerreisst die Wand der Blutwanne, ...
... sodass sich alles Blut in den Sand um den weissen Fladen herum ergiesst.
Blutverspritzt und l?chelnd betrachtet Meer sein Werk.
Stimme aus dem Off: "Ihre Arbeit scheint Ihnen zu gefallen."
Meer schaut auf ...
... und sieht Martin, der mit Tanja an der Hand Meers Werk betrachtet. Meer erhebt sich und sagt dabei zustimmend: "Ja, ich finde sie faszinierend."
Tanja schaut mit ihrem seltsam starren, entrückten Blick auf den reglos am Boden liegenden Fladen und sagt: "Lebt Hundilein?"
Meer, als w?re es die selbstverst?ndlichste Sache der Welt: "Ja, Hundilein lebt."
Martin denkt erstaunt und dankbar: 'Soviel Rücksichtnahme h?tte ich von Meer nicht erwartet.'
Martin, ebenfalls mit gr?sster Selbstverst?ndlichkeit: "Und was hat Hundilein für eine Aufgabe?"
Meer, wie oben: "Hundilein wird seine Wurzeln bis ins Grundwasser absenken. Dann wird es wachsen, sich mit Wasser füllen und einen Weiher bilden ... Hundilein heisst Weiherpilz."
Martin schaut erstaunt auf den Weiherpilz ...
... und sagt dann Stirn runzelnd: "Wie praktisch ... Aber ich verstehe trotzdem nicht, was hier eigentlich geschieht ..."
Meer: "Hier entsteht eine kleine Siedlung. Was ist daran so schwer zu verstehen?"
Martin, etwas aufgewühlt: "Hier entsteht eine Siedlung und dann leben wir hier bis ans Ende unserer Tage ... an diesem ungemütlichen Ort ... Und wir haben nichts dazu zu sagen."
Meer, bes?nftigend und geheimnisvoll: "Erstens k?nnen Sie jederzeit auf einen Felsen stehen und einen Vortrag halten, wenn Sie etwas dazu sagen wollen. Zweitens glaube ich nicht, dass die Genvilles hier versauern wollen. Wir sollten uns auf ein grosses Abenteuer gefasst machen."
Martin schaut Meer prüfend an und denkt: 'Er weiss mehr, als er sagt.'
Vor den staunenden Augen von Iris und Ewald entsteigt Piri der ge?ffneten Waschblume, erfrischt, mit strahlendem L?cheln, sch?n und duftend.
Piri bleibt nackt vor den beiden stehen und sagt l?chelnd: "Geh schon, Iris, dann stinkst du nicht mehr so."
Iris ist geschockt über Piris Offenheit. Ewald schmunzelt.
Wütend stapft Iris auf die Waschblume zu. überrascht ruft Ewald: "Aber Iris, das ist doch ein Genmonster!"
Iris, trotzig: "Schweig, du Kleingeist! Ich will jetzt meine Dusche!"
Iris will die Blume besteigen, da ruft Piri lachend: "Du musst die Kleider ausziehen, sonst putzt das Waschblume sie dir weg."
Iris dreht sich um zu Ewald uns sagt drohend: "Dreh dich um!"
Iris streift rasch ihre Kleider ab ...
... und hüpft in die Waschblume, bevor jemand anders sie noch sehen kann.
W?hrend die Waschblume sich schliesst, sagt Piri l?chelnd zu Ewald: "Du kannst dich wieder umdrehen, Ewald."
Ewald beobachtet neugierig die Waschblume ...
... und h?rt erschrocken den Schrei aus ihrem Inneren: "Hilfe, Vergewaltigung!"
Ewald will auf die Waschblume zurennen, doch Piri h?lt ihn lachend am Arm zurück.
Ewald, verwirrt: "Aber wir müssen ihr helfen!"
Piri hat Ewald bei den Schultern gefasst und sagt l?chelnd: "Das Waschblume reinigt auch die Geschlechtsorgane ... Das hat Iris wohl etwas überrascht."
Ewald schaut etwas bel?mmert drein.
Piri schaut an Ewald herunter und ruft erfreut: "Was geschieht denn da in deinem Hose? ... Findest du das Vorstellung von Iris' Geschlechtsorganen so stimulierend?"
Ewald, verdattert, rot: "?h ..."
Piri umarmt Ewald und sagt, ihn auf den Mund küssend: "Lass dich gehen Ewald ... Du bist ja ganz verkrampft."
Ewald wehrt sich verzweifelt und ruft: "Nein! Wenn Iris mich dabei sieht, redet sie nie mehr ein Wort mit mir."
Bleich und mit geschlossenen Augen liegt Chief Held an einem Felsen. Yon, neben ihm kniend, betrachtet ihn besorgt und denkt: 'Er wird verdursten.'
Yon erhebt sich mit düsterer Miene.
Sein Blick f?llt auf Chromos 5, der immer noch auf seinem Felsen sitzt und l?chelnd dem Treiben zuschaut.
Düster bewegt sich Yon auf Chromos 5 zu.
Chromos 5 sieht Yon kommen ...
... und sein Gesicht wird sofort ernst und fragend.
Yon steht neben Chromos 5 und fragt ernst: "Hast du noch Schmerzen?"
Chromos 5, auf sein nachwachsendes Bein klopfend: "Ich habe nicht gewusst, dass das Nachwachsen des Beins solche Schmerzen verursacht. Aber bei einem Chromos 5 ist sowieso nichts normal. Jetzt, wo es schon ein Stück gewachsen ist, tut es viel weniger weh ..."
Chromos 5, Yon anschauend, freundlich: "... Aber du hast doch ganz andere Sorgen, Yon.."
Yon, hilflos: "Ich weiss nicht, was ich tun soll ... Chief Held weigert sich, den wasserhaltigen Kampfpilz zu essen ... Er, der die Genmonster fürchtet und hasst, fühlt sich als Genmonster unter Genmonstern ... Und diese Skulptur hat die letzte Sicherung durchbrennen lassen ... Ich glaube, er will sterben ... Er wird bald verdursten ..."
Chromos 5 nimmt Yons Hand, sodass dessen Herz schneller zu schlagen anf?ngt, und sagt tr?stend: "Sein geistiges Problem werden wir wohl nicht so schnell l?sen k?nnen. Aber um sein K?rper brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Wenn es vom Schw?che in Ohnmacht f?llt, schliessen wir es an die Hilfsorgane an. Die versorgen ihn mit allem, was es braucht."
Leicht err?tet, schaut Yon ernst vor sich auf den Boden. Chromos 5, immer noch seine Hand haltend, mustert ihn und fragt freundlich: "Was hast du, Yon?"
Yon fühlt sich ertappt und stottert, noch verlegener: "?hm ... ich ... mir ist da noch etwas aufgefallen ..."
Yon, sich zusammenreissend: "... Bei deinem Anfall neulich hat Antara ihre H?nde auf dich gelegt und dich beruhigt ... War das Zufall oder hat sie magische Kr?fte?"
Chromos 5 schaut Yon verblüfft an und sagt: "Magische Kr?fte ..."
Chromos 5, nachdenklich, durch Yon hindurchsehend: "... Antara kann mit seinem Feldsinn meine Gefühle spüren. Bisher dachte ich, es wüsste dank diesem Gabe, wo es mich streicheln muss, um mich zu beruhigen ... Aber jetzt, wo du es sagst, wird mir bewusst, dass es irgendwie direkt meine Nerven streichelt und nicht bloss mein Haut ..."
Chromos 5 schaut Yon voll an und sagt fast ehrfürchtig: "... Das hat wirklich etwas Magisches."
Yon, abwehrend: "Ich habe das nur so gesagt. Ich glaube nicht an Magie."
Chromos 5, l?chelnd: "Kein Angst, Yon. Ich fange nicht an zu spinnen ... Aber wenn wir Magie definieren als Physik, das wir noch nicht begreifen, dann stellt sich das Frage: Mit welchem unbekannten Kraft beeinflusst Antara meine Nerven?"
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Yon, fasziniert: "Du meinst, Antara hat nicht nur einen Feldsinn, sondern gebietet auch über eine unbekannte Kraft? ... Was für eine Frau, wenn das wahr ist!"
Ganz in seinem Forschungselement sagt Chromos 5: "Lass uns ein Experiment machen!"
Chromos 5 legt seine H?nde trichterf?rmig vor den Mund und ruft: "Liebstes, sch?nstes und vollkommenstes aller Frauen!"
Gleichzeitig rufen die vier Schwestern und Antara: "Ja?!"
Obwohl er bedrückt ist, muss Yon l?cheln. Breit l?chelnd ruft Chromos 5: "Ich meine Antara!"
Die fünf Frauen kichern, und w?hrend Antara auf Chromos 5 und Yon zugeht, wenden sich die andern wieder ihren Gesch?ften zu.
Zu Yons Verblüffung kniet Antara vor Chromos 5 hin und sagt mit gesenktem Kopf: "Das Meister hat gerufen."
Chromos 5, huldvoll: "Komm, mein Kind, zeige dein Gesicht und leihe mir dein Ohr."
Yon ist verwirrt.
Antara blickt auf zu Chromos 5 und sagt mit schmelzendem Blick: "Ich bin dein."
Yon denkt Stirn runzelnd: 'Hier ist wohl alles Theater.'
Chromos 5, ernst: "Lass uns ein Experiment machen."
Antara, wach und interessiert: "Ja gut. Was soll es denn sein?"
Chromos 5, wie oben: "Du kannst doch mit deinen H?nden meine Nerven beruhigen. Wir haben uns gefragt, ob du auf dasselbe Weise auch Schmerzen erzeugen kannst."
Yon denkt Stirn runzelnd: 'Aha, das haben wir uns also gefragt.'
Antara, immer noch kniend, mit entrücktem Blick: "Schmerzen erzeugen mit meinen H?nden? ... Was für ein seltsames Gedanke ..."
Yon schaut Chromos 5 etwas verwirrt an und denkt: 'Sie hat Recht.'
Chromos 5, lachend: "Nun schaut mich doch nicht so an! Ich will dich nicht zum Sadist machen. Aber wenn es dir gelingt, mit deinen H?nden ohne Berührung Schmerzen zu erzeugen, dann w?re das ein Hinweis darauf, dass du unbekannte Kraftfelder aussenden kannst."
Antara, erstaunt: "Kraftfelder?"
Yon denkt, sich am Kopf kratzend: 'Ich h?tte jetzt zum Nachweis der Felder hundert Leute damit beauftragt, einen Detektor zu bauen ... Und Chromos 5 macht das ganz einfach und elegant ...'
Antara steht auf, ...
... und geht, die Handfl?chen auf Chromos 5 gerichtet, mit d?monischem Blick auf ihn zu. Antara: "Du willst also, dass ich die dunklen M?chte beschw?re, auf dass sie dein Leib durchpflügen und aufb?umen lassen vor Schmerzen ..."
Yon ist verblüfft über Antaras Verwandlung, ...
... hebt dann aber abwehrend die H?nde und sagt: "Nein, warte! Chromos 5 hat schon genug gelitten. Versuch es bei mir."
Yon krempelt den ?rmel seiner Uniform hoch, ...
... h?lt ihn Antara hin und sagt unsicher: "Aber das mit den dunklen M?chten ... Das kannst du weglassen. Es genügt, wenn du ein leichtes Brennen erzeugst, als w?re ich zu nahe am Feuer."
Antara kichert ...
... und h?lt ihre Handfl?chen über Yons Unterarm, ohne ihn zu berühren.
Mit geschlossenen Augen und voller Konzentration murmelt Antara: Leichtes Brennen, leichtes Brennen, leichtes Brennen ..."
Yon sagt 'Aua' und zuckt mit seinem Arm zurück.
Antara schaut besorgt, Chromos 5 neugierig und Yon ungl?ubig auf die leicht ger?tete Stelle an seinem Unterarm.
Chromos 5, voll begeisterten Forschungsdrangs: "Jetzt versuchen wir es mit einem Stein."
Yon schaut sich um ...
... und entdeckt einen faustgrossen, kantigen Stein hinter Chromos 5s Felsen.
Yon nimmt den Stein ...
... und legt ihn etwa zwei Meter vor Chromos 5 in den Sand.
Antara kniet zu dem Stein hin und breitet ihre H?nde über ihm aus. Chromos 5 ruft: "Nein, warte! ... Lass die H?nde weg. Ich vermute, das Quelle des Kraft sitzt im Gehirn und nicht in den H?nden."
Antara versteckt ihre H?nde hinter dem Rücken und starrt mit offenen Augen auf den Stein.
Mit ihrem starren, etwas unheimlichen Blick murmelt Antara: "Heiss ... heiss ... heiss ..."
V?llig fasziniert beobachten Yon und Chromos 5 Antaras Versuch.
Doch der Stein zeigt keine Ver?nderung.
Da greift Yon spontan nach dem Stein, ...
... zuckt aber sofort wieder zurück und ruft: "Aua!"
Antara schaut erschrocken, ...
... greift sich aber dann Yons gebrannte Hand ...
... und murmelt, auf Yons Handfl?che starrend: "Beruhigt euch, Moleküle, bleibt kühl ..."
Yon, vor Faszination und Begeisterung seinen Schmerz vergessend: "Es wirkt! Der Schmerz geht tats?chlich zurück!"
Chromos 5 beobachtet gebannt die Szene und murmelt: "Aber wie ist das m?glich?"
W?hrend Yon verwundert auf seine Handfl?che schaut, konzentriert sich Antara wieder auf den Stein und murmelt: "Heiss ... heiss ... heiss ..."
Da beginnt der Stein zu glühen ...
... und schliesslich wie Lava zu zerfliessen.
Antara hat aufgeh?rt zu 'heizen', sodass jetzt alle drei mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Verblüffung auf den zerflossenen Stein schauen.
Chromos 5, ergriffen: "Antara, was ist das für ein Kraft?"
Antara, mit grossen Augen zu Chromos 5 und Yon aufblickend: "Es stammt nicht von mir ... Es ist schon da ... Mit meinem Feldsinn nehme ich die bestehenden Kraftfelder wahr ... Und wenn ich mir dann intensiv ein Ver?nderung vorstelle, geschieht es einfach, erzeugt von einem Kraft, das schon da ist."
Yon, hoch interessiert: "Du meinst eine Kraft, die überall vorhanden ist, aber die wir nicht wahrnehmen k?nnen?"
Chromos 5, zu Yon und Antara, erregt: "Vielleicht ist das das Schnelle Energie!"
Antara: "Ja, das k?nnte sein."
Yon versteht nicht.
Chromos 5, erl?uternd zu Yon: "Ich habe ein physikalisches Theorie entwickelt, nach dem das Universum erfüllt ist von einem Energie, das so schnell ist, dass es kein Zeit braucht, um sich zu bewegen. Wenn dieses Energie sich verlangsamt, dann wandelt es sich zu jenen Wellen und Bausteinen des Materie, wie wir sie kennen. Es wird zum Langsamen Energie und braucht nun Zeit, um sich zu bewegen."
Yon, sich ganz selbstverst?ndlich auf Chromos 5s Spekulation einlassend: "Und Antara hat dann einen Wandler im Kopf, der die Schnelle in Langsame Energie umwandelt. Dadurch kann sie die für uns wahrnehmbare Welt beeinflussen."
Antara, anerkennend: "Du bist ein helles K?pfchen, Yon."
Chromos 5, vertieft in Yons Gedanken: "Ja, Antara hat Wandlerzellen im Gehirn!"
Yon wird verlegen von Antaras Kompliment.
Chromos 5, voll im Element: "Aber wenn Wandlerzellen Schnelles in Langsames Energie verwandeln k?nnen, geht das auch umgekehrt?"
Yon und Antara schauen Chromos 5 erstaunt an.
Dann schauen alle drei gleichzeitig auf den zerflossenen Stein.
Antara: "Aber ich müsste doch wissen, in was ich das Stein umwandeln soll ... Ich müsste das Schnelle Energie zuerst wahrnehmen."
Yon: "Hast du's schon versucht?"
Antara, überrascht: "?h ... nein."
Sofort schliesst Antara die Augen und konzentriert sich, ...
... um dann zu murmeln: "Da sind so viele Felder ... Woher soll ich wissen, welches davon das Schnelle Energie ist?"
Chromos 5, vor Gespanntheit sich vorbeugend: "Wie nimmst du denn die Felder wahr?"
Antara, wie oben: "Ich kann sie ertasten und sie unterscheiden sich, so wie du mit deinem Hand Wasser, Blut und Sand unterscheiden kannst ... Aber ich kann die Felder auch unterscheiden an ihren Farben und Formen."
Chromos 5, wie oben: "Gut, dann such mal ein Hintergrundfarbe, wie das Blau des Himmels hinter den Wolken."
Yon, im Bann des Geschehens: "Wenn die Schnelle Energie überall ist, dann musst du nicht nach einer Hintergrundfarbe suchen, sondern eher nach einer T?nung ... So wie ein Tropfen Farbe, der sich in einem Wasserglas aufl?st und alles schwach wahrnehmbar einf?rbt."
Chromos 5, begeistert: "Ja, genau!"
Antara, wie oben: "Mir f?llt auf, dass alles leicht grünlich ist."
Chromos 5, wie oben: "Konzentriere dich auf das Grün!"
Yon, begeistert: "Ja, das Grün! Kannst du es spüren?"
Antara, wie oben: "Nein, ich spüre nichts ... Ich kann es nur sehen ... Jetzt wird es deutlicher ... Die Langsamen Energiefelder und das Schnelle Energie sind gleich gut sichtbar ... Sie durchdringen sich ... Es ist seltsam ... Jetzt kann ich das Schnelle Energie auch spüren ..."
Chromos 5, besorgt: "Pass auf, Antara! Wenn du an dem Schnellen Energie herumfummelst, fliegt hier vielleicht alles in das Luft."
Yon, fasziniert, dr?ngend: "Kannst du den Stein in Schnelle Energie wandeln?"
Antara richtet ihr Gesicht mit geschlossenen Augen auf den geschmolzenen Stein. Chromos 5 und Yon halten den Atem an.
W?hrend Antara sich konzentriert, sagt Chromos 5 leise und beschw?rend: "Antara, mach kein Fehler ... Wenn du das Stein irrtümlich in Langsames Hitzeenergie wandelst, gibt es hier ein gewaltiges Krater und Genville ist Geschichte."
Bei diesem Gedanken wird auch Yon von einer fieberhaften Spannung ergriffen."
Antara, wie oben: "Macht euch keine Sorgen. Ich werde zuerst nur ein einzelnes Atom umwandeln."
Chromos 5 und Yon sind verblüfft und Yon ruft: "Was, du kannst Atome sehen?!"
Antara, wie oben: "Ja, mit meinem Feldsinn kann ich auch das kleinste Kraftfeld heranzoomen, bis ich es gross und deutlich sehe."
Chromos 5 und Yon schauen sich ziemlich fassungslos an.
Antara, wie oben: "Ich sehe jetzt gross und deutlich das Atomkern ... Ich schaffe ein Verbindung zwischen dem Kern und dem Schnellen Energie ... Und, schwupp, weg ist das Atom!"
Chromos 5, gespannt: "Ohne W?rmeentwicklung?"
Antara, wie oben: "Ohne jedes W?rme ... Ich versuche jetzt, das Atom zurückzuholen. Ich lasse ein 'Atomgef?ss' entstehen, ein Art Gussform ... Nun stelle ich das Verbindung her zwischen diesem Gef?ss und dem Schnellen Energie ..."
Yon, mit grossen erregten Augen: "... und, schwupp, ist das Atom wieder da!"
Tief beeindruckt von dem, was sie eben erlebt hat, ?ffnet Antara die Augen und sagt zu den beiden M?nnern: "Ja ... Obwohl ich alles deutlich wahrnehme, kann ich nicht glauben, was geschieht ... Es macht mir Angst."
Chromos 5 stemmt sich vom Felsen ...
... und hüpft auf einem Bein zu Antara, ...
... wo er sich hinkniet, um ihr melancholisches Gesicht an seine Brust zu drücken.
Yon betrachtet erstaunt dieses friedliche Bild und denkt: 'Antara k?nnte mit ihren F?higkeiten die Welt beherrschen und l?sst sich tr?sten wie ein kleines M?dchen ...'
Yon denkt Stirn runzelnd: '... Nichts an diesen Leuten ist normal. Wie soll ich sie je verstehen? ...'
Antara hebt ihr Gesicht, auf dem ein melancholisches L?cheln hingezaubert ist, ...
... und Chromos 5 küsst sie z?rtlich auf den Mund.
Obwohl Yon err?tet, kann er seinen Blick nicht von den beiden l?sen und er denkt: 'So etwas hat es in meinem Leben nie gegeben ... nur lernen, trainieren, Disziplin ... kalte Wut ... und Traurigkeit ...'
Da blickt Antara auf zu Yon und sagt: "Yon?"
Antara streckt eine Hand aus und f?hrt fort: "Würdest du mein Hand halten ... Ihr beide gebt mir Mut."
Yon ist überrascht, ...
... setzt sich aber sofort in Bewegung ...
... und kniet, mit beiden H?nden ihre Hand umfassend, neben Antara in den Sand.
W?hrend Chromos 5 ihre andere Hand h?lt, konzentriert sich Antara wieder mit geschlossenen Augen auf den geschmolzenen Stein.
Antara murmelt: "Ich versuche jetzt, das ganze Stein zu spüren ... und ein Verbindung herzustellen zum Schnellen Energie ..."
Gebannt starren Chromos 5 und Yon auf den Stein.
Der Stein l?st sich in nichts auf.
Yon starrt mit offenem Mund auf die kleine Mulde im Sand. Chromos 5 ist weniger überrascht, eher erschüttert.
Antara murmelt voller Konzentration: "Jetzt bilde ich ein Gef?ss für ein neues Stein ... und lasse das Schnelle Energie hineinfliessen ..."
Aus dem Nichts erscheint pl?tzlich ein faustgrosser Stein in der Mulde.
Yon ist bestürzt, ...
... f?ngt an zu zittern, ...
... schl?gt sich die H?nde vors Gesicht und beugt sich vornüber.
Antara schaut mit grossen, bestürzten Augen und sagt: "Yon ..."
Antara legt ihre Arme um Yon und ihr Gesicht auf seinen Rücken und sagt leise bittend: "... Hab kein Angst, Yon, ... Fürchte dich nicht vor mir ... Ich fühle mich sonst so allein ... Ich bin dein Freund ... Ich werde meine Kr?fte einsetzen, um dich zu beschützen und nie, um dir zu schaden ... Fürchte dich nicht, Yon. Es ist kein Hexerei oder Magie. Es ist ganz normales Physik ... Yon, verstosse mich nicht mit deinem Angst ... Ich bin doch nur ein kleines M?dchen ... Du musst mich beschützen, Yon, mit dem Kraft deines Lebenserfahrung ... Wie kann ich überleben mit solchen F?higkeiten, die mich so anders machen? ... Ich will kein Monster sein ... Schenk mir dein Freundschaft, Yon ..."
Mit unglücklichem Gesichtsausdruck erhebt sich Yon, Antara dabei abschüttelnd, ...
... und rennt weg.
Antara schaut ihm bekümmert nach. Chromos 5, erstaunt: "Was hat es denn? Eben hat es doch noch mitgefiebert bei unseren Experimenten und jetzt ..."
Antara, etwas hilflos: "Es war sehr verst?rt ... Vielleicht hat es pl?tzlich begriffen, was meine F?higkeiten bedeuten."
Chromos 5 legt seinen Kopf in Antaras Schoss und sagt l?chelnd: "Und was bedeuten sie?"
Antara, bekümmert: "Ich k?nnte jemandem das Kopf weg wandeln, ... vielleicht das ganze K?rper ..."
Chromos 5, tr?stend, fein l?chelnd: "Ich k?nnte dein Kopf mit einem Faustschlag in Matsch verwandeln ... Hast du deswegen Angst vor mir?"
Antara, mit grossen Augen: "Angst vor dir? ... Was für ein seltsames Gedanke."
Chromos 5, ernst: "Yon muss lernen, uns 'Genmonstern' zu vertrauen."
Antara, ernst: "Das wird schwierig für es ... bei seinem Vergangenheit."
Der unglückliche Yon l?sst sich neben dem leichenblassen Chief Held zu Boden sinken.
Yon lehnt sich neben dem Chief an den Felsen. Yons Augen blicken angstvoll ins Leere. Der Schweiss steht ihm auf der Stirn.
Frisch gewaschen und überrascht, dass die Waschblume sich pl?tzlich ge?ffnet hat, steht Iris nackt da.
Piri, die sich inzwischen angezogen hat, und Ewald, dessen Herz heftig schl?gt, beobachten Iris, die sofort ihre Bl?ssen bedeckt ...
... und Ewald anfaucht: "Dreh dich um!"
Ewald ist dabei, sich umzudrehen, da kr?ht Piri, auf Ewalds Hose zeigend: "Aber sieh doch, Iris, wie das Erw?hnung deiner Geschlechtsorgane es sexuell erregt hat. Du machst wohl ein grosses Eindruck auf Ewald."
Iris faucht, w?hrend sie sich nach ihren Kleidern bückt: "Meine Faust wird einen Eindruck auf seinem Gesicht hinterlassen, wenn er nicht sofort aufh?rt, sich meine Geschlechtsorgane vorzustellen."
Wie Iris ihre Kleider anziehen will, verzieht sie angewidert das Gesicht und sagt: "Das Zeug stinkt! Das kann ich unm?glich anziehen."
Piri, in Richtung Wagon gehend: "Komm, Iris, wir gehen mal schauen, wie weit Wagon ist. Vielleicht k?nnen wir schon ein Kleid herstellen."
Iris, wieder ihre Bl?ssen bedeckend, schaut Piri verst?ndnislos an.
Iris folgt z?gernd Piri. Piri schaut zurück und ruft: "Ewald, jetzt bist du dran mit dem Waschblume. Du stinkst n?mlich auch."
Ewald schaut unbehaglich und verlegen.
W?hrend Piri und Iris weiter Richtung Wagon gehen, h?rt Ewald eine Stimme aus dem Off: "Nur zu, junger Mann ... Sie brauchen keine Angst zu haben."
Ewald sieht den blutbespritzten Meer auf sich zukommen, der mit ermunterndem L?cheln weiterf?hrt: "Na, wie ist es? Ich m?chte n?mlich auch mal."
Piri und Iris kommen hinzu, wie Wagon ihrer 'Schulklasse', bestehend aus Bioskop, Tank, Achtfüssiger Trage und den Hilfsorganen eben erl?utert: "... Das Tod ist das Aufh?ren s?mtlicher Stoffwechselprozesse ..."
Bioskop: "Aber dann kann ein Lebewesen nicht gleichzeitig tot sein."
Wagon, verwirrt: "?hm ... wie meinst du das?"
Bioskop: "Wenn ein Lebewesen stirbt, h?ren doch nicht alle Zellen gleichzeitig mit dem Stoffwechsel auf."
Hilfsorgane: "Dann ist ein Lebewesen erst tot, wenn alle seine Zellen tot sind."
Wagon: "Ein Lebewesen kann schon tot sein, wenn nur ein Teil von ihm tot ist."
Achtfüssige Trage: "Ja welches Teil denn? Wenn ich ein Bein verliere, bin ich dann tot?"
Wagon, l?chelnd: "Nein. Ihr müsst unterscheiden zwischen dem Tod des Pers?nlichkeit und dem Tod eines Zelle."
Hilfsorgane: "Wenn ich ein Lebewesen retten soll, muss ich nun seine Zellen am Leben erhalten oder sein Pers?nlichkeit? Und wo finde ich dieses 'Pers?nlichkeit'?"
Wagon: "Physikalisch gesehen, besteht ein Pers?nlichkeit aus den Wisperfeldern, die von den Nervenzellen erzeugt werden. Wenn du ein Lebewesen retten willst, musst du also vor allem sein Nervensystem am Leben erhalten."
Iris, flüsternd zu Piri, aber immer ihre Bl?sse bedeckend: "Warum k?nnen diese schrecklichen Missgeburten schon nach einem Tag Unterricht reden?"
Piri, ernsthaft: "Das sind keine Missgeburten. Das sind Labor- und Medizinger?te des neusten Generation. Sie haben ein hohes Intelligenzgrad und sind wahrscheinlich das Leistungsf?higste, was dieses Erde bisher gesehen hat."
Iris' Gesicht zeigt eine Mischung aus Zweifel und Ekel.
Piri, sich auf Wagon zu bewegend, Iris mitziehend: "Seid ihr schon so weit, dass wir ein Kleid machen k?nnen für Iris?"
Wagon, zu ihrer 'Klasse': "Was sagt ihr, wollen wir ein Kleid machen?"
Achtfüssige Trage, Iris musternd: "Wozu braucht Iris ein Kleid?"
Piri, ernsthaft: "Ich glaube, natürliche Frauen brauchen ein Kleid, um ihre Geschlechtsorgane vor den M?nnchen zu verbergen."
Iris regt sich auf.
Tank: "Aber wozu verbergen?"
Wagon, ernsthaft: "Vielleicht wollen sie nicht, dass die M?nnchen sich mit ihnen paaren."
Bioskop: "Ist denn 'Paaren' schmerzhaft?"
Piri, wie oben: "Sollte es eigentlich nicht. Aber es geht wohl mehr darum, dass sie sich nur mit bestimmten M?nnchen paaren wollen."
Iris kocht.
Hilfsorgane: "Und was haben diese 'bestimmten M?nnchen' für Eigenschaften?"
Wagon, wie oben: "Ich glaube, sie müssen vor allem stark sein."
Bioskop: "Wir k?nnten doch ein Kleid machen, das durchsichtig wird, sobald ein starkes M?nnchen auftaucht."
Piri, begeistert: "Ja, dann würden auch nur die starken M?nnchen sexuell provoziert."
Iris kocht über ...
... und schreit: "Was f?llt euch perversen Monstern ein, so über mich zu l?stern! Ich bin nicht euer zoologisches Studienobjekt, verdammt nochmal! ..."
Iris, wie oben, mit dem Kopf auf Piri und Wagon deutend: "... Diese Genville-Monster-Weiber tragen ja auch Kleider! Die machen sich wohl auch in die Hose vor starken M?nnchen!"
Piri, erstaunt über Iris' heftige Reaktion: "Ich trage ein lebendes Kleid, weil es mein K?rper sauber h?lt und mich vor Sonnenstrahlen und K?lte schützt."
Wagon, Piri zuzwinkernd, lachend: "Und warum sollten wir Angst haben vor starken M?nnchen? ... Die haben doch Angst vor uns."
Piri kichert. Iris schaut mit einer Mischung aus Wut und Verwirrung über diese Reaktion.
Piri, gutmütig die schmollende Iris am Arm ziehend: "Komm, Iris, wir entwerfen am Bioskop ein hübsches Kleid für dich."
Wagon, Iris und Piri stehen vor dem Bildschirm des Bioskops. Iris, unbehaglich: "Was macht denn dieses Ding?"
Wagon: "Das Bioskop analysiert Erbgut und kann aus den so gewonnen Bausteinen neue Gens?tze zusammenstellen. Diese Gens?tze übergibt es dem Tankwesen, welches das neue Gesch?pf wachsen l?sst."
Iris: "Wie gruselig."
Piri: "Zeig uns mal dein Kollektion an Kleiderpflanzen."
Auf dem Bildschirm des Bioskops erscheinen verschiedene Kleiderpflanzen. Wagon: "Was würde dir denn so gefallen, Iris?"
Iris, naserümpfend: "Das ist ja nicht gerade die neuste Mode."
Piri, kichernd: "Sag doch mal das Stil, damit wir wissen, worauf wir aufbauen sollen."
Vorsichtig tippt Iris auf eine Kleidform ...
... und sofort verschwinden die übrigen und das Gew?hlte wird gross angezeigt.
Der Hosenanzug auf dem Bildschirm wandert nach rechts und links oben werden der Chromosomensatz, links unten ausgew?hlte Genabschnitte angezeigt. Iris vergisst, dass sie inmitten von 'Genmonstern' steht, und fragt neugierig: "Was geschieht jetzt?"
Piri erl?utert: "Bioskop ist nun bereit, die einzelnen Genabschnitte aufzuschneiden und mit anderen zu kombinieren. Du kannst ihm jetzt sagen, wie dein Hosenanzug aussehen soll."
Iris, misstrauisch: "Ihr verarscht mich doch nicht?"
Piri, erstaunt zu der ebenfalls erstaunten Wagon: "Wie kommst du jetzt auf das Idee?"
Wagon, zweifelnd: "Vielleicht ist es bei den Natürlichen üblich, einander zu verarschen."
Iris ist schon wieder beleidigt, ...
... schluckt's aber runter und sagt: "Oben eher sportlich-luftig, um die Hüfte eng anliegend. Ich will schliesslich nicht aussehen wie eine B?uerin."
Piri, fragend: "B?uerin?"
Wagon, angestrengt nachdenkend: "Gab es da nicht ein Zeit, wo die Natürlichen mit Hilfe von vierbeinigen Kraftpaketen Stahlmesser durch den Boden rissen?"
Piri, begreifend: "Ah ja, und dann haben sie die Würmer aufgesammelt und sind fischen gegangen."
Wagon, kopfschüttelnd: "Neinnein, du verwechselst das. In das aufgerissene Boden haben sie Samen getan ..."
Piri, erstaunt: "Die Bauern haben das Samen ihrer M?nner in das Boden getan, aber wozu?"
Iris, halb amüsiert, halb ungehalten: "Nein, das waren Pflanzensamen ... Müsst ihr eigentlich aus jedem Wort eine solche Szene machen?"
Piri, schwach l?chelnd: "Jetzt kommt's mir wieder in das Sinn ... Ich war nie gut in Geschichte."
Wagon, auf den Bildschirm weisend, wo sich der Hosenanzug entsprechend den Angaben von Iris ver?ndert hat: "Bioskop hat die Gene fertig zusammengestellt. Gef?llt's dir so?"
Iris nickt.
Piri: "Bioskop, du musst jetzt die Chromosomen an Tank weitergeben."
Zu Iris Erstaunen und Ekel schl?ngelt sich ein Tentakel aus Bioskop und verschwindet in der Aussenhaut von Tank.
Piri: "Du, Tank, kannst jetzt mit diesen Informationen das Anzug wachsen lassen."
Iris, mit unsicherem Blick auf Tank: "Aber wird diese Pflanze etwa auch unten reingehen?"
Piri, fr?hlich: Ja, du willst doch überall sauber sein, oder nicht?"
Iris schaut nicht gerade glücklich.
Wagon, aufmunternd: "Und wenn du dich zwischen den Beinen streichelst, wird es dich sexuell befriedigen. Ist doch toll, nicht?"
Iris, entsetzt: "Was?!"
Wagon, im Plauderton: "Es ist natürlich nicht so gut wie ein richtiges Kerl oder das kenntnisreiche Hand eines Schwester, aber für das Notfall ..."
Iris, gestresst: "Für welchen Notfall?"
Wagon, l?chelnd: "Wenn ich ein Tag lang kein Sex habe, dann herrscht Notstand."
Iris, fassungslos: "Was, du musst jeden Tag? ..."
Iris, wie oben: "... Wie schrecklich!"
Jetzt schauen sich Piri und Wagon verst?ndnislos an ...
... und sagen gleichzeitig: "Aber das tut doch gut."
Pl?tzlich zeigen sich Tr?nen in Iris Augen ...
... und rasch schl?gt sie ihre H?nde vors Gesicht.
Erstaunt schauen sich Piri und Wagon an, ...
... um dann gleichzeitig je eine Hand auf Iris' Schultern zu legen.
Tr?stend streicheln ihre H?nde Iris' Schultern, was Iris zum Zittern bringt.
Iris legt ihre H?nde über ihre Brüste und schreit wütend, mit tr?nennassem Gesicht: "Gebt mir mein verdammtes Kleid und lasst mich in Ruhe!"
Die H?nde von Piri und Wagon zucken zurück.
Piri, fragend zu Wagon: "Wie sollen wir Iris tr?sten, wenn wir es im Ruhe lassen müssen?"
Wagon zuckt ratlos die Schultern.
Ewald steht, nur mit seinem um die Hüfte gewickelten Hemd bekleidet, vor der Waschblume und sieht gespannt zu, wie sie sich ?ffnet.
Mitten in den aufgeklappten Bl?ttern steht ein junger, nackter Mann, blitzsauber, duftend und einge?lt.
Der junge Mann dreht sich um zu Ewald und schaut ihn l?chelnd, ohne sich seiner Nacktheit zu sch?men, an. Ewald, verdattert: "Aber ... Aber ... Wo ist Doktor Meer?"
Erschrocken betastet der junge Mann sein Gesicht und sagt: "Mist!"
W?hrend der junge Mann seufzend aus der Blume steigt, schimpft Ewald: "Sag mir sofort, wo Doktor Meer ist, oder ich rufe die Genvilles!"
Junger Mann, mit festem Blick und leichtem L?cheln Ewald anschauend: "Ich bin Doktor Meer ... Die bl?de Blume hat meine Maske gefressen."
Ewald h?rt es mit offenem Mund, ...
... um dann zu stammeln: "Aber ... ich meine ... Sie sind doch der Gef?ngnisdirektor ..."
Doktor Meer, bitter lachend: "Gibt es ein besseres Versteck für einen Chromos 1 als das Gef?ngnis?"
Ewald, verblüfft: "?h, nein."
Ewald, kopfschüttelnd: "Aber warum sind Sie dieses Risiko eingegangen?"
Meer schaut Ewald eindringlich an und sagt: "Ich denke, das gr?sste Risiko besteht darin, alt zu werden."
Ewald ist beeindruckt.
W?hrend die beiden M?nner sich noch anschauen, ert?nt eine Stimme aus dem Off: "Kleider! Frische Kleider!"
Mit lebenden Kleidern über den Schultern traben Piri und Wagon heran, ...
... bleiben vor den beiden M?nnern stehen und betrachten überrascht und erfreut den nackten, jungen Mann. Wagon: "Was ist denn das für ein Zuckerhalm?"
Ewald, amüsiert: "Dieser Zuckerhalm ist Doktor Meer."
Piri, naiv: "Aber das war doch vorhin noch viel ?lter."
Meer, l?chelnd: "Ich habe eine Maske getragen, sonst h?tten die Natürlichen gemerkt, dass ich ein Chromos 1 bin."
Piri protestiert: "Das ist nicht wahr. Meneor h?tte es bestimmt am Geruch gemerkt, ob vor ihm ein ?lteres oder jüngeres M?nnchen steht."
Wagon, zur verblüfften Piri: "Und woher weisst du, dass es es nicht gemerkt hat?"
Piri ruft durch einen Handtrichter zum auf einem Felsen stehenden und Wache haltenden Meneor: "Meeeneeeooor, hast du gewusst, dass Doktor Meer ein Chromos 1 ist?"
Wagon sieht, wie Meneor ebenfalls seine H?nde zum Mundtrichter formt und sagt, vor Schreck erblassend: "Nein!"
Da donnert Meneors Stimme heran: "Ja, ich habe es gewusst!!!"
Piri, Wagon, Ewald und Meer ziehen die K?pfe ein, als fege ein Wüstensturm über sie hinweg.
Wagon, sich die schmerzenden Ohren reibend, zu Piri: "Bist du verrückt, Meneor zum Schreien zu provozieren. Da kriege ich ja das Trommelfellschlottern."
Piri kichert, h?lt sich aber ebenfalls die schmerzenden Ohren.
Piri, Meer ein Kleid hinstreckend, vers?hnlich: "Gut, ich glaube jetzt, dass Sie Doktor Meer sind ... Hier ist Ihr lebendes Kleid."
Meer l?chelt gequ?lt, sich das schmerzende Ohr haltend, ...
... und sagt, das Kleid entgegennehmend, zu Piri und Wagon: "Ihr k?nnt mir du sagen."
Die beiden Frauen schauen Meer beim Anziehen zu. Wagon, bedauernd: "Eigentlich schade, dass es sich schon wieder anzieht."
Piri, ernsthaft: "Ja, schade."
Ewald, l?chelnd: "Und bei mir ist es wohl nicht schade, wie?"
Mit einen Satz ist Piri hinter Ewald ...
... und sagt leise in Ewalds Ohr, sich an seinen Rücken schmiegend: "Klar ist es bei dir auch schade. Wir mussten uns nur zuerst an das neue Doktor Meer gew?hnen."
W?hrend Piri sich weiterhin wie ein K?tzchen an Ewald schmiegt, steht Wagon vor ihm, schaut auf sein um die Hüfte gewickeltes Hemd und sagt: "Uiuiui, da geht was ab in deinem Hemd!"
Ewald, ganz rot vor Peinlichkeit, denkt: 'Selber schuld.'
Doktor Meer lacht schallend.
Szeneanfang:
Zwei Natural Guards patrouillieren durch ein Einfamilienhausquartier in Natural City. Die H?user haben keine G?rten, sondern nur pflanzenfreie, geteerte oder gekieste Pl?tze.
Guard A deutet auf ein geschlossenes Garagentor ...
... und die beiden gehen durch die Einfahrt auf die Garage zu.
Guard A rüttelt an dem verschlossenen Garagentor.
Die beiden schauen sich suchend um.
Guard B geht zur Haustür ...
... und klingelt.
Nichts geschieht.
Die Guards gehen auf dem Kiesplatz ums Haus herum ...
... und sehen eine etwa vierzigj?hrige, hübsche Frau im Bikini beim Sonnenbaden auf einem Liegestuhl.
Die Guards treten an die Frau heran, die ihre Augen geschlossen hat. Guard A: "Guten Tag."
Die Frau ?ffnet ihre Augen ...
... und wie sie die Soldaten sieht, sagt sie erschrocken: "Oh ..."
Guard A: "Würden Sie uns freundlicherweise die Garage ?ffnen?"
Befremdet h?rt die Frau die Worte, ...
... steht aber dann wortlos auf ...
... und geht vor den beiden M?nnern her in Richtung Haustür. Mit anerkennender Miene macht Guard B mit beiden H?nden die attraktiven Rundungen der Frau in der Luft nach. Guard A grinst.
Die Frau sagt, halb zurückblickend: "Einen Moment, bitte." ...
... und verschwindet in der Haustür.
Kaum ist die Haustür ins Schloss gefallen, h?lt ein Elektrofahrzeug vor der Einfahrt ...
... und ein sportlicher Mitvierziger im Gesch?ftsanzug springt mit einer Aktentasche in der Hand heraus.
Mann, mit dynamischem Schritt auf die Guards zu marschierend, w?hrend hinter ihm das Elektroauto allein weiterf?hrt: "Guten Tag, die Herren, kann ich Ihnen helfen?"
Guard A, kühl: "Guten Tag. K?nnten Sie bitte Ihr Garagentor ?ffnen."
Vor den Guards bleibt der Mann stehen und sagt ver?rgert: "Was soll das? Wer gibt Ihnen das Recht ..."
Guard A richtet auf Hüfth?he das Schnellfeuergewehr auf den Mann und sagt streng: "?ffnen Sie das Garagentor!"
Wütend dreht sich der Mann um ...
... und ?ffnet das Garagentor mit seinem Schlüssel.
Zum Vorschein kommt ein Oldtimer-Benzinauto.
Guard A, kühl: "Sie wissen, dass Benzinautos verboten sind ..."
Guard A n?hert sich dem Oldtimer und f?hrt fort: "... Wir müssen es beschlagnahmen und der Altmetallverwertung zuführen."
Mann, erschüttert ob so viel Ignoranz: "Aber das k?nnen Sie doch nicht tun! Das ist nicht bloss ein Auto, das ist eine Antiquit?t!"
Guard A, ungerührt: "Hat es einen Benzinmotor oder nicht?"
Mann, erregt: "Ja, natürlich!"
Guard A, wie oben: "Dann ist der Fall klar. Das Auto wird verschrottet."
Mann, sich schützend vors Auto stellend, erregt: "Nein, das werden Sie nicht tun! Ich werde das nicht zulassen!"
Guard A reisst sein Gewehr hoch und feuert drei Schüsse in die Brust des Mannes.
Dieser f?llt tot auf die Motorhaube des Oldtimers.
Die Frau, die sich inzwischen ein Kleidchen angezogen hat, stürzt mit dem Schlüssel in der Hand herbei und ruft entsetzt: "Was haben Sie getan?!"
Guard A richtet sein Gewehr auf die Frau und sagt streng: "Wollen Sie Widerstand leisten gegen die Beschlagnahmung dieses Wagens?"
Den Ernst ihrer Lage erst jetzt begreifend, bleibt die Frau wie angefroren stehen und sagt unter Schock: "Nein."
Guard A zu Guard B, der seinen Kollegen unbehaglich anschaut: "L?sst du den Wagen abholen?"
W?hrend Guard B in den Kommunikator spricht, gehen die beiden Guards wieder auf die Strasse zurück.
Auf der Strasse sagt Guard B unbehaglich zu A: "Hast du ein gutes Gefühl dabei?"
Guard A, ernst: "Hier geht es nicht um ein 'gutes Gefühl', sondern um die Ausrottung sch?dlicher Denkstrukturen. Wer sich dem Erfolg der Natürlichen entgegensetzt, stirbt."
Guard B schaut seinen Kollegen zweifelnd an.
Szeneanfang:
Elektrolastwagen führen die Einzelteile eines etwa fünfzehn Meter hohen, über und über mit Solarzellen bestückten Roboters über die Brücke des ?usseren S?uregrabens vor den Wachturm. Die 'H?nde' des Roboters sind riesige Schaufeln zum Sand graben. Die Arme bestehen aus flexiblen R?hren mit innen liegenden F?rderschnecken, die den Sand durch den K?rper des Roboters abtransportieren. Vom Rücken des Roboters führt eine dickere flexible R?hre, die ziemlich lang ist und den Sand, ebenfalls mit einer F?rderschnecke weitertransportiert. Die Beine und die Hüften des Roboters sind, dicht vor dem Wachturm, auf sicherem Boden bereits montiert.
Szeneanfang:
Iris kann nicht schlafen und sieht im Mondlicht die Silhouetten von Piri und Meneor, die Hand in Hand stehen und aus sicherer Distanz auf das "Kunstwerk" schauen, das Held so erschreckt hat.
Iris denkt: 'Ob das wieder so ein Gesülze gibt wie letzthin mit Antara?'
Iris schleicht sich an Piri und Meneor heran und denkt: 'Diese Kitschszene lasse ich mir nicht entgehen.'
Meneor, ohne sich umzudrehen: "Willst du dich zu uns setzen, Iris?"
Iris, gequ?lt l?chelnd: "Menno, wenn ich dabei bin, geht doch jede Romantik fl?ten. Dabei wollte ich mich an eurem kitschigen Gesülze erg?tzen."
W?hrend sich die drei im Sand zusammen setzen, sagt Piri l?chelnd: "Du st?rst uns nicht beim Kitschig-sein."
Iris schüttelt l?chelnd den Kopf.
Meneor: "Wie geht Kitschig-sein?"
Piri: "Ich glaube, das ist, wenn du liebevolle Dinge sagst oder tust, die du nicht wirklich empfindest."
Meneor, Stirn runzelnd: "Und wozu soll das gut sein?"
Iris, Kopf schüttelnd, l?chelnd: "Damit du einer Frau den Kopf verdrehen kannst, sodass sie mit dir ins Bett steigt."
Meneor, wie oben: "Wenn ich einem Frau das Kopf verdrehe, ist es tot. Dafür brauche ich kein Kitschig-sein."
Piri, lachend: "Meneor pur."
Auch Iris muss lachen.
Piri, den Kopf an Meneors Schulter lehnend: "Du wolltest mir etwas sagen."
Iris denkt gespannt: 'Achtung, jetzt kommt's!
Meneor, auf das "Kunstwerk" deutend: "Warum kann das Kampfpilz das Traum des ?ngstlichen Mannes sehen?"
Piri, verblüfft: "Gutes Frage."
Iris staunt.
Piri, mit grossen Augen begreifend: "Na weil es ein Feldsinn hat, so wie du und Antara."
Meneor, sinnierend: "Ob es versteht, was es sieht?"
Iris, sp?ttisch: "Pilze sind im Allgemeinen dumm."
Piri, sinnierend: "Aber das ist kein Pilz, sondern ein Kampforganismus. Wir wissen nicht, wie viel Hirn ihm das Gentech gegeben hat."
Iris, sarkastisch: "Für ein Date im Mondschein ist das aber nicht sehr romantisch."
Piri, kichernd: "Geduld, Iris, das Romantik kommt noch."
Meneor: "Ob wir mit ihm sprechen k?nnen?"
Iris, lachend: "Du bist verrückt. Er wird dich zerquetschen."
Meneor: "Ich habe mit hundert Kampforganismen gesprochen. So konnten wir ein Gruppe bilden, das stark genug war, alle hunderttausend Chromos 2-Krieger zu vernichten. Manchmal ist es besser zu sprechen, statt zu k?mpfen."
Iris, ungl?ubig lachend: "Du fantasierst. Hundert gegen hunderttausend. So etwas ist unm?glich."
Meneor: "Und wo sind die Chromos 2-Krieger, die so viele Natürliche ausgel?scht haben?"
Iris, verunsichert: "Nun, es wurden keine mehr gesehen."
Piri, fast ehrfürchtig: "Jemand muss Meneor gemacht haben, um das Fehler der Chromos 2-Krieger zu korrigieren."
Iris, trocken: "Entweder hat's euch ins Hirn geschissen oder ihr verarscht mich und gr?lt euch bald die Seele aus dem Leib."
Piri, Iris freundlich anschauend: "Du hast das Sache mit dem Chromos noch zu wenig begriffen. Meneor ist eines der gef?hrlichsten Kampforganismen, das je auf diesem Planeten gelebt hat. Jemand muss verzweifelt genug gewesen sein, um jedes Grenze des Vernunft zu überschreiten, dieses Chromos 4-Krieger zu erschaffen."
Iris, auf das "Kunstwerk" deutend, mit belegter Stimme: "Du meinst, wenn Meneor so ein perverses Schwein wie diese Chromos 2-Krieger w?re, würde in Natural City niemand mehr leben?"
Piri nickt voller überzeugung.
Iris versucht es mit grossen Augen zu verdauen.
Piri fasst Iris' Hand und sagt l?chelnd: "Komm, Iris, jetzt machen wir noch ein bisschen Kitsch."
Piri, sich in Meneors Schoss kuschelnd: "Leg dich zu mir in Meneors Schoss. Es ist das sch?nste Platz auf diesem Planeten."
Iris, mit schr?gem L?cheln: "Vergiss das, Süsse. Wie soll ich mich im Schoss des gef?hrlichsten Wesens, das je auf dem Planeten gelebt hat, geborgen fühlen?"
Piri, mit himmlischem Ausdruck und geschlossenen Augen: "Indem du dir vorstellst, wie es über dich wacht."
Iris, den l?chelnden Meneor mit der seligen Piri im Schoss betrachtend, seufzt: "Ihr habt's geschafft. Mehr Kitsch geht nicht."

