Szeneanfang:
Hisch und Armonk sind dabei, ein neues Tankwesen aus dem Alten zu wuchten. Hisch: "Warum hast du das Tankwesen nicht schon früher kopiert?"
Armonk, kleinlaut: "Ich habe das Genom vergessen ..."
Sie setzen das neue Tankwesen neben dem Laborbaumhaus auf den Boden. Hisch, aufmunternd: "Jetzt weisst du es ja wieder."
Armonk, unfroh l?chelnd über sein Versagen: "Ja, dank dir."
Dabei beobachtet er, wie sich aus der Unterseite des Tankwesens eine Art Wurzelwerk in den Boden bohrt.
Die Stimme des Herrn l?sst Hisch und Armonk herumfahren: "Wie viele Pfeilk?pfe habt ihr schon?"
Hisch und Armonk haben sich vor dem Herrn in den Staub geworfen. Armonk: "Verzeiht, o Herr, wir haben uns erlaubt, zuerst ein zweites Tankwesen herzustellen."
Herr, geringsch?tzig: "Was nützt uns ein zweites Tankwesen, wenn die Tropfen angreifen?"
Armonk: "Wir k?nnen jetzt doppelt so schnell Pfeilk?pfe herstellen, o Herr."
Herr, stolz davon wandelnd: "Ja, und wenn die Tropfen jetzt angreifen, sind wir doppelt so schnell tot ..."
Herr, im Weitergehen: "Ihr Hirnsklaven solltet nicht zu viel nachdenken und mehr gehorchen."
Wie der Herr weg ist, klopfen sich Hisch und Armonk den Staub von den Kleidern. Hisch, ungl?ubig: "Hat dieses Herrschkranke wirklich nicht begriffen, was das Vorteil von zwei Tankwesen ist?"
Armonk, spitzbübisch: "Intelligenz ist ja nicht gerade eine St?rke der Natürlichen."
Hisch schaut Armonk verblüfft an, ...
... um dann kichernd zu bemerken: "Aber Armonk, als Hirnsklave darfst du doch nicht so über dein Herr sprechen."
Armonk, unglücklich l?chelnd: "Auch wenn ich ein Dienkranker bin, vermag ich doch die Wahrheit zu erkennen."
Hisch, bekümmert von Armonk Schicksal: "Liebes Armonk ..."
Hisch, Armonks Gesicht in ihre H?nde nehmend: "Dein Schicksal bekümmert mich."
Hisch küsst den überraschten Armonk auf den Mund.
Hisch, Armonk an der Hand ins Laborbaumhaus führend: "W?hrend die Pfeilk?pfe heranwachsen, werden wir uns vergnügen."
Szeneanfang:
Aladan tr?gt Flirit auf den Armen und spaziert mit ihr zwischen den Felsen. Flirit hat ihre Wange an Aladans Brust gelehnt. Ihre Augen sind geschlossen. Ihr Gesicht entspannt.
Flirit, ohne die Augen zu ?ffnen und ohne die geringste Lust, ihr gemütliches Pl?tzchen zu verlassen: "Bin ich nicht zu schwer?"
Aladan, milde l?chelnd: "Hat ein Feder Gewicht?"
Flirit ?ffnet ihre Augen und schenkt Aladan ein süsses L?cheln.
Sie schliesst sie wieder, kuschelt sich an seine Brust und sagt: "Warum bist du so lieb, Aladan?"
Aladan ist etwas überrascht von der Frage, ...
... f?ngt sich aber schnell und sagt mit treuherzigem Ernst: "Das liegt wohl daran, dass ich vollkommen bin."
Flirit schaut Aladan mit einem grossen staunenden Blick an, den dieser mit einem feinen L?cheln erwidert.
Sie n?hern sich dem Laborbaumhaus, aus dem die lustvollen 'Ahs' und 'Ohs' von Hisch und Armonk dringen. Flirit schaut neugierig nach der Quelle der Ger?usche.
Aladan tr?gt sie zu einem Fenster des Baumhauses, wo sie hinein sehen kann.
Flirit, den Blick nicht von der Szene l?send, mitfühlend: "Hi-sch hat Schmerzen. Sie wird bluten und weinen."
Aladan, l?chelnd zu der unverwandt durchs Fenster starrenden Flirit: "Ein ausgewachsenes Frau ist dafür gebaut, so ein kleines St?ngelchen aufzunehmen. Das sind Ger?usche des Vergnügens, nicht des Schmerzes."
Flirit schaut Aladan verwirrt an: "Vergnügen? ... Kein Schmerz?"
Aladan nickt zustimmend.
Flirit, mit grossen Augen: "Dann m?chte ich auch eine ausgewachsene Frau sein ..."
Flirit, traurig: "Aber das geht nicht ..."
Flirit, wie oben: "Der Herr liebt kleine M?dchen."
Aladan betrachtet Flirit mit tiefem, nachdenklichem Ernst.
Szeneanfang:
Majest?tisch fliegt die Armee über die Schlucht. Sie besteht aus zahlreichen Reitv?geln, von denen nur jeder Zweite einen Pfeilkopf tr?gt. Armonk, Hisch und Aladan sitzen je in einem Bogen des Seidenseils, welches von sechs Reitv?geln getragen wird.
Hoch über dem Plateau fliegend, n?hern sie sich der Siedlung.
In Sichtweite der St?ngel stechen die Reitv?gel mit Pfeilk?pfen bis auf fünfzig Meter über Boden herab, ...
... wo sie flatternd stehen bleiben.
Die 'leeren' Reitv?gel teilen sich auf, wobei die eine H?lfte im Rechtsbogen und die andere im Linksbogen nach unten stürzt.
Im Flug greifen sich die Reitv?gel Steine vom Boden, ...
... um sogleich hochzuziehen ...
... und von links und rechts in zweihundert Metern H?he auf die St?ngel loszufliegen.
Die ersten Tropfen entsteigen den St?ngeln ...
... und werden von Pfeilen getroffen, ...
... deren Sporenladungen auseinander spritzen ...
... und die bedrohlichen Giftgaswolken aufl?sen.
Ein Steinhagel geht nieder, was die St?ngel selber kaum besch?digt.
Jedoch treffen etliche schwere Steine in die St?ngel hinein, ...
... wo sie empor steigende Tropfen zum Platzen bringen ...
... und im günstigen Fall durch mehrere Treffer die St?ngelr?hre verstopfen, sodass keine weiteren Tropfen mehr aufsteigen k?nnen.
Da der Steinhagel nur auf einem kleinen Teil des riesigen St?ngelgürtels niedergegangen ist, h?ngt die Luft nun schon voll mit einer bedrohlichen Anzahl von Tropfen.
Die Reitv?gel ziehen eine enge Kurve, ...
... um sich nach steilem Sinkflug erneut Steine zu krallen.
Die Pfeilk?pfe schiessen eine Salve in die Tropfenwolke ...
... und halbieren sie.
Steine hageln herab, reissen Tropfen herunter und füllen St?ngelr?hren.
Szeneanfang
Der Herr steht da in seiner Pracht vor seiner 'Villa', den Blick stolz in Richtung der unsichtbaren Schlacht gewandt. Die sechs Pfeilk?pfe seiner Leibwache stehen hinter ihm.
Herr, wie oben: "Werden sie siegen?"
Ein Pfeilkopf wirft sich dem Herrn zu Füssen und sagt: "Gewiss, o Herr, Aladan und Hisch sind sehr klug."
Der Herr l?chelt geringsch?tzig.
Herr, streng: "Wenn wir gesiegt haben, werdet ihr Hisch und Aladan t?ten! Sie sind eine Gefahr für uns, denn ihr Gehorsam ist zweifelhaft."
Die Pfeilk?pfe knien alle vor ihrem Herrn und sagen im Chor: "Jawohl, o Herr."
Szeneanfang:
Hisch, auf ihrem Seidenseil, nachdenklich die vor ihr tobende Schlacht kommentierend: "Die Schlacht dauert nun schon ein Stunde ..."
Armonk, ebenso nachdenklich: "Ja, es ist ein z?hes Ringen."
Aladan, mit schmerzlichem L?cheln: "Wenn den Pfeilk?pfen das Munition ausgeht, haben wir verloren."
Hisch, nach einem Messer greifend, impulsiv: "Darauf will ich nicht warten!"
Und schon sind einige von Hischs Messern unterwegs zu den Tropfen.
Armonk, nach unten schauend, erstaunt: "Was machen die?"
Von oben herab ist zu sehen, wie die Reitv?gel gelandet sind und die Pfeilk?pfe flink von ihnen runter springen.
Sogleich fliegen die Reitv?gel wieder hoch, die Krallen voller Steine, ...
... und sind, wie eine Bomberstaffel, auf dem Weg zu den St?ngeln.
Die Pfeilk?pfe schiessen vom Boden aus eine Salve ab.
Armonk kommentiert: "Die Pfeilk?pfe verzichten auf ihre Fluchtm?glichkeit, damit die Reitv?gel ihr Bombardement verdoppeln k?nnen."
Aladan, anerkennend: "Es geht nichts über ein denkendes Kampftruppe."
W?hrend Hisch ihre ersten rückkehrenden Messer einh?ndig auff?ngt, beginnt nun auch Aladan zu werfen, sich gut mit der anderen Hand am Seidenseil festhaltend.
Die nun in zwei Wellen vorgetragenen Angriffe der Reitv?gel bewirken einen dichten Steinhagel, der auch die Tropfen erheblich dezimiert.
Die Pfeilk?pfe beobachten den Steinhagel. Einer ruft: "Wir haben fast keine Pfeile mehr!"
Anderer Pfeilkopf: "Schiesst nicht mehr auf die Tropfen! Macht die Giftgaswolken unsch?dlich!"
Wieder ein anderer: "Gute Idee!"
Aufmerksam beobachten sie den Steinhagel, ...
... entdecken eine sich vergr?ssernde Giftgaswolke und einer ruft, darauf hinweisend: "5 Pfeile dort hin!"
Vier Pfeilk?pfe rennen zu ihm, ...
... dann schiessen sie zu fünft eine Salve auf die Giftgaswolke, ...
... die von den in alle Richtungen davon spritzenden Pilzsporen unsch?dlich gemacht wird.
Endlich hat es nur noch vereinzelte intakte St?ngel, die durch gezielte Steinwürfe ausser Funktion gesetzt werden.
Eine Giftgaswolke wird von einem Windstoss beschleunigt und treibt auf die Pfeilk?pfe zu.
Pfeilkopf, auf die Wolke zeigend: "Achtung!"
Anderer Pfeilkopf: "Ich habe keine Pfeile mehr!"
Weitere Pfeilk?pfe: "Ich auch nicht!"
Affengleich rennen die Pfeilk?pfe davon, die Wolke dicht hinter ihnen.
Von oben herab h?ren sie eine Stimme: "Rennt seitlich aus dem Windrichtung!"
Die Pfeilk?pfe rennen, wie ihnen geheissen, ...
... doch einer f?llt hin und sein Schicksal scheint besiegelt, ...
... da landen Hischs Füsse hart auf dem Felsengrund neben dem Pfeilkopf ...
... und zu dessen Verblüffung wird er am Nacken gepackt ...
... und einh?ndig von Hisch davon getragen, als sei er eine leichte Handtasche.
Mühelos sprintet Hisch an den überraschten Pfeilk?pfen vorbei, ...
... die sich sogleich an ihre Fersen heften.
Weiter vorne warten die Reitv?gel am Boden auf die Fliehenden, auch die sechs mit dem Seidenseil.
Hisch setzt 'ihren' Pfeilkopf auf einen Reitvogel. Die andern hüpfen beh?nde in die S?ttel.
Sekunden sp?ter sind alle in der Luft mit Hisch auf ihrer Seidenschaukel.
W?hrend die Giftgaswolke unter den Geretteten durchzieht, ist zu sehen, wie die letzten St?ngel im fortdauernden Steinhagel der übrigen Reitv?gel kampfunf?hig gemacht werden.
Szeneanfang:
Auf einem Platz inmitten der Siedlung aus Stein und Glas. In jedem Geb?ude hat es eingeschlagene Fenster, aber dies ist vorl?ufig ein unwichtiges Detail. Hisch, Aladan und Armonk stehen mitten auf dem Platz. Die Pfeilk?pfe haben sich in einigem Abstand vor ihnen hingehockt. Die Reitv?gel sind lose verteilt hinter den Pfeilk?pfen oder auf D?chern.
Pfeilkopf: "Warum riskierst du dein Leben, um einen wertlosen Pfeilkopf zu retten?"
Hisch stottert verblüfft: "?hm ..."
Aladan, neugierig: "Wie kommst du darauf, dass ein Pfeilkopf wertlos ist?"
Pfeilkopf: "Der Herr sagt es. Nur für kurze Zeit haben wir Wert, wenn wir seinen Willen geschehen lassen."
Hisch kichert. Alle schauen sie erstaunt oder befremdet an.
Hisch, fr?hlich: "Ihr seid frei ..."
Die allgemeine Verwirrung wird gr?sser. Erste Zweifel an Hischs Verstand.
Hisch, wie oben: "Ihr braucht das Kacke, das euer gedrechseltes Darmausgang absondert, nicht mehr demütig zu schlucken, ..."
Hisch, triumphierend: "Denn ich habe die Gens?tze der Neugeborenen so abge?ndert, dass ihr kein Dienbedürfnis mehr habt ..."
Armonk, entsetzt: "Waaas?!"
Aladan, grinsend: "Typ-Hisch."
Beim Versuch, die Tragweite von Hischs Worten zu ermessen, starren die Pfeilk?pfe und Reitv?gel schweigend auf Hisch. Armonk ringt um seine Fassung.
Pfeilkopf: "Du meinst, wir sind jetzt unabh?ngige Individuen, die nicht mehr gehorchen müssen und also ihre Entscheidungen selber treffen k?nnen?"
Aladan, anerkennend zu sich selber: "Hm, ein Kampforganismus mit einem gepflegten Sprache ist doch mal was anderes."
Hisch nickt strahlend. Armonk ist vernichtet.
Aladan passt sich rasch der neuen Situation an und sagt gewitzt: "?hm ... da h?tte ich ein Vorschlag für euer erstes freies Entscheidung ..."
W?hrend aller Augen auf ihm ruhen, zieht Aladan ein Bündel Blasrohre und einen kleinen, hohlen Kürbis mit Deckel hervor. Aladan: "Die Tropfenst?ngel werden sich bald vom Steinhagel erholt haben. Dann sind wir wieder in Lebensgefahr. Deshalb habe ich die Enzymkügelchen des Giftstrausses nachgebaut und ein passendes Blasrohr entwickelt. Wenn ihr auf jedes St?ngel ein Enzymkügelchen schiesst, k?nnt ihr diese unsympathischen Kampforganismen endgültig ausschalten ..."
Aladan, warnend: "Aber passt auf! Wenn ihr ein Kügelchen schluckt oder zerdrückt, seid ihr augenblicklich tot."
Die Pfeilk?pfe und Reitv?gel schauen Aladan regungslos an. Aladan hat diese Reaktion nicht erwartet ...
... und l?sst sich nun mit übertriebener Dramatik auf die Knie sinken, um laut gen Himmel zu jammern: "O weh, niemand erh?rt meine Worte. Muss ich denn wirklich das ganze Arbeit selber machen."
Das in solchen Darbietungen v?llig ungeübte Publikum verharrt wie gel?hmt.
Hisch, hinter vorgehaltener Hand zum Publikum, aber laut und deutlich, grinsend: "Das war eines jener Tod müden Aladan-Witze. Ihr müsst jetzt lachen, sonst ist es traurig."
Ein explosives Lachen in Orkanst?rke schl?gt Hisch und Aladan auf den Rücken, ...
... wobei Aladan voller Panik den Kürbis mit den t?dlichen Kügelchen im Gleichgewicht halten muss. Aladan: "Ahhh!"
Mit knapper Not dem Tod entronnen, vom Schreck gezeichnet, sitzt Aladan am Boden und sagt zum inzwischen wieder schweigenden Publikum: "Danke, danke, das genügt."
Pl?tzlich ist Aladan umzingelt von den Pfeilkopfwesen. Jedes nimmt ein Blasrohr und greift vorsichtig in den nun ge?ffneten Kürbis, um sich eines der S?ckchen zu schnappen mit dem t?dlichen Inhalt.
Verwundert schaut Aladan den wie eine Affenhorde in alle Richtungen auseinander stiebenden Gnomen nach. Aladans Anblick entlockt Hisch ein Kichern.
Wie Hisch den geknickten Armonk sieht, sagt sie zu ihm, aufmunternd l?chelnd: "Was ziehst du für ein Gesicht, Armonk? Wir haben gesiegt."
Aladan tritt hinzu und meint ernst: "Nein, wir haben verloren ..."
Hisch und Armonk schauen ihn überrascht an.
Aladan, wie oben: "Wir haben das Macht des Mannes gest?rkt, das das Ursache ist für Flirits Unglück."
Armonk, niedergeschlagen: "Die Ursache von Flirits Unglück bin ich ... Ich habe sie erschaffen und ihr die Blume eingepflanzt und sie zur Sklavin des Herrn gemacht durch ein starkes Dienbedürfnis."
Hisch kontert: "Aber du bist doch selber Sklave mit deinem starken Dienbedürfnis."
Armonk, mit schmerzlichem L?cheln: "Das habe ich mir auch immer gesagt ... Aber es ist nur eine Ausrede ..."
Armonk, ernst vor sich hin starrend: "Ich h?tte das Dienverlangen aushalten sollen ... das Zittern ... die schweren Depressionen ... und wenn ich es nicht ertragen h?tte ... Dann w?re der Tod eine ehrliche Antwort gewesen."
Aladan murmelt vernehmlich zu sich selbst: "Hm, das schl?gt mich um L?ngen im Tr?nendrüsendrücken."
Hisch versetzt Aladan einen eher freundschaftlichen Tritt in den Hintern und meint: "Das liegt wohl daran, dass du nie wirklich leidest. Such besser ein Ausweg."
Aladan, mit erhobenem Zeigefinger: "Wir t?ten das Herrn und bauen ein Substanz gegen die Depressionen."
Hisch, ernst: "Du weisst genau, dass das S?ttigung eines Bedürfnisses nicht durch Pillen ersetzt werden kann."
Für einen Moment schauen alle drei ratlos vor sich hin.
Aladan, selbstbewusst: "Lasst unser Geist das Problem umzingeln, bis es sich ergibt ..."
Aladan schreitet auf die H?user zu und f?hrt fort: "Aber bis es so weit ist, wollen wir das R?tsel dieses Stadt l?sen."
Armonk flüstert zu Hisch: "Deinem Freund fehlt es nicht an Selbstvertrauen."
Hisch flüstert zurück, kichernd: "Es misst sein Ego am Durchmesser des Universums."
Armonk, gespielt naiv, flüsternd: "Kann das Universum da mithalten?"
Jetzt lacht Hisch schallend. Und trotz seiner traurigen Lage muss auch Armonk lachen.
Aladan macht 'Pfff' und rezitiert:
"Ein Herde von Hammeln, gespickt mit Neid.
Voll Dank, ich seh', s'ist nicht mein Leid."
Aladan erreicht, vornehm schreitend, das erste Haus. Hisch, grinsend und Armonk schmerzlich l?chelnd, sind gleich hinter ihm.
Neugierig schaut Aladan durch ein zerbrochenes Fenster.
Aladan, zu den andern: "Nichts zu sehen."
Hisch, auf eine undurchsichtige Glas-Tür weisend: "Dann gehen wir doch rein."
Sehr zur Verblüffung Armonks bleiben beide vor der Tür mit geschlossenen Augen und ge?ffneten Mündern stehen. Armonk, verblüfft: "Was tut ihr da?"
Hisch erkl?rt: "Wir gehorchen Meneors Gebot des übersicht ..."
Armonk versteht Bahnhof.
Aladan erg?nzt: "... und ultraschallen das Tür auf Fallen."
Armonks Verst?ndnislosigkeit bringt Hisch zum Lachen ...
... und sie erkl?rt, auf ihren Hals deutend: "Wir haben hier ein Ultraschallquelle, eigentlich für medizinische Untersuchungen gedacht ..."
Hisch, sich zwischen die Augen deutend: "Und hier haben wir ein drittes Auge, mit dem wir das Ultraschallecho sehen k?nnen."
Armonk d?mmert's und er ruft bewundernd: "O, wie praktisch!"
Aladan rüttelt an der verschlossenen Glastür ...
... und sagt 'Sirrr' zu dem Messer in seiner Hand. Armonk flüstert befremdet zu Hisch: "Er spricht mit seinem Messer?"
Hisch, mit gespieltem Ernst, flüsternd: "Ja, unser schrulliges Aladan ist etwas kontaktgest?rt und hat daher ein freundschaftliches Beziehung zu seinen Messern aufgebaut."
Aladan grinst amüsiert vor sich hin, w?hrend Armonk ihn fast etwas mitleidig betrachtet.
Aladan schneidet einen Kreis durch Glastür und Mauerwerk um das Schloss herum. Obwohl das Messer wie durch warme Butter gleitet, gibt es Staub und Funken. Armonk erschrickt. Hisch kichert.
Hisch ?ffnet die Tür. Aladan sagt 'Sirrr' zum Messer ...
... und l?sst es im Messergürtel verschwinden. Armonk kratzt sich mit Fragezeichen den Hinterkopf ...
... und sagt zu den beiden, die sich in der Tür?ffnung nach ihm umdrehen: "Ihr verarscht mich."
Hisch und Aladan lachen fr?hlich: "Ja genau."
Im Haus ist es hell und freundlich. Offene R?ume. Ein paar einfache M?bel.
Hinter einer Mauer schauen zwei vertrocknete Beine in der schwarzbraunen Farbe von Vanille-St?ngeln hervor.
Nichts Erfreuliches ahnend, wagen sich die drei vorsichtig n?her.
Ein leicht verkrümmter Frauenk?rper in Kleidern, die sichtbaren K?rperstellen verdorrt. Ihre H?nde haben noch nach dem Hals gegriffen.
Betroffen starren alle drei auf diesen eingefrorenen Augenblick des Sterbens.
Hisch, auf die H?nde deutend, tonlos: "Seht, wie sich die H?nde um das Hals krampfen ... Das Frau ist erstickt."
In einem andern Haus. Derselbe Anblick, aber diesmal mit einem Mann und zwei Kindern.
In einem weiteren Haus. Mann und Frau in einem Bett.
Hisch ruft gequ?lt: "Aber das macht doch kein Sinn!"
Armonk, mit Blick auf das P?rchen, sinnierend: "Sieht fast so aus, als h?tten die Tropfen jene angegriffen, die sie schützen sollten ..."
Armonk, zu Hisch: Vielleicht sind die Tropfen-St?ngel gar kein Verteidigungseinrichtung sondern ein Belagerungsring."
Aladan, mit einer Geste das Haus umschreibend: "Seht ihr hier irgend welche Zu- oder Abg?nge, R?hren, L?cher, Ritzen, ?ffnungen?"
Armonk und Hisch schauen fragend.
Aladan, zielstrebig aus dem Haus schreitend: "Kommt mit."
Aladan betatscht die Aussenseite des Hauses und referiert: "Dies hier ist kein Verputz sondern ein Art Gummiüberzug ..."
Aladan auf einen Fensterrahmen mit eingeschlagener Scheibe zeigend: "Diese Fenster sind so massiv und dicht wie Bullaugen eines Hochseeschiffes ..."
Aladan, das Haus umschreibend: "Kein Kamin, kein Lüftung, nichts was dieses Hülle durchbricht ..."
Hisch, ungeduldig: "Und worauf willst du hinaus?"
Aladan, mit sichtlichem Stolz auf seine scharfsinnige Schlussfolgerung: "Diese H?user wurden von Anfang an gasdicht gebaut."
Armonk, begreifend: "Mir geht ein Licht auf."
Hisch, grimmig: "So, dann beleuchte mich mal."
Armonk, mit dem Eifer des Forschers: "Wenn die Stadt von Feindlichen angegriffen wurde, machten die Tropfen ihren Gasangriff. Die Leute flüchteten in ihre gasdichten H?user und warteten, bis alle Angreifenden tot und das Gas sich verzogen hatte ..."
Armonk, von der Tragik seiner Schilderung ergriffen: "Eines Tages drang jemand, verfolgt von den Tropfen, in die Stadt ein, schlug alle Scheiben ein. Die Tropfen platzten und das Gas drang in die H?user ..."
Aladan, sich um blickend: "Die Angreifenden müssen gegen das Gas immun gewesen sein. Hier liegen jedenfalls keine Leichen."
Hisch starrt zur überraschung der anderen schweigend in eine Seitenstrasse.
W?hrend Hisch sich langsam in die Seitenstrasse bewegt, folgen ihr Aladan und Armonk mit fragenden Gesichtern.
Zu dritt stehen sie vor einem grossen Innenhof, der übers?t ist mit den Leichen von merkwürdigen Wesen. Ihre Beine messen drei Meter, gefolgt von einem kleinen, gedrungenen Rumpf, auf dem ein zylindrischer Kopf sitzt. Aber das Bemerkenswerte ist der eine lange Arm, an dessen Ende sich eine massive Knochenkugel befindet.
Hisch, zitternd vor Grimm: "Irgend ein krankes Herrenhirn hat sich da was Feines ausgedacht ..."
Hisch stellt sich die Szene vor, w?hrend sie schildert: "Lange Beine, um schnell durch die St?ngel zu rennen ..."
"... Eine Knochenkugel an dem einzigen Arm, um die Fenster einzuschlagen ..."
Hisch, voll düsteren Grimms: "Ein Leben, geschaffen für das eine Zweck, ein Scheibe zu zerdeppern ..."
Hisch, sich schaudernd in Aladans Arme drückend: "Wenn ich daran denke, dass unser Leben dafür bestimmt war, solche kranken Wünsche zu erfüllen ..."
Gefangen von dem Anblick der Leichen, erschüttert von Hischs Worten, legt Aladan seine Arme um Hisch.
Der Anblick der Leichen und das Bewusstsein, in der Lage des missbrauchten Wissenschafters zu sein, machen Armonk schwer zu schaffen und er denkt: 'Wenn ich daran denke, dass mein Leben immer noch dafür bestimmt ist ...'
Eine Stimme aus dem Off: "Aladan, wir sind fertig!"
Aladans Kopf zuckt zu dem Pfeilkopf herum. Aladan, aus seiner nachdenklichen Stimmung gerissen, stotternd: "?h ... ja gut."
Umgeben von ihrer Armee, sitzen Aladan, Armonk und Hisch auf dem Seidenseil und betrachten aus etwa hundert Metern H?he das Werk der Pfeilk?pfe. S?mtliche Tropfenst?ngel haben sich in Schleim aufgel?st, sodass die Kleinstadt aussieht, als sei sie von einem glitzernden Fluss umschlungen. Aladan: "Dieses Verteidigungsgürtel war ein v?lliges Fehlkonstruktion."
Hisch: "Dieses Fehler haben wir korrigiert."
In einem eindrucksvollen Bild überfliegt die Armee die Schlucht, ...
... um mit wildem Geflatter vor der 'Villa' des Herrn zu landen.
Neugierig geworden durch den L?rm, schreitet der Herr in Begleitung der sechs Pfeilk?pfe seiner Leibgarde aus dem Haus. Auch Flirit ist da. Sie bleibt respektvoll in der Tür?ffnung stehen. Ein kleines Blutrinnsal fliesst ihr Bein hinab.
Frisch vom Seil gehüpft, stehen Hisch und Aladan da, w?hrend Armonk schon dienstbeflissen zum Herrn wieselt, ...
... um sich vor ihm in den Staub zu werfen.
In Erwartung des allgemeinen Kniefalls blickt der Herr huldvoll auf seine Armee.
Doch nur die vier 'alten' Pfeilk?pfe, welche das Massaker überlebt und folglich noch ein Dienbedürfnis haben, werfen sich auf die Knie.
Die Stehen-gebliebenen schauen schweigend zum Herrn.
über dessen Gesicht irrlichtert ein Anflug von Zorn, ...
... den er sofort unterdrückt, um seinen Kopf stolz nach oben zu recken, ...
... Armonk seinen Fuss auf den Rücken zu stellen und zu sagen: "Berichte, Armonk!"
Armonk haspelt nerv?s: "Da waren viele St?ngel, aus denen die Tropfen gekommen sind, o Herr. Wir haben ..."
Herr, wie oben: "Fasse dich kurz, Armonk!"
Armonk, dem vor Angst fast der Atem stockt: "Ja, o Herr. Die Tropfen sind endgültig vernichtet."
Herr, mit k?niglichem Gestus auf Hisch und Aladan weisend: "Gut, dann t?tet jetzt Hisch und Aladan! Wir brauchen sie nicht mehr."
Hisch und Aladan erschrecken, ...
... reagieren aber mit extremer Schnelligkeit. Aladan, voll konzentriert auf die Leibgarde: "Rücken."
W?hrend Aladan beobachtet, wie sich die ersten Pfeile aus den Wurfmechanismen der Leibgarde l?sen, ...
... huscht Hisch so schnell hinter Aladan, dass sie fast unsichtbar wird.
Die 6 Pfeile sind auf halbem Weg zu Aladan.
Rücken an Rücken mit Aladan sieht Hisch, wie sich die K?pfe der 4 'alten' Pfeilk?pfe heben.
Aladans H?nde zucken in einer Kreisbewegung nach vorn ...
... und packen je einen, ...
... zwei, ...
... drei Pfeile, ...
... die er fallen l?sst, w?hrend er sieht, wie sich die n?chste Salve aus den Wurfmechanismen l?st.
Hisch sieht vier Pfeile auf sich zurasen. Ihre Arme gehen vor der Brust über Kreuz, die linke Hand an einem rechten Messer, die rechte Hand an einem linken Messer.
Wie die Pfeile nah genug sind, zucken Hischs Messer in einer Halbkreisbewegung durch die Luft.
Mit den beiden Klingenfl?chen schiebt sie die Pfeile zusammen, ...
... sodass Hisch die Pfeile, die eingeklemmt zwischen den Messerklingen sind, um 90 Grad abdrehen ...
... und auf den Boden schleudern kann.
Aladan greift sich die zweite Salve aus der Luft.
Entsetzt beobachtet Hisch, wie alle Pfeilk?pfe schiessen, ...
... sodass sich jetzt eine grosse Anzahl Pfeile auf sie zu bewegt.
Hisch konzentriert sich.
Ihr Abwehrtrick bringt ihr zu ihrem Erstaunen nur vier Pfeile.
Ihr herum gezuckter Kopf sieht, wie die übrigen Pfeile an ihr und Aladan vorbei zischen.
Aladan, der voller Konzentration die n?chste heranrasende Salve im Auge beh?lt, sieht den Pfeilschwarm, der links und rechts an ihm vorüberzieht nicht.
Erst wie er die abgefangenen Pfeile zu Boden schmettert, bemerkt er, dass seine sechs Angreifer, mit Pfeilen gespickt wie Igel, sterbend am Boden liegen.
W?hrend Hisch die n?chste Salve der vier 'alten' Pfeilk?pfe heran fliegen sieht, h?rt sie ein 'Flap Flap'.
Hisch greift die Pfeile aus der Luft.
Die Krallen eines Reitvogels umschliessen den Kopf eines der vier Pfeilk?pfe, was die drei anderen so überrascht, dass sie vergessen zu schiessen.
Der erste Pfeilkopf wird hochgerissen.
Auf den zweiten senkt sich ein Reitvogel herab ...
... und reisst auch diesen in die Luft.
Die verbliebenen zwei feuern noch mal auf Hisch.
W?hrend die Krallen des n?chsten Reitvogels sich um den Kopf des dritten schliessen, wischt die vom Einsatz der Reitv?gel überraschte Hisch die zwei Pfeile achtlos aus der Luft zur Seite.
Alle vier Pfeilk?pfe h?ngen jetzt in den Krallen und werden in Richtung Schlucht davon getragen.
über der Schlucht 'klinken' die Krallen aus.
Mit lang gezogenem 'Aaahhh' stürzen die Pfeilk?pfe in die t?dliche Tiefe.
Konsterniert schaut der Herr, der seinen Fuss inzwischen von Armonk genommen hat, auf seine tote Leibgarde. Auch Hisch und Aladan betrachten betroffen das Blutbad.
Hisch, zur Kampftruppe, wie oben: "Warum habt ihr sie get?tet?"
Pfeilkopf: "Wir sind frei, hast du gesagt ... Also sind wir auch frei, euch zu beschützen."
Herr, mühsam um Fassung ringend: "Warum gehorchen sie nicht, Armonk?"
Der immer noch kniende Armonk, zitternd vor Angst: "Sie haben kein Dienbedürfnis, o Herr. Hisch hat ihre Bedürfnisstruktur ohne mein Wissen abge?ndert."
Der Herr braucht ein paar Sekunden, um die Worte zu verdauen.
Dann schwillt sein Zorn und er schreit die Truppe an: "Wie soll ein Staat funktionieren, wenn ihr nicht bereit seid zu dienen?!!"
Ein Pfeilkopf: "Wir dienen ja dem Staat."
Reitvogel: "Unser Staat heisst: ..."
Die ganze Truppe im Chor:
"Mehr Freude.
Weniger Schmerz."
Der Herr ist v?llig konsterniert.
Der Herr schreitet zurück in seine 'Villa' und sagt über die Schulter zum zitternden Armonk: "Armonk, begleite mich!"
Armonk, dem Herrn in demütiger Haltung folgend, schlotternd vor Angst: "Ja, o Herr, ja, o Herr."
Flirit steht immer noch in der Tür. Wie Armonk an ihr vorbei geht, tauschen die beiden Opfer einen langen, hilflosen Blick.
In einer unwirklichen Szene h?ren alle schweigend das Klatschen der Peitsche und Armonks 'Aua Aua'-Rufe.
Szeneanfang:
Vor Armonks Baumhaus reisst Aladan einen Fetzen aus seinem Mantel ...
... und gibt ihn Flirit, ...
... die damit ins Baumhaus eilt zu einer Art Waschbecken, welches aus einer Baumwand gewachsen ist. Das Waschbecken ist halb voll mit Wasser, das aus der Baumrinde hinein tropft. Flirit taucht das Tuch ins Wasser ...
... und rennt hinaus zu Armonk, der in einer kleinen Gruppe hüfthoher Felsen b?uchlings auf seiner Matte am Boden liegt und st?hnt. Hisch sitzt auf einem der Felsen mit herabbaumelnden Beinen. Aladan ist dabei, sich auf einen anderen Felsen zu schwingen, ...
... um sich im Schneidersitz darauf niederzulassen, w?hrend Flirit mit dem feuchten Tuch Armonks Wunden betupft und kühlt.
Hisch, trotzig: "Ich werde nicht zulassen, dass es so weitergeht."
Aladan, zum Spass: "Wir schlagen dem Herrn das Kopf ab."
Flirit nimmt es ernst und fleht: "Nein, bitte nicht Kopf abschlagen."
Ihr Blick f?llt auf Armonks durch Peitschenhiebe schlimm zugerichteten Rücken.
Hilflos bedeckt sie ihr Gesicht mit den H?nden und weint bitterlich.
Hisch, die zwei unglücklichen Gestalten betrachtend, mehr zu sich selbst, unfroh: "Dann müssten wir wohl allen dreien das Kopf abschlagen."
Bei diesen Worten kommt Aladan eine Idee: "Wie w?re es statt dessen mit Kopf ?ndern?"
Hisch, sp?ttisch: "Ich glaube kaum, dass Flirit ein anderes Nase will."
Flirit, weinend wie oben, zwischen den H?nden hindurch: "Flirit will keine andere Nase."
Aladan seufzt mit gequ?ltem L?cheln und murmelt: "Das Los des verkannten Genies."
Armonk, interessiert: "Erz?hl, Aladan."
Aladan, im Plauderton: "Unser liebes Antara hat Ambellmi erschaffen, um für das geisteskranke Tanja das Gottwesen sichtbar zu machen, das es vielleicht erl?sen kann ... So weit alles klar?"
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Armonk, verwirrt: "?hm ... nein."
Aladan, unbekümmert: "Gut. Wenn also Ambellmi f?hig ist, das Gottwesen sichtbar zu machen, warum sollte es dann nicht ein bestehendes Bedürfnisstruktur ver?ndern k?nnen?"
Flirit, unglücklich: "Kann dann Flirit den Herrn nicht mehr gern haben und ihm Freude machen?"
Hisch, freundlich: "Doch, Flirit, du kannst für dein Herr alles tun, was du willst. Aber du wirst nicht mehr leiden, wenn du einmal nichts tun m?chtest."
Flirit, als würde sie einer inneren Stimme lauschen: "Nicht mehr leiden? ..."
Armonk lacht unfroh und sagt mit schmerzverzerrtem Gesicht: "Hahaha ... das Gottwesen sichtbar machen ... Hahaha ... Eure Freundin ist wohl etwas seltsam ... Hahaha."
Aladan l?chelt vor sich hin und murmelt: "Ja, das ist es wohl ..."
Da f?llt ein Schatten auf alle und eine Stimme aus dem Off ert?nt: "Huhuu, habe ich euch gefunden!"
Wie sie aufblicken, sehen sie Antara herabschweben wie ein schwarzer Engel von g?ttlicher Sch?nheit. über Antara schwebt Ambellmi, das inzwischen einen Durchmesser von hundert Kilometern hat und von Horizont zu Horizont den Himmel ausfüllt.
Armonk starrt mit herunter geklappter Kinnlade nach oben. Sein Schmerz ist für den Moment vergessen.
Antara landet vor Armonk und Flirit und sagt freundlich: "Hallo Armonk und Flirit, ich bin Antara ..."
Antara, nach oben zeigend: "Und das ist Ambellmi."
Mit den grossen, leuchtenden, noch Tr?nen glitzernden Augen eines Kindes schaut Flirit voller Staunen zum Himmel.
Antara, die Arme ausgestreckt wie eine Priesterin: "Lasst uns eure Ketten sprengen."
Hisch: "Willst du nicht erst Armonk heilen?"
Antara, zerstreut: "Oh, ja ... Ambellmi bringst du mir Trage und Hilfsorgane?"
Aladan: "Das kann doch Ambellmi machen."
Ambellmi, direkt in die Gehirne: ""Antara hat mich auch geschaffen, um Bedürfnisstrukturen abzu?ndern ...""
Hisch, überrascht: "Das hast du uns gar nicht gesagt."
Antara, zerstreut kichernd: "Oh, habe ich das vergessen?"
Ambellmi: ""Im übrigen darf ich meine Wandlerzellen nur so wenig wie m?glich einsetzen ...""
Hisch, verblüfft: "Was soll denn das jetzt wieder heissen?"
Aladan, sp?ttisch: "Fürchtest du, dass sie sich abnutzen?"
Ambellmi: ""Hahaha, gutes Witz ... Wenn ich ein falsches Gedanke denke, k?nnte das Planet unter euren Füssen sich in Schnelles Energie aufl?sen.""
Aladan, ungl?ubig: "Gutes Witz, hahaha."
Antara, ernsthaft: "Das ist kein Witz, Aladan. Wir müssen uns mit dem Besuch des Gottwesens beeilen. Das Risiko eines Fehlgedankens w?chst mit jedem Minute."
Hisch, Antara musternd: "Ach deshalb bist du so nerv?s."
Trage und Hilfsorgane landen. Trage: "Hallo, ihr Leidenden des Universums ... Was will zuerst?"
Hilfsorgane, das auf Trage liegt, schleudert einen Tentakel auf Armonk zu, der etwa so viel begreift, wie Alice im Wunderland. Hilfsorgane: "H?r auf, dich wichtig zu machen. Ist doch klar, was hier Hilfe braucht."
Flirit staunt über diesen merkwürdigen Besuch.
Antara hebt Armonk hoch und legt ihn auf Trage.
Sofort schiessen Augententakel aus Trage und betrachten Armonk. Trage: "Noch weitere Sch?den ausser dem Rücken?"
Hilfsorgane: "Alle anderen Sollwerte normal."
Aus Trage krümmt sich ein Tentakel, dessen Ende in eine Art zwei Finger breiten Spachtel mündet.
Dieser Spachtel f?hrt nun über die schmalen Peitschenwunden und l?sst sie wie von Geisterhand verschwinden.
Flirit, die zu Aladan auf den Stein geklettert ist, h?lt sich an Aladan fest, beobachtet staunend das Ph?nomen und sagt: "Es wischt sie weg!"
Aladan, seinen Arm um Flirit legend, l?chelnd: "Da kommt frisches Haut aus dem Tentakel. Es bedeckt die Wunden und macht das Rücken heil."
Flirit, staunend: "Jetzt muss Armonk nicht mehr leiden?"
Aladan schüttelt l?chelnd den Kopf.
Der geheilte Armonk gleitet von Trage ...
... und l?sst sich vor Antara und den Hilfswesen auf die Knie fallen. Armonk: "Habt Dank, o Antara, o Heilwesen, ihr Allerverehrungswürdigsten."
Antara, kichernd: "Armonk ist lustig."
Hisch, die das gar nicht lustig findet: "Das meint das ernst."
Antara ist überrascht ...
... und sagt dann, mit nach innen gewandtem Blick Armonk betrachtend, betroffen: "Ja, du hast Recht."
Antara, wie eine Priesterin die Arme ausgestreckt: "Dann lasst uns nun eure Ketten sprengen."
Aladan, mit erhobener Hand, ernst: "Halt! Erst kommt Flirits Blume weg."
Armonk und Flirit schauen gleichzeitig entsetzt auf Aladan.
Armonk, H?nde ringend: "Aber dann wird sie zu einer erwachsenen Frau ..."
Flirit, unglücklich: "Und ohne Blume bin ich kein süsses Blumenm?dchen mehr ... und der Herr wird mich nicht mehr gern haben."
Aladan schaut Flirit tief in die Augen und fragt l?chelnd: "Hast du mich gern, Flirit?"
Flirit wirft sich dem überraschten Aladan an den Hals und sagt mit dem überschwang des Kindes: "Ja, ich hab dich lieb, Aladan."
Aladan fasst sich, t?tschelt Flirits Rücken und sagt ernst: "Dann vertrau mir."
Flirit schaut Aladan mit grossen Augen an: "Ja."
Hisch, kichernd: "Papaladan."
Auch Antara kichert, zittert aber vor Nervosit?t.
Hisch, zu Antara: "H?r auf zu zittern. Du machst mich ganz kribbelig."
Antara, gequ?lt l?chelnd, nach oben zeigend: "Es ist so ungeheuerlich stark ... Ein einziges falsches Gedanke ..."
Ambellmi: ""Beruhige dich, Antara, ich versuche kein falsches Gedanke zu haben."
Hisch, trocken zu sich selbst: "Na so ein Versuch kann ja sehr beruhigen."
Flirit liegt inzwischen auf Trage mit ein, zwei Tentakeln von Hilfsorgane im K?rper. Aladan steht daneben und h?lt Flirits Hand. Aladan: "Das Blume ist das Entzündungsursache."
Hilfsorgane: "Willst du uns etwas beibringen, Aladan?"
Aladan spielt den Beleidigten und macht 'Pfff'.
Hisch: "Sorgt dafür, dass ihm Haare wachsen. Sonst sieht es nachher aus, als w?re ein Granate auf seinem Kopf explodiert."
Trage: "Wahrscheinlich k?nnen die Nutzlosen es nicht verkraften, dass sie uns nichts mehr beibringen k?nnen."
Hilfsorgane seufzt: "Ja, jetzt fühlen sie sich so nutzlos wie sie sind."
Hisch will eben los schimpfen, ...
... da sieht sie, wie Aladan ihr mit dem Zeigefinger auf den Lippen das Zeichen des Schweigens macht.
Dezent deutet Aladan auf die andere Hand von Flirit.
Hisch l?sst sich mit muffigem Gesicht vom Stein gleiten ...
... und ergreift Flirits andere Hand.
Flirit schenkt Hisch ein tapferes L?cheln, was deren ?rger verfliegen l?sst.
Wie Hisch Aladan anschaut, sieht sie ihn l?cheln. Aladan: "Hischmama."
Nun zeigt auch Hisch ein feines L?cheln.
Szeneanfang:
Antara, mit ausgebreiteten H?nden wie eine Priesterin: "Lasst uns nun eure Ketten sprengen."
Antara tritt an Trage heran, auf dem die von der Blume befreite Flirit mit geschlossenen Augen liegt. Antara: "Fixiere ihr Kopf, Trage."
Sofort legt sich ein gurt?hnlicher Tentakel um Flirits Stirn und h?lt den Kopf fest. Die bet?ubte Flirit merkt davon nichts. Ambellmi: ""Was soll ich tun?""
Antara, beschw?rend ihre H?nde über Flirits Kopf haltend: "L?sche die Gehirnzellen mit dem Dien- und dem Besitzbedürfnis."
Armonk, Aladan und Hisch starren gebannt auf Flirits Kopf, als würde der gleich explodieren.
Doch nichts geschieht. Ambellmi: ""Fertig.""
Antara: "Jetzt du, Armonk ... Leg dich auf das Matte."
Antara, fragend zu Hisch und Aladan: "Wir müssen sein Kopf fixieren."
Armonk liegt rücklings auf der Matte und murmelt unfroh: "Der Herr wird uns umbringen."
Hisch, sich zu Armonk niederlassend: "Ich werde sein Kopf mit den Knien festhalten."
Hisch kniet so auf Armonk, dass ihr R?ckchen seinen Kopf bedeckt und er genau zwischen ihre Beine sehen kann. Armonk, unruhig: "?hm ..."
Aladan und Antara müssen lachen. Hisch, verwirrt: "Was ist?"
Aladan, grinsend: "Wie soll es ruhig da liegen, wenn du seine Hormone durcheinander bringst?"
Hisch schaut an sich herab und sagt: "Oh."
Dann kniet sie sich ganz hin, sodass nur noch die Knie Armonks Kopf einklemmen. Trage: "Merkwürdig, durch welche Banalit?ten die Nutzlosen ihr Hormonsystem steuern lassen."
Hilfsorgane: "Warum überrascht dich das? Banalit?t ist doch ein wichtiges Bestandteil des Nutzlosigkeit."
Hisch faucht die beiden an, aber die lachen nur. Auch Aladan und Antara lachen. Armonk l?chelt gequ?lt.
Ambellmi: ""Dien- und Besitzbedürfnis weg?""
Armonk, Schicksals ergeben: "Wenn es denn sein muss."
Ambellmi: ""Fertig.""
Armonk hat sich aufgerichtet, greift sich an den Kopf und sagt erstaunt: "Ich habe gar nichts gespürt."
Armonk, neugierig: "Warum auch das Besitzbedürfnis?"
Antara: "Damit du ein Wesen nicht besitzen willst und unter Eifersucht leidest, wenn es mit einem anderen Sex hat."
Armonk, darüber nachdenkend: "Oh."
Antara zieht Armonk an der Hand hoch und sagt: "Komm, Armonk, wir wollen es gleich ausprobieren."
Armonk ist verblüfft.
Wie Antara mit Armonk an der Hand in Richtung Baumhaussiedlung weggeht, eilt auch Hisch herbei, ergreift seine Hand und sagt kichernd: "Abwechslung macht das Leben süss."
Armonk ist noch mehr verblüfft: "?hm ... ja ..."
Das Trio entfernt sich. Antara ist noch zu h?ren, wie sie referiert: "Du musst noch ein, zwei Sexpartner herstellen ..."
Aladan ruft ihnen protestierend nach: "He und ich?!"
Hisch ruft fr?hlich zurück: "Du kümmerst dich um das o Herr."
Aladan brummelt unfroh vor sich hin: "Ich will aber nicht ... Ich schlag ihm das Kopf ab."
Aladan schaut hoch zu Ambellmi und sagt: "Du da oben mit all deinem Macht. Du wirst dafür sorgen, dass Flirit nichts geschieht ..."
Aladan geht in Richtung Siedlung, drohend: "Und wenn du versagst, werde ich dich in kleine Scheibchen schneiden und dich dem Pilzwesen verfüttern."
W?hrend Aladan weiter geht, h?rt er Ambellmi sagen: ""Dafür würdest du wohl das Rest deines Lebens brauchen ...""
Aladan, würdevoll: "Pah."
Ambellmi: ""Aber es ist ein starkes Bild, um dein Zuneigung zu Flirit auszudrücken.""
Aladan muss l?cheln.
Aladan betritt die 'Villa' des Herrn.
Wie er in den Hauptraum kommt, sieht er den Herrn mit düsterem Blick auf einem erh?hten, majest?tischen Wurzelsessel hocken und grüblerisch vor sich hin starren.
Der Herr bemerkt Aladan und nimmt sogleich eine majest?tische Haltung ein. Herr, mit absch?tzigem L?cheln: "Kommst du, um mich zu t?ten?"
Aladan, ernst: "Ja, in gewissem Weise ..."
Herr, voller Spott: "Wenn es eine gewisse Weise gibt, jemanden zu t?ten, gibt es dann auch eine Ungewisse?"
Aladan l?sst sich nicht aus der Ruhe bringen: "Ja, vielleicht, aber das ist nicht das Frage ..."
Aladan, mit festem Blick auf den Herrn: "Das Frage ist, welches Teil von dir wir t?ten."
Herr, der sich allm?hlich zu ?rgern beginnt: "Du willst mich also verstümmeln?"
Aladan: "Ich würde das Entfernen eines Krebsgeschwulst nicht als Verstümmelung bezeichnen."
Herr, ungehalten: "Ich bin nicht krank! Ich bin Chromos 1!"
Aladan, ruhig und bestimmt: "Doch, du hast ein Herrschbedürfnis, ein Besitzbedürfnis und ein unglückliches sexuelles Neigung."
Herr, wütend: "Was geht dich das an?!"
Aladan, stoisch: "Wir werden das Herrsch- und das Besitzbedürfnis l?schen und das sexuelle Neigung auf erwachsene Frauen ab?ndern ... oder h?ttest du lieber M?nner oder beides?"
Herr, sch?umend vor Wut: "Du dreckiger Hund wagst es, so mit mir zu sprechen?!!"
Aladan stellt sich nahe vor den Sessel des Herrn und sagt mit seinem eindringlichsten Blick: "Mir ist klar, dass ein Herrschkrankes nicht von seinem Bedürfnis lassen will. Herrschen ist ja auch sein st?rkstes Droge ..."
Aladan, wie oben: "Aber noch viel klarer ist, dass du Flirit nie mehr Schmerzen zufügen wirst. Deshalb kommst du jetzt mit ... oder ich schlage dir das Kopf ab."
Herr, wütend: "Und wer gibt dir das Recht dazu?"
Aladan, kühl: "Wenn ich dich t?te, ist das Notwehr, weil du uns t?ten willst und Flirit Schmerzen zufügst. Ich t?te dich nur nicht, weil Flirit dich liebt. Aber ich lasse dich nur leben, wenn du Flirit nie mehr Schmerzen zufügst. Also w?hle: Kopf ab oder Wandlung deines Bedürfnisstruktur."
Wut und Furcht k?mpfen im Gesicht des Herrn.
Da wird seine Miene zu Stein, wie er wortlos aufsteht.
Aladan dreht sich um und geht voran mit den Worten: "Gehen wir."
Steinern bewegt sich der Herr vom Sesselpodest herab, gleichzeitig in seine Kleidung greifend.
Wie Aladan beim Ausgang anlangt, zieht der Herr eine Pistole aus seiner Kleidung, ...
... spannt sie mit der anderen Hand beim Hochziehen ...
... und feuert auf Aladans Rücken, der aber zu des Herrn v?lliger Verblüffung nicht mehr dort ist, wo er eben noch war.
Aladan, der einen Satz zur Seite gemacht hat, hechtet nun auf die Pistole des Herrn zu ...
... und entreisst sie ihm.
Vor den fassungslosen Augen des Herrn bricht er die Pistole in zwei Teile ...
... und wirft sie achtlos weg.
Mit Schwung l?dt sich Aladan den Herrn auf die Arme ...
... und s?uselt beim Verlassen der 'Villa': "Komm, mein Geliebtes, dein Leidenschaft entflammt mein Busen."
Das Gesicht des Herrn besteht nur noch aus totaler Fassungslosigkeit.
Szeneanfang:
Der Herr liegt, durch einen Tentakel von Hilfsorgane bewusstlos gehalten, auf Trage. Sein Kopf ist durch einen flachen Tentakel von Trage fixiert. Aladan hockt im Schneidersitz auf einem Felsen daneben. Flirit sitzt neben Aladan mit herab baumelnden Beinen. Beide beobachten schweigend den Herrn.
Aladan: "Hast du Schmerzen, Flirit?"
Flirit, l?chelnd: "Nein ..."
Flirit, mit nach innen gekehrtem Blick: "Aber es ist ... anders."
Aladan, interessiert: "Wie denn?"
Flirit, mit Blick auf den Herrn: "Es ist weg ..."
Flirit schaut Aladan mit grossen Augen etwas verunsichert an: "Ich muss ihm nicht mehr dienen."
Mit feinem L?cheln legt Aladan Flirit den Arm um die Schultern.
Getr?stet kuschelt sich Flirit an Aladan.
Flirit, mit geschlossenen Augen und feinem L?cheln: "Aladan ... du bist so wunderbar."
Aladan, versonnen vor sich hin l?chelnd: "Ja, das ist wahr."
Armonk, Hisch und Antara n?hern sich fr?hlich von hinten. Hisch ruft übermütig: "Hast du dich gut unterhalten mit dem Herrn?"
Aladan zu den inzwischen um Trage herumstehenden dreien, grinsend: "Zwischendurch war es etwas peng, aber dann lagen wir uns in den Armen."
Verwirrte Blicke.
Antara, ernst zu Aladan: "Darf ich deinen Worten entnehmen, dass das Herr aus freien Stücken sein Bedürfnisstruktur von uns ab?ndern l?sst? Denn dies scheint mir doch ein wichtiges Voraussetzung für unsere Hilfeleistungen, dass sie auf freiwilligem Basis durchgeführt werden."
Aladan, offensichtlich lügend: "Natürlich darfst du meinen Worten entnehmen ..."
Antara schaut ihn entrückt an, w?hrend Hisch ihn mit ihrem Blick durchbohrt. Beide im Chor: "Du lügst."
Zum Erschrecken des Publikums zückt Aladan ein Messer und h?lt es dem bewusstlosen Herrn an den Hals. Aladan ruft in Heldenpose: "Entweder ein Korrektur seines Bedürfnisstruktur oder es stirbt. Es wird auf kein Fall mehr Flirit ein Schmerz zufügen. Was Flirit betrübt, wird entrübt."
Armonk denkt vernachl?ssigt: 'Von meinem Schmerz spricht niemand.'
Hisch, einlenkend zu Antara: "Aladan hat das Herr dazu gezwungen. Aber Herrschkranke werden sich wohl nie freiwillig einem Korrektur unterziehen ..."
Antara, zweifelnd: "Wenn wir erwachsene Individuen gegen ihr Willen ab?ndern, überschreiten wir damit nicht ein Grenze?"
Aladan, engagiert zu Antara: "Wenn erwachsene Individuen anderen Schmerz zufügen, haben sie dann nicht schon l?ngst ein Grenze überschritten? ..."
Aladan, sein Messer empor reckend, dramatisch: "In dem Niemandsland jenseits des Grenze kreuzen sich die Klingen im Kampf gegen das Schmerz! Ausserdem wollte das Herr uns t?ten. Meneor h?tte es schon lange gek?pft."
Hisch kichert. Antara ist beeindruckt.
Antara, nach innen gekehrt vor sich hin blickend: "Das K?rper ist nur das Waffe des D?mons, das im Kopf sitzt. Zerst?ren wir nicht das K?rper. Zerst?ren wir das D?mon."
Antara, aufblickend: "Lasst uns beginnen."
Aladan, grinsend: "Wozu? Ich hab es schon getan."
Hisch, verblüfft: "Worüber streiten wir dann?"
Aladan, grinsend:
"Ein bisschen Streit, ganz nach Mass,
beschwingt das Tag und bringt uns Spass."
Ambellmi: ""ICH war's, das dieses Werk getan,
und nicht das kleine Aladan.
Das Hand von Al'dans Geist ist schwach.
Will es den Flug des Feder stoppen,
wird Schwerkraft kichernd es nur foppen.
Sein Atem formt ein seufzend 'Ach'.""
Hisch prustet los. Antara l?chelt. Aladan spielt den Beleidigten ...
... und sagt: "Ja ja, du bist das gr?sste Ambellmi aller Zeiten."
Aladan lacht schallend und ruft: "Was für ein gutes Witz!"
Hisch tippt sich befremdet das Spinnzeichen in Richtung Antara an die Schl?fe. Diese ist auch befremdet.
W?hrend Aladan weiter lacht über seinen Witz, lachen die beiden Frauen über das Spinnzeichen. Flirit schaut mit grossem Blick auf zum 'gr?ssten Ambellmi aller Zeiten' und Armonk fühlt sich im Irrenhaus.
Szeneanfang:
Ein Pfeilkopf rennt mit bedrohlicher Hektik auf Hisch zu, sodass diese schon an einen Angriff von wem auch immer denkt und erschrickt.
Pfeilkopf, aufgeregt: "Ein Messer, bitte. Hast du mir ein Messer? Ich brauche ein Messer ..."
Hisch, verblüfft über diesen Eifer, zückt ein Messer und streckt es dem Pfeilkopf hin.
Pfeilkopf, schon im Davon-trollen: "Danke, danke."
Neugierig folgt ihm Hisch in Richtung Madenteich.
Rings um den Madenteich herrscht eine seltsame Gesch?ftigkeit. Viele Pfeilk?pfe haben ein Messer, mit dem sie einander etwas in die Hornhaut ihrer Pfeilwerfer einritzen. Andere ritzen die Schn?bel der Reitv?gel. Mitten drin sitzt Aladan im Schneidersitz und schaut dem Treiben mit dem L?cheln des Buddha zu.
Hisch n?hert sich zwei Pfeilk?pfen, bei denen der eine eben fertig wird mit Schnitzen.
W?hrend der eine Pfeilkopf das Messer schweigend dem anderen übergibt, liest Hisch die Inschrift: Mefrewenis.
Antara tritt herbei und beobachtet mit stummer Neugier und ihrem dunklen Blick Hisch und die beiden Pfeilk?pfe aus einigem Abstand. Sie h?rt Hisch ratlos sagen: "Was soll denn das heissen?"
Wie der Pfeilkopf antwortet: "Mehr Freude. Weniger Schmerz." erhellt ein feines L?cheln Antaras Melancholie.
Hisch hat sich umgedreht und sagt auf Antara zugehend, seufzend: "Aladan hat ihnen Flausen in das Kopf gesetzt."
Antara, wie oben: "Wohl eher an das Kopf."
Hisch grinst.
Aladan hat sich auf seinem Stein erhoben und beginnt eine pathetische Ansprache: "Meine allerverehrungswürdigsten Mitstreitenden in diesem galaktischen Kampf ..."
Hisch kommentiert sarkastisch: "Bloss galaktisch ... Sollte Aladan ein Hauch von Bescheidenheit gestreift haben?"
Die Reitv?gel und Pfeilk?pfe unterbrechen ihr Treiben und scharen sich in respektvollem Abstand um Aladan. Dieser nimmt das befriedigt zur Kenntnis und sagt wie oben: "H?rt mein Vortrag ..."
Aladan, wie oben: "Wo früher das Herr befahl, wird nun niemand mehr da sein, das befiehlt und niemand, das gehorcht. Wie also werdet ihr eure Entscheidungen treffen? ..."
Gespanntes Schweigen des Publikums.
Aladan, wie oben: "Zu lenken eures Willens Kraft sei das beste Gedanke euer Herr ..."
Zwischenruf eines Reitvogels: "Und wenn, grosser und wunderbarer Aladan, wir uns nicht einig sind, was der beste Gedanke ist?"
Aladan, wie oben: "Dann erprobt ihr jedes Gedanke, bis ihr wisst, welches das beste ist ..."
Zwischenruf Pfeilkopf: "Und wenn, grossartiger Aladan, wir keine Zeit dafür haben?"
Aladan, wie oben: "Dann lasst Vorteil gelten ..."
Reitvogel: "Und was, Bewundernswerter, will uns das sagen?"
Aladan, wie oben: "Ihr nehmt euer Lieblingsgedanke zurück und g?nnt den anderen solange Vorteile, bis ein Gedanke das Zustimmung aller erf?hrt ..."
Pfeilkopf, bewundernd: "Wie Weise, Erleuchteter."
Aladan, wie oben: "Und was nun ist das Massstab unserer Gedanken? ..."
Gespannte Erwartung beim Publikum.
Aladan, wie oben: "Mehr Freude. Weniger Schmerz ... Und damit sind nicht eure pers?nlichen Gefühle gemeint. Stellt euch vor, es g?be im Universum ein Messs?ule für Schmerz und eines für Freude. Jedes Auftreten eines schmerzhaften Wisperfeldes im Universum erh?ht das Schmerzs?ule. Jedes freudvolle Wisperfeld erh?ht das Freudens?ule ..."
Aladan ruft leidenschaftlich: "Lasst uns k?mpfen für das Wachstum des Freudens?ule!"
Das Publikum h?rt ihm and?chtig zu.
Mit seitlich angewinkelten Armen, die Handfl?chen auf Schulterh?he nach vorn gerichtet, ruft Aladan feierlich: "Mefrewenis!"
Im Hintergrund ruft das Publikum begeistert 'Mefrewenis! Mefrewenis! Mefrewenis!'.
Hisch h?hnt: "Aladan hat ein paar Dumme gefunden, vor denen es sich aufplustern kann."
Antara, melancholisch l?chelnd: "Es macht ihnen Freude. Und es liebt es, dafür geliebt zu werden. So soll es doch sein."
Hisch flüstert Antara zu: "Schon, aber ich habe doch ein Ruf als Hexe zu wahren."
Antara und Hisch schauen sich an, Hisch kichernd, Antara l?chelnd.
Spontan nimmt Antara Hischs Gesicht in die H?nde und küsst sie auf den Mund.
Wie die beiden Frauen sich umarmen und küssen, bleibt der herankommende Armonk verblüfft stehen. Er begreift die Welt nicht mehr.
Szeneanfang:
W?hrend der folgenden Szene schaut der Herr ernst und nachdenklich vor sich hin und g?nnt uns mit keiner Regung seines Gesichts einen Einblick in seine Gefühle. Antara betritt den grossen Raum der 'Villa', wo der Herr, wie geschildert, auf seinem Thron sitzt.
Antara steht nun vor dem Herrn und sagt mit ihrem dunklen L?cheln: "Wie geht es dir?"
Der Herr schweigt und beachtet sie nicht im geringsten, als habe er nichts geh?rt.
Antara schliesst ihre Augen und taucht ein in die Wisperfelder des Herrn, die ihr grosse Verwirrtheit und einen kleinen Anteil dunkle Verzweiflung zeigen.
Antara, wieder mit offenen Augen, einfühlsam: "Du bist verwirrt und leicht verzweifelt. Wie kann ich dir helfen?"
Antara, sich mit ihrem nackten K?rper in aufreizender Pose vor ihm r?kelnd: "Willst du vielleicht dein neues Paarungsbedürfnis ausprobieren?"
Antara, besorgt über die ausbleibende Reaktion des Herrn: "Oder haben Aladan und Ambellmi etwas verkorkst?"
Hoch konzentriert durchstreift Antara mit geschlossenen Augen die Wisperfelder des Herrn und kommentiert das erste Wisperfeldbild: "Kein Herrschbedürfnis ... und kein Demütigungsschmerz ..."
N?chstes Wisperfeldbild: "Mehr Einfühlungsverm?gen ... st?rkeres Beliebtheitsbedürfnis ..."
N?chstes Wisperfeld: "Paarungsbedürfnis mit erwachsenen Frauen ... kein Besitzbedürfnis ..."
N?chstes Wisperfeld: "Das Angstmaximum halbiert ..."
Antara, mit ge?ffneten Augen, erfreut: "Die beiden haben das gut gemacht ... Du hast jetzt ein Bedürfnisstruktur, das dir erlaubt, glücklich zu werden."
Antara, bekümmert von dem Gedanken: "Denn sieh: Ein starkes Herrschbedürfnis l?sst sich nie s?ttigen. Selbst wenn du Herr des Universums bist. Vielleicht ist da noch ein zweites Universum, ein gr?sseres mit einem Herr, das m?chtiger ist ... Es h?rt nie auf, es l?sst dich nie im Ruhe. Und das kleinste Missachtung deines Herrlichkeit l?sst dich zusammenkrümmen vor Demütigungsschmerz ..."
Antara, mit grosser Eindringlichkeit: "Für Herrschkranke mag es Augenblicke des Triumphes geben, ... aber niemals ein friedliches Schwimmen im Meer des Glücks."
Ankara, entrückt auf ihren Gedanken schwebend, mit ausgebreiteten Armen: "Deine Herrschgedanken werden in Bedeutungslosigkeit versinken, weil das Bedürfnis, das sie belebte, nicht mehr existiert. H?re auf die Stimmen deiner neuen Bedürfnisse. Sie werden Klarheit bringen in dein Verwirrung und dein Handeln wird ganz selbstverst?ndlich von ihrem Sinn erfüllt. Du wirst wissen, was zu tun ist. Und es wird gut sein."
Antara schaut einen langen Augenblick auf das Gesicht des unbewegten Herrn.
Antara, im Begriff, den Raum zu verlassen, über die Schulter, mit ihrem dunklen L?cheln: "übrigens ist Flirit ein Chromos 2. Es wird also in wenigen Monaten erwachsen sein."
Szeneanfang:
Flirits Kopfhaar ist schon etwas nachgewachsen, aber nur ganz wenig. Die H?nde über ihren Knien aufgestützt, steht sie vorgebeugt in der Wüste neben der Baumhaussiedlung und ruft übermütig: "Bespring mich!"
Aladans flache H?nde legen sich von hinten auf ihren gebeugten Rücken, ...
... sodass Aladan sich abstützen kann, um mit gespreizten Beinen über Flirit hinweg zu hopsen.
Ein paar Schritte weiter nimmt er dieselbe gebeugte Haltung ein, ...
... sodass nun Flirit, übermütig lachend, über seinen Rücken hopsen kann.
Antara beobachtet die Szene mit dunklem, Armonk mit verhaltenem und Hisch mit amüsiertem L?cheln.
W?hrend Aladan und Flirit ihr Spiel fortsetzen, sagt Antara ernst zu Armonk und Hisch: "Flirit lacht, obwohl es weinen m?chte ... Es weiss, dass das Stunde des Abschieds gekommen ist."
Hisch, die sich von Flirits Fr?hlichkeit hat t?uschen lassen, ist überrascht. Armonk schaut ernst.
Antara, wie oben: "Armonk, wirst du Flirit in Zukunft in die Arme nehmen und ihm die Tr?nen abwischen?"
Armonk stottert überrascht mit nach unten geschlagenen Augen: "?hm ... ich ... Das geh?rte bislang nicht zu meinen Aufgaben."
Wie er aufschaut, sieht er die fragenden Blicke der beiden Frauen auf ihm ruhen."
Armonk, etwas hilflos vor sich hin: "Flirit war das Eigentum des Herrn ... Ich h?tte es nie gewagt ... Aber es hat sich alles ge?ndert ..."
Armonk fasst sich und blickt den Frauen in die Augen: "Ich muss lernen, mich in der neuen Situation zurecht zu finden ..."
Armonk, wie oben, mit tapferem L?cheln: "Flirit zu tr?sten w?re wohl nicht der schlechteste Anfang."
Flirit fasst die beiden Frauen an den H?nden und will sie zu Aladan ziehen. Flirit, mit gekünstelter Fr?hlichkeit: "Macht mit! Das ist lustig."
Doch die Frauen halten Flirit zurück und Antara sagt ernst und sanft: "Flirit ... wir müssen jetzt gehen."
Flirit, auf Knien, ganz zusammengeklappt, das Gesicht fast am Boden, weinerlich: "Ihr dürft nicht gehen."
Aladan setzt sich zu Flirit und sagt ernst: "Da gibt es ein Frau. Das Frau ist eingesperrt in ein Gef?ngnis mit Mauern aus Angst. Das Angst qu?lt es Tag für Tag für Tag. Und eines Tages, wenn es die Schmerzen nicht mehr aush?lt, wird es sich in das Tod stürzen. Und wenn es tot ist, wird das Mann, das es liebt und mit ihm leidet, Tag für Tag für Tag, sich vielleicht auch in das Tod stürzen. Was meinst du Flirit, sollen wir die beiden retten?"
Flirit schaut mit Tr?nen nassem Gesicht zu Aladan auf: "Wie heisst die Frau?"
Aladan, wie oben: "Es heisst Tanja."
Flirit, tapfer: "Du musst Tanja retten."
Aladan steht und hilft Flirit hoch. Aladan, l?chelnd, in irgend eine Richtung weisend: "Lass uns gemeinsam das Welt retten, du hier und ich dort drüben."
Flirit nickt tapfer.
Aladan und Flirit stehen sich gegenüber, halten beide ihre Handfl?chen seitlich auf Schulterh?he und sagen im Chor: "Mefrewenis."
Erst jetzt wird Ambellmi sichtbar, das die ganze Zeit neben der Personengruppe gewartet hat. Antara: "Es ist so weit, Ambellmi."
W?hrend Hisch, Antara und Aladan langsam hoch schweben, legt Armonk der neben ihm stehenden Flirit tr?stend die Hand auf die Schulter.
Zu seiner grossen überraschung schlingt Flirit ihre Arme um seine Taille und drückt ihre Wange an seine Seite, sodass sie die hoch schwebenden Gestalten noch sehen kann.
Wie die Genvilles auf dem Rand von Ambellmi landen, sehen sie Armonk und Flirit winken und winken zurück.
Sie gehen ein paar Meter vom Rand weg. Hisch: "Ob das gut gehen wird mit den dreien?"
Antara: "Was kann das sagen?"
Aladan, voller überzeugung: "Flirit wird den Lahm?rschen schon das Marsch blasen."
Hisch kichert. Antara l?chelt leicht.
Antara wendet sich ab in die Richtung ihres Rückweges und streckt die Arme nach vorn. Antara, wie eine Priesterin: "Bring uns zurück, Ambellmi."
Ambellmi: ""Soll ich uns weg doppeln?""
Antara erschrickt ...
... und wehrt dann nerv?s ab: "Nein nein, das ... ?hm ... müssen wir noch etwas üben."
Ambellmi: ""Hihihi.""
Da merkt Antara, dass Ambellmi sie nur geneckt hat, und muss l?cheln.
Ambellmi setzt sich in Bewegung, sodass Haar und Kleidung der Genvilles zu flattern beginnen. Hisch, grübelnd: "Findet ihr es nicht seltsam, dass Flirit das Herr liebt, obwohl es ihm so viel Schmerzen zugefügt hat?"
Aladan, treuherzig: "Nun, ich liebe dich doch auch, obwohl du mich immer qu?lst."
Hisch, als w?re es die selbstverst?ndlichste Sache der Welt: "Aber du liebst das Schmerz."
Aladan ist verblüfft, ...
... schaltet jedoch schnell und sagt, gespielt schw?rmerisch: "Ja, ich sehne mich nach deinem Fuss in meinem Hintern."
Da tritt Hisch kr?ftig zu ...
... und Aladan fliegt zu ihrem Schrecken über den Rand von Ambellmi hinab.
Mit einem entsetzten "Aladaaan!!!" rennt Hisch zum Rand ...
... und schaut herab in Erwartung eines Todessturzes.
Aber Ambellmi hat Aladan 'aufgefangen', sodass dieser jetzt fliegt wie Superman und verzückt ruft: "Ich fliiiege! Ich fliiiege!"
Hisch springt auch von Ambellmi mit den grimmigen Worten: "Du Missgeburt eines Windhose!"
Hisch und Aladan fliegen lachend neben einander, schlagen mit den Flügeln, ...
... drehen sich wie Luftdelphine im heftigen Wind, verspielt wie Kinder.
Antara steht über ihnen, am Rand von Ambellmi, mit geschlossenen Augen und glücklichem Gesicht und denkt: 'Oh, ein Augenblick des Glücks ...'

