Szeneanfang:
Die Tribünen sind fertig. Die Halterungen ragen so weit über den S?uregraben hinaus, dass die Sitzpl?tze nahe an die Glaskuppel von Genville heran reichen. Totenstille scheint zu herrschen.
Doch am Rand des S?uregrabens warten zehntausende von Leuten darauf, auf die Tribünen gelassen zu werden. Unter den misstrauischen Augen der Guards ist nur Gemurmel zu h?ren. die Atmosph?re ist gespannt wie Federstahl.
Die Barrieren werden ge?ffnet, ...
... und die Leute dr?ngen wie Ameisen über die Zug?nge auf die Tribünen.
Szeneanfang:
Neben dem Bunkereingang steht das Fasswesen in seinem Glasbeh?lter. Das Natural News Team kommt aus dem Bunkereingang.
Selbstbewusst, ohne ein Zeichen der Angst stellt sich die Reporterin neben den Glask?fig und l?sst sich vom Kameramann filmen.
Reporterin, strahlend in die Kamera: "Das Motto unserer heutigen Genville-übertragung lautet 'Die letzte Stunde der Genmonster' ..."
Reporterin, auf den K?fig t?tschelnd: "... Mit Hilfe dieses putzigen Fasswesens werden wir heute das Herz unserer Stadt vom genetischen Müll s?ubern und zurückerobern. Diese Reinigungsarbeiten werden dem Fasswesen umso leichter fallen, als der Hauptunruhestifter und gef?hrliche Genkrieger Meneor bereits von unserem Stadthelden Edel ausgeschaltet worden ist ..."
Reporterin, begeistert: "... Ein Hoch dem edlen Edel!"
Die Reporterin erschrickt, wie neben ihr ein Schnappen ert?nt, ...
... weil die Verschlüsse des K?figs ferngesteuert aufspringen.
Das NN-Team rennt in eine sichere Entfernung, ...
... wo es weiter filmt. Im Hintergrund sind die zum Bersten gefüllten Tribünen zu sehen.
Die W?nde des K?figs klappen auseinander. Das Fasswesen ist frei.
Der untere Rand des Fasses hebt sich etwas vom Boden. Gleichzeitig bewegt sich der 'Deckel' ein wenig nach oben.
Nachdem das Fasswesen sich orientiert hat, rennt es auf ein Gebüsch zu, ...
... in dem es sich versteckt, ...
... um weiter seine Umgebung zu beobachten.
Pl?tzlich ist Meneor im Blickfeld des Fasswesens. Er steht l?chelnd da im freien Gel?nde und schaut unverwandt das Fasswesen an.
Stadtbildschirm. In voller Gr?sse des Bildschirms steht Meneor da, l?chelnd und v?llig gesund. Das Publikum raunt 'Meneor lebt', 'Meneor lebt', Meneor lebt'.
Verblüfftes Raunen auch auf den Tribünen: 'Meneor lebt', 'Meneor lebt', 'Meneor lebt'.
Weiss vor Schreck und ?rger kommentiert die Reporterin: "Wenn das keine Aufblaspuppe ist, dann lebt der Sexualverbrecher Meneor immer noch ... Die Genmonster haben uns an der Nase herumgeführt."
Beh?nde bewegt sich das Fasswesen ins Freie.
Wie zwei Revolverhelden stehen sich Meneor und das Fasswesen gegenüber.
Reporterin aus dem Off: "Diesmal gibt es für den Verbrecher kein Entkommen mehr. Der von der Natural Guard gefangene Kampforganismus ist sehr wirkungsvoll gepanzert, so dass Meneors Messer nichts ausrichten k?nnen."
Die Schiessspalte des Fasswesens klappt auf.
Mit lautem 'Plop' rast eine schwarze Speerspitze auf Meneor zu.
Meneor st?sst sich vom Boden ab ...
... und macht einen Hechtsprung über die anfliegende Speerspitze, ...
... überrollt sich am Boden ...
... und steht wieder l?chelnd da, als sei nichts geschehen.
Reporterin aus dem Off: "Indem er einer Speerspitze ausweicht, hat er noch nichts erreicht. Wie will Meneor diese Festung angreifen?"
Wieder kommt eine Speerspitze angeflogen, ...
... die Meneor überrollt.
Noch eine Speerspitze, ...
... die Meneor überrollt.
Jetzt aber bleibt Meneor nicht stehen, sondern springt ab ...
... und fliegt in hohem Bogen auf das Fasswesen zu.
Zielsicher landet er auf dem Deckel des Fasswesens, ...
... welches sofort s?mtliche ?ffnungen zuklappt.
Meneor zieht ein Messer, ...
... h?lt es mit beiden H?nden so vors Gesicht, dass niemand sehen kann, dass er mit dem Messer spricht und flüstert: "Sirrr!"
Meneor wirft das Messer mit geringer Kraft so, dass es bloss mit der Spitze in der Seite des Fasswesens stecken bleibt.
Reporterin aus dem Off: "Jetzt ist Meneor in der Sackgasse. Seine Waffen sind stumpf gegen den Kampforganismus ... Ihm bleibt nur noch zu fliehen und sich zu verstecken, wie es einem feigen Sexualverbrecher entspricht."
Meneor geht in die Hocke.
Pl?tzlich schnellt der Deckel des Fasswesens mit grosser Wucht etwa drei Meter nach oben. Meneor wird von der Beschleunigung zusammengestaucht.
Auf dem Totpunkt der Deckelbewegung st?sst sich Meneor ab.
Meneor wird hochgeschleudert, ...
... bis dicht unter das Kuppeldach, von wo aus er eine schwindelerregende übersicht über Genville hat.
W?hrend Meneor aus der grossen H?he herab stürzt, kommentiert die Reporterin schadenfroh: "Diesen Sturz wird er nicht überleben. Lassen Sie uns gemeinsam das Ende eines schweinischen Lebens geniessen ..."
Meneor landet auf dem immer noch hochgereckten Deckel des Fasswesens, ...
... welcher nach unten federt, ...
... bis nur noch die übliche Sichtspalte offen bleibt.
Unversehrt und l?chelnd steht Meneor auf dem Fasswesen, ...
... beugt sich nach unten, ...
... ergreift das im Fasswesen steckende Messer, ...
... macht eine Hechtrolle, w?hrend er gleichzeitig sein Messer aus dem Fasswesen zieht ...
... und landet auf dem Boden, ...
... wo er sich hinsetzt und l?chelnd das Fasswesen anschaut.
Die bildgeile Reporterin hat sich mit ihrem Kameramann, jede Gefahr missachtend, bis auf wenige Meter dem Fasswesen gen?hert, um das Zerplatzen von Meneor m?glichst nahe filmen zu k?nnen. Sie ist v?llig konsterniert über das Bild mit dem seelenruhig neben dem Fasswesen sitzenden Meneor.
Fasswesen: "Hallo Krieger, immer noch spielst du gern."
Meneor, lachend das Fasswesen t?tschelnd: "Fliegen macht doch Spass."
Reporterin, kreideweiss vor Entsetzen: "Was für eine Sch..."
Reporterin, sich an ihren ?ffentlichen Auftritt erinnernd: "... schicksalhafte Fügung ... Die beiden Monster scheinen sich zu kennen."
Die Reporterin h?lt dem Fasswesen das Mikro hin.
Sofort ?ffnet sich die Wurfspalte des Fasswesens.
Meneor, die H?nde abwehrend nach dem Fasswesen streckend: "Nicht, Tonne ... Das ist kein Waffe."
Erschrocken schaut die Reporterin auf die Wurfspalte.
Reporterin, noch bleich vor Schreck, Tonne das Mikro hin haltend: "?h ... Tonne? Darf ich Sie Tonne nennen?"
Tonne: "Ja, ich Tonne ... du bist Fleisch für Krieger?"
Meneor muss laut lachen. Der Kameramann kichert 'Hihihi' ...
... und bekommt von der ver?rgerten Reporterin eins ans Schienbein getreten.
Reporterin, beleidigt: "Der Charme dieser Monster ist umwerfend."
Reporterin, missmutig Tonne das Mikro hinhaltend: "Warum haben Sie dieses Sexmonster nicht umgebracht?"
Tonne: "Freundlich sein zum Krieger gibt l?ngeres Leben."
Meneor, l?chelnd: "Warum sagst du Sexmonster? Ich habe dir doch gezeigt, dass ich kein Sex machen kann."
Reporterin, emp?rt: "Und neulich, als Sie Ihre Partnerin in aller ?ffentlichkeit durchge... ich meine, mit ihr Liebe gemacht haben? Sie sind ein Schwindler, und ich bin drauf reingefallen."
Meneor, l?chelnd: "Ja."
Mit beleidigtem Gesicht wendet sich die Reporterin wieder Tonne zu: "Aber Sie h?tten doch wegrennen k?nnen, dann w?re der Krieger am Boden zerschmettert worden und Sie h?tten nichts mehr zu fürchten gehabt."
Tonne: "Ich nicht fürchte den Krieger ... Wenn wir uns sehen, spielen wir Werfen und Fliegen, ... macht Spass."
Reporterin, in die Kamera, zynisch: "Offensichtlich herrscht in der Wüste ein fr?hlicher Kindergarten, und unsere ?ngste vor mordenden Monstern sind v?llig unbegründet. Vielleicht sollten wir die Wiederbesiedelung der Wüste mit dem Abwurf von Fussb?llen beginnen. Dann w?ren die Kampfmonster so mit Spielen besch?ftigt, dass sie uns nicht beachten würden."
Chief Held, vor dem Fernseher, rot vor Wut zu einem Guard: "Sagen Sie der Schnepfe, sie soll die übertragung beenden. Anschliessend soll Meer die Giftkapsel zünden, sonst haben wir noch mehr ?rger am Hals."
Der Kameramann flüstert zur Reporterin: "Wir sollen sofort abbrechen und verschwinden."
Reporterin, ver?rgert: "Wer sagt das?"
Kameramann, flüsternd: "Chief Held."
Die Reporterin erschrickt.
Eilfertig zieht sich das NN-Team zurück. Reporterin zum Kameramann: "Aber die Leute auf der Tribüne k?nnen doch alles sehen."
Kameramann: "Auf die Entfernung siehst du nicht genau, was l?uft."
Ein dumpfes 'Ploff' l?sst Meneor zu Tonne herumfahren.
In Tonnes Seite ist ein Faust grosses Loch, über dem sich eine kleine Rauchwolke kr?uselt.
Tonne macht 'Ahhh!'.
Dann klappen seine ?ffnungen zu.
Meneor springt auf ...
... und rüttelt an Tonne. Meneor: "He, Tonne, was ist mit dir?"
Als Tonne nichts antwortet, schnuppert Meneor an der ?ffnung ...
... und sagt begreifend zu sich selber: "Gift!"
Kurzerhand packt er Tonne oben und unten ...
... und wuchtet den schweren K?rper auf die Schultern.
So schnell es geht, rennt er mit ihm zum Labor.
Als Meneor zur Tür?ffnung des Labors herein stürmt, sind alle Genvilles ausser Caesar bei der Arbeit. Meneor ruft: "Schnell, Tonne ist vergiftet worden!"
Meneor stellt Tonne auf den Boden.
W?hrend die übrigen Genvilles herbeieilen, bleibt Aladan stehen, streicht sich das Kinn und sagt, Tonne betrachtend: "Tonne? ... Ein durchaus passendes Name ..."
Einige Genvilles stehen um Tonne herum und ultraschallen ihn.
Estragon: "Ein betr?chtliches Stück seines K?rpers ist abgestorben. Rings um das Giftherd ist das Gewebe v?llig entw?ssert. Damit hat Tonne verhindert, dass das Gift sich in seinem ganzen K?rper verteilt."
Aladan: "Ein bemerkenswertes Reaktion."
Wagon: "Wir schliessen es an die Hilfsorgane an und entfernen das Giftherd."
Lara: "Wo willst du etwas anschliessen? Da hat's überall Panzer."
Meneor: "Unten ist nicht so viel Panzer."
W?hrend Estragon eine Probe des vergifteten Gewebes entnimmt, sagt Wagon: "Dann legen wir das Ding auf das Bahre."
W?hrend Estragon die Probe ins Bioskop eingibt, wuchtet Meneor Tonne auf die lebende Trage.
Die acht Beine der Trage knicken ein und die Trage macht: "Aua!"
Aladan, sp?ttisch: "Wofür haben wir dir acht Beine gegeben? Damit du bei jedem Fliegengewicht schlapp machst?"
Trage, protestierend: "Wenn ihr schon mit einem Tonne nach mir schmeissen wollt, müsst ihr mich vorher warnen, ihr Deppen ... Im übrigen habe ich schlecht geschlafen."
W?hrend die Genvilles kichern, rollt Meneor Tonne l?chelnd von der Trage runter auf den Boden.
Piri schiebt die Hilfsorgane heran.
Die Tentakel der Hilfsorgane suchen sich zwischen Tonnes angezogenen Beinen einen Weg in den K?rper.
Estragon steht vor dem Bioskop und betrachtet die molekulare Struktur des Giftes auf dem Schirm.
Estragon: "Tankwesen, schau mal her. Kannst du ein Bakterium herstellen, das dieses Giftmolekül in harmlose Substanzen aufspaltet?"
Tankwesen: "Kein Problem, mein Kleines. Wenn du mich t?tschelst, besorg ich's dir."
Estragon geht l?chelnd auf das Tankwesen zu ...
... und t?tschelt es. Tankwesen: "Ah, was für zarte H?nde ..."
Piri zu den Hilfsorganen: "Nun?"
Hilfsorgane: "Kein Sorge, ich halte dieses Ding am Leben."
Estragon komm herbei. Zwischen zwei Fingern tr?gt er eine Art Walnussschale.
Estragon leert die Walnussschale über Tonnes Wunde aus. Ein Pulver rieselt herab. Estragon: "Die Bakterien werden das Gift neutralisieren. Dann kann Tonne dieses Teil des K?rpers regenerieren."
Alle schauen Estragon zu.
Pl?tzlich klatscht Aladan in die H?nde und sagt lehrerhaft, mit hoch gerecktem Kopf und spitzem Mund: "Genug ges?umt, meine Kinder. Auf, auf! Das Forschung ruft."
Hisch gibt Aladan einen Tritt in den Hintern, dass der mit 'Aua'-Rufen durchs halbe Labor fliegt, und sagt sp?ttisch: "Dann lass dein Geliebtes nicht warten."
Die übrigen kichern.
Alle sind wieder in ihre Forschungen vertieft, ...
... ausser Caesar, der mit Meneor in der N?he der Tür?ffnung steht.
Caesar, schadenfroh: "Dein Truppe ist nicht sonderlich motiviert, dich in deinem Krieg zu unterstützen."
Meneor: "In ihnen gibt es keine Wutfelder, wenn sie Schmerzen haben, ..."
Caesar: "Ausser bei Hisch."
Meneor: "... und sie haben kein Siegbedürfnis... und kein Herrschbedürfnis, kein Demütigungsschmerz ..."
Caesar: "Du meinst, für sie ist K?mpfen so spannend wie das Labor aufr?umen ..."
Meneor: "Ja."
Caesar, zynisch: "Dann k?nnen sie nicht überleben. Im Kampf ums überleben gewinnen die St?rkeren. Und wie k?nnen sie st?rker sein, wenn sie nicht einmal k?mpfen wollen?"
Meneor: "Sie haben Gründe zum Leben: Freude am Neuen, Freude am Beliebtsein. Und sie haben Grund zu k?mpfen: zum Vermeidung von Schmerzen."
Caesar: "Das reicht aber nicht, um Spass am K?mpfen zu haben. Und ohne Spass k?mpfen sie nur widerwillig – damit haben sie schon verloren."
Meneor: "Du hast das Wichtigste nicht begriffen."
Caesar staunt.
Meneor: "Wenn du genug weisst, brauchst du nicht zu k?mpfen ... Du brauchst nur noch zu wollen, und es geschieht."
Caesar ist verwirrt.
Szeneanfang:
In der NG-Zentrale. Ein Guard r?umt mit einem schr?gen Blick auf Held dessen leere Kaffeetasse ab.
Yon sitzt gedankenverloren an seinem Pult.
Held beobachtet Yon nachdenklich ...
... und sagt dann: "Komm, Yon, wir gehen auf Inspektion."
Yon schreckt aus seinen Gedanken auf ...
... und sagt mechanisch: "Ja Chief."
Der Guard, der vorhin Helds Kaffeetasse abger?umt hat, legt diese auf Harts Schreibtisch und sagt: "Helds Kaffeetasse mit seiner Speichelprobe."
Ohne sichtbare Gefühlsregung schaut Hart auf und sagt: "Danke, Sie k?nnen gehen."
Der Guard salutiert zackig ...
... und verl?sst Harts Büro.
Held und Yon spazieren durch die düsteren Kellerg?nge des Gef?ngniskomplexes.
Held ?ffnet eine schmutzige Tür.
Sie betreten einen Raum mit m?chtigen Heizkesseln.
Held setzt sich auf ein Betonpodest, w?hrend Yon ziellos im Raum stehen bleibt.
Held schaut Yon fragend an. Yon schaut melancholisch vor sich hin.
Held wartet schweigend.
Yon wendet sich von Held ab ...
... und fragt leise: "Was willst du h?ren?"
Held schaut und schweigt beharrlich.
Yon, wie oben: "Spürst du es nicht? ..."
Held: "Was?"
Yon, wie oben: "... Wir haben etwas in Gang gesetzt, das wir nicht mehr kontrollieren k?nnen ... Ich sehe eine riesige Welle auf uns zukommen ... Sie wird uns zermalmen ..."
Held nimmt Yons Worte sehr ernst und sagt: "Es sind die Ver?nderungen, das Ungewisse, welches dir bedrohlich erscheint, ... bis du dich zurecht gefunden hast in der neuen Welt."
Yon, wie oben: "Was ist neu an einer Welt voll Herrschaft, Hass und Gewalt? ... Wie k?nnte mich eine solche neue Welt ?ngstigen? Sie ist doch nur eine aufgefrischte alte, die ich bestens kenne ... Du verstehst nicht, was ich meine ..."
Held, betroffen: "Dann erkl?r es mir."
Yon, sich zu Held umdrehend: "Du siehst jeden Tag jünger aus. Bald wird niemand mehr an die 'Hormontherapie' glauben ... Und dann werden die Kr?fte, die du an die Macht gebracht hast, uns vernichten ... einfach zerquetschen, wie l?stige Insekten ..."
Held, schwach protestierend: "Meine Verdienste werden uns schützen ... Sie werden ein Auge zudrücken und uns schützen ..."
Yon, bitter l?chelnd: "Die Natural Guard reisst eher noch ein paar Augen auf, als dass sie eines zudrückt ... Du hast sie selber so erzogen."
Held, die Ellbogen auf den Knien und das Gesicht in den H?nden: "Hart, dieses Schwein, hat sich bei Meer nach mir erkundigt ... Meer meint, dass er nicht eher Ruhe gibt, bis er von mir eine Genanalyse hat."
Yon, erschrocken: "Wir stehen n?her am Abgrund, als ich geglaubt habe ... Und du machst hier den starken Mann ..."
Held, unsicher aufblickend: "Ich wollte dich nicht beunruhigen ..."
Yon, aufgeregt: "In deinen Augen bin ich immer noch der kleine Junge, den du gerettet hast ... Aber sieh mich an, hier, heute und jetzt! Sieh genau hin! ... Ich bin erwachsen ..."
Held, unsicher: "Nun h?r schon auf ... Es tut mir ja Leid ..."
Yon, ruhig: "Wir waren beide tot ... Und trotzdem leben wir noch ... lebende Tote ... Ich habe dich zum Zombie gemacht und du mich ... Wir brauchen uns nichts vorzuwerfen ..."
Yon, bitter l?chelnd: "... Aber wir sollten uns fragen, ob wir gleich in den S?uregraben springen oder vorher noch ein paar Runden um den Block drehen ..."
Held, b?se: "Wir werfen Hart in den S?uregraben, dann haben wir für einen Augenblick Ruhe ..."
Yon, den Vorschlag mit einer Handbewegung verwerfend: "Das Gerücht, dass du ein Chromos 1 bist, breitet sich aus wie ein Buschfeuer ... Die Guards werden dir zunehmend mit Misstrauen begegnen ... Deine Herrschaft ist zuende, bevor sie richtig begonnen hat ..."
Held, bitter grinsend: "K?nntest du nicht wieder ein lieber, kleiner Junge sein und aufh?ren, meine Ideen zu kritisieren?"
Held steht auf und sagt mit festem Blick: "H?r zu, mein erwachsener Junge, du untersch?tzt ganz gewaltig meinen Einfluss. Für die Natural Guards bin ich der Gr?sste ..."
Held, zur Tür eilend: "... Und ich werde dir beweisen, dass das auch in Zukunft gilt."
Unsicher schaut Yon ihm nach.
Kommandant Harts Milit?rjeep h?lt vor dem st?dtischen Universit?tsgeb?ude.
Mit einer Tasche in der Hand eilt er die Treppe hoch zum Eingang der Universit?t.
In einem Labor nimmt Hart die Tasse aus der Tasche ...
... und übergibt sie einem weissbekittelten Wissenschafter mit den Worten: "Bitte machen Sie eine Genanalyse vom Speichel, den Sie auf dieser Tasse finden."
Wissenschafter, ergeben nickend: "Jawohl, Kommandant Hart."
Szeneanfang:
Meneor und Piri sitzen an einem lauschigen Pl?tzchen zusammen im Schneidersitz am Boden.
Meneor betrachtet aufmerksam Piri.
Piri wirkt entspannt.
Piri, leise, als dürfe sie Meneor nicht st?ren: "Spürst du's?"
Meneor, mit hellem Blick, staunend: "Ja, du bist voll Glück."
Piri, sinnierend: "Ich glaube, die haben bei mir ein Fehler gemacht. Ein Wesen voll Glück liegt doch bloss noch herum, weil es kein Grund gibt, sich zu bewegen."
Meneor, ohne Piri zu berühren: "Ich kann dein Glück sehen. Es ist sehr hell. Aber da sind noch andere Gefühle, die machen, dass du dich bewegst. Sie haben kein Fehler gemacht."
Piri, staunend: "Dein Feldsinn funktioniert also auch auf Distanz."
Sie l?cheln sich schweigend an.
Piri, still vor sich hin: "Weisst du, Meneor, es ist sehr sch?n, wenn dein Blick auf meinem Seele ruht."
Meneor runzelt die Stirn.
Piri, erstaunt: "Warum runzelst du das Stirn? Ist etwas nicht gut?"
Meneor, mit tiefem Blick: "Ich habe viel Unsch?nes erlebt. Erst in Genville hat sch?n ein Bedeutung bekommen."
Piri, mitfühlend: "Oh."
Meneor, wie oben: "Und ich habe mich noch nie bei einem Wesen so gut gefühlt wie bei dir."
Piri, mit Tr?nen der Rührung: "Oh."
Piri, mit Tr?ne, strahlend: "Wenn du noch mehr solche Sachen sagst, wird mein Glück so gross, dass ich bald nur noch da liege und atme."
Meneor, mit strahlendem L?cheln: "Dann hole ich Antara. Es wird von deinem Glück trinken, bis du wieder aufstehen kannst."
Piri verharrt mit grossen Augen, ...
... springt auf und sagt begeistert: "Antara kann das Glück auch sehen ... und vielleicht trinken. Was für ein geniales Idee!"
Piri, davon rennend: "Ich muss es ausprobieren!"
Meneor, Piri nachschauend, mit feinem L?cheln, denkt: 'Du wirst nie nur da liegen und atmen, solange es noch Unglückliche gibt.'
Szeneanfang:
Held betritt durch die Kellertür Meers Labor. Meer ist gerade damit besch?ftigt, einem toten Gefangenen die Brust aufzuschneiden.
Held, schroff: "H?r zu, Herr Doktor!"
Meer, der Helds Erscheinen nicht bemerkt hat, schreckt auf.
Meer fasst sich schnell und beugt sich wieder über den Toten. Meer: "Guten Tag, Herr Diktator."
Held, zynisch l?chelnd: "Du weisst die Dinge beim Namen zu nennen. Dann lass uns in diesem Stil weiterfahren ..."
Held, angewidert auf die aufgeschlitzte Leiche schauend: "... Es ist Zeit, Genville zu vernichten ..."
Meer erschrickt, l?sst sich aber nichts anmerken.
Held, wie oben: "... In einer Stunde l?sst du 500 gesunde Gefangene im Gef?ngnishof antreten."
Abrupt wendet sich Held ab ...
... und geht durch die Kellertür ...
Szeneanfang:
Eck schlendert gedankenverloren auf einem Spazierweg.
Lara schleicht sich von hinten an, ...
... springt mehrere Meter hoch in die Luft ...
... und landet zentimeterdicht vor Eck. Lara, l?chelnd: "Hallo Martin."
Martin erschrickt.
... beruhigt sich aber sogleich und sagt, sich ans Herz greifend: "Jesus, hab ich mich jetzt erschrocken."
Lara, Martins Arm ergreifend: "Darf ich das W?rme deines Armes spüren und dich begleiten?"
Martin windet sich verlegen: "Wenn es bei der W?rme des Armes bleibt ..."
Lara, kichernd: "Du bist so süss verklemmt."
Martin ist verlegen und betupft zugleich.
Schweigend spazieren sie in Richtung Eingangshalle.
Sie begegnen Tanja, die neben Leia kniet und auf Martin zeigt. Tanja: "Siehst du, Leia, so sind die M?nner. Sie lassen sich von jedem Monsterflittchen den Kopf verdrehen."
Leia: "Was ist ein 'Flitschen'?"
Tanja, peinlich berührt: "?hm ..."
Lara, freundlich: "Ein Flitschen ist ein Frau, das nie nein sagt."
Leia, begeistert: "Das ist sch?n ..."
Leia, betrübt: "... Tanja sagt immer nein ..."
Lara kichert.
Tanja m?chte vor Wut platzen.
Lara, l?chelnd zu Tanja: "übrigens ist Ihr Mann ein Gentle-Mann. Es hat mir sein Arm angeboten, wie es einem Dame gebührt."
Tanja, abtretend, Leia wütend hinter sich her zerrend: "Ein Gentlebock für Monsterflittchen ..."
Leia: "Wie sch?n ..."
Erschlagen steht Martin da und schaut Tanja nach.
Estragon kommt des Wegs, ...
bemerkt den seltsam entrückten Martin ...
... und fragt Lara: "Wie ist das Befinden dieses Herrn?"
Nun erst bemerkt Martin Estragon und sagt: "Wie bitte?"
Estragon, freundlich: "Davon ausgehend, dass das Sein nicht nur Schein ist, k?nnte es doch sein, dass du bist auf eines Weise, wie du es vorher noch nie warst, sodass du hinaus gewachsen bist über jedes Sein deines bisherigen Seins, um Lügen zu strafen das Schein, dass dein ganzes Sein nichts weiter ist als ein stetiges Wiederholung deines gewesenen Seins ..."
Lara, lachend: "Lass gut sein, Estragon, Würze des Alls, Dünger meines K?rpers ... Dieses Mann hat eben erfahren, dass es ein Gentlebock ist."
Estragon, ganz entzückt Martin anschauend: "Gentlebock?"
Estragon, lachend davon gehend: "Gentlebock! Was für ein Wortsch?pfung!"
Lara schaut ihm lachend nach.
Martin zweifelt an seinem eigenen Verstand.
Martin, wie benommen zu Lara: "Was hat Estragon gesagt?"
Lara, lachend: "Kein Ahnung, aber es hat doch gut geklungen, nicht wahr? Es macht sich gern lustig über philosophisches Geschw?tz."
Martin, sich zusammenreissend: "Lara, sag mir ..."
Lara, freundlich: "Ja?"
Martin: "... Ist dies ein Alptraum?"
Lara küsst Martin z?rtlich auf die Wange. Martin ist so überrascht, dass er sich nicht wehrt.
Lara: "Wenn es ein Alptraum ist, von einem der sch?nsten Frauen des Universums geküsst zu werden, ... dann ja ..."
Martin, verlegen und erschüttert zugleich: "Du hast genau verstanden, was Estragon gesagt hat ... Du wolltest mir nur nicht das Gefühl geben, dumm zu sein ..."
Lara, einfühlsam: "Ja ... Ich wollte dich nicht traurig machen ..."
Sie gehen in die Eingangshalle ...
... und setzen sich auf einen Sargbeh?lter.
Martin, ernst: "Wenn ein Mensch in so kurzer Zeit so heftigen Ver?nderungen ausgesetzt ist, ..."
Lara: "... dann entstehen starke Angstfelder ..."
Martin: "Ja genau, ich habe dauernd Angst ... Oftmals steigert sie sich zur Panik und ich frage mich dann, wie lange es noch dauert, bis die Wogen der Angst meinen Geist verwirren ..."
Lara, den Arm um Martin gelegt: "Wenigstens von diesem Angst kann ich dich befreien. Du bist ein Chromos 1 und hast dadurch ein kerngesundes Hirnstoffwechsel ... Es braucht schon sehr viel Panik, bis dein Geist sich von dem Wirklichkeit abkoppelt und in ein Wahnwelt flüchtet."
Etwas getr?stet, l?chelt Martin Lara schwach an.
Martin, schmerzlich l?chelnd: "Da sitze ich nun, noch vor kurzer Zeit der würdevolle, starke Mann von Natural City und heule mich an der Schulter eines M?dchens aus ... ein H?ufchen Jammer."
Lara, ernst: "Pah, das starke Mann ... Stark ist ein Mann erst, wenn es die dunklen Seiten seines Pers?nlichkeit durchwandert hat ... Oder warum glaubst du, nennt Meneor Chief Held das '?ngstliche Mann'?"
Martin: "Der Mann aus Stahl, der sich in die Hose macht, weil er sich seinen ?ngsten nie gestellt hat?"
Lara, lachend: "Ja genau ..."
Lara, l?chelnd: "... Eines Tages wirst du deine ?ngste überwunden haben ... Und wo du auch stehst, du wirst dich stark fühlen, ... auch ohne Untertanen."
Martin, unsicher l?chelnd: "Ich kann es mir nicht vorstellen ... Aber es ist nett, dass du das sagst ... Es ist doch irgendwie beruhigend ..."
Lara, spontan: "Willst du nicht mit mir schlafen, das würde dich noch mehr beruhigen?"
Martin, erschrockene Abwehrbewegung mit den Armen: "Nein, um Gottes Willen, doch nicht im Angesicht des Herrn!"
Meer steht im Zugangsraum zu Genville an der Gegensprechanlage und h?rt dem Gespr?ch zu.
Gegensprechanlage: "Nein, um Gottes willen, doch nicht im Angesicht des Herrn!"
Meer denkt, ver?chtlich l?chelnd: 'Ein solches Angebot abzulehnen ... Unser Stadtpr?sident war schon immer ein Dummkopf ...'
Meer, in die Gegensprechanlage: "Hallo, Genville?"
Lara, in die Gegensprechanlage: "Ja?"
Lautsprecher: "Chief Held will, dass ich ihm in einer Stunde 500 Gefangene bereitstelle, um Genville zu stürmen und endgültig zu vernichten."
Lara und der immer noch auf dem Sargbeh?lter sitzende Martin schauen einander erschrocken an.
Martin, geknickt: "Das ist das Ende."
Lara, an Martin vorbei huschend: "Ich sag's den anderen."
Szeneanfang:
Meneor steht an der Wand der Glaskuppel und beobachtet, wie sich auf dem Gef?ngnishof die Gefangenen in Reihen aufstellen. Antara steht schweigend hinter ihm.
Antara hat sich Meneor gen?hrt und flüstert ihm ins Ohr: "Seit ich nach deinem Idee Piris Licht getrunken habe, sind die Schatten geflohen und das Zuversicht ist gewachsen, dass wir alles durchstehen, was kommt. Dein Geist ist voller Wunder."
W?hrend Antara Meneors Nacken küsst, sagt Meneor: "Ja, die werden sich wundern."
Antara muss kichern.
Nacheinander treffen die Genvilles bei Meneor ein, ...
... bis alle schweigend und gebannt beobachten, was auf dem Gef?ngnishof geschieht.
Estragon: "Meneor, ein Gedanke ... Es kreist in meinem Kopf wie ein Raubvogel, bereit, auf das M?uschen herabzustürzen. Und das M?uschen bin ich ..."
Meneor h?lt ein Messer mit der Klinge nach oben auf Estragons Kopf und sagt: "Dann lass das Vogel kommen. Es wird bluten."
Estragon, schmerzlich l?chelnd: "Das ist es ja. Als die Messer das Mann getrunken haben ... Sie brauchen Blut. Bedeutet dies, dass wir jetzt unabl?ssig morden müssen, um unsere Messer zu ern?hren?"
Meneor, als w?re es die selbstverst?ndlichste Sache der Welt: "Ab und zu habe ich l?nger nicht gemordet. Die Messer konnten nichts trinken. Sie sind nicht gestorben. Sie brauchen vielleicht nicht so viel?"
Wagon: "Vielleicht fallen sie in ein Art Winterschlaf und reduzieren so ihr Stoffwechsel."
Meneor: "Was ist 'Winterschlaf'?"
Antara: "Früher, als es noch Tiere gab, wurde es manchmal monatelang so kalt, dass es nicht viel zu essen gab. Da verkrochen sich manche Tiere in ein H?hle und schliefen, bis es wieder w?rmer wurde. Sie brauchten kein Essen und überlebten so das karge Zeit."
Meneor, neugierig seine Messer be?ugend: "Die Messer k?nnen auch schlafen, wenn es nicht kalt ist?"
Meneor klopft auf seine Messer und sagt grinsend: "He, aufwachen! Wir brauchen euch bald!"
Schwaches L?cheln der angespannten Genvilles.
Nachdem die 500 Gefangenen in Reih und Glied stehen, betritt Chief Held den Platz.
Held stellt sich vor den Gefangenen auf ein Podestchen. Jemand reicht ihm ein Megaphon.
Meneor beobachtet, wie Held seine Rede beginnt und spricht ihm nach: "Ihr seid hier, weil ihr euch gegen den Sieg des Natürlichen gestellt habt. Ihr habt jetzt Gelegenheit zu beweisen, dass ihr euren Fehler eingesehen habt. Ihr werdet heute Genville erobern und alle Genmonster t?ten. Zur Belohnung wird euch eure Strafe erlassen. Ihr werdet frei sein! Fürchtet euch nicht, denn mit 500 Leuten habt ihr eine erdrückende übermacht."
Aladan, in die allgemeine Betroffenheit hinein: "Was für ein Lügner ... Spricht mit gr?sstem Selbstverst?ndlichkeit vom 'Sieg des Natürlichen' und ist selber ein Chromos 1."
Caesar denkt: 'Es ist Zeit, mich wirksam zu schützen.'
Held verl?sst den Platz.
Als die Tür zum Gef?ngnishof hinter Held zuf?llt, sagt er zu den umstehenden Guards: "Wenn die Gefangenen Genville erobert haben, lasst ihr sie die Waffen abgeben ... Dann erschiesst ihr sie."
Salutierende, grinsende Guards: "Jawohl Chief!"
Guard, bewundernd dem Chief nach blickend: "Ein knallharter Kerl."
Zweiter Guard, zustimmend nickend: "Der weiss, wo's langgeht."
W?hrend Meneor sie l?chelnd beobachtet, stehen die Genvilles ziemlich deprimiert herum.
Wagon: "Also, wer spricht's aus?"
Aladan: "Du meinst, dass wir bis zum Hals in dem dampfenden Kacke sitzen, ohne Aussicht auf ein mildt?tiges Brise, das das üble Geruch von unseren Nasen wegwehen würde ..."
Estragon: "... Hinzu kommen 500 ?rscher mit Durchfall, die sich über unseren H?uptern entladen, so dass uns das feuchte Pampe von dem Frisur her über das Stirn und die Augenbrauen l?uft, von wo es herabtropft auf die Wangen ..."
Wagon: "... Das Nacken hast du vergessen."
Estragon, aus seiner Deklamation gerissen: "Wie?"
Wagon: "Von dem Frisur her l?uft es auch in das Nacken ..."
Caesar: "Was für ein Schwachsinn!"
Alle schauen Caesar an. Caesar: "Ihr verplempert Zeit mit euren Kackspielen, w?hrend 500 zum ?ussersten Entschlossene auf Genville zumarschieren."
Aladan, ironisch: "Schau an, unser Caesar zeigt Nerven."
Caesar, wütend weggehend: "Ich werde jedenfalls was tun."
Aladan ruft ihm sp?ttisch nach: "Du bist ja so kooperativ."
Caesar zeigt ihm den gestreckten Mittelfinger.
Piri: "Es gibt kein Grund, deprimiert zu sein. Wir haben ja unser Fachmann für Siegfragen."
Alle schauen den l?chelnden Meneor an.
Hisch, unzufrieden. "Ich komme mir vor wie ein Kind, und Meneor ist das Papi ... K?nnen wir eigentlich ohne dieses Kerl nichts tun zu unserem Verteidigung ... Ich meine, wir sind doch alle Genies ..."
Chromos 5: "Unsere Gehirne arbeiten zwar extrem schnell, aber wenn nichts da ist zum Verarbeiten sind wir nicht klüger als ein Wurm. Wir sind bloss gentechnische Genies, weil wir dazu ein immenses Wissen und jahrelanges Erfahrungen haben. Hingegen wissen wir kaum etwas übers K?mpfen. Wir sind tats?chlich wie Kinder im Vergleich zum Kampfgenie Meneor. Es hat in seinem Ged?chtnis tausende von Kampf- und Bedrohungssituationen. Dadurch kann es genau so geniale L?sungen zum Siegen finden wie wir in dem Gentechnik. Genie und Dummheit wohnen Hirnzelle an Hirnzelle."
Aladan, treuherzig blickend zu Meneor: "Papa, kaufst du mir etwas Süsses?"
Obwohl immer noch etwas bedrückt, lachen und kichern die Genvilles.
Meneor, l?chelnd. "Ich habe ein Plan."
Szeneanfang:
Flu liegt auf einer Lichtung und g?hnt.
Mit einem Salto landet Meneor neben ihm.
Jaulend will Flu fliehen, doch Meneor h?lt ihn am Schwanz fest. Meneor: "Kein Angst, Flu, ich brauche dein Hilfe."
Flu, misstrauisch zurück?ugend: "Warrrum? Hast du Hungerrr?"
Meneor schüttelt lachend den Kopf.
Meneor, beruhigend: "Flu, du musst kein Angst haben vor mir. Ich werde dich nicht aufessen."
Flu: "Du hast es auch schon versucht."
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Meneor: "Ich habe nicht gewusst, was hier Nahrung ist."
Flu, beleidigt: "Ich bin kein Nahrrrung."
Meneor: "In dem Wüste kannst du nicht w?hlen. Da musst du essen, was du kriegst."
Meneor, Flu die Hand hin haltend: "Komm, lass uns Freundliche sein."
Flu schaut prüfend in Meneors Gesicht und schnuppert seinen Geruch.
Flu hebt die Pfote und legt sie in Meneors Hand.
Meneor, mit der einen Hand Flus Pfote schüttelnd, mit der anderen auf Flu zeigend, grinsend: "Das heisst aber nicht, dass ich dich nicht mehr necken werde."
Sie haben einander wieder losgelassen. Flu, l?chelnd: "Necken ist besserrr als aufessen."
Von weitem ist zu sehen, wie Meneor Flu etwas erkl?rt.
Wieder nahe dran. Flu, davon spazierend: "Sie k?nnen sich auf mich verrrlassen, Herrr Hundefrrresserrr."
Szeneanfang:
Martin redet auf Tanja ein, welche Leia an der Hand h?lt. Martin: "Komm jetzt, Tanja, sei lieb."
Tanja, schnippisch: "Du meinst so lieb, wie du zu dem Monsterflitchen warst?"
Martin, dr?ngend: "Jetzt h?r schon auf. Das ist doch kindisch. Da war überhaupt nichts zwischen uns."
Tanja, schnippisch: "Ja, das stimmt, da war überhaupt kein Zwischenraum mehr zwischen euch ..."
Tanja, beleidigt: "... Und kindisch bin ich auch noch, bloss weil ich nicht bereit bin, deine lüsternen Ausschweifungen gutzuheissen."
Martin, eindringlich: "Wenn du jetzt nicht mitkommst, wirst du bald nichts mehr haben, worüber du dich beklagen kannst ... Weil wir beide tot sind."
Tanja, ver?chtlich: "Pah, tot. Bloss weil du deine Felle bei mir davonschwimmen siehst, erfindest du irgend welche R?ubergeschichten. Du willst dich bloss wichtig machen."
Martin, eindringlich: "Chief Held schickt 500 Gefangene, um Genville dem Erdboden gleich zu machen. Wenn ich lüge, dann liegst du eine Weile vergebens in einem Sargbeh?lter ... Wenn ich aber die Wahrheit sage, wirst du für immer im Sargbeh?lter liegen."
Martins Eindringlichkeit macht Eindruck auf Tanja.
Sie gibt sich einen Ruck und sagt: "Gut, gehen wir."
Szeneanfang:
Aladan und Chromos 5 treffen vor dem Labor auf Caesar. Caesar steht erhaben auf Tonne.
Aladan, sp?ttisch zu Caesar: "Dein Gr?ssenwahn liegt wohl in dem Tonne, wenn du jetzt schon auf kranken F?ssern rumtrampelst."
Caesar, würdevoll: "Erstens hat sich Tonne gut erholt, und zweitens ist dies hier im Umkreis von wenigstens hundert Metern das einzige sichere Platz, wenn Tonne so richtig loslegt."
Aladan zu Tonne: "He, Tonne, warum spielst du das Fussabtreter für dieses Halbstarke?"
Tonne: "Caesar hat ein starkes Herrschbedürfnis. Ich habe ein starkes Verlangen zu dienen einer solchen Pers?nlichkeit."
Caesar, triumphierend: "Das ist eben noch ein richtiges Krieger. Nicht so, wie dieses Wichtigtuer Meneor."
Caesar, fast leutselig: "Und ihr? Was führt euch hierher?"
Chromos 5: "Wir brauchen noch ein Enzym."
Caesar, mit sp?ttischem Verstehen: "Ah, ein Enzym ..."
Caesar, sich auf Tonne wegbewegend, ?tzend: "... Ihr wollt wohl ein bisschen herumschleimen ..."
Laut lachend l?sst sich Caesar wegtragen. Aladan und Chromos 5 schauen ihm nach. Aladan: "An dem ist so gar nichts Erfreuliches."
Chromos 5, mit tiefgründigem, traurigem Blick: "Ich würde noch weiter gehen und sagen, dass dieses Pers?nlichkeit noch viel Leiden verursachen wird."
Aladan schaut Chromos 5 ernst an, ...
... legt ihm freundschaftlich den Arm um die Schultern ...
... und sagt, w?hrend sie zum Eingang des Labors schlendern: "Komm, Chromos 5, lass uns schleimen."
Chromos 5 l?chelt schwach.
Szeneanfang:
Tanja liegt mit Leia im Sargbeh?lter. Martin hat die eine Hand am ge?ffneten Deckel und sagt zu Tanja: "Wie w?re es mit einem Kuss? ... Vielleicht sehen wir uns nie mehr ..."
Tanja, kühl: "Ich bin in der Obhut des Herrn. Der Herr gibt es, der Herr nimmt es."
Martin, tieftraurig, leise: "Dann leb wohl, Liebes."
Martin schliesst den Deckel.
Martin dreht sich um ...
... und erschrickt, wie er Antara sieht, die sich lautlos gen?hert hat.
Antara, ernst: "Warum liebst du ein Wesen, das sich kein Mühe gibt, dich zu verstehen, und das dich so schlecht behandelt?"
W?hrend Martin Antara nachdenklich anschaut, ...
... h?rt Tanja mit voll erwachter, zorniger Aufmerksamkeit zu und denkt dabei: 'Bl?de Kuh!'
Martin, mit abwesendem Blick sich erinnernd: "Tanja hat ihre Kraft gesch?pft aus ihrer engen Beziehung zu Gott ... Mit dieser Kraft hat sie mir immer beigestanden, wenn ich zusammenbrechen wollte unter der Last der Probleme, ...
Tanja h?rt gebannt zu.
"... wenn Ohnmacht und Selbstzweifel mich l?hmten ... Und es gab viele solche Momente, als die Leute durchdrehten aus Angst vor den Genkriegern, ..."
"... als sie die Forschenden umbrachten und die Stadt im Chaos versank ... Es war unendlich schwierig, eine halbwegs menschenfreundliche Regierung aufzubauen ..."
"... Es gab Attentate auf mich, als ich Genville als Gef?ngnis für die letzten Forschenden einrichten liess ... Aber ich wollte der Menschheit die M?glichkeiten der Gentechnik erhalten ..."
"... Ich arbeitete für ein goldenes Zeitalter, wo eine friedliche Menschheit die Wunder der Gentechnik für die ewige Jugend und Gesundheit einsetzen würde ..."
Tanja h?rt entsetzt zu.
"... Leider konnte ich Tanja nie alles sagen über meine Vision von einer glücklichen Menschheit. Die Gentechnik war für sie immer ein Werkzeug des Teufels, mit dem er in Gottes Sch?pfung eingriff, um sie zu zerst?ren ..."
"... Trotzdem war es ihre Kraft, die es mir erm?glichte, die Stadt zu befrieden und den Menschen ein ertr?gliches Leben zu bieten ... All die Stunden der Not, in denen sie mich tr?stete und wieder aufrichtete ..."
Antara h?rt sehr intensiv und anteilnehmend zu.
Martin, sich erregend: "... Dann kam ihre Krebserkrankung, die sie schwer erschütterte und an Gott zweifeln liess ..."
Martin, ergriffen: "... Und da lag sie ... im Sterben ... Alles um mich zog sich zusammen, wurde schwarz, drohte, mich zu ersticken ... Ich musste sie retten um jeden Preis, denn sie ist mein Leben ..."
Martin, Antara dankbar anschauend: "... Ich brachte sie zu euch, und ihr habt sie gerettet in der Stunde ihres Todes ..."
Martin, geknickt: "... Und als sie es erfuhr, war dies der zweite grosse Schock ihres Lebens ... Nun war sie, die ich mehr brauche zum Leben als die Luft, zu einem Werkzeug des Teufels geworden ..."
Martin, traurig: "... Dann wurde sie ?ffentlich zum Genmonster erkl?rt und abgeschoben nach Genville, was für sie der Vorhof zur H?lle ist ..."
Martin, Antara fest anblickend: "... Ihr Vertrauen in Gott erschüttert und verurteilt zu einem Leben in der H?lle ... Das war zuviel ... Die Seele dieser so starken und gütigen Frau zerriss und Angst und Verzweiflung dr?ngen sie Tag für Tag an den Rand des Wahnsinns ..."
Antara schaut mit grossen Augen, ganz erstaunt.
Martin, mit gesenktem Blick, aber starker Entschlossenheit: "... Bei diesem Gang durch die H?lle werde ich nicht weichen von ihrer Seite und alles in meiner Macht stehende tun, um ihre Wunden zu heilen und ein glückliches L?cheln auf ihr Gesicht zu zaubern ..."
über Tanjas verzweifeltes Gesicht rinnen Str?me von Tr?nen und sie denkt: 'Martin ...'
Antara geht gerührt auf Martin zu, ...
... bis Martin auch unter ihrem Schwebeschleier steht und sie ihm die H?nde auf die Schultern legen kann.
Martin ist von Antaras Nacktheit und überirdischen Sch?nheit v?llig verwirrt.
Antara: "Jedes deiner Worte ist wahr, denn ich spüre Tanjas Schmerzen mit meinem Feldsinn ... Aber sag, wie soll es jemals glücklich werden, wenn es so fest an dieses M?rchen von Gott und dem Teufel glaubt?"
Martin, betroffen: "Vielleicht tut der Herr ein Wunder."
Antara umarmt Martin spontan und sagt mit feinem L?cheln: "Ach, was bist du süss!"
Martin ist perplex.
Szeneanfang:
Held steht vor etwa 20 Natural Guards in einem Kellergew?lbe. Yon ist nicht dabei. Held: "Die S?uberung der Stadt von allen naturfeindlichen Elementen geht zu langsam vorw?rts. Und das neue Zeitalter wird erst anbrechen, wenn Natural City sauber ist. Deshalb habe ich einen Plan entworfen. Dieser Plan ist nur für die Ohren meiner engsten Vertrauten bestimmt. Das heisst, niemand ausserhalb dieses Raumes darf etwas davon erfahren. Auch in unseren Reihen gibt es solche, die gegen uns arbeiten, die uns verraten werden, sobald sie Gelegenheit haben dazu ..."
Held, die geballte Faust hoch streckend: "... Geben wir ihnen keine Chance!"
Die Guards wie aus einem Mund, mit hoch gereckter Faust: "Keine Chance dem Verrat!"
Zufrieden registriert Held das Echo ...
... und f?hrt fort: "Dann h?rt meinen Plan ..."
Szeneanfang:
Estragon kommt hinzu, wie Antara Martin umarmt, und rezitiert, fr?hlich seine Bekümmernis überspielend:
"Wo Liebe ist, so voll entflammt,
rasch ist das Sich'rung durchgebrannt,
und auch das pr?sidiale Stab
nach oben gern sich richten mag."
Antara l?sst Martin los und schaut neugierig auf dessen Hose, wo sich deutlich eine Versteifung abzeichnet. Martin ist es hochnotpeinlich.
Antara, l?chelnd zu Estragon:
"Estragon, dem Spott ergeben,
macht's tapf're Martin ganz verlegen."
Estragon, mit Unschuldsmiene, die Hand auf die Brust gelegt: "Hab ich das gemacht oder du?"
Antara, mit gespielter Bestürzung: "Aber das hab ich nicht gewollt!"
Estragon: "Ach ja, das atemberaubendste Frau des Universums wirft sich einem Mann an das Hals uns sagt dann ..."
Estragon, Antara nach ?ffend: "... Das hab ich nicht gewollt!"
W?hrend Estragon und Antara lachen, ist Martin rot bis zur letzten Haarwurzel.
Estragon, noch grinsend: "übrigens, bin ich hier richtig? Sie haben mir gesagt, hier sei das Ecke des Versagens, wo solche kampfunf?higen Jammerlappen wie ich hingeh?ren."
Antara, schwach l?chelnd: "Ja, hier ist das Tal des Jammers, wo die Schafe darauf warten, geschlachtet zu werden."
Estragon: "Antara, hast du nicht etwas vergessen?"
Antara: "?"
Estragon: "M?chtest du Martin nicht erl?sen von seinem Verh?rtung?"
Antara, sich fürsorglich nach Martin umdrehend: "Ach ja, natürlich ... Komm, Martin, zieh dich aus."
Martin, entsetzt die H?nde hoch reissend: "?h, zu liebenswürdig, ... aber, ?h, nein danke ..."
Estragon, freundlich: "Nun, mach schon, Martin ... Es ist vielleicht das letzte Mal, bevor wir uns in unsere Grundstoffe aufl?sen."
Estragon, seinen Mantel ?ffnend: "Oder m?chtest du lieber ..."
Martin geht weg ...
... und setzt sich mit dem Rücken zu den beiden auf einen Sargbeh?lter, das Gesicht in den H?nden vergraben.
Antara und Estragon schauen ihn aufmerksam an.
Estragon: "Ich habe wohl übertrieben?"
Antara: "Ich auch. Dabei habe ich es doch gespürt. Für uns ist Sex wie Atmen. Bei den Natürlichen wird das Verlangen von Aggression getrieben und von Angst bewacht. Ein ungesundes Gleichgewicht, das zu vielen Schmerzen führt. Das Leichtigkeit, mit der wir uns lieben, wird sie immer befremden ..."
Estragon, nachdenklich: "So wird unser Liebe sie immer verletzen? Ist das nicht absurd?"
Antara: "War das Natur nicht immer absurd? Ein grausames Schauspiel von Fressen und Gefressenwerden? Und die Natürlichen sind das Krone des Grausamkeit."
Estragon, mit grossem Blick auf Antara: "Dann lass uns Mitleid haben mit ihnen. Vielleicht finden wir ein Weg, sie zu erl?sen."
Martin, immer noch das Gesicht in den H?nden vergraben: "Warum bringt ihr uns nicht einfach alle um? Dann w?re das Problem doch gel?st."
Estragon legt Martin die Hand auf die Schulter: "Wir wollen nicht das Krone des Grausamkeit sein. Wir wollen das Paradies."
Szeneanfang:
Stadtbildschirm. Nachrichtensprecherin: "An alle Meneorfans. In etwa einer Stunde geht das Spektakel aller Spektakel los. 500 Bewaffnete werden zum Kampf gegen die Genmonster antreten. Der Kartenverkauf findet ab sofort an den Eing?ngen der Tribüne statt. Z?gern Sie nicht. Die Platzzahl ist begrenzt."
Auf die Tribüne hebt ein Run an.
An den Tribüneneing?ngen bilden sich lange Schlangen.
Helds engste Vertraute tragen zivil und haben sich auf alle Menschenschlangen verteilt, wo sie mit grimmigen Gesichtern anstehen.
Szeneanfang:
Mit nachdenklichem Gesicht spaziert Yon in Richtung jenes verwahrlosten Viertels, das Meneor bei seiner Ankunft in Natural City zuerst betreten hat.
Yon steht mitten im Quartier und schaut sich um. Niemand ist zu sehen.
Vorsichtig n?hert er sich dem S?uregraben, der die Stadt umgibt, ...
... und beobachtet die Oberfl?che der S?ure, die hier schon wenige Meter unterhalb des Grabenrandes beginnt.
Yon erschrickt, wie hinter ihm ein dumpfes 'Domm' ert?nt.
Blitzschnell dreht er sich um. Etwa ein halbes Dutzend zerlumpte Gestalten haben sich im Halbrund um Yon aufgestellt.
Die Gestalten grinsen bedrohlich. Eine von ihnen schl?gt mit einer Eisenstange auf ein Fass, so dass wieder das 'Domm' ert?nt.
Yons Gesicht entspannt sich und nimmt wieder seinen melancholischen Ausdruck an.
Gestalt 1, grinsend: "Ne schicke Uniform, Jüngelchen."
Gestalt 2, aggressiv: "Bist du nicht einer dieser Scheissguards?"
Yon, ruhig und melancholisch: "Ich weiss nicht, was ich bin."
Gr?lendes Lachen der Gestalten.
Gestalt 1, grinsend: "Da kann ich dir vielleicht helfen, Jüngelchen. Ich weiss zwar auch nicht, was du bist, aber was du bald sein wirst ... n?mlich tot."
Gr?lendes Lachen der Gestalten.
Drohend rücken die Gestalten n?her. Yon, merkwürdig ruhig: "Lasst mich in Ruhe ... Ihr habt jetzt euren Spass gehabt."
Gestalt 1, b?se l?chelnd: "Wir wollen aber noch mehr Spass."
Gestalt 3 schreit: "Werft ihn in den S?uregraben!"
Yons Blick wird tief melancholisch, w?hrend seine Rechte zum Halfter zuckt ...
... und die Pistole zieht. Schnell und aggressiv n?hern sich die Gestalten.
Yons Pistole bellt sechs mal auf, ...
... dann liegen die Gestalten tot zu Yons Füssen.
Geistesabwesend füllt er neue Patronen ins Pistolenmagazin.
W?hrend er die Pistole ins Halfter zurücksteckt, beginnt er zu zittern.
Yon zittert, und eine Tr?ne l?uft ihm übers Gesicht.
Noch leicht zitternd, geht Yon zurück an den Rand des S?uregrabens.
Sein Zittern hat aufgeh?rt. Yon in seinen Kommunikator: "Hallo Zentrale, schickt mir einen Hubschrauber zum verlassenen Industriegebiet am Stadtrand."
Knatternd n?hert sich ein Helikopter aus der Ferne.
Der Heli ist gelandet und Yon schreitet auf ihn zu.
Yon sitzt neben dem Piloten im Heli und sagt: "Bringen Sie mich in die Wüste!"
Der Pilot schaut ihn zweifelnd an, ...
... bevor er entschlossen den Steuerknüppel ergreift.
Yon: "Nein, warten Sie! ... Steigen Sie aus!"
Aus dem Blick des Piloten ist deutlich zu entnehmen, dass er an der geistigen Gesundheit Yons zweifelt.
Sich am Kopf kratzend, schaut der Pilot dem in Richtung Wüste davon fliegenden Yon nach.
Aus etwa dreihundert Metern H?he beobachtet Yon aufmerksam den Wüstenboden.
In der N?he jenes Hügels, auf dem Meneor erstmals Natural City entdeckt hat, landet Yon den Heli.
Yon steigt aus dem Heli ...
... und betrachtet prüfend den Hügel.
Vorsichtig geht er einen Viertelkreis um den Hügel herum.
Pl?tzlich kommt ein seltsames Wesen hinter dem Hügel zum Vorschein, ...
... welches sogleich auf ihn zu trottet. Das Wesen ist etwas gr?sser als ein grosser Hund, hat einen Pferd-Hund-Kopf und einen lang gestreckten zylinderf?rmigen Leib, der wie angeklebt wirkt an den eigentlichen Leib. Der eigentliche Leib besteht aus zwei sprungstarken Beinen, auf denen ein dünner, scheibenf?rmiger Oberk?rper steht. Von diesem Oberk?rper zweigen zwei fragile Arme ab. Oben sitzt der Pferd-Hund-Kopf auf einem starken Hals. Die Hinterbeine, die den Zylinder tragen, sind ebenfalls kr?ftig.
Yon bleibt stehen und betrachtet das Wesen mit einer Mischung aus Faszination und Melancholie.
In etwa zehn Metern Entfernung bleibt das Wesen stehen und sagt: "Willst du k?mpfen?"
Yon, überrascht, dass das Wesen zu ihm spricht: "?hm ... Nein, ich ... ich bin auf der Suche ..."
Wesen: "Du hast ein Herrschbedürfnis ... Suchst du Krieger?"
Yon, überrascht: "... Nein, ich ... ich suche die Wahrheit ..."
Das Wesen lacht und Yon ist verblüfft.
Wesen: "Die Wahrheit ist, ich bin ein Pferdchen."
Yon, schwach l?chelnd: "Ich meine zwar nicht genau diese Wahrheit, aber das ist ein Anfang."
Pferdchen: "Ich weiss, dass du nicht diese Wahrheit meinst ... Du bist ein Menschenwesen mit einem Herrschbedürfnis ... Diese Leute haben immer irgend welche Probleme, die sie dann mit irgend welchen Wahrheiten l?sen wollen."
Yon, verblüfft über die Intelligenz des Wesens: "Wie kannst du in dieser Wüste leben und meine philosophische Frage verstehen?"
Pferdchen, lachend: "Ich bin ein Chromos 2 Kampforganismus, also vier mal intelligenter als ein natürliches Menschenwesen. Warum sollte ich eine einfache philosophische Frage nicht verstehen?"
Yon, sich wieder an seine unerfreuliche Situation erinnernd: "Ich bin Angeh?riger der Natural Guard, deren Ziel es ist, alle gentechnisch ver?nderten Organismen zu zerst?ren. Es soll nur leben, was die Natur hervorgebracht hat."
Pferdchen: "Zum Beispiel die Menschenwesen."
Yon, sich etwas in die NG-Gedankenwelt hinein steigernd: "Es war ein schwerer Fehler, an den Genen rumzupfuschen. Die Menschenwesen müssen alles Unnatürliche rückg?ngig machen, um wieder in Frieden leben zu k?nnen."
Pferdchen: "Du scheinst deine Wahrheit ja gefunden zu haben. Was also suchst du noch?"
Yon, bedrückt: "Wenn ich sehe, mit welcher Grausamkeit sich die Natürlichen in Natural City bekriegen, kommen mir Zweifel."
Pferdchen: "Und was suchst du in der Wüste?"
Yon, gequ?lt l?chelnd: "Ich wollte Abstand gewinnen, ... vielleicht einem Pferdchen begegnen, das mir sagt, was ich denken soll ..."
Pferdchen, lachend: "Eine minderwertige, unnatürliche Kreatur soll einem erhabenen Natürlichen sagen, was er denken soll."
Yon, mit langem tiefgründigem Blick: "Ja, warum nicht?"
Pferdchen, ernst: "Gut. Dann schau uns einfach an als Instrumente, mit denen die Natürlichen ihre natürlichen Ziele erreichen wollen ... Ich habe das starke Verlangen, den Herrschbedürftigen zu gehorchen. Gib mir einen Befehl, und ich werde es tun ... Ich bin wie deine Pistole ... Ich habe kein Bedürfnis, irgendeine Grausamkeit zu begehen. Ich t?te nur zum überleben oder wenn Herrschbedürftige es verlangen ... Was du ausrotten musst, ist das Herrschbedürfnis der Natürlichen, nicht die Instrumente ... Nimm den Natürlichen die Kampforganismen weg, und sie werden mit Pistolen aufeinander losgehen. Nimm ihnen die Pistolen weg, und sie werden mit Knüppeln aufeinander losgehen. Nimm ihnen die Knüppel weg, und sie werden mit F?usten und Z?hnen aufeinander losgehen. Nimm ihnen die F?uste und die Z?hne weg, und sie werden versuchen, sich mit Gedanken zu t?ten."
Yon h?rt die Worte, traurig und wütend zugleich, und sagt: "Bin ich denn ein solches Scheusal?!"
Pferdchen, ungerührt: "Ja."
Tief geschockt schaut Yon das Pferdchen an.
Yon, verzweifelt: "Aber ich kann nicht in mein Gehirn greifen und mein Herrschbedürfnis herausreissen."
Pferdchen: "Nein."
Yon, niedergeschlagen: "Dann w?re es vielleicht das Beste, ich würde mich erschiessen ..."
Yon zieht seine Pistole ...
... und h?lt sie sich an die Schl?fe. Pferdchen: "Warte!"
Yon schaut das Pferdchen an, ohne die Pistole zu senken.
Pferdchen: "Dein Herrschbedürfnis ist sehr schwach ... und du machst dir Gedanken ..."
Pferdchen, l?chelnd: "... Das ist ein guter Anfang."
Yon, irritiert die Pistole senkend: "Von welchem Anfang sprichst du?"
Pferdchen, r?tselhaft: "Ich meine den Anfang von etwas Gutem."
Eine Art Strauss mit feingliedrigen Armen an Stelle der Flügel kommt hinter dem Hügel hervor.
Yon erschrickt und richtet die Pistole auf den Strauss. Strauss: "Willst du k?mpfen?"
Yon blickt irritiert auf seine Pistole. Pferdchen: "Nein, er ist ein Herrschbedürftiger. Du darfst ihm gehorchen."
Strauss: "Ah ja, jetzt merk ich's. Aber sein Herrschbedürfnis ist ziemlich schwach. Vielleicht k?nnten wir darüber hinwegsehen und ihn aufessen. Er sieht lecker aus."
Beide sehen Yons erschrockenes Gesicht und lachen herzlich.
Yon merkt, dass sie sich lustig machen über ihn, und wird verlegen.
Um abzulenken, sagt Yon: "Ihr habt beide gefragt, ob ich k?mpfen wolle. Wie wollt ihr harmlosen Gestalten k?mpfen? Ich k?nnte euch mit zwei Schüssen erledigen."
Der Strauss und das Pferdchen lachen herzlich. Yon ist irritiert.
Strauss, l?chelnd: "Wie niedlich."
Pferdchen, l?chelnd: "Das ist ein Giftstrauss. Er spuckt dir auf 100 Meter Entfernung eine Kapsel mit sofort t?dlichem Gift ins Gesicht."
Giftstrauss: "Und das ist ein Pferdchen. Niemand k?mpft gegen ein Pferdchen. Der Zylinder, den es tr?gt ist eine biologisch gewachsene, chemische Bombe. Wenn es die hoch gehen l?sst, ist dort, wo du stehst nur noch ein zehn Meter tiefer Krater zu sehen."
Yon schluckt schwer beeindruckt, w?hrend er seine Pistole wegsteckt.
Yon, zerbrechlich: "Ich muss jetzt gehen."
Yon geht, seinen vorigen Bogen abkürzend, geradewegs auf den Hubschrauber zu und sagt zurückblickend: "Danke für das Gespr?ch."
Kaum ist Yon ein paar Schritte gegangen, schreien der Giftstrauss und das Pferdchen: "Halt!"
Unbehaglich dreht sich Yon um.
Pferdchen: "Wenn du noch ein paar Schritte gehst, bist du tot."
Yon, unbehaglich: "Habt ihr euch jetzt doch entschlossen, mich aufzuessen?"
Giftstrauss, kichernd: "Wie niedlich."
Pferdchen, l?chelnd: "Vor dir ist ein Kampfpilz. Er wird dich t?ten und essen."
Yon schaut erschrocken vor sich auf den Sandboden und sagt: "Aber ich sehe nichts."
Der Giftstrauss und das Pferdchen gehen zu Yon.
Giftstrauss: "Setz dich auf meinen Rücken. Wir haben Hunger."
Ziemlich verwirrt setzt sich Yon auf den Rücken des Giftstrausses, ...
... welcher sogleich etwa hundert Meter weit wegrennt.
Das Pferdchen geht ein paar Schritte weiter.
Pl?tzlich zucken grosse Pilzf?den aus dem Boden und greifen nach dem Pferdchen.
Der Vorderleib des Pferdchens springt wie eine Stahlfeder in einem 45 Grad Winkel hoch und weg, w?hrend der Zylinder und die Hinterbeine zurück bleiben.
Der Zylinder wird zerfetzt von einer gewaltigen Detonation, deren Druckwelle das Pferdchen noch weiter davonschleudert.
Yon denkt schwitzend: 'Jetzt weiss ich, warum die über meine Pistole gelacht haben.'
Der Giftstrauss rennt auf den Explosionskrater zu. Ebenso das Pferdchen, welches sich nun ohne Hinterleib auf zwei Beinen bewegt.
Am Kraterrand steigt Yon ab.
Die drei stehen am Kraterrand und besehen sich die Folgen der Explosion. überall liegen weisse Pilzstücke herum.
Der Giftstrauss greift sich ein Stück Pilz ...
... und beginnt es genüsslich zu verzehren. Das Pferdchen greift sich zwei Stücke, ...
... kaut auf dem einen rum und streckt das andere Yon entgegen.
Yon greift mit gemischten Gefühlen nach dem Stück ...
... und beisst vorsichtig hinein.
Mit s?uerlicher Miene kaut Yon den Pilz.
Yon geht, kauend, Richtung Heli.
Auf halbem Weg dreht er sich um und sagt l?chelnd: "Danke, dass ihr mir das Leben gerettet habt."
Giftstrauss, kichernd: "Wie niedlich."
Pferdchen, l?chelnd: "Der Pilz trifft wohl nicht deinen Geschmack?"
Yon, l?chelnd: "Ich bevorzuge Champignons."
Pferdchen: "Was ist das?"
Yon, l?chelnd: "Ein Speisepilz."
Yon geht wieder auf den Heli zu. Das Pferdchen ruft ihm nach: "Ein Pilz, der sich kampflos essen l?sst? Der muss verrückt sein!"
Einen Augenblick lang ist Yon von den Worten des Pferdchens verblüfft.
Dann muss er schallend lachen, w?hrend er in den Heli einsteigt.
Szeneanfang:
Die vier Schwestern liegen, sitzen irgendwo auf einer Wiese, umgeben von Büschen. Die Stimmung ist gedrückt.
Lara, melancholisch: "Es ist das letzte Mal, dass wir alle zusammen sind ..."
Wagon, traurig: "Ja ... nach einem Kampf gegen ein solches übermacht wird mindestens eines von uns fehlen ..."
Hisch, zerknirscht: "... Wir werden alle fehlen. Das stinkt mir m?chtig."
Piri, etwas entrückt: "Angst und Vertrauen ... Alle paar Sekunden wechseln sie sich ab ... Will ich das Vertrauen halten, kommt das Angst und schl?gt es mir aus meinen geistigen H?nden ... Kaum ist das Angst da, kommt wie ein warmes Strom das Vertrauen und schwemmt das Angst weg ... Ich kann nichts dagegen tun ..."
Piri, mit gesenktem, traurigem Blick: "... Ich bin sehr verletzlich in diesem Augenblick ..."
Lara zieht der etwas erstaunten, sich aber nicht wehrenden Piri die Kleider aus.
Nackt liegt Piri auf der Wiese. Lara, Piris K?rper ganz z?rtlich streichelnd: "Sei ganz nackt und verletzlich ... Lass dich ein letztes Mal streicheln ..."
Piri hat die Augen geschlossen und geniesst mit einem feinen L?cheln Laras Streicheln. Mit einer Mischung aus Staunen und Freude schauen Hisch und Wagon den beiden zu.
Wagon zieht Lara aus.
Hisch zieht sich selber aus ...
... und dann Wagon.
Die Schwestern durchranken sich z?rtlich über mehrere Bilder, w?hrend Wagon sagt: "Ein ..."
"... letztes ..."
"... Mal, ..."
"... bevor ..."
"... alles Z?rtlichkeit ..."
"... im Tod ..."
"... erlischt ..."
"... wie ... "
"... ein Funke im Wasser ..."
Einen Hauch melancholischen Glücks auf den Gesichtern liegen sie auf der Wiese.
Piri, unsicher l?chelnd: "Vielleicht sollten wir etwas zusammenspinnen ... Oder ein Ritual vollziehen ... Irgend etwas tun, das uns Mut gibt ..."
Hisch: "Wir k?nnten aufstehen und die F?uste hochrecken."
Lara: "Lass es uns mit den Beinen machen, dann k?nnen wir liegenbleiben."
Die Schwestern kichern über den Scherz und strecken ihre Beine hoch, so dass sich die Füsse treffen und die Beine eine Pyramide bilden.
Wagon: "Und jetzt? Das ist ja nicht gerade feierlich."
Piri: "Wir wollen niemals in das Himmel, ..."
Lara: "... denn dorten hat es keine Pimmel ..."
Die Schwestern kichern.
Hisch: "... Drum, Tod, lass heute uns in Ruh'.
Sieh' an, wie ?de doch bist du! ..."
Wagon: "... Du willst zu früh schon an uns denken
und dein Hals voll Gier verrenken. ..."
Piri: "... Es war zu kurz das Zeit zum Scherzen,
zuviel davon erfüllt mit Schmerzen. ..."
Hisch: "... Es ist nicht so, dass wir dich hassen.
Dass es dich gibt, tut uns schon passen. ..."
Wagon: "... Wir brauchen deines Mantels Schwung.
Das Angst davor erh?lt uns jung. ..."
Lara, lachend: "... Doch lasst uns flieh'n aus seinem Schatten,
es soll das Sonne uns begatten."
Die Schwestern kichern.
... und werden abrupt wieder ernst.
Lara, Piri tief in die Augen schauend: "Leb wohl."
Mit einer Tr?ne im Auge küsst Lara Piri auf den Mund.
Wagon küsst Hisch auf den Mund.
Szeneanfang:
Meneor sitzt voller Konzentration, mit geschlossenen Augen, im Schneidersitz auf einem Turmhaus.
Meneor ist von hinten zu sehen. Vor ihm füllen sich die Tribünen mit Schaulustigen.
Ganz in sich gekehrt, h?rt Meneor tausende von Stimmen.
Er konzentriert sich auf die 500 bewaffneten M?nner und Frauen, die auf dem Gef?ngnishof in Grüppchen herum stehen.
Erster Bewaffneter: "Bis jetzt habe ich noch keine Guards gesehen, die uns führen würden."
Zweiter Bewaffneter: "Die Guards haben die Hosen voll vor den Genmonstern, sonst würden sie nicht uns schicken. Wir sind bloss Kanonenfutter."
Dritte Bewaffnete, protestierend: "Aber ohne professionelle Führung werden wir sterben."
Vierter Bewaffneter: "Erz?hl keinen Mist! Etwa 40 von uns kommen auf ein Monster. Die haben keine Chance."
Fünfter Bewaffneter: "Er hat Recht. Stell dir vor, wie lange es dauert, 40 Leute umzubringen. Jemand wird genug Zeit haben, abzudrücken. Dann ist das Monster tot."
Die meisten nicken zustimmend, obwohl sie nicht so richtig überzeugt sind.
Meneor verzieht keine Miene. Er sitzt immer noch da mit geschlossenen Augen, hoch konzentriert.
Pl?tzlich ?ffnet Meneor die Augen ...
... und sieht die zum Bersten gefüllten Tribünen.
Helds ernst drein blickende Vertrauensguards in zivil haben sich, gut verteilt, unters Volk gemischt.
Meneor erhebt sich langsam.
Wie ein Denkmal steht er da auf dem Turmhaus.
Ein Guard im Publikum sagt: "Meneor."
Ein anderer Guard: "Meneor."
Ein weiterer Guard: "Meneor."
Erster Guard, lauter: "Meneor, Meneor, Meneor ..."
Zivilguards: "Meneor, Meneor, Meneor ..."
Das Publikum l?sst sich anstecken, immer mehr sagen: "Meneor, Meneor, Meneor ..."
Mehr und lauter ruft's aus dem Publikum: "Meneor, Meneor, Meneor ..."
Bis alle angesteckt werden und gewaltig der Ruf ert?nt: "MENEOR! MENEOR! MENEOR! ..."
Immer noch wie eine Statue, v?llig unberührt von den Rufen, beobachtet Meneor das Publikum.
Er sieht, wie sich die Zivilguards durch das Gejohle zu den Treppen durchwühlen, ...
... wie sie zielstrebig die Treppen hinabsteigen ...
... und über die Rampen zurück gehen, ...
... um sich dann verstohlen den st?hlernen Tr?gern der Tribüne zu n?hern.
Meneor beobachtet, wie einer der Zivilguards ein Sprengstoffpaket an einen Stahltr?ger anklacken l?sst, ...
... dann seine Zivilkleider auszieht ...
... und als Guard selbstbewusst davon schreitet.
Ohne Gefühlsregung murmelt Meneor vor sich hin: "Die Leute, die jetzt mein Namen rufen, werden sterben."
Die Vertrauensguards, alle wieder in Uniform, versammeln sich in dem Raum, in dem Held sie zusammen gerufen hat.
Wie alle vor ihm stramm stehen, fragt Held: "Sind alle hier?"
Guards im Chor: "Jawohl, Chief."
Held nimmt einen Funkzünder in die Hand und sagt: "Wie ihr seht, ist die Tribüne voll von solchen, die uns verraten, die den Namen unseres schlimmsten Feindes rufen ..."
Held, den hoch erhobenen Funkzünder drückend: "Es ist Zeit, sich ihrer zu entledigen. Sieg der Natur!"
Guards, mit hoch gereckten F?usten: "Sieg der Natur!"
überall detonieren die Sprengladungen ...
... und zerfetzen die Tr?ger der Tribüne.
Langsam und majest?tisch, unter vieltausendfachem Angstgeschrei neigt sich die Tribüne nach vorn.
Die letzten Halterungen reissen aus dem Fels.
Die Tribüne f?llt unter panischem Geschrei in die Tiefe.
Trauben von Leuten versinken schreiend in der S?ure.
Wie ein riesiges Schiff sinkt die sperrige Tribünenkonstruktion ein in die S?ure, ...
... wo sie sich unter brodelndem Zischen aufl?st.
Stumm liegt der S?uregraben da, als w?re nie etwas passiert.
Meneor, mit dunklem Blick, leise zu sich selbst: "Wie viel Angst muss ein Mann haben, das so etwas tut?"
Held, in ein Mikrofon sprechend: "Hier spricht Chief Held ..."
Aus zahlreichen Lautsprechern in der ganzen Stadt kommt laut Helds Stimme: "... Eben sind 500'000 Natürliche umgebracht worden von einem Genmonster, welches seit Jahren unerkannt unter uns gelebt hat. Die Natural Guard hat es in flagranti ertappt und sogleich in den S?uregraben geworfen ... Damit ist es jedoch nicht getan! Diese Tat muss uns zu denken geben. Wollen wir uns das noch l?nger gefallen lassen von den Genmonstern? Haben wir Natürlichen nach all den Leiden nicht ein Recht auf Frieden? ... Wir werden heute alles Unnatürliche ausrotten. Ich fordere die 500 Freiwilligen auf: Stürmt Genville und r?cht die Toten! Ihr seid das Schwert der Gerechtigkeit! Stürmt Genville, JETZT!"
Held legt das Mikro zur Seite und sagt zu seinen Vertrauensleuten: "Bringt alle schweren Einheiten rings um Genville in Stellung! Wir werden Genville zusammenschiessen, bis keine einzige unnatürliche Zelle mehr übrig bleibt."
Guards, begeistert: "Jawohl, Chief!"
Die 500 beginnen, aus dem Bunkereingang zu quellen.

