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Band 15

  Jetzt ist Held schockiert.

  Fieberhaft denkt er: 'Für einen Rückzug ist es zu sp?t ... Die Strampelanzüge werden gleich im Geb?ude sein ...'

  Er rennt zum Raum hinaus und denkt weiter fieberhaft: '... Meine M?nner werden sie kurz aufhalten ... Das muss reichen! ...'

  Im Tempo des Gehetzten rennt Held die Treppe hinab.

  Wie er die Eingangshalle des Natural News Senders erreicht, sieht er vier seiner Leute, die mit einem Maschinengewehr, welches sie auf das Empfangspult gestellt haben, den Eingang bewachen.

  W?hrend Held quer durch die Eingangshalle auf eine Tür zum Keller zurennt, explodiert die Eingangstüre.

  Kurz vor der Kellertür sieht Held, wie Harts Leute die Halle stürmen, w?hrend das Maschinengewehr auf sie feuert.

  Die getroffenen Hart-Leute rufen: "Aua, aua, ist das heiss!", rennen aber weiter.

  Ein paar der Hart-Leute schiessen die fassungslose Maschinengewehrbesatzung von den Füssen.

  Ein Hart-Gardist beobachtet, wie Held eben in der Kellertür verschwindet, ...

  ... erregt die Aufmerksamkeit eines Kameraden, indem er ihm mit der Hand an die Schulter klopft ...

  ... und rennt dann, gefolgt von seinem Kameraden, auf die inzwischen geschlossene Kellertür zu.

  Held rennt in dem kleinen Nottreppenhaus ein Geschoss tiefer, ...

  ... kommt an einer Tür vorbei und denkt: 'Hier ist das Parkhaus.'

  Held rennt noch ein Geschoss tiefer.

  Die zwei Guards sind dicht vor der Kellertür in der Eingangshalle. Guard A: "He, was willst du hier?"

  Guard B: "Chief Held ist da reingegangen."

  Guard A, ungl?ubig: "Chief Held?!"

  Guard B, w?hrend er die Kellertür aufreisst: "Wenn wir den kriegen, ist uns eine Bef?rderung sicher."

  Helds Kopf zuckt alarmiert nach oben, wie er die Stimme von Guard A h?rt: "Aber klar doch, den schnappen wir uns!"

  Gestresst rüttelt Held an der Tür in seiner N?he, doch die ist verschlossen.

  W?hrend die Schritte der Guards n?herkommen, f?llt Helds gehetzter Blick auf einen Gitterrost, der sich etwa auf Brusth?he in der Wand befindet.

  Hastig reisst Held den Rost heraus, ...

  ... steigt in den dahinter liegenden Wartungsgang ...

  ... und zieht von innen her den Rost wieder an seinen Platz.

  Held steht im Wartungsgang und h?rt einen Guard aus dem Off sagen: "Da schon wieder!"

  Guard A: "Was schon wieder?"

  Guard B: "Na das Ger?usch ... Hast du's nicht geh?rt?"

  Die Guards erreichen das Untergeschoss mit dem Gitterrost. Guard B: "Hier muss es gewesen sein."

  Guard A rüttelt an der Türe und sagt: "Die Tür war's nicht."

  Guard B legt den Zeigefinger auf die Lippen und deutet auf den Gitterrost.

  Die Guards werfen sich einen bedeutungsvollen Blick zu ...

  ... und n?hern sich leise dem Rost.

  Held steht etwa einen Meter hinter dem Rost mit der Pistole in der Hand und denkt nerv?s: 'Ja, hier bin ich ... kommt sch?n n?her ...'

  Beide Guards versuchen, die Gesichter nahe am Rost, dahinter etwas zu sehen.

  Helds Pistolenarm zuckt nach oben ...

  ... und, die Pistole mit beiden H?nden haltend, schiesst er zwei mal schnell hintereinander.

  Die Projektile dringen in die Augen der Guards, ...

  ... sodass beide tot nach hinten fallen.

  Held denkt grimmig, die rauchende Pistole neben seinen Kopf haltend: 'Eure Augen habt ihr vergessen zu schützen.'

  Held steigt aus dem Wartungsgang, ...

  ... sammelt die Gewehre der toten Guards ein ...

  ... und geht zurück in den Wartungsgang.

  Mit einer kleinen Taschenlampe zündet er den engen, von Rohren durchzogenen Wartungsgang entlang und denkt: 'Nicht gerade die Strasse des Siegers ...'

  Im kümmerlichen Licht der Taschenlampe, mit umgeh?ngten Gewehren beginnt Held seinen Marsch durch den Wartungsgang.

  Szeneanfang:

  Hans Hart h?rt befriedigt, wie eine Stimme aus seinem Kommunikator sagt: "Wir haben den Natural News Sender zurück erobert und alle Terroristen get?tet, Kommandant Hart ..."

  Stimme: "... Die Idee mit den Polizeiwagen war Spitze. Sie sind ein Genie, Kommandant!"

  Hart ist überrascht von dem Kompliment ...

  ... und sagt dann, etwas peinlich berührt, weil er sich mit fremden Federn schmückt: "Ja, danke."

  Hart denkt: 'Das war zwar nicht meine Idee, aber es ist gut, wenn meine Leute mich für f?hig halten. Das st?rkt die Loyalit?t.'

  Hart, wieder kühl: "Verluste?"

  Stimme: "Zwei Vermisste."

  Hart denkt, pl?tzlich beunruhigt: 'Vermisste? ... Da ist was faul!'

  Hart, etwas gehetzt: "Held, habt ihr Held?"

  Stimme: "Nein, Chief Held ist spurlos verschwunden."

  Hart denkt mit geschlossenen Augen: 'Verdammt!'

  Hart, sich beherrschend: "Fünfzig Mann der Eingreiftruppe sollen sich sofort auf die Suche nach Held machen! ... T?tet ihn, dieser Mann ist ?usserst gef?hrlich! ..."

  Hart, etwas ruhiger: "... Der Rest der Eingreiftruppe versteckt sich in der Eingangshalle des Senders! Ein paar Leute ohne Schutzanzug sollen so tun, als seien sie Terroristen! Sie sollen die Deserteure, die sich Held anschliessen wollen, in die Eingangshalle geleiten! Dort werden die Deserteure sofort eliminiert!"

  Stimme: "Jawohl, Kommandant."

  Szeneanfang:

  Held marschiert durch den Wartungsgang und denkt bedrückt: 'Meine Leute im Sender sind tot ... Und die, die sich mir anschliessen wollen, kommen jetzt einzeln zum Sender, wo sie leicht von Hart erledigt werden k?nnen ...'

  Held denkt, wie oben: '... Damit ist mir jede M?glichkeit für einen Gegenschlag genommen ... Ich habe verloren ...'

  Held denkt, mit vor Wut loderndem Blick: '... Jetzt bin ich nur noch Freiwild! ...'

  Held denkt trotzig: '... Ich werde Hart den Triumph nicht g?nnen, mich abzuknallen ...'

  Held bleibt stehen und zieht seine Pistole, ...

  ... die er an die Schl?fe führt.

  Held steht da mit leicht gesenktem Kopf, geschlossenen Augen, die Pistole an der Schl?fe. Es ist ein nervenzerreissender Augenblick vor dem Ausl?sen des Schusses.

  Pl?tzlich sieht Held die melancholischen Augen Yons vor seinem geistigen Auge, und er flüstert: "Yon ..."

  Kraftlos sinkt Helds Pistolenarm herab.

  Held murmelt, mit offenen Augen vor sich hin starrend: "... Ich lasse dich nicht zurück ... Wir werden gemeinsam sterben ..."

  Entschlossen steckt Held die Pistole zurück ins Halfter ...

  ... und marschiert weiter durch den Wartungsgang, ...

  ... nimmt eine Abzweigung und denkt Stirn runzelnd: 'Bald werden sie die Leichen finden. Dann wissen sie, dass ich in diesen G?ngen bin ...'

  Helds Blick geht suchend nach links und rechts, ...

  ... bis er ein Türchen in der Wand entdeckt.

  Rasch ?ffnet er das Türchen ...

  ... und zündet mit der Lampe in den dahinterliegenden Schacht hinab. Er ist etwa zehn Meter tief und an den Schachtw?nden sind dicke Kabelbündel befestigt.

  Mit der Taschenlampe im Mund und Beine voran l?sst sich Held in den Schacht gleiten.

  Im Schacht kann er auf einer Eisenleiter stehen und das Türchen zuziehen.

  Vorsichtig steigt er die Leiter hinab, ...

  ... bis er auf dem Schachtgrund anlangt.

  Helds Blick folgt im schwachen Schein der Taschenlampe den Kabelbündeln, ...

  ... welche in einer etwa meterdicken, waagrechten R?hre dicht über dem Schachtgrund verschwinden.

  Ein schwach h?rbarer Dialog aus dem Off l?sst Held gefrieren: "Habt ihr Hunger?"

  "Ja."

  "Gut, ich hole uns was zu essen."

  Wachsam schaut Held in die R?hre, kann jedoch nichts erkennen.

  Held stellt die beiden Gewehre an die Schachtwand ...

  ... und geht auf allen Vieren durch die R?hre.

  Held kommt zu einer rechteckigen, von aussen aufgeschraubten Abdeckung ...

  ... und schaut durch das Loch einer fehlenden Schraube.

  Eine etwa fünfzigj?hrige, nicht sehr gepflegte Frau sitzt vor einer als Tisch dienenden grossen Kiste am Boden.

  Held denkt: 'Flüchtlinge!'

  Held denkt, Stirn runzelnd: 'Wenn ich die jetzt abknalle, werden Harts Schurken es h?ren und mich finden ... Und wenn die Flüchtlinge mich in der Uniform sehen, schlagen sie mich tot ...'

  Held bewegt sich rückw?rts durch die R?hre, ...

  ... zieht im Schacht alle Kleider bis auf die Unterhosen aus, ...

  ... legt die Kleider und die Gewehre so in die R?hre, dass sie vom Schachttürchen aus nicht gesehen werden k?nnen, ...

  ... und geht wieder zurück zu der Abdeckung.

  Mit der Faust h?mmert er auf die Abdeckung und ruft: "Hilfe ... holt mich hier raus!"

  In dem kargen Raum sitzen neben der ?lteren Frau noch eine Jüngere und ein jüngerer Mann auf Kisten oder Decken. Ein ?lterer Mann mit Essen auf einem Tablett kommt eben zur Tür rein. Alle schauen ?ngstlich oder überrascht zu der Abdeckung der R?hre hoch, wo wieder eine Stimme ruft: "So helft mir doch!"

  Der ?ltere Mann stellt das Tablett auf den Kistentisch, ...

  ... nimmt aus einer Schublade einen Schraubenzieher, ...

  ... steigt auf eine Kiste und dreht die Schrauben aus der Abdeckung.

  W?hrend der ?ltere Mann wieder am Boden steht und die Abdeckung an die Wand lehnt, schauen er und die übrigen gespannt, teils belustigt auf Held, der sich halb nackt aus der ?ffnung auf die Kiste herabl?sst.

  Held, von der Kiste steigend, artig: "Vielen Dank ... Ich habe schon gedacht, ich müsse in dieser R?hre verhungern."

  Der ?ltere Mann legt Held eine Decke um die Schultern ...

  ... und sagt mit einer einladenden Geste auf den Kistentisch: "Komm, mein Junge, iss erst mal was."

  Held, befremdet, aber ohne sich etwas anmerken zu lassen, denkt: 'Mein Junge?'

  Artig setzt sich Held an den Tisch. Die übrigen Personen kommen auch heran, um zu essen oder zuzuh?ren.

  Es wird gegessen. Jüngere Frau, neugierig zu Held: "Bist du auch vor diesem Verbrecher Held geflohen?"

  Held, seine pl?tzlich aufschiessende Wut mühsam unterdrückend: "Nein, ich bin vor dem Verbrecher Hart geflohen."

  ?lterer Mann: "Hart? Wer ist denn das?"

  Held, sich mühsam kühl gebend: "Hart ist Held in den Rücken gefallen und hat die Macht über die Natural Guard an sich gerissen."

  Jüngerer Mann, erstaunt: "Aber wie ist das m?glich? Held sass doch fest im Sattel?"

  Held, wie oben: "Hart hat behauptet, Held sei ein Genmonster."

  Ungl?ubige und lachende Gesichter. Jüngere Frau, schadenfroh lachend: "Held ein Genmonster! Das geschieht ihm Recht."

  Held denkt, sich mühsam beherrschend: 'Wie sch?n es w?re, euch zu erschiessen ... Was für eine Genugtuung!'

  Die jüngere Frau mustert Helds Gesicht und fragt befremdet: "Was hast du?"

  Verschlossen-st?rrisch schaut Held vor sich hin und stochert im Essen herum.

  ?lterer Mann, tadelnd: "Nun h?rt schon auf, unseren Gast zu l?chern. Lasst ihn doch erst mal zu Kr?ften kommen."

  Held reisst sich zusammen und sagt, um von sich abzulenken: "Warum seid ihr hier?"

  Jüngerer Mann: "Mein Sohn hat sich in der Schule in einem Aufsatz für die medizinische Gentechnik ausgesprochen ... Kurz darauf wurde er verhaftet und in den S?uregraben geworfen ... Als ich von der Arbeit nach Hause kam, wurde meine Frau von den Natural Horror Guards in Handschellen abgeführt ... Da bin ich geflohen."

  Jüngere Frau: "Wie wir auf dem Stadtbildschirm Meneor gesehen haben, hat mein Freund 'Meneor, Meneor!' gerufen ... Pl?tzlich haben zwei Horror Guards ihn gepackt und weggeschleppt ..."

  Jüngere Frau, weinend: "... Ich bin ihnen heimlich gefolgt und musste mit ansehen, wie sie meinen Freund brutal zusammengeschlagen und dann in den S?uregraben geworfen haben."

  ?lterer Mann: "Unsere Nachbarin hat uns gehasst, weil unser Hund ab und zu in ihrem Garten war ... Eines Tages habe ich geh?rt, wie sie einer Guardstreife erz?hlte, wir seien Anh?nger der Genvilles und h?tten gegen die Natural Guard gel?stert ... Als die Guards bei uns l?uteten, flüchtete ich mit meiner Frau durch den Hinterausgang ..."

  ?lterer Mann, bedrückt: "... Wenn sich dieses Terror-Regime lange genug halten kann, werden sie uns eines Tages aufst?bern und t?ten ... Wir haben keine Zukunft ..."

  ?ltere Frau, tr?stend: "Vielleicht gibt es ja eine Revolution und der Albtraum ist so schnell vorbei, wie er gekommen ist."

  ?ltere Frau, freundlich zu Held: "Was denkst du?"

  Held, düster: "Wer sollte Hans Hart noch bedrohen k?nnen? Er l?sst alles ausrotten, was sich ihm in den Weg stellt."

  ?ltere Frau, betroffen: "Dann ist er genau so schlimm wie Chief Held."

  Held durchbohrt die ?ltere Frau mit einem Blick, sodass diese erschrickt.

  Jüngere Frau, ungeduldig: "Sag uns jetzt, weshalb du in Unterhosen auf der Flucht bist."

  Held, dürr: "Ich lag im Bett, als die Guards unten bei der Haustür klingelten. Ich musste sofort über die Feuerleiter verschwinden und hatte keine Zeit mehr, mich anzuziehen."

  Jüngere Frau, mit forschendem, etwas befremdetem Blick: "Ja, aber der Grund."

  Held, düster vor sich hin starrend: "Ich war so schwer krank, dass sie mich nur noch illegal mit Chromos 1 Genen retten konnten."

  Alle sind baff. Jüngere Frau: "Was, du bist ein Chromos 1?"

  Held nickt düster. Jüngerer Mann, mitfühlend: "Ach du Scheisse."

  Jüngere Frau, wenig begeistert von Held: "Ach, deshalb bist du so merkwürdig."

  Um seine unterdrückte Wut nicht zu verraten, konzentriert Held sich aufs Essen.

  ?lterer Mann, vers?hnlich die Hand auf Helds Schulter legend: "Ich w?re auch lieber ein Chromos 1 statt ein alternder Mann ... Aber letztlich sind wir alle im selben Boot: Wenn sie uns erwischen, sind wir tot."

  Held ist die Berührung unangenehm.

  Jüngere Frau, Held musternd: "Ich finde es seltsam ..."

  Jüngerer Mann: "Was denn?"

  Jüngere Frau, zum jüngeren Mann: "... Wie viele Leute, die sich eine Chromos 1 Therapie leisten k?nnen, kennst du?"

  Jüngerer Mann, der nicht weiss, worauf die Frau hinaus will: "Niemand."

  Jüngere Frau, Held musternd: "Der neue Diktator Hart bezeichnet Chief Held als Genmonster ... und pl?tzlich taucht bei uns ein ?usserst seltenes Chromos 1 Genmonster auf mit den Gesichtszügen eines verjüngten Chief Held ..."

  W?hrend die jüngere Frau Held bohrend fixiert, ist dieser geschockt. Der jüngere Mann ist überrascht. Der ?ltere runzelt, seine Hand wegziehend, die Stirn.

  Der ?ltere Mann, Held musternd, sich überlegend ans Kinn fassend, mit gerunzelter Stirn: "Jetzt, wo du es sagst ..."

  ?lterer Mann, drohend: "... Bist du der Kerl, der unser Leben ruiniert hat? ... Bist du Chief Held?"

  Helds schlanker, muskul?ser K?rper springt auf wie Federstahl.

  Mit vor Wut loderndem Blick schleudert er dem ?lteren Mann die Faust an den Kehlkopf, ...

  ... sodass dieser mit entsetztem Blick nach hinten f?llt.

  W?hrend die jüngere Frau, verwirrt von dem Gewaltausbruch, sitzen bleibt, greift sich der jüngere Mann ein Tafelmesser ...

  ... und springt mit wütender Kampflust hoch, ...

  ... auf den niedrigen Kistentisch, ...

  ... von wo aus er das Messer auf Held herabsausen l?sst.

  Held sieht den Angriff kommen und schl?gt mit dem linken Unterarm den Messerarm des jüngeren Mannes zur Seite, ...

  ... um dann seine geballte Rechte in den Magen seines Gegners zu rammen, ...

  ... der sich, auf der Kiste stehend, zusammenkrümmt.

  Mit einem kr?ftigen Tritt seines rechten Beines in die Kniekehlen des jüngeren Mannes bringt er diesen zum Einknicken und Vorüberfallen.

  Entsetzt sieht er jüngere Mann, wie der Boden n?her kommt und streckt seine Arme aus, um den Sturz abzufangen.

  Noch bevor der jüngere Mann den Boden erreicht, tritt ihm Held mit dem linken Fuss ins Gesicht, ...

  ... sodass sein Kopf nach hinten gedrückt wird und das Genick mit einem h?sslichen 'Kricks' bricht.

  Dumpf schl?gt der leblose K?rper auf dem Boden auf.

  Helds Blick f?llt auf die ?ltere Frau, die, auf dem Boden sitzend, an der Wand lehnt, den Kopf des toten ?lteren Mannes im Schoss und ununterbrochen mit blicklosen, geweiteten Augen stammelt: "Er ist tot ... Er ist tot ... Er ist tot ... Er ist tot ..."

  Mit wenigen, gezielten Schritten ist Held bei der Frau ...

  ... und tritt ihr mit dem rechten Fuss so kr?ftig an den Kopf, dass der Sch?del gegen die Wand knallt und bricht.

  Leblos f?llt der Sch?del zur Seite.

  Pl?tzlich bohrt sich eine Gabel in Helds Rücken, ...

  ... was ihn vor Wut und Schmerz aufschreien l?sst wie ein wildes Tier.

  Wie Held sich umdreht, sieht er die jüngere Frau, die, mit der blutigen Gabel in der Hand, zitternd vor Angst, zurück weicht und mit überschlagender Stimme schreit: "Du bist ja ein Tier!"

  W?hrend die Frau schlotternd mit dem Rücken an der Wand steht, packt der vor Wut rasende Held den Kistentisch, ...

  ... und stürzt mit der hoch gehobenen Kiste auf die entsetzte Frau zu.

  Mit voller Kraft rammt Held die Kiste der Frau ins Gesicht, sodass ihr Sch?del zwischen Kiste und Wand blutig gequetscht wird.

  W?hrend die Kiste zu Boden f?llt, gleitet die Frau leblos der Wand entlang zu Boden.

  Für eine lange Sekunde steht Held reglos da, mit blutendem Rücken und in einer Haltung, als h?tte er sich tats?chlich in ein blutrünstiges Tier verwandelt.

  Szeneanfang:

  Gut gelaunt betreten Wagon und Lara das Versteck der Genvilles.

  Alle schauen erwartungsvoll auf die beiden.

  Hisch, neugierig zu Lara und Wagon: "Und?"

  Lara und Wagon im Chor, strahlend: "Wir hatten viel Sex!"

  Aladan und Estragon im Chor, protestierend: "Und wir hatten kein Sex!"

  Hisch muss unwillkürlich lachen ...

  ... und steckt damit Lara und Wagon an.

  Die drei wiederum stecken Aladan und Estragon an.

  W?hrend die fünf lachen, ist Yon v?llig erschüttert über so viel Unbedarftheit. Er denkt: 'Wie will ein solcher Kindergarten bloss überleben?'

  Beobachtet vom l?chelnden Chromos 5, erhebt sich Yon und will etwas sagen.

  Da ruft Chromos 5: "Vooortraaag!", ...

  ... steht auf ...

  ... und setzt sich vor dem Stirn runzelnden Yon auf den Boden.

  Martin, Aladan, Estragon, Lara, Wagon, Hisch und Antara gesellen sich zu Chromos 5.

  Alle schauen erwartungsvoll auf Yon, der irritiert schweigt.

  Chromos 5, freundlich: "Nun, Yon, trag vor."

  Peinlich berührt von dem pl?tzlichen Aufhebens, das von ihm gemacht wird, stottert Yon: "A... Aber ich will doch gar keinen Vortrag halten."

  Chromos 5, freundlich: "Du hast doch ein Meinung über unser Situation. Trag uns das vor und wir haben unser Vortrag."

  Yon, der sich irgendwie verarscht fühlt, unsicher: "Ist das ein Spiel?"

  Chromos 5, wie oben: "In Genville unterhalten wir uns gegenseitig mit Vortr?gen ... Als Mittel gegen das Langeweile ... Ein Vortrag ist auch ein interessantes gemeinsames Erlebnis ..."

  Antara, l?chelnd: "Lass uns Anteil haben an deinem Geist, Yon ... Gedanken sind für uns spannender als Krieg ..."

  Yon, st?rrisch und misstrauisch: "Ihr wollt mich verarschen!"

  Aladan, l?chelnd: "Und wenn schon ... Was kratzt es ein tapferes Soldat des Natural Guard, wenn es von ein paar nichtswürdigen Genmonstern ausgelacht wird?"

  Yon, wütend und traurig: "Scheiss auf die Natural Guard ..."

  Meer, der etwas abseits sitzt und das Schauspiel amüsiert beobachtet, klatscht Applaus und ruft: "Bravo!"

  Die Genvilles stimmen ein in das Applaudieren und 'Bravo'-Rufen. Yon ist verwirrt, ...

  ... reisst sich aber schliesslich zusammen und sagt mit schwachem L?cheln: "Also gut ... Ihr sollt euren Spass haben."

  Sofort verstummt der Applaus und alle schauen gespannt auf Yon.

  Yon, ernst: "Abgesehen davon, das eure 'Erkundungsausflüge' nichts gebracht haben, sind sie auch v?llig überflüssig ... Solange n?mlich die Natural Guard an der Macht ist, werden Genmonster wie wir in Natural City nirgends sicher sein ..."

  Yon hat sein Publikum schon in Bann geschlagen und f?hrt fort: "... Wie viele Guards wir auch t?ten, das Risiko für uns wird t?glich gr?sser ..."

  Hisch: "Warum? Weniger Guards, weniger Risiko."

  Yon, schon viel selbstbewusster in der Rolle des Vortragenden: "... Es werden mehr Guards rekrutiert, als wir bei diesen kleinen Scharmützeln erledigen k?nnen ... Das heisst, die Guard wird immer st?rker. Gleichzeitig kann die Führung der Guard dazu lernen und immer raffiniertere Pl?ne zu unserer Vernichtung entwickeln ..."

  Estragon, beeindruckt von Yons Vortrag: "Und eines Tages wird eines dieser Pl?ne Erfolg haben und wir sind tot."

  Martin: "Wohin sollen wir dann, Herr Yon?"

  Yon: "Ich habe mal einen Abstecher in die Wüste gemacht. Zwar ist es dort auch lebensgef?hrlich ... Aber es fehlt die organisierte Macht, die uns vernichten will ... Wir sollten in die Wüste fliehen."

  Das Publikum h?lt den Atem an.

  Lara, entrückt: "In das Wüste ..."

  Aladan, mit gerunzelter Stirn vor sich hin schauend: "Dieses Vortrag hat es in sich."

  Yon denkt erstaunt: 'Die nehmen mich ernst!'

  Chromos 5: "Yon hat Recht. Mir ist es lieber, in dem Wüste zu sterben, als hier langsam und systematisch von den Guards eingekesselt zu werden."

  Antara, entrückt: "Und bevor wir in dem Wüste sterben, k?nnen wir wieder das Himmel sehen und die Sterne."

  Aladan, sp?ttisch: "Was das Sterben ungemein erleichtert."

  Gekicher.

  Wagon, unsicher: "Aber Yon, ... du sagst 'wir' ... Und vor kurzem hast du uns noch gehasst, weil wir das Tribüne gesprengt haben sollen ..."

  Innerlich zerrissen h?rt Yon die Worte.

  Yon, von Zweifeln geplagt: "Ich m?chte gern glauben, dass ihr es nicht gewesen seid ... Aber es war Meneor, der behauptet, die Guards beim Anlegen der Sprengladungen beobachtet zu haben ..."

  Yon, wie oben: "... Woher wisst ihr, dass er euch nicht belügt? ... Vielleicht hat er es getan ... Er ist Krieger und gew?hnt zu t?ten ... K?nnt ihr ihm vertrauen?"

  Die Genvilles schauen Yon betroffen an.

  Antara, abgekl?rt: "Ist es nicht so, dass wir alle hier drin jedes Atemzug, das wir noch tun, Meneor zu verdanken haben? Ist es nicht so, dass, wenn Meneor uns in das Tod führt, es uns nichts nimmt, was es uns nicht vorher gegeben h?tte? ... Ich jedenfalls lege mein Leben in sein Hand."

  Alle sind beeindruckt und Yon ist noch mehr verunsichert.

  Chromos 5: "Ich glaube, Yon geht es um etwas anderes, Antara ... Auch wenn wir Meneor vertrauen k?nnen, ... Yon m?chte nichts zu tun haben mit einem Monster, das 500'000 Leute in ein S?uregraben stürzen l?sst."

  überrascht, dass Chromos 5 ihn so gut versteht, schaut Yon Chromos 5 an.

  Yon f?llt die leise Melancholie auf Chromos 5s Gesicht auf ...

  ... und pl?tzlich sieht Yon, zu seinem Erschrecken, wie sch?n Chromos 5 ist.

  Stimme aus dem Off: "Piri ist ohnm?chtig!"

  Die K?pfe zucken herum.

  Da steht Meneor bei der Eingangstüre mit Piri auf den Armen.

  Die h?heren Chromos-Genvilles rennen so schnell weg, als würde ein riesiger Staubsauger sie verschlucken. Martin und Yon starren verblüfft und verwirrt auf die Pl?tze, wo die Genvilles eben noch gesessen haben.

  W?hrend Aladan und Lara Piri vorsichtig auf den Boden legen, faucht Hisch Meneor an: "Was hast du wieder angestellt, du Holzapfel?!"

  Meneor, überrascht von Hischs Ausbruch: "?h ...

  Hisch faucht: "Du hast es in ein überflüssiges Schl?gerei verwickelt, stimmt's?!"

  Meneor, wie oben: "?h ..."

  Aladan, der dabei ist, Piris Halsverband abzunehmen: "Nun sag schon, Meneor. Wenn wir wissen, was war, k?nnen wir ihm besser helfen."

  Wie der Verband weg ist, ruft Lara, auf die Wunde zeigend: "Es hat ein Einstichwunde am Hals!"

  Wagon, sich besorgt vorbeugend: "Doch nicht etwa das Halsschlagader?"

  Meneor, der sich selber Sorgen macht: "Es hat zwei Liter Blut verloren."

  Wagon, befremdet: "Woher weisst du, dass es zwei Liter waren?"

  Meneor: "Wir haben es gemessen."

  Hisch, Meneor wütend an den Schultern rüttelnd: "Was?! ... Du hast gemessen, wie viel Blut es verliert, statt ihm zu helfen ... Bist du wahnsinnig?!"

  Durch das Geschüttel bewegt sich Meneors Jacke so, dass seine Wunde für Hisch sichtbar wird. Durch den Anblick der Wunde kühlt sich Hischs Zorn sofort ab und sie sagt erschrocken-mitfühlend: "Du bist ja auch verletzt."

  Meneor, ruhig: "Ja, ich musste auch ein halbes Liter geben."

  Aladan, geduldig: "Meneor, wir wissen ja, dass du ein einfaches Gemüt hast ... Aber k?nntest du uns trotzdem in zusammenh?ngenden S?tzen erkl?ren, was passiert ist."

  Meneor, ruhig und selbstverst?ndlich: "Ich habe Piri das Messer in das Hals gestossen und zwei Liter Blut rausgelassen. Dann ist mir das Messer reingefallen in das Beh?lter. Das Mutter hat Piri verbunden. Und ich musste ein halbes Liter dazugeben."

  Die Genvilles sind sprachlos und entsetzt.

  Hisch, Stirn runzelnd, Meneor musternd: "Geht es dir gut? ... H?rst du vielleicht Stimmen?"

  Meneor, wie selbstverst?ndlich: "Ja, ich h?re Stimmen."

  Grosse Besorgnis um Meneors Gesundheit auf den Gesichtern. Wagon, vorsichtig: "Meneor, ... hast du das Tribüne gesprengt?"

  Meneor, ruhig: "Nein, das waren Natural Guards."

  Antara, besorgt: "Was sagen dir die Stimmen, die du h?rst? ... Fordern sie dich auf, Piri das Messer in das Hals zu stecken?"

  Meneor, der nicht versteht, was das soll: "Ja, es war Piris Stimme, das mich aufgefordert hat, ihm das Messer in das Hals zu stecken."

  Antara, erstaunt: "Du h?rst Piris Stimme in deinem Kopf?"

  Meneor, verwirrt: "Ja ... und deine ... und Wagons ..."

  Estragon, der pl?tzlich begreift: "Meneor meint unsere Stimmen, ... unsere Stimmen, die durch das Geh?r in sein Kopf gelangen ... Es ist nicht schizophren."

  Aladan: "Aber sein Erz?hlung klingt oberschizo."

  Estragon: "Nein, wir sind einfach zu bl?d ... Wir haben uns von Yon verunsichern lassen und jetzt haben wir Wahnvorstellungen."

  Aladan: "Und wie erkl?rst du dir sein Geschw?tz, Oberklugi?"

  Estragon, zu Meneor: "Wofür habt ihr die zwei Liter Blut gebraucht?"

  Meneor: "Ich habe es zwanzig krebskranken Kindern zu trinken gegeben. Damit sie gesund werden."

  Chromos 5: "Ja, die Enzyme in unserem Blut k?nnen Krebs bei Natürlichen heilen, ohne dass ihre Gene ver?ndert werden ... Piri ist schlau."

  Hisch, aufgebracht: "Nein, Piri ist ein Schwachkopf, wenn es sein Halsschlagader aufstechen l?sst ..."

  ... und zu Meneor: "... Und du bist ein Idiot, weil du es getan hast!"

  Meneor, Hisch gross anschauend: "Piri versteht doch mehr vom menschlichen K?rper als all die Millionen Leute von Natural City ..."

  Hisch weiss nicht, worauf Meneor hinaus will.

  Meneor, wie oben: "... Weshalb sollte es dann nicht wissen, ob es ein Blutverlust von zwei Litern überleben kann?"

  Hisch ist verblüfft von der schlüssigen Argumentation.

  Aladan: "Peng! Und wir stehen da als die Dummen."

  Estragon, gespielt selbstgef?llig den Zeigefinger hebend: "Ausser dem Oberklugi. Das hat's gemerkt."

  Aladan, Estragon auf die Schulter klopfend: "Jaja."

  Die andern kichern.

  Wagon: "Wenn es wirklich nicht mehr als zwei Liter verloren hat, dann k?nnen wir ruhig warten, bis es aufwacht, ..."

  Lara: "... um es dann mit Wasser und Algenbrei aufzup?ppeln."

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  Martin ist inzwischen aufgestanden und steht neben Yon. Gemeinsam beobachten sie die Szene um Piri. Meer tritt hinzu ...

  ... und sagt zu Yon: "Warum glauben Sie, dass Meneor die Tribüne gesprengt hat, wenn er sich für ein paar krebskranke Kinder ein Messer in den Leib rammt?"

  Yon, von Zweifeln geplagt, antwortet schnell und aggressiv: "Und wenn er solche Rührseligkeiten veranstaltet, um von seinen wahren Absichten abzulenken? Vielleicht ist er der Abgesandte einer feindlichen Macht, die Natural City so weit schw?chen will, dass ein überfall Erfolg hat und sie sich unserer Ressourcen bem?chtigen kann."

  Meer und Martin schauen Yon verunsichert an.

  Szeneanfang:

  Held steht in Uniform und mit umgeh?ngten Gewehren in einem Waschraum und betrachtet sein Gesicht im Spiegel. Held denkt: ' 'Mein Junge' hat der Alte zu mir gesagt. ' Mein Junge'! ... Ich sehe wirklich aus wie fünfundzwanzig ...'

  Held denkt, leicht zitternd: '... Ich bin definitiv ein Genmonster ... Mein K?rper ist etwas Fremdartiges ... Er geh?rt mir nicht mehr ...'

  Held denkt, mit einer Mischung aus Wut und Angst: '... Ich hasse meinen K?rper ...'

  Held denkt, mit entschlossenem Gesicht: '... Yon, ich werde uns von diesen K?rpern befreien.'

  Held wendet sich vom Spiegel ab und verl?sst den Waschraum.

  Szeneanfang:

  Lara sitzt da mit angezogenen Unterschenkeln, sodass Piri sich mit dem Rücken an die Unterschenkel lehnen kann. Hisch fl?sst Piri Algenpampe ein. Hisch, mit b?sem Blick auf Aladan und Estragon, die wieder einmal durch v?lliges Nichtstun gl?nzen: "K?nnten diese faulen S?cke nicht auch mal was tun?"

  Piri und Lara kichern.

  Pl?tzlich steht Tanja neben Piri und fragt mit undurchdringlicher Miene: "Wo ist Leia?"

  Piri muss sich zuerst erinnern, ...

  ... dann kommt es ihr in den Sinn und sie sagt mit vollem Mund: "Eia wote eiem Ut um amm abf Klack mit eiem Mamm um ..."

  Tanja, angewidert: "Wie bitte?"

  Lara und Hisch kichern.

  Meneor taucht so dicht hinter Tanja auf, dass sie erschrickt, wie Meneor sagt: "Leia hat vor allen Leuten gesagt, ..."

  Rasch dreht sich Tanja um zu Meneor und erschrickt nun über seine Worte. Meneor: "... Piri und ich h?tten seine Eltern get?tet ... Wir mussten sofort fliehen."

  Tanja, entsetzt: "Ihr habt Leia einfach so im Stich gelassen?"

  Piri, die nun geschluckt hat: "Seine Augen haben geleuchtet. Es ist glücklich in dem Stadt mit all den Sachen. Leia wollte nicht mehr zurück zu uns. Wir k?nnen ihm zu wenig bieten ... Leia hat sich entschieden."

  Piris Worte bringen Tanja in Rage: "Und mich fragt niemand?!"

  Pl?tzlich hat Tanja Tr?nen in den Augen und sie wendet sich ab.

  Martin eilt herbei und sagt tr?stend: "Was ist denn, meine Liebe?"

  Tanja, verzweifelt, unter Tr?nen: "Sie haben mir meine Tochter weggenommen ... Diese Monster haben Leia bei den Guards gelassen. Was geschieht mit ihr, wenn sie herausfinden, dass Leia eine Chromos 1 ist? ..."

  Piri, betroffen von Tanjas Elend: "Machen Sie sich keine Sorgen, Frau Stadtpr?sidentin. Da Leia nie krank wird, gibt es kein Grund, es zu untersuchen ... Niemand wird es herausfinden."

  Tanja, an Martins Schulter schluchzend: "Martin, sie haben mir meine Tochter genommen ... Sie haben mir meine Tochter genommen ..."

  Meneor, erstaunt und feinfühlig wie ein Bagger, zu Lara, Hisch und Piri: "Aber Leia war doch gar nicht sein Tochter."

  Piri, Lara und Hisch legen den Finger auf den Mund und machen 'Pssst'.

  Szeneanfang:

  Held, gestresst durch einen schwach beleuchteten Wartungstunnel hetzend, denkt: 'Die Hunde jagen mich, bis sie mich haben ...'

  Held bleibt stehen und denkt entschlossen: '... Aber diesen Triumph werde ich ihnen nicht g?nnen!'

  Held, in seinen Kommunikator: "Yon, h?rst du mich, Yon?"

  Die Genvilles mit Meer und Yon sind unterwegs in einem unterirdischen Gang. Yon, ganz erstaunt und erfreut in den Kommunikator: "Chief, wo bist du? Ich wollte dich eben anrufen. Was für ein Zufall!"

  Held, finster in den Kommunikator: "Ich bin in einem verdammten Wartungstunnel. Hier ist es dunkel und stinkt, verdammt noch Mal! ... Yon, wir haben verloren ... Harts Leute haben so einen neuartigen Strampelanzug, der sie unempfindlich gegen Kugeln macht ... Alle Guards, die mich unterstützt haben, sind tot."

  Yon, der nichts anderes erwartet hat, bes?nftigend: "Das macht doch nichts, Chief. Komm mit, wir gehen in die Wüste und lassen den ganzen Schlamassel hier zurück."

  Held, schockiert und ver?rgert: "In die Wüste? Bist du verrückt? Dort wimmelt es doch von Genmonstern!"

  Yon, bes?nftigend: "Und hier wimmelt es von natürlichen Monstern ... Wir gehen mit den Genvilles. Das steigert die überlebenschancen erheblich."

  Held, ver?rgert: "Du weisst genau, dass ich es in der N?he dieser Monster nicht aushalte."

  Yon, energisch: "H?r zu, Chief, ich will ein neues Leben anfangen ..."

  Held denkt: '... und ich will ein altes beenden ...'

  Yon, wie oben: "... Wir brauchen ja nicht so nahe bei den Genvilles zu sein ... Ich werde dir helfen ... Wir schaffen das!"

  Held, zynisch, mit unterdrückter Verzweiflung: "Dann sind wir Monster unter Monstern ... Und das nennst du ein neues Leben."

  Yon, der kein gutes Gefühl hat dabei: "Chief, lass es uns versuchen ... Bis jetzt haben wir uns immer versteckt vor der Wüste ... Jetzt erobern wir sie."

  Held, unfroh lachend: "Haha, ein guter Witz!"

  Yon, ernst: "Ich sag dir jetzt, wie du uns findest ..."

  Szeneanfang:

  Die Genvilles stehen auf dem Dach eines Hochhauses und schauen auf das zerst?rte Genville. Yon und Held stehen etwas abseits, aber in H?rweite.

  Piri, traurig: "Wir haben Genville verloren."

  Chromos 5, gegen das Gefühl des Verlustes ank?mpfend: "Du t?uschst dich ... Genville ist in unseren K?pfen."

  Meneor, breit grinsend: "Also passt auf eure K?pfe auf!"

  Niemand lacht.

  Meneor, befremdet zu Antara: "Warum lacht niemand über mein Scherz?"

  Antara, melancholisch: "Wir haben unser Zuhause verloren ... Da ist uns nicht nach Lachen zumute."

  Meneor, ernst: "Das Zuhause der Intelligenten ist das Universum und nicht ein kleines Gef?ngnisinsel."

  Alle schauen Meneor erstaunt an.

  Aladan, tapfer gegen seine Trauer k?mpfend:

  "Ist sein Geist auch schwach bemannt,

  so hat es doch ganz klar erkannt, ..."

  Estragon, wie Aladan:

  "... dass wir geborgen sind im andern,

  um furchtlos nun uns zu erwandern ..."

  Antara, mit leuchtenden Augen, aus denen eine Tr?ne fliesst:

  "... das dunkle All, das uns umgibt,

  mit seinen R?tseln uns umschmiegt."

  Aladan, Stirn runzelnd zu Estragon und Antara: "Seid ihr sicher, dass es das hat sagen wollen?"

  Lara, sich mit dunklem Blick verführerisch an Aladan schmiegend: "Sei nicht so streng, Aladan ...

  Bei so 'nem Gedicht,

  da pingle nicht!"

  Die Genvilles ringen sich tapfer ein L?cheln ab.

  Held, voller Hohn zu Yon: "Solches Gesülze geh?rt wohl nun zu unserem t?glichen Brot."

  Yon, der von dem 'Gesülze' eher beeindruckt ist, ein bisschen traurig: "Wir haben auch unser Zuhause verloren."

  Held, düster: "Wir haben unser Leben verloren ... Es ist nur noch nicht vollbracht."

  Yon runzelt bei diesen seltsamen Worten befremdet die Stirn.

  Held greift an seine Pistole und denkt: 'Jetzt oder nie!'

  Wie Held die Waffe halb aus dem Halfter gezogen hat, fallen ihm die hellwachen Augen Meneors auf, die ihn ruhig und interessiert beobachten.

  Held erstarrt und denkt: 'Diese Killerbestie hat mich gevierteilt, bevor ich Yon erschiessen kann ...'

  Held steckt die Pistole zurück und denkt mit einem fürsorglichen Blick auf Yon: '... Keine Angst, mein Junge, ich bin nicht so feige und lasse dich allein zurück ...'

  Szeneanfang:

  Das verlassene Industriequartier, wo Meneor Natural City das erste Mal betreten hat.

  Meneor sp?ht vorsichtig aus einem nur leicht ge?ffneten Hallentor.

  Auf der grossen, unbebauten Fl?che vor dem Tor ist niemand zu sehen.

  Meneor st?sst das Tor auf.

  Yon f?hrt mit einem grossen Lastwagen heran, hinter dessen Fahrkabine ein wuchtiger hydraulischer Kran angebracht ist.

  W?hrend der Fahrt springt Meneor auf das Trittbrett des Beifahrsitzes und h?lt sich am ge?ffneten Wagenfenster fest.

  Wie der Lastwagen in Richtung S?uregraben f?hrt, sind die vier Schwestern zu sehen, welche sich auf der ungedeckten Ladefl?che versteckt halten.

  Jetzt rennen Aladan und Chromos 5 aus dem Tor, ...

  ... überqueren den Platz, ...

  ... erklimmen die Fassade eines Industriegeb?udes ...

  ... und suchen sich hinter Dachaufbauten einen geschützten Beobachtungsposten. Ihr Standort ist so gew?hlt, dass der grosse, freie Platz zwischen ihnen und dem Lastwagen liegt.

  Der Lastwagen h?lt etwa zwanzig Meter vor dem S?uregraben, neben den Einzelteilen eines Baukrans.

  Die vier Schwestern springen von der Ladefl?che.

  Meneor springt vom Trittbrett und bedeutet Yon, weiter zum Grabenrand zu fahren.

  Yon z?gert und sagt: "Aber ich muss doch zuerst den Kranteil aufladen."

  Meneor, l?chelnd: "Wir versuchen's von Hand. Dann gewinnen wir Zeit."

  Yon ist verblüfft ...

  ... und f?hrt kopfschüttelnd weiter.

  Yon steht neben dem Lastwagen und steuert voller Konzentration mit Hebeln das Absenken der bereits seitlich ausgefahrenen Stützfüsse.

  Yon schaut nach oben und l?sst mit der Hebelsteuerung den Kran sich ausfalten.

  Yon denkt, mit Blick auf den immer h?her wachsenden Kran: 'Vielleicht ist der Arm lang genug, sodass ich den Baukran heranziehen kann ...'

  Yon sieht aus dem Augenwinkel eine Bewegung und sein Kopf zuckt herum.

  Perplex schaut Yon auf das Ende des Baukranauslegers, welches neben ihm am Boden liegt, ...

  ... um dann aufzuschauen in die fünf erwartungsvoll l?chelnden Gesichter von Meneor und den vier Schwestern.

  W?hrend er den Kranhaken zum Baukranausleger lotst, denkt Yon erschüttert: 'Warum haben wir diese Leute immer bek?mpft? ...'

  Yon muss pl?tzlich l?cheln, wie er weiter denkt: '... Es ist doch viel einfacher, mit ihnen zusammenzuarbeiten.'

  Das Ende des Baukranauslegers h?ngt an Gurten am Haken des Lastwagenkrans und wird langsam über den S?uregraben hinausgezogen. Meneor steht am Rand des S?uregrabens und betrachtet den mehrere Meter tiefer liegenden S?urespiegel.

  Meneor, auf den S?urespiegel zeigend: "Als ich hier ankam, war das S?ure etwas h?her."

  Yon, sich aufs Kranen konzentrierend, best?tigend: "Ja, das Zeug verdunstet. Wir müssen es immer wieder nachfüllen."

  Wagon, lachend: "Na, ich denke, von solchen Aufgaben bist du im Zukunft befreit."

  Yon, melancholisch l?chelnd: "Es ist nicht so einfach, sein altes Leben zurückzulassen."

  Lara, mit fühlend: "Lass uns versuchen, das Beste daraus zu machen."

  Yon denkt mit gerunzelter Stirn: 'Sie sagt 'uns', als geh?re ich, der ich ihr schlimmster Feind war, zu ihnen ... Warum akzeptieren sie mich, einen l?cherlichen Chromos 1? ... Vielleicht weil ich einen Kran bedienen kann? ... Vielleicht brauchen sie mich dann nicht mehr und werfen mich einem Kampfpilz zum Frass vor ...'

  Die Spitze des Baukranauslegers liegt jetzt auf dem anderen Ufer, sodass der Ausleger nun eine waghalsige Brücke bildet.

  Meneor springt auf die Brücke ...

  ... und rennt so mühelos von Eisenstrebe zu Eisenstrebe, als befinde er sich auf flachem Boden.

  Am anderen Ende der Brücke, wo die Krangurten den übertritt in die Wüste behindern, l?st Meneor die Gurte vom Kranhaken ...

  ... und l?sst sie unter der Brücke herabh?ngen, w?hrend Yon den Kranarm einholt.

  Meneor ist zurück und springt neben den Schwestern auf den Boden. Yon wendet sich vom Lastwagen ab, den Schwestern zu.

  Da l?sst ein 'Flapflapflap' ihre K?pfe herumzucken.

  Chromos 5 und Aladan zucken ebenfalls herum.

  Chief Held (ohne Gewehre), Meer und Martin schauen alarmiert hinter den dicken Stahltr?gern hervor, welche das Dach jener Halle stützen, aus welcher der Kranlastwagen gekommen ist.

  Der ungepanzerte NG-Hubschrauber fliegt niedrig auf das verlassene Industriegel?nde zu.

  Chromos 5 zieht ein Messer, ...

  ... führt seinen Griff an den Mund, als wolle er es küssen, ...

  ... und sagt leise: "Zisch ... Bumm."

  Chromos 5 schleudert das Messer auf den Heli zu.

  Das Messer klappt seine Flügel aus und st?sst glühende Gase aus seinem Griff.

  Zischend rast es auf den Heli zu, ...

  ... wo es sich unterhalb der Rotorbl?tter in den Motor bohrt ...

  ... und mit einem 'Bumm' explodiert.

  Held, Meer und Martin schauen verblüfft zu, wie der Heli mit zerfetzten Rotorbl?ttern schr?g nach unten f?llt ...

  ... und am Boden zuerst gestaucht ...

  ... und dann von einer Explosion zerfetzt wird.

  Held denkt, schwitzend vor Angst: 'Wie haben die verdammten Genmonster das geschafft?'

  Yon, Meneor und die vier Schwestern haben sich hinter dem Kranlastwagen versteckt und warten gespannt, was jetzt kommt.

  Jetzt ert?nen Polizeisirenen ...

  ... und mehrere Polizeiwagen rasen auf den grossen Platz.

  Aus den Wagen springen je vier Guards in Schutzanzügen.

  Held denkt, schwitzend vor Angst: 'Verdammt! Jetzt sind wir dran!'

  Die Guards eilen geduckt, die Gewehre im Anschlag auf die Brücke zu.

  Chromos 5 zu Aladan: "Das sind die Schutzanzüge, von denen Held erz?hlt hat."

  Aladan wirft ein Messer auf einen Guard.

  Das Messer prallt am Rücken des Guards ab.

  Der getroffene Guard dreht sich um, ...

  ... sieht Aladan auf dem Dach und ruft, mit dem ausgestreckten Arm zeigend: "Da sind sie!"

  Sofort drehen sich seine Kameraden auch um, ...

  ... und alle feuern wild auf die Stelle, wo Aladan inzwischen verschwunden ist.

  Aladan, mit Chromos 5 geduckt in eine neue Deckung huschend: "Ich habe gedacht, das Aufprallenergie des Messers sei klein genug, um kein chemisches Reaktion im Gewebe auszul?sen."

  In der neuen Deckung, Chromos 5: "Das Gewebe stammt bestimmt von Caesar, und das ist kein Dummkopf. Das hat auch an die Messer gedacht."

  Aladan, l?chelnd: "Ja, aber auch Caesar kann nicht an das denken, was es nicht weiss."

  Da die Guards ihnen alle den Rücken zuwenden, um weiterhin auf Chromos 5 und Aladan zu ballern, wagen sich die Schwestern und Meneor aus der Deckung des Lastwagens.

  Alle fünf stehen neben einander und greifen synchron zu einem Messer, ...

  ... welches sie, wie zum Kuss, an die Lippen führen, ...

  ... um gleichzeitig zu den Messern zu sagen: "Sirrr."

  Gleichzeitig und mit der Eleganz eines Balletts werfen sie die Messer in Richtung der Guards.

  Noch Mal 'Sirrr' ...

  ... und Wurf.

  So fliegen bereits zehn Messer auf die Guards zu ...

  ... und bohren sich mühelos durch die Schutzanzüge.

  S?mtliche Guards sterben im Messerhagel.

  W?hrend die Schwestern und Meneor ihre Messer zurückpfeifen, entf?hrt es dem v?llig verblüfften Held: "Wie haben die das gemacht?!"

  Tanja, Antara, Flu und Estragon stehen etwas weiter zurück, hinter einem Fahrzeug in Deckung. Estragon tritt aus der Deckung hervor.

  Bei den drei M?nnern angelangt, zieht er ein Messer und erkl?rt: "Die Moleküle des Messerschneide lassen sich so in Bewegung versetzen, dass das Messer sich in ein Art Kettens?ge verwandelt ..."

  Estragon sagt 'Sirrr' zu dem Messer ...

  ... und führt einen Streich gegen den Stahltr?ger neben Held.

  Die Klinge ist etwa halb so lang wie der Durchmesser des wuchtigen Stahltr?gers. Ein paar glühende Eisentropfen spritzen weg, w?hrend vor den fassungslosen Augen von Meer, Martin und Held das Messer durch den Stahltr?ger geht wie durch warme Butter.

  Auch Estragon ist von dem Effekt verblüfft, wie er, mit Blick auf das Messer sagt: "Woa! Dagegen ist ein Kettens?ge ein rostiges Rüstmesser!"

  Estragon sagt wieder 'Sirrr' zu dem Messer ...

  ... und l?sst es im Gürtel verschwinden.

  Held reisst sich zusammen ...

  ... und sagt im Befehlston: "Nutzen wir die Gefechtspause! Los zur Brücke!"

  Geführt von Held, bewegt sich das Trüpplein (Meer, Martin, Estragon, Tanja, Flu und Antara) aus dem Hallentor in Richtung Brücke.

  Sechs ungepanzerte Helikopter n?hern sich in einer Reihe dem Kampfplatz.

  Ein Heli schiesst eine Luft-Boden-Rakete auf das Held-Trüppchen.

  Die Rakete ist zu hoch gezielt und sprengt hinter dem Trüppchen irgendwelches Industriezeugs in die Luft.

  Von weitem ist zu sehen, wie Aladan und Chromos 5 blitzschnell je drei Messer auf die Helis werfen.

  Weitere Luft-Boden-Raketen sausen auf die Fliehenden zu ...

  ... und lassen Industrieanlagen explodieren.

  Dann treffen die Messer ihre Ziele und die sechs Helis stürzen mit zerfetzten Rotoren ab.

  Aladan, Chromos 5 anstossend: "Lass uns verschwinden! Wir haben unser Job getan."

  Beh?nde hangeln sich die beiden die Fassade hinab, ...

  ... um dann quer über den Platz zur Brücke zu rasen.

  Als kampferprobter Soldat geht Held, sicher und schnell, zuerst über die Brücke, ...

  ... gefolgt von Chromos 5 und Antara, die Flu unter dem Arm tr?gt.

  Es gehen Meer, Yon, Aladan, Lara, Wagon, Hisch und Meneor.

  Wie Tanjas Blick in den S?uregraben f?llt, z?gert sie und sagt: "Ich kann das nicht."

  Sofort bietet ihr Estragon seinen Rücken mit den Worten: "Bitte, Frau Stadtpr?sidentin, besteigen Sie mein Rücken und schliessen Sie die Augen. Ich werde Sie sicher geleiten."

  Mit seltsam abwesendem Blick steigt Tanja tats?chlich auf Estragons Rücken ...

  ... und sicheren Schritts tr?gt Estragon sie hinüber.

  Piri steht schon auf der Brücke, zu Martin zurückblickend, der mit gequ?lter Miene sagt: "Ich bin nicht schwindelfrei."

  Piri reicht Martin die Hand und sagt l?chelnd: "Komm, Martin, ich werde dich nicht fallenlassen ... Ich bin dein Fels."

  Tapfer l?chelnd ergreift Martin Piris Hand und besteigt die Brücke.

  Vor Angst schlotternd, bewegt sich Martin an Piris Hand langsam über die Brücke.

  Wie sie im letzten Drittel sind, ert?nt wieder dieses ekelhafte 'Flapflapflap' eines Helis ...

  ... und w?hrend alle erschrocken herumfahren, rast eine Rakete auf jene Stelle zu, wo die Brücke in Natural City aufliegt.

  Piri sieht das Unglück kommen ...

  ... und packt mit einem Arm Martin um die Taille.

  Mit dem v?llig geschockten Martin im Arm st?sst sich Piri von der Brücke ab und hechtet auf den wüstenseitigen Rand des S?uregrabens zu.

  W?hrend die explodierende Rakete die Brücke vom Natural City Ufer wegschiebt, sodass sie in den Graben zu stürzen beginnt, ...

  ... h?ngt Piri mit Martin bereits in der Luft, wachsam verfolgt von Meneor.

  Chromos 5, Aladan, Lara, Wagon und Hisch werfen gleichzeitig ein Messer auf den Heli.

  Piri springt zu kurz und verschwindet zum Entsetzen Meneors unter dem Grabenrand.

  Die fünf gleichzeitig detonierenden Messer reissen den Heli in Stücke.

  Schnell wie ein Schatten bewegt sich Meneor zum Grabenrand ...

  ... und sieht, wie die verzweifelte Piri und der zu Tode geschockte Martin an einer Hand Piris h?ngen, die sich um ein vorstehendes Stückchen Fels klammert.

  Meneor dreht sich um 180 Grad, gleichzeitig zwei Messer ziehend.

  Mit Wucht wirft er die Messer etwa einen halben Meter vom Grabenrand in die Erde, ...

  ... l?sst sich mit dem Rücken voran über den Grabenrand fallen, ...

  ... um seine Füsse rechtzeitig an den Messergriffen einzuhaken.

  Mit angewinkelten Knien h?ngt Meneor nun rücklings an der Felswand, w?hrend Piris Halt abbricht.

  Meneor hat seinen Hals grotesk verbogen, sodass er das Desaster sehen kann. Ein unendlich kurzer Augenblick des Erschreckens, ...

  ... dann zucken seine Arme herab wie abgeschossene Pfeile ...

  ... und seine H?nde legen sich um Piris Handgelenk wie die Backen eines Schraubstocks.

  Piri schreit: "Auaaa!"

  Durch den Ruck des Auffangens und das zus?tzliche Gewicht lockern sich die Messer, die Meneors Füssen Halt geben.

  Lara schreit entsetzt: "Die Messer halten nicht!"

  Reaktionsschnell hechten sie und Aladan auf je ein Schienbein Meneors, ...

  ... um es zu umklammern und an ihre Brust zu drücken.

  Aladan, das Gesicht nahe Meneors Fuss, mit angewidertem Gesicht: "Ich h?tte nie gedacht, dass ich diesem Genwitz mal zu Füssen liege."

  Lara lacht ...

  ... und küsst Aladan sinnlich auf die Lippen.

  Meneor zieht mit seinem Schraubstockgriff die vor Aufregung schlotternde Piri und den vor Entsetzen gel?hmten Martin hoch.

  Martin hat pl?tzlich eine Hand vor dem Gesicht und eine Stimme sagt aus dem Off: "Gib mir dein Hand, Martin."

  Martin schaut nach oben und sieht das freundlich l?chelnde Gesicht von Chromos 5.

  Mit beiden H?nden packt Martin Chromos 5s Hand, ...

  ... der ihn ohne sichtliche Anstrengung in einer fliessenden Bewegung aus dem Graben zieht ...

  ... und am Grabenrand absetzt.

  Sobald Piri Martin nicht mehr halten muss, greift sie hastig mit der frei gewordenen Hand Meneor zwischen die Beine, um sich an seinem Schritt hoch zu ziehen, ...

  ... steht dann mit einem Fuss auf Meneors Kinn, der ob des unsanften Gebrauchs seines Kinns als Treppenstufe überrascht dreinschaut.

  Meneor l?sst Piris Handgelenk los, welches blau ist von seinem enormen Druck.

  Piri will sich hektisch trotz des verletzten Handgelenks am Grabenrand hochziehen, ...

  ... schreit aber 'Aua!' und l?sst gleich wieder los, ...

  ... wobei sie, mit einem Fuss auf Meneors Kinn und beiden H?nden ohne Halt, das Gleichgewicht verliert und nach hinten zu fallen beginnt. Piri: "Ahhh!"

  Weil er Piris Fuss mit dem Kinn abstützen muss, kann Meneor nicht sehen, was geschieht, ist aber durch Piris Schrei alarmiert.

  Erst wie Piri hintenüber in den Graben stürzt, weiss er, was los ist ...

  ... und wieder zucken seine Arme und seine H?nde legen sich um je ein Fussgelenk von Piri.

  Nun h?ngt Piri in einer ?hnlichen Stellung vor der Felswand wie Meneor, bloss dass ihre Füsse auf Kopfh?he von Meneor sind.

  Meneor stemmt seine Arme nach oben ...

  ... und richtet Piris Schienbeine auf, sodass sie nun parallel zur Felswand stehen.

  Schwungvoll richtet Piri sich selber auf.

  Ihr vor Aufregung gezeichnetes Gesicht erscheint über dem Grabenrand.

  Chromos 5 packt sie unter den Schultern ...

  ... und zieht sie mit einer fliessenden Bewegung aus dem Graben.

  Schlotternd steht Piri neben Chromos 5, der tr?stend den Arm um sie legt, w?hrend Meneor sich mit einem Schwung aus dem Graben holt.

  Meneor tritt zu Piri und Chromos 5.

  Piri legt einen Arm um Meneor und einen um Chromos 5 und l?sst ihre Anspannung in ein hemmungsloses Schluchzen münden.

  Die ernsten Blicke der beiden M?nner treffen sich.

  Da zeigt Meneor pl?tzlich sein breites Grinsen, sodass Chromos 5 leicht überrascht ist.

  Doch dann stiehlt sich auch ein melancholisches L?cheln auf Chromos 5s Gesicht ...

  ... und er hebt seine freie Handfl?che gegen Meneor.

  Meneor legt seine Handfl?che auf Chromos 5s Handfl?che ...

  ... und ihre Finger verschr?nken sich.

  Piris tr?nenumflorter Blick f?llt auf die verschr?nkten H?nde ...

  ... und auf die Gesichter der beiden M?nner.

  Piri schliesst die Augen und denkt mit feinem L?cheln und tr?nennassem Gesicht: 'Ich bin ja so froh, dass es euch gibt!'

  Martin geht zu den dreien und sagt zu Meneor: "Ich danke dir, Meneor, für die Rettung meines Lebens."

  Held, ver?chtlich: "Arschkriechender Politiker."

  Martin, mit b?sem Blick zu Held: "Sie Arschloch, Sie!"

  Held ist zuerst überrascht, ...

  ... dann rot vor Wut und will seine Pistole ziehen.

  Irritiert stellt Held fest, dass die Pistole fehlt.

  Rasch dreht er sich um und sieht Yon, der ihm die Waffe weggenommen hat.

  Held zu Yon, voll kalter Wut, fordernd die Hand ausstreckend: "Gib mir die Pistole! Ich will diesen Kerl erschiessen!"

  Yon, ernst: "Ja, genau deshalb gebe ich sie dir nicht. Du kannst doch nicht bei jedem Wutanfall jemanden erschiessen."

  Held, drohend auf Yon zugehend: "Gib mir sofort die Waffe!"

  Yon wirft Helds und seine Pistole Wagon zu und sagt leicht ver?rgert: "Mir ist es ernst."

  Held, sich vor Wut mit erhobener Faust auf Yon stürzend: "Du ...!"

  Yon packt Held auf Brusth?he an der Uniform, ...

  ... l?sst sich nach hinten fallen ...

  ... und wirft Held mit den nach oben schnellenden Füssen weit nach hinten in den Sand.

  Wie eine Katze ist Held sofort wieder auf den Beinen ...

  ... und geht geduckt mit den F?usten auf Yon los.

  Helds Rechte zuckt nach vorn und streift den überraschten Yon, der nur noch knapp ausweichen kann, an der Schl?fe.

  Yon fasst sich jedoch rasch, dreht sich im Gegenuhrzeigersinn und hebt gleichzeitig das leicht angewinkelte linke Bein hoch, ...

  ... um seinen Fuss auf Helds Kopf zurasen zu lassen. Alarmiert sieht Held den Fuss kommen ...

  ... und f?ngt den Schlag mit dem linken Arm ab, ...

  ... um sofort wieder seine rechte Faust in Richtung von Yons linker Niere abzuschiessen.

  Yon f?ngt den Schlag mit dem geknickten linken Arm ab, ...

  ... um ihn wie eine Feder aufspringen zu lassen und Held die linke Faust ins Gesicht zu schlagen.

  Da der Schlag aber ohne Wucht geführt ist, zeigt er kaum Wirkung und Held sagt ver?chtlich: "Ist das alles?"

  Mit wutverzerrtem Gesicht geht Held nun auf Yon los. Yon denkt erschrocken: 'Diese Wut ...'

  Verwirrt von Helds Wut kann Yon Helds Linke noch knapp mit dem rechten Unterarm ablenken.

  Helds Rechte trifft die Linke Schulter, ...

  ... prallt ab und landet an Yons Hals. Yon denkt mit Schmerz verzerrtem Gesicht: 'Chief, bist du verrückt geworden ...'

  Helds Linke landet in Yons Magengrube und l?sst ihn zusammenklappen.

  Sofort l?sst Yon sich, mit schmerzverzerrtem Gesicht seinen Magen haltend, auf den Rücken fallen, sodass Helds auf den Nacken gezielter Schlag ins Leere geht.

  Hisch, lakonisch: "Hinter uns ein feindliches Armee, vor uns ein t?dliches Wüste und mit uns zwei Idioten, die sich prügeln."

  Einige Genvilles l?cheln oder kichern, andere sind befremdet von Helds Brutalit?t.

  Indem Yon seine Beine ausst?sst, bringt er Held zum Stolpern.

  Held f?llt jedoch nicht einfach hin, sondern kann seinen Sturz in einen Hechtsprung verwandeln, ...

  ... der ihn auf Yon landen l?sst, ...

  ... wo er mit der Rechten ausholt ...

  ... und Yon in Gesicht schl?gt, ...

  ... dass dieser bewusstlos liegen bleibt.

  Held holt erneut mit der Rechten zum Schlag aus, wobei er denkt: 'Jetzt bist du tot.'

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