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Band 8

  Szeneanfang:

  Martin steht hinter einem Gebüsch und beobachtet Hisch, die sich nach unten beugt, um ihre Messer einzusammeln, wobei ihr H?schen zu sehen ist. Hisch steht in der N?he des Bunkereinganges.

  Martin wird rot, weil er sich als Voyeur fühlt.

  Etwas abseits stehen Piri und Meneor. Sie werfen Messer aufeinander zu, fangen sie ab und werfen sie zurück.

  Gefilmt vom Natural News Team, steigt die kleine Gestalt mit der Stalinorgel die Treppe zum Bunkereingang hoch.

  Vorsichtig linst die Gestalt aus dem Eingang hervor ...

  ... und sieht Hisch, die sich eben mit den eingesammelten Messern aufrichtet.

  W?hrend Hisch die Messer in ihren Gürtel steckt, hüpft die kleine Gestalt, 'Hihihi' kichernd, aus dem Bunkereingang.

  Das NN-Team verl?sst ebenfalls den Bunker.

  Auf dem grossen Stadtbildschirm ist die NN-Reporterin zu sehen, die ins Mikro spricht: "Der n?chste Anw?rter auf die 10 Millionen Credits Kopfpr?mie ist soeben nach Genville eingedrungen ..."

  Stadtbildschirm. Die Reporterin, der kleinen Gestalt das Mikro hinhaltend: "Wie gedenken Sie, Meneor zu besiegen?"

  Stadtbildschirm. Die kleine Gestalt, grinsend die Stalinorgel t?tschelnd: "Meine Raketen sind schnell und reagieren auf K?rperw?rme. Meneor wird keine Chance haben."

  Reporterin: "Dann wünschen wir Ihnen viel Erfolg."

  Die kleine Gestalt n?hert sich Hisch, welche mit gerunzelter Stirn dasteht.

  Kleine Gestalt, l?chelnd: "Wo ist Meneor?"

  Hisch, mit gerunzelter Stirn, mit dem Daumen über die Schulter deutend: "Da hinten."

  Die kleine Gestalt macht 'Hihihi', sagt: "Vielen Dank", ...

  ... bringt den Raketenwerfer in Anschlag ...

  ... und feuert eine Rakete auf die entsetzte Hisch ab.

  Mit einem blitzschnellen Handkantenschlag schleudert Hisch die Rakete ...

  ... seitlich zu Boden, ...

  ... wo sie mit lautem Knall explodiert.

  Starr vor Schreck und leichenblass steht Martin hinter seinem Gebüsch, ...

  ... w?hrend Meneor und Piri alarmiert den Kopf in Richtung Explosion herumreissen.

  Die kleine Gestalt ist verblüfft von der Reaktionsschnelligkeit Hischs, ...

  ... fasst sich aber schnell und sagt grinsend: "Schaffst du das auch mit zwei?"

  Die kleine Gestalt macht 'Hihihi' und drückt auf den Ausl?ser für 2 Raketen.

  Hisch erwartet hochkonzentriert die gleichzeitig auf sie zurasenden Raketen ...

  ... und schl?gt mit je einer Hand eine Rakete aus ihrer Bahn zu Boden, ...

  ... wo es wieder einen Riesenknall gibt.

  Kleine Gestalt, 'Hihihi' machend und den Ausl?ser für 3 Raketen drückend: "Schaffst du das auch mit drei?"

  Hisch wehrt die drei Raketen mit beiden H?nden und einem Fuss ab.

  Explosionen.

  Kleine Gestalt, 'Hihihi' machend und den Ausl?ser für 4 Raketen drückend: "Und mit vier?"

  Hisch wehrt ab mit beiden H?nden und beiden Füssen.

  Explosionen.

  Kleine Gestalt, 'Hihihi' machend und den Ausl?ser für 5 Raketen drückend: "Und mit fünf?"

  Hisch wehrt 4 Raketen ab und sieht voller Entsetzen, wie die fünfte auf ihre Brust zurast.

  Sozusagen auf dem letzten Millimeter umklammert eine Hand die fünfte Rakete.

  Piri hat sich mit einem gewaltigen Hechtsprung abgeschossen und liegt nun waagrecht in der Luft, die Rakete mit der rechten Hand umklammernd, vor Hisch vorbeifliegend.

  Wie ein Geist ist Meneor herangerast und steht nun unmittelbar vor der kleinen Gestalt, deren L?cheln im Schreck gefroren ist.

  Blitzschnell wendet Meneor die Stalinorgel um 180 Grad, so dass die Mündungen nun auf die kleine Gestalt zielen.

  Meneor drückt auf einen Knopf und sagt: "Und mit allen?", ...

  ... um sich dann mit einem über den Rücken geführten grossen Hechtsprung ...

  ... in Sicherheit zu bringen.

  Die kleine Gestalt wird von den Raketen zerfetzt. Gleichzeitig landet Piri auf dem Boden. Ihre rechte Hand h?lt immer noch die Rakete umklammert, welche nun beim Aufschlag auf den Boden explodiert.

  Für einen winzigen Augenblick schaut Hisch voller Entsetzen auf Piri, die sich vor Schmerzen schreiend am Boden w?lzt, weil ihre rechte Hand und die H?lfte des Unterarmes von der Explosion zerfetzt wurden.

  Dann gefriert Hischs Gesicht zu kühler Entschlossenheit ...

  ... und sie rast davon in Richtung Labor.

  Auch Meneor hat, ohne eine Miene zu verziehen, sofort die Situation erfasst ...

  ... und hechtet mit einem Salto vorw?rts auf Piri zu.

  Beim Landen schl?gt Meneor der schreienden Piri mit dem Handballen an die Schl?fe.

  Sofort sackt Piri bewusstlos zusammen.

  Als er bemerkt, wie das Blut aus ihrem Arm quillt, nimmt sein Gesicht einen hilflosen Ausdruck an.

  Als würde ein Schatten sich in einen K?rper verwandeln, kniet Hisch pl?tzlich neben Piri.

  Mit der einen Hand legt sie einen Schmerzegel auf Piris Arm, mit der anderen ein Schliesswund auf den Armstumpf.

  Immer noch leichenblass beobachtet Martin die Szene und denkt: 'Die Kleine h?tte beinahe ihr Leben geopfert, um ihre Freundin zu retten ... Was ist das, ... Mut oder Dummheit? ... Diese Leute haben auch mein Leben gerettet ... und nichts verlangt dafür, ... als w?re es die selbstverst?ndlichste Sache der Welt ...'

  Reporterin vor den zerfetzten überresten der kleinen Gestalt: "Auch dieser Kandidat ist gescheitert, ..."

  Reporterin, auf Piri weisend: "... obwohl es ihm gelungen ist, einen gewissen Sachschaden anzurichten."

  Die Reporterin geht auf Hisch zu, die immer noch neben Piri kniet und fragt: "Wie ist ihr Name?"

  Hisch schaut mit gerunzelter Stirn auf und sagt: "Hisch."

  Reporterin: "Gesundheit ... Aber wie bitte ist Ihr Name?"

  Hisch, mit gerunzelter Stirn, sich aufrichtend: "Mein ... Name ... ist ... Hisch!"

  Reporterin, professionell unbeeindruckt von ihrem peinlichen Fehler: "Oh, Verzeihung, ... Frau Hisch, was arbeiten Sie? ..."

  Reporterin, sich an das Gespr?ch mit Aladan erinnernd: "... ?hm, das frage ich wohl lieber nicht ... Also wie gef?llt es Ihnen in Genville?"

  Hisch schreit: "Wie würde es Ihnen gefallen, das Rest Ihres Unsterblichkeit unter einem K?seglocke zu verbringen, dauernd bedroht von einem Horde panikerfüllter Halbaffen?!! ..."

  Erschrocken über die heftige Reaktion zuckt die Reporterin etwas zurück.

  Reporterin, um Fassung ringend, zum Publikum: "Nun, da der Kampf zu Ende ist, gebe ich zurück ..."

  Aus dem Off ert?nt Martins R?uspern.

  Die Reporterin schaut zu Martin und sagt: "Oh, ich sehe gerade den Herrn Stadtpr?sidenten, ... den ehemaligen Stadtpr?sidenten Martin Eck ..."

  Martin ist hinter dem Gebüsch hervorgetreten und marschiert nun auf das NN-Team zu.

  Reporterin: "Wie geht es Ihnen, Herr Eck?"

  Martin, unbeeindruckt von der Frage: "Ich finde diese Hetzkampagne gegen die Genvilles widerlich und diese K?mpfe primitiv ..."

  Dicht daneben steht Hisch vor Meneor. Sie zittert am ganzen K?rper und sagt, w?hrend sie Meneor tief in die Augen schaut: "Lass uns Sex haben ... Ich m?chte das Zittern meiner Nerven im Lustrausch ertr?nken ..."

  Die Reporterin und Martin haben geh?rt, was Hisch gesagt hat. W?hrend die Reporterin kühl l?chelt, l?uft Martin rot an.

  W?hrend sie die Kleider abstreifen, sagt Meneor zu Hisch: "Du hast ein Fehler gemacht."

  Hisch: "Welches?"

  Meneor und Hisch stehen einander nackt gegenüber. Meneor: "Du warst neugierig, was aus dem Kasten kommt. Du h?ttest es mit deinen Messern durchbohren sollen, bevor es auf das Knopf gedrückt hat."

  Hisch: "Wir Forschenden sind halt neugierig."

  Meneor: "Dumm auch?"

  Hisch, die Arme um Meneor legend: "Jaja, grosses Krieger, du hast ja Recht."

  Reporterin zu Martin, w?hrend Meneor und Hisch sich im Hintergrund küssen: "Würden Sie bitte Ihre Meinung erl?utern ..."

  Martin, err?tet, um Fassung ringend: "?h, ja ... Warum sprechen Sie von Sachschaden, wenn eine Genville schwer verletzt wird?"

  Reporterin, w?hrend Hisch und Meneor sich am Boden leidenschaftlich umarmen: "Nun, Genvilles sind künstlich hergestellte Organismen, Dinge halt, wie Autos oder Kloschüsseln."

  Stadtbildschirm. Entsetztes Publikum. Reporterin auf das Liebespaar weisend: "Sehen Sie sich das an, Herr Eck ... Die paaren sich hier hemmungslos wie Tiere ... Und das sollen keine Sachen sein?"

  Martin, verlegen und in die Enge getrieben: "?h, ja ... In diesen Dingen haben sie eine andere Einstellung als wir ... Trotzdem ...

  Hisch zu Meneor: "H?rst du, was Sie über uns sagen?"

  Meneor: "Ja. Was sind Tiere?"

  Hisch, mit einer Mischung aus Lust und Belustigung: "Tiere sind natürliche Wesen, die dümmer sind als die Menschen ..."

  Meneor: "Noch dümmer? ... Wie k?nnen sie dann leben?"

  Hisch: "Nun ja, sie haben einfache Dinge getan und waren dank ihres Dummheit nie in dem Lage, das Erde zu zerst?ren ... Die Menschen waren die ersten Tiere, die intelligent genug waren, um alle anderen Tiere auszurotten."

  Meneor: "Und warum sind wir wie Tiere?"

  Hisch, mit lustverkl?rtem Gesicht: "Das habe ich auch nicht begriffen."

  Martin atmet tief durch ...

  ... und sagt dann: "... Haben Sie schon jemals eine Kloschüssel gesehen, die einer anderen das Leben gerettet hat?"

  Reporterin: "Nein, das Leben einer Kloschüssel ist ja auch nichts Wert. Es braucht nicht gerettet zu werden."

  Martin, Hisch und Meneor im Hintergrund: "Hier haben wir gerade erlebt, wie eine Genville ihr Leben riskiert hat, um das Leben ihrer Freundin zu retten ... Das ist definitiv nicht das Verhalten einer Kloschüssel."

  Reporterin: "Wenn Sie damit sagen wollen, dass eine Genville keine Kloschüssel ist, gebe ich Ihnen Recht ..."

  Reporterin, Hisch und Meneor im Hintergrund: "... Eine Genville ist aber auch nicht natürlich ... und deshalb muss sie letztlich sterben ..."

  Martin: "Vielleicht ist es gut, dass die Genvilles nicht sind wie die Natürlichen ... Vielleicht sind sie die besseren Menschen ..."

  Reporterin, sichtlich angewidert von dieser Meinung: "Vielen Dank, Herr Eck, für das Gespr?ch ... Wir geben zurück ins Studio ..."

  Das NN-Team geht Richtung Bunkereingang davon.

  Martin realisiert erneut, was Hisch und Meneor treiben, ...

  ... wird rot ...

  ... und geht rasch davon.

  Eine sch?ne Kussszene zwischen Meneor und Hisch.

  Szeneanfang:

  Irgendwo in Genville. Tanja, mit Leia an der Hand, zu Estragon, der meditierend auf einem Stein sitzt: "Sie, Rosmarin ..."

  Als k?me er aus einem fernen Land zurück, kl?rt sich allm?hlich Estragons Blick.

  Estragon, freundlich: "Ja, Eues Hochwohllobgeboren? ... Bitte bedenket, mein Name ist Estragon."

  Tanja, schnippisch: "Was spielt das bei einem Genmonster für eine Rolle? Rosmarin ist doch auch ein Gewürz, oder?"

  Estragon, freundlich: "Gewiss, Eues Lobwohlhochgeboren, aber Estragon ist m?nnlich-würzig und voll poetischem Kraft, wohingegen Rosmarin eher weibliches Einfalt zu meinen scheint."

  Tanja, wütend: "Sie sind also auch einer dieser widerlichen Macho-Typen, die die Frauen verachten!"

  Estragon, mit gespieltem Entsetzen: "Neinnein, Eues Wohlhochlobgeboren, welches Irrtum! Ich sprach vom Klang des Wortes Rosmarin und nicht von den Eigenschaften der Frauen. Es gibt doch auch W?rter, deren Klang an das m?nnliche Einfalt erinnert."

  Tanja, mit einem hinterh?ltigen 'Aufs Glatteis führ Blick': "Was haben denn Frauen für Eigenschaften?"

  Estragon: "Meinen Eues Wohllobhochgeboren natürliche oder Genville-Frauen?"

  Tanja, schnippisch: "Wen interessieren schon die Monster?"

  Estragon, dozierend: "Nun, Eues Lobhochwohlgeboren, um von den Natürlichen zu sprechen ... Es bedarf grossem Fantasie, um hinter dem Mantel ihres Einfalt ein wenig Liebreiz sich vorzustellen ..."

  Tanja, w?hrend sie wütend davon stakst, Leia an der Hand mitreissend: "Monster-Macho!"

  Estragon, mit gespielter Betroffenheit: "Aber Eues Geboren ..."

  Aladan, aus dem Gebüsch tretend, Tanja nachblickend:

  "Was s?uselst du dem Schnepfe nach?

  Da liegt das Geist doch v?llig brach. ..."

  Estragon, den herbeigetrotteten Flu kraulend:

  "...Tr?gt es auch kleine Geistestaschen,

  so würd doch gern ich es vernaschen. ..."

  Aladan:

  "...Willst du an H?her'm dich vergreifen?

  Haha, das Marsch wird es dir pfeifen! ..."

  Estragon, schw?rmerisch:

  "...Hat unser Sinn nicht stets gestrebt,

  nach allem, was uns stark erregt? ..."

  Aladan:

  "...Verstehen kann ich dich ganz gut,

  wo's ?rschlein wackelt, wallt das Blut. ...

  Estragon, mit schw?rmerisch geschlossenen Augen:

  "...Lass wenigstens im Kopf es wallen,

  bis eines Tags ich ihm werd g'fallen. ..."

  Aladan, sp?ttisch:

  "... Wer ewig lebt, dem mag's gelingen,

  das Hochmut schliesslich zu bezwingen,

  doch werd ich lieber Flu beglücken,

  statt mich mit Warten zu entzücken."

  Flu rennt jaulend davon. Estragon, kopfschüttelnd, mit gespieltem Tadel:

  "Erschreck doch nicht das arme Flu,

  du widerliches Schlingel, du. ..."

  Estragon, l?chelnd mit den H?nden eine imagin?re Frau betastend:

  "... Im übrigen werd ich beim Warten

  noch ?fters ruh'n auf süssen Schwarten."

  Aladan, sein Gewand wegschmeissend:

  "Dann lass uns gleich damit beginnen

  bevor das Leben tut verrinnen."

  Aladan nimmt Estragon in die Arme und küsst ihn leidenschaftlich.

  Szeneanfang:

  Chromos 5 und Antara im Labor. Chromos 5, gestenreich dozierend: "Nach unserem Wisperfeldtheorie sind Gefühle Wisperfelder, die von Molekülen erzeugt werden. Umgekehrt k?nnen Wisperfelder das Bildung von Molekülen anregen. Also müssen wir zuerst die Wisperfelder messen. Dann k?nnen wir sagen, welche Moleküle zu welchen Wisperfeldern geh?ren. Anschliessend k?nnen wir diese Moleküle bauen und zu ganz neuen Bedürfnissen zusammenstellen ..."

  Antara: "... Ja, bis jetzt k?nnen wir nur Bedürfnisse herstellen, die wir zuf?llig in den Genen lebender Organismen gefunden haben. Wir k?nnen also nur Bedürfnisse kombinieren, die das Natur für uns geschaffen hat."

  Chromos 5, mit gerunzelter Stirn: "Wie aber k?nnen wir ein Messger?t für Wisperfelder bauen?"

  Antara denkt ebenfalls angestrengt über die Frage nach, ...

  ... bis sich ihr Gesicht aufhellt und sie sagt: "Nehmen wir doch einfach mich!"

  Chromos 5 versteht nicht gleich, was Antara meint.

  Antara, l?chelnd: "Wenn ich deine Gefühle spüre, ..."

  Antara, Chromos 5 die Hand auf die Brust legend: "... indem ich dich berühre. Und wenn Gefühle Wisperfelder sind, ..."

  Antara, mit angewinkelten Armen, die Handfl?chen nach vorn: "... dann bin ich doch so etwas wie ein Messger?t."

  Chromos 5, bewundernd: "Das ist genial."

  Antara senkt geschmeichelt den Blick.

  Chromos 5, stirnrunzelnd: "Aber etwas stimmt nicht ..."

  Antara: "Was meinst du?"

  Chromos 5: "Du berührst ja bloss das Haut und nicht die Nerven, welche die Wisperfelder erzeugen ..."

  Antara, neugierig: "Ja und? ..."

  Chromos 5: "... Wenn du die Nerven nicht direkt berührst, dann spürst du die Wisperfelder auch auf Distanz ..."

  Chromos 5, begeistert: "... Ja! Du hast ein Feldsinn, das auf Distanz funktioniert!"

  Antara, begreifend: "Jetzt, wo du es sagst, f?llt es mir auf ..."

  Antara, etwas abwesend: "... Wenn ich unter Leuten bin, spüre ich immer wieder befremdliche Gefühle, die mich ?ngstigen. Bisher dachte ich immer, es sei mein instabiles Chromos 5 Gehirn, welches sich von den Leuten aus dem Gleichgewicht bringen lasse ..."

  Antara, traurig: "... Deshalb habe ich mich auch so zurückgezogen ... und mich ins Alleinsein geflüchtet ... Die vielen schmerzhaften Stunden des Einsamkeit ... für ein Wesen, das so viel Liebe braucht ..."

  Antara, mit Tr?nen in den Augen: "... wie ich ..."

  Chromos 5, tr?stend, ernst, ihr eine Tr?ne auf der Wange verstreichend: "Jetzt, wo du weisst, dass es die Gefühle der anderen sind und kein Spuk deines Gehirns, brauchst du dich nicht mehr zu ?ngstigen ..."

  Antara, mit tr?nenglitzernder Dankbarkeit: "Ja ..."

  Antara, aufgeregt von Chromos 5 zurücktretend: "Lass mich üben ..."

  Chromos 5 bleibt stehen, w?hrend Antara die Augen schliesst und die Handfl?chen gegen Chromos 5 dreht.

  Antara, mit geschlossenen Augen, wie in Trance: "Noch spüre ich nichts ... Es ist alles so undeutlich ... Sind das meine Gefühle oder deine? ... Hilf mir ... Mach deine Gefühle stark und deutlich, gib dich ihnen hin ..."

  Antara, wie oben: "... Ja, gut! ... Oh! ... Was für ein Krieg in dir tobt ... Die Wogen des schwarzen Angst prallen zusammen mit dem Licht des Hoffnung ... Das Gewalt dieser Kr?fte bringt dich zum Zittern ..."

  Chromos 5 zittert am ganzen K?rper.

  Antara, wie oben, zus?tzlich besorgt: "... D?mpfe jetzt deine Gefühle Chromos 5 ... Du darfst kein Anfall bekommen ... Denk an das L?cheln des Kriegers ... Lass das Hoffnung siegen ... Ja ... so ist es gut ..."

  Chromos 5 hat aufgeh?rt zu zittern, beobachtet aufmerksam Antara und sagt leise: "Antara ..."

  Antara reagiert nicht. Chromos 5 wiederholt: "Antara ..."

  Antara erwacht aus ihrer Trance, ?ffnet die Augen und fragt: "Ja?"

  Chromos 5: "Dein Feldsinn sitzt im Gehirn ... Du brauchst deine H?nde nicht, um mich zu spüren."

  Antara l?chelt, w?hrend sie auf Chromos 5 zugeht.

  Sie legt die H?nde auf Chromos 5's Schultern und sagt: "Ich habe nicht gewusst, dass du soviel Angst hast ..."

  Chromos 5, ernst: "Jedes denkende Wesen würde angesichts unseres Bedrohung Angst empfinden ..."

  Antara, ihn an sich ziehend: "H?r gut zu, mein denkendes Wesen ..."

  Antara, ihn zu Boden ziehend: "... Wir sind heute ein gewaltiges Stück vorangekommen in dem Erforschung der Wisperfelder ..."

  Auf dem Boden liegend, in enger Umarmung, flüstert Antara ihm ins Ohr: "... Wir g?nnen unseren strapazierten Nerven jetzt das sch?nste Tranquilizer (Fussnote: Beruhigungsmittel) des Welt ..."

  Z?rtliche Kussszene.

  Szeneanfang:

  Meneor sitzt mit gekreuzten Beinen auf einem hohen Genvillehaus und beobachtet den atemberaubenden Sonnenuntergang.

  Piri, mit dem vom Schliesswund umwickelten Armstumpf, sieht Meneor auf dem Dach sitzen.

  Piri rennt leichtfüssig auf das Turmhaus zu, ...

  ... springt vom Boden ab, ...

  ... h?lt sich mit der linken Hand an der Dachkante fest, ...

  ... um sich mit einem kr?ftigen Klimmzug auf das Dach zu schleudern, ...

  ... wo sie neben Meneor landet.

  Meneor schaut sie l?chelnd an.

  Piri schaut ihn l?chelnd an.

  Mit einer fliessenden Bewegung legt Piri sich hin ...

  ... und ihren Kopf in Meneors Schoss.

  W?hrend Meneor wieder den atemberaubenden Sonnenuntergang beobachtet, betrachtet Piri den Widerschein auf Meneors Gesicht.

  Piri schliesst l?chelnd die Augen ...

  ... und kuschelt sich in Meneors Schoss.

  Mit Piri im Schoss sitzt Meneor da wie eine Statue.

  Piri sagt leise, mit geschlossenen Augen: "Ich habe noch nie so starke Schmerzen gehabt."

  Meneor, ernst, ohne den Blick vom Sonnenuntergang zu nehmen: "Hischs Tod w?re schmerzhafter gewesen."

  Piri ?ffnet erstaunt über Meneors Einfühlungsverm?gen die Augen.

  Ernst und lange schaut sie in das von der Sonne angestrahlte Gesicht Meneors.

  Dann schliesst sie, fein l?chelnd, die Augen ...

  ... und kuschelt sich wieder in Meneors Schoss.

  Szeneanfang:

  Kommandant Hans Hart kommt mit zwei Leibw?chtern vom Haupteingang her ins Labor von Meer.

  Hart beobachtet, wie Meer einem auf einen Stuhl gefesselten Gefangenen eine Spritze in den Arm gibt.

  Hart, auf Meer zutretend, mit dem Charme eines Granitblocks: "Guten Tag, Herr Doktor Meer, was machen Ihre Forschungen?"

  Meer, ohne aufzublicken: "Guten Tag, Kommandant Hart, ich teste gerade ein Wahrheitsserum."

  Der Gefangne beginnt zu zittern ...

  ... und sein Gesicht verzerrt sich vor Schmerzen.

  W?hrend Meer kühl beobachtet, ist Hart überrascht von der Reaktion des Gefangenen.

  Der Gefangene zittert st?rker und f?ngt an, Blut zu erbrechen.

  Der Gefangene erbricht weiter Blut. Meer beobachtet ihn mit einem feinen, kaum wahrnehmbaren sadistischen L?cheln. Hart beobachtet Meer und denkt: 'Dieser widerliche Sadist ... Wenn es soweit ist, werde ich ihn absetzen.'

  Der Gefangene kotzt noch Mal einen Schwall Blut ...

  ... und bleibt dann tot in seinen Fesseln h?ngen.

  Hart, mit steinernem Gesicht: "Es scheint nicht zu wirken."

  Meer, auf das Blut weisend, mit leichter Belustigung: "In gewisser Weise doch ... Er hat mir jedenfalls sein Innerstes offenbart."

  Meer denkt: 'Dieser Kerl ist unsympathisch.'

  Meer sagt: "Sind Sie hier, weil Sie sich für meine Forschungen interessieren oder hat Ihr Besuch noch eine andere Bewandtnis?"

  Hart, Meer scharf fixierend: "Es kursieren Gerüchte über Chief Held ..."

  Meer, stirnrunzelnd: "Gerüchte? ..."

  Hart: "Chief Held sieht von Tag zu Tag jünger aus ... Es wird von Gentherapie geredet ..."

  Meer, mit gespielter Fr?hlichkeit: "Ein Mann wie Sie l?sst sich doch vom Geschw?tz der Leute nicht irritieren ..."

  Meer, ernst: "... Chief Held war lebensgef?hrlich verletzt. Ich konnte ihn nur mit einer Hormontherapie nach dem neuesten Stand der Forschung retten ..."

  Meer, dozierend: "... Sehen Sie, wenn Sie den Hormonpegel einer ?lteren Person auf ein jugendliches Niveau anheben, dann resultiert daraus ein jugendlicheres Aussehen ... Das aber ist bloss eine Nebenwirkung, denn eigentlich ging es ja darum, Chief Helds Selbstheilungskraft auf ein jugendliches Level zu bringen ... und wie Sie sehen, hat die Therapie Erfolg gehabt."

  Hart schaut Meer lange und prüfend an, ...

  ... dann dreht er sich um und sagt, zum Ausgang gehend: "Vielen Dank für die Auskunft, Doktor Meer."

  Meer schaut Hart nach und denkt: 'Ich habe ihn nicht überzeugt ... Er wird von Held eine Genanalyse machen lassen ...'

  W?hrend er zum Kommunikator geht, denkt Meer: 'Held ist zwar ein Arschloch, ... aber bei ihm weiss ich wenigstens, woran ich bin ... Dieser Hart hingegen, ... der ist mir nicht geheuer ...'

  Meer in den Kommunikator: "Chief Held?"

  Kommunikator: "Was gibt's?"

  Meer: "Kommandant Hart war hier und hat mich nach Ihrem jugendlichen Aussehen befragt."

  Chief Held an seinem Pult, überrascht in den Kommunikator: "Was?!"

  Meer: "Ich habe ihm von der Hormontherapie erz?hlt, aber mein Eindruck ist, dass er sich nur von einer Genanalyse überzeugen lassen wird."

  Held: "Danke für die Information."

  Held lehnt sich hinter seinem Pult zurück und denkt mit wutzerfurchter Stirn: 'Dieser hinterlistige Scheisser hat mir alles zu verdanken, was er heute ist, ... und jetzt will er mir in den Rücken fallen ...'

  Bei Hart im Büro. Hart in den Kommunikator: "Beschaffen Sie aktuelles Zellmaterial von Chief Held ... Aber so, dass er nichts davon merkt, verstanden?"

  Kommunikator: "Jawohl, Kommandant Hart."

  Szeneanfang:

  Aus dem Bunkereingang hüpft ein Jugendlicher mit einem Modellflugzeug und einer Fernsteuerung.

  Das Natural News Team folgt ihm.

  Der Junge setzt sich und das Flugzeug ins Gras ...

  ... und l?sst das Flugzeug mit Hilfe der Fernbedienung starten.

  V?llig unschuldig, als würde er begeistert seinem Hobby fr?nen, steuert er sein Flugzeug über die H?user und Anlagen von Genville.

  Lara, die gerade vorbeikommt, ...

  ... bleibt stehen und betrachtet l?chelnd den im Spiel versunkenen Jungen.

  Chief Held in der NG-Zentrale ...

  ... und viele Leute vor dem Stadtbildschirm verfolgen, was geschieht.

  Lara geht l?chelnd auf den Jungen zu ...

  ... und sagt, als sie bei ihm angelangt ist: "Hallo, mon Cher, willst du auch Meneor t?ten?"

  Der Junge fühlt sich ertappt und erschrickt, ...

  ... spielt aber rasch wieder den Coolen und lügt, sichtlich nerv?s: "Wer ist Meneor? ... Die Natural Guards haben mich nach Genville geschickt, weil ich unnatürliche Gene habe."

  Lara, l?chelnd: "Und woher hast du diese 'unnatürlichen Gene'?"

  Junge, trotzig: "Von meiner Mutter ... Woher denn sonst?"

  Auf seiner Fernsteuerung beobachtet der Junge einen kleinen Bildschirm mit einem Fadenkreuz, auf dem er und Lara von hoch oben zu sehen sind.

  Lara, l?chelnd: "Du meinst, dein Mutter sei ein Chromos 1 gewesen und habe dir seine Chromos 1 Gene weitervererbt?"

  Junge, auf den Bildschirm schauend: "Ja, genau."

  Das Fadenkreuz auf dem kleinen Bildschirm schiebt sich auf Laras Kopf.

  Lara, l?chelnd: "Aber in Natural City gibt es keine Chromos 1 Frauen ..."

  Der Junge, unverwandt auf den Bildschirm schauend, mit einem triumphierenden L?cheln: "Das braucht dich jetzt nicht mehr zu kümmern."

  Lara runzelt die Stirn.

  Der Junge drückt auf einen Knopf. Lara erschrickt, als sie pl?tzlich begreift.

  Blitzschnell hechtet Lara zur Seite. Dort, wo eben noch ihr Kopf war, zischt eine Kugel vorbei.

  Lara zieht noch im Sprung ihr l?ngstes Messer, ...

  ... überschl?gt sich in der Luft, ...

  ... sodass sie auf den Beinen landet, ...

  ... st?sst sich mit den Füssen vom Boden ab ...

  ... und rast mit erhobenem Messer auf den Jungen zu, dessen L?cheln im entsetzten Gesicht gefroren ist.

  Mit einem gewaltigen Hieb spaltet Lara den Jungen samt Fernsteuerung von oben nach unten entzwei.

  Das Flugzeug zerschellt dicht neben Lara und dem Jungen auf dem Boden.

  Neben dem NN-Team will Lara das blutige Messer im Gras abwischen.

  Doch bevor das Messer das Gras berührt, beginnt das Blut zu verschwinden. Lara denkt verblüfft: 'Das Messer trinkt Blut!'

  Die Reporterin, die das Messer nicht beachtet, sagt: "Wie heissen Sie? ..."

  ... und h?lt Lara das Mikro hin. Aus ihren Gedanken gerissen, wendet Lara ihren Blick ab vom Messer und schaut die Reporterin an. Lara: "Was?"

  Reporterin, schnippisch: "Das war doch eine ganz einfache Frage: Wie ... heissen ... Sie?"

  Lara, l?chelnd: "Ich habe das Frage nicht verstanden, weil ich in Gedanken war ... Ich heisse Lara."

  Reporterin, streng: "Frau Lara, wenn Sie gerade von Gedanken sprechen ... Haben Sie sich auch Gedanken gemacht, bevor Sie diesen harmlos spielenden Jungen kaltblütig ermordet haben?"

  Lara, sinnierend: "Du hast Recht. Wenn mich jemand ermorden will, wird mein Blut kalt. Und jetzt, wo ich sehe, was ich getan habe, wird mein Herz warm und f?ngt an zu zittern."

  Reporterin: "Ihr Herz zittert, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben."

  Lara, mit tiefem Blick zur Reporterin: "Mein Gewissen ist rein, solange ich nur t?te, was mich t?ten will. Aber das Bewusstsein eines vernichteten Lebens, das seinem Erfüllung entgangen ist, erschüttert mich. Ist nicht jedes Tod von solchem überflüssigkeit, dass es schwer ist, angesichts dieses Sinnlosigkeit zu atmen?"

  Reporterin, ganz gefangen von Laras Blick und ihren Worten: "Ja ... Ich ... ?hm ...Ja ..."

  Reporterin, sich zusammenreissend: "... Danke für das Interview ... Zurück ins Studio ..."

  Held, mit nachdenklich zerfurchter Stirn, vor dem Fernseher im NG-Hauptquartier, denkt: 'So machen wir uns nur l?cherlich ... Die schaffen's ja nicht mal bis zu dem Krieger ... Wenigstens sind die Leute abgelenkt, bis wir fest im Sattel sitzen ... Trotzdem muss ich etwas haben, das den Krieger ernsthaft gef?hrden kann ...'

  Held zu Yon, der in der N?he von Helds Schreibtisch ein eigenes Pult hat: "Yon? ..."

  Yon blickt auf: "Ja?"

  Held, düster l?chelnd: "... Ich habe eine Aufgabe für dich."

  Szeneanfang:

  Estragon sitzt im Schneidersitz auf einem Stein und betrachtet eine Blume, die vor ihm aus dem Boden w?chst.

  Meneor kommt angeschlendert, ...

  ... sieht den gedankenversunkenen Estragon, ...

  ... springt ab ...

  ... und landet im Schneidersitz auf einem Stein gegenüber von Estragon.

  W?hrend Estragon weiterhin die Blume betrachtet, schaut Meneor l?chelnd Estragon an.

  Meneor, l?chelnd: "Was tust du, wenn du so auf dem Stein sitzt?"

  Estragon schaut auf und mustert Meneor mit einem tiefen Blick.

  Estragon: "Ich betrachte Dinge und Gedanken."

  Meneor, l?chelnd: "Und was siehst du?"

  Estragon: "Ich sehe das Sch?nheit jenes Blume, das mich glücklich macht ... und ich sehe die Gedanken in mir ..."

  Meneor, neugierig: "Warum beobachtest du deine Gedanken?"

  Estragon: "Du hast Chromos 5 auf das Idee gebracht, dass Gedanken und Gefühle aus Wisperfeldern bestehen ... Jetzt entwickeln wir Forschenden gemeinsam das Wisperfeldtheorie ... Wenn wir verstehen, wie das Denken funktioniert, werden wir eines Tages vollkommene Wesen erschaffen k?nnen ... Wesen, deren Bedürfnisstruktur so rein ist wie ein Kristall ..."

  Meneor: "Dann k?nntest du aber auch ein Wesen erschaffen, das so schwarz ist wie Kohle?"

  Estragon, l?chelnd: "Du meinst, dessen Bedürfnisse so schwarz sind wie Kohle ..."

  Meneor nickt ernsthaft.

  Estragon schaut Meneor lang und tief an, ...

  ... bevor er sagt: "Ja, wir k?nnten auch ein Wesen erschaffen, vor dem sich sogar das Teufel grausen würde ..."

  Meneor: "Ich nehme an, dieses Teufel ist ein ganz Schlimmes?"

  Estragon, herzlich lachend: "Jaja, das ist ein ganz Schlimmes."

  Meneor furcht die Stirn. Betroffen h?rt Estragon sofort auf zu lachen: "Oh ... hat dich mein Lachen verletzt?"

  Meneor inspiziert seinen K?rper ...

  ... und sagt dann: "Nein, ich glaube nicht."

  Estragon versucht mit beiden H?nden sein prustendes Lachen zu unterdrücken.

  Meneor schaut ihm breit grinsend dabei zu ...

  ... und sagt dann todernst: "Weiss Caesar auch von dem Wisperfeldtheorie?"

  Estragon ist so überrascht von der Frage, dass er vergisst zu lachen: "Ja natürlich. Es geh?rt doch zu uns."

  Meneor, den Ort des Gespr?chs verlassend: "Dann wird dieses Teufel sich grausen."

  Betroffen schaut Estragon ihm nach.

  Ein ?lterer Mann in salopper Kleidung, mit einer Pistole, die im Halfter an der Hüfte baumelt, arbeitet sich selbstbewusst durch das Gebüsch.

  Er trifft auf Estragon, der auf dem Stein sitzt und nachdenklich vor sich hin starrt.

  Hinter dem Mann bricht das Natural News Team aus dem Gebüsch, ...

  ... wobei die Reporterin über einen Ast stolpert ...

  ... und sich gerade noch am ?lteren Mann festhalten kann.

  Mann, l?chelnd und selbstbewusst die Reporterin stützend: "Aber Lady, nicht so stürmisch ... Sie müssen einem ?lteren Mann etwas Zeit lassen ..."

  Reporterin, giftig: "Macho-Arsch."

  W?hrend die wütende Reporterin zum Kameramann zurückstampft, gibt ihr der ?ltere Mann einen Klaps auf den Hintern.

  Die Reporterin dreht sich um und schreit rot vor Wut: "Ich verklage Sie wegen sexueller Bel?stigung, Sie Schwein, Sie Schwein, Sie Schwein!!"

  Interessiert schaut Estragon dem Treiben zu ...

  ... und fragt dann unschuldig den ?lteren Mann: "Was ist 'sexuelles Bel?stigung'?"

  Mann, g?nnerhaft l?chelnd: "Das ist, wenn du eine geile Tussi begrapschst, mein Junge."

  Estragon, l?chelnd: "Dann ist 'sexuelles Bel?stigung' mein Lieblingsbesch?ftigung ..."

  Der Mann lacht 'Hohohoho', schl?gt sich auf die Schenkel und sagt: "Du bist goldrichtig, mein Junge."

  Estragon l?chelt.

  Der Mann geht auf Estragon zu, ...

  ... legt ihm den linken Arm um die Schultern und sagt, mit dem Kopf auf die Reporterin deutend: "Na, was h?ltst du von dem Küken, mein Junge?"

  Estragon, l?chelnd: "Es hat zu viele Kleider an."

  Der Mann wirft den Kopf nach hinten und lacht 'Hohohoho'.

  Dann klopft er Estragon auf die Schultern und sagt: "Du bist goldrichtig, mein Junge."

  Gleichzeitig greift die Rechte des Mannes zur Pistole im Halfter.

  Sein Gesicht wird pl?tzlich hart, wie er Estragon die Pistole an die Rippen drückt und sagt: "Nun, mein Junge, gehen wir über zum gesch?ftlichen Teil."

  Estragon wird leichenblass, w?hrend der Mann, immer die Pistole auf ihn richtend, ein paar Schritte zurücktritt.

  Stadtbildschirm. Mann, pl?tzlich wieder leutselig: "Nimm's nicht pers?nlich, mein Junge. Ich bin ein pensionierter Polizist. Ich brauche das Geld, um mir den Lebensabend zu versüssen."

  Stadtbildschirm. Estragon, tonlos vor Schreck: "Wie kann mein Tod dein Lebensabend versüssen? ... Für mich gibt's kein Belohnung ..."

  Mann, leutselig: "Du wirst mir jetzt sagen, wo Meneor ist, und dann werde ich dich erschiessen ... schnell und schmerzlos."

  Estragon, zitternd: "Ich will nicht sterben ..."

  Mann, leutselig: "Nun mach's mir nicht so schwer, mein Junge. Es tut mir ja auch Leid, dass ich einen solchen Prachtskerl wie dich abknallen muss. Aber wir wollen doch nicht, dass du mir pl?tzlich in den Rücken f?llst, wenn ich mir den Krieger vornehme oder?"

  Stadtbildschirm. Estragon, zitternd, einer Ohnmacht nahe: "Nein, wollen wir nicht ... Aber ich habe noch zu wenig lange gelebt, um zu sterben."

  Das Publikum ist ergriffen.

  Mann, leutselig: "Ich verstehe dich ja, mein Junge. Aber schau dich doch um ... Glaubst du, du hast gegen die Millionen Natürlichen von Natural City eine Chance? Früher oder sp?ter wirst du dran glauben. Da ist es doch besser, wenn ich dich hier und jetzt schnell erledige, bevor dich so ein kaputter Typ erwischt, der dich bei lebendigem Leib r?stet."

  Stadtbildschirm. Estragon zittert stark und Tr?nen laufen über sein Gesicht, wie er sagt: "Die Wunder des Universums ..."

  Mann: "Wie bitte?"

  Stadtbildschirm. Estragon, wie oben: "... Zu gross ist mein Geist und zu gross mein Hunger nach den Wundern des Universums. Zu wenig habe ich gesehen von jenen Offenbarungen, welche das Seele leuchten und das Herz lachen lassen ... Wie kannst du erwarten, dass freudig ich sterbe? ..."

  Das Publikum ist ergriffen.

  Mann, stirnrunzelnd zu sich selber: "Jetzt ist er v?llig durchgeknallt ..."

  Der Mann hebt die Pistole vor die Augen, um genauer zu zielen, w?hrend er sagt: "... Ich muss wohl jemand anderen ausquetschen ..."

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  Stadtbildschirm. Estragons Gesicht (wie oben) in Grossaufnahme, mit geschlossenen Augen. Das ergriffene Publikum h?lt den Atem an.

  Stadtbildschirm. Estragons Gesicht, wie oben. Ein Schuss ert?nt. Allgemeines Zusammenzucken.

  Stadtbildschirm. Estragon ?ffnet die Augen.

  Stadtbildschirm. Die Kamera schwenkt Estragons K?rper entlang ...

  Stadtbildschirm. ... und bleibt auf dem ?lteren Mann stehen. Der liegt auf dem Rücken, von oben bis unten mit Messern gespickt wie ein Igel.

  Das Publikum atmet erleichtert auf, wenn auch niemand sich traut, vor den misstrauisch ?ugenden NG's seine Erleichterung in Worten oder mit Jubel auszudrücken.

  Alle messertragenden Genvilles stehen mit leeren Messergürteln um Estragon herum.

  Meneor zu Estragon: "Warum hast du es nicht get?tet?"

  Hisch, aufgeregt: "Ja, deine Reflexe sind viel schneller. Du h?ttest aufspringen und gleichzeitig ein Messer werfen k?nnen. Das w?re eher tot als sein Finger krumm gewesen."

  Estragon, noch immer gezeichnet vom Schrecken: "Ich weiss nicht ... Ich war wie gel?hmt, ... v?llig unf?hig, mich zu bewegen ..."

  Estragon, mit gesenktem Kopf, niedergeschlagen: "... Ich bin wohl kein gutes K?mpfer ..."

  Lara, Estragon tr?stend übers Haar fahrend: "Das brauchst du auch nicht zu sein ... Wir beschützen dich ..."

  Lara, lachend: "Lasst uns Estragon mit Beliebtheitsvergnügen fluten."

  Die Reporterin macht ein Fragezeichengesicht.

  W?hrend die Genvilles sich im Halbkreis vor Estragon hinsetzen, beobachtet die Reporterin das Geschehen mit einer Mischung aus Befremden und Neugier.

  Die Genvilles l?cheln den niedergeschlagenen Estragon an.

  Estragons Gesichtszüge entspannen sich ...

  ... und zeigen ein gel?stes L?cheln.

  Die Reporterin, befremdet: "Was geschieht hier? Seid ihr eine Sekte?"

  Piri, zur Reporterin, lachend: "Das ist kein Sekte. Das ist ein Technik zum S?ttigen des Beliebtheitsbedürfnisses."

  Reporterin, Stirn runzelnd: "Das funktioniert bei mir nicht. Wenn mich jemand anl?chelt, denke ich immer 'Was will der Kerl von mir?'."

  Piri, kichernd: "Du bist ja auch sehr sch?n. Da kann es schon was wollen. Aber das L?cheln soll nichts wollen. Es gilt nur deinem Existenz."

  Reporterin, nicht verstehend: "Und was soll mir diese Existenz bringen?"

  Piri: "Stell dir vor, du w?rst allein im Universum. Du würdest sterben vom Einsamkeit. Dieses andere Existenz rettet dein Leben. Es ist ein Wert an sich. Ist das nicht genug?"

  Kameramann, zur Reporterin: "Wie recht sie hat. Ohne dich würde ich sterben vor Einsamkeit."

  Reporterin, peinlich berührt, grimmig: "Halt die Klappe. Du bist keine Existenz. Du bist bloss mein Kameramann."

  Die Reporterin kreischt pl?tzlich vor Entsetzen.

  Entsetzt zeigt sie auf die Leiche des Mannes, die schon stark geschrumpft ist und schreit: "Er schrumpft! Er schrumpft!"

  Meneor sagt l?chelnd zur Reporterin: "Die Messer essen es auf."

  Die Reporterin schaut Meneor an, als w?re er ein Geist und sagt fassungslos: "Das ist ja monstr?s."

  Dann rennt sie schreiend, den Kameramann im Schlepp, davon.

  Szeneanfang:

  Yon auf dem Helikopterflugplatz. Es wimmelt von Natural Guards. Vor Yon stehen etwa 20 Mann stramm. Yon: "Chief Held will, dass wir ein Genmonster fangen, das es mit dem Krieger in Genville aufnehmen kann. Dazu brauchen wir zwei Hubschrauber mit je einer Stahlnetzabwurfvorrichtung und Bet?ubungsgaspatronen ... Dann mal los!"

  Die Guards stieben auseinander.

  Vier Guards montieren an einem Hubschrauber eine Stahlnetzabwurfvorrichtung. Guard 1, grinsend: "Dass der Chief seinen Schokoriegel in die Wüste schickt ..."

  Die drei andern lachen. Ohne dass die vier es merken, h?rt Yon ihnen zu.

  Guard 2, grinsend: "Dass sich der überhaupt traut ... Schokoriegel schmelzen doch in der Wüstenhitze ..."

  Die anderen lachen. Yon schaut traurig zu Boden.

  Szeneanfang:

  Wagon steht auf einem Stein. Das Standbein ist leicht angewinkelt. Das andere streckt sie nach hinten. Den Kopf hat sie so weit zurückgenommen, dass sie den Himmel sieht. Die Arme sind nach hinten ausgestreckt. Ein sehr anmutiges Bild.

  Stimme aus dem Off: "Welche Anmut, ... welche Grazie ..."

  Wagon schaut nach der Stimme, ...

  ... wird dadurch abgelenkt und verliert das Gleichgewicht, ...

  ... so dass sie seitlich vom Stein zu Boden f?llt.

  Auf der Seite liegend, halb aufgerichtet, schaut sie neugierig der Stimme aus dem Off entgegen. Stimme: "Oh, wie ungeschickt von mir ... Ich habe Sie abgelenkt ..."

  Ein sch?ner, junger, elegant gekleideter Natürlicher tritt an Wagon heran, ...

  ... ergreift ihre Hand und sagt: "... K?nnen Sie mir verzeihen? ..."

  Der Natürliche beugt sich tief vor und führt Wagons Hand an seine Lippen. Erstaunt l?sst Wagon es geschehen.

  Natürlicher, immer noch Wagons Hand haltend: "Ich habe ganz vergessen, mich vorzustellen... Mein Name ist Edel ..."

  Edel, Wagons Hand loslassend, 'Hahaha' lachend: "... Ich bin sehr edel ..."

  Wagon l?chelt, weiss aber nicht, was sie von dem komischen Kauz halten soll.

  Edel, Wagon beim Aufstehen helfend, ernst und interessiert: "Darf ich fragen, wie Ihr werter Name lautet, Madame?"

  Wagon, l?chelnd: "Ich heisse Wagon, und du kannst mich duzen, ich bin kein Madame."

  Edel, ganz besch?mt von so viel Ehre: "Was für eine Gnade, ... Wagon, hübscher Name ... Und ich darf wirklich du sagen?"

  Jetzt muss Wagon lachen: "Mann, was bist du für ein Witzbold."

  Edel, betroffen: "Neinnein, Sie ... du verstehst das ganz falsch ..."

  Edel, ernst, Wagons Hand an seine Brust drückend: "... Ich mache keine Scherze ... Ich habe viele Entt?uschungen erlebt mit den Frauen ..."

  Edel, traurig: "... So oft wurde mein Herz gebrochen ..."

  Edel, hoffnungsvoll: "... Da sah ich die Genville-Frauen im Fernsehen und war beeindruckt von ihrer Unschuld, ihrer Sch?nheit und Intelligenz ..."

  Edel, schw?rmerisch: "... Ich hatte nur noch den einen Wunsch: nach Genville zu gelangen und eine dieser vollkommenen Frauen kennen zu lernen ..."

  Edel, romantisch, immer noch Wagons Hand an die Brust drückend: "... Ich bin gekommen, um zu lieben ..."

  Wagon macht eine blitzschnelle Bewegung, ...

  ... so dass ihr Kleidchen zu Boden sinkt, der Messergurt wegfliegt.

  Nackt und l?chelnd steht sie vor Edel.

  Edel ist zuerst sprachlos, ...

  ... dann stottert er err?tend: "Aber Wagon ... ich ... ich ... du bist so ... so ... spontan ..."

  Wagon kichert ...

  ... und zieht mit blitzschnellen Bewegungen Edel die Kleider aus.

  Edel merkt zuerst gar nicht, dass er nackt ist.

  Dann jedoch schaut er sich, tiefrot, entsetzt um und bedeckt seine Bl?sse mit den H?nden.

  Stadtbildschirm. Wagon, lachend: "Was hast du, Edel? Hier ist niemand, das uns beobachtet, ... ausser vielleicht ein paar Genvilles, die gerade ein Denkpause machen."

  Das Publikum gr?lt vor Vergnügen.

  Stadtbildschirm. Edel, sich mit aller Gewalt zusammenreissend, immer noch seine Bl?sse bedeckend: "?h, ja ... du hast Recht ... verzeih ... du hast mich überrascht ..."

  Wagon wirft Edel sanft zu Boden, ...

  Stadtbildschirm. ... so dass nun in Grossaufnahme Wagons Kopf über dem von Edel zu sehen ist. Wagon: "Lass dein St?ngel wachsen, dann kann das Liebesrausch beginnen ..."

  Stadtbildschirm. Edel, voller Unbehagen: "So ganz ohne Vorsichtsmassnahmen? ..."

  Wagon, erschrocken zur Seite blickend: "Will uns jemand angreifen?"

  Stadtbildschirm. Edel, gequ?lt: "Nein ... ich meine ... ein Kondom vielleicht ..."

  Wagon, erstaunt: "Was ist ein Kondom?"

  Das Publikum amüsiert sich k?stlich.

  Stadtbildschirm. Edel, randvoll vor Peinlichkeit: "Ein Kondom ist eine Gummihülle für den Penis ..."

  Wagon, kichernd: "Du meinst ein Frischhaltebeutel ..."

  Das Publikum gr?lt.

  Stadtbildschirm. Edel, wie oben: "Nein ... es verhindert den direkten Hautkontakt ... zur Vermeidung von Krankheiten ..."

  Wagon, kritisch: "Aber wenn du das Hautkontakt vermeiden willst, musst du dein Frischhaltebeutel über das ganze K?rper ziehen, sonst hast du überall Hautkontakt."

  Das Publikum gr?lt.

  Stadtbildschirm. Edel, wie oben: "Nein ... es geht doch nur darum, Geschlechtskrankheiten zu verhindern."

  Wagon, l?chelnd: "Ach so ... da kann ich dich beruhigen ... Ich kann nicht krank werden, weil ich ein Chromos 4 bin ... Du brauchst also kein Angst zu haben vor mir."

  Das Publikum staunt.

  Stadtbildschirm. Edel, erstaunt: "Wirklich? ... Und wie ist es mit mir ... Wenn ich krank bin und dich anstecke? ..."

  Wagon: "Deine Krankheitserreger würden in meinem K?rper kein Minute überleben."

  Das Publikum staunt.

  Edel, staunend: "Wow ... Das ist aber praktisch ..."

  Wagon, l?chelnd: "Ja, dann lass uns mal zum Praxis schreiten ..."

  Wagon küsst Edel auf den Mund, so dass dieser vergisst, dass die ganze Stadt ihn beobachtet.

  Das NN-Team hat sich etwas entfernt im Gebüsch versteckt. Die Reporterin zischt leise zu ihrem Kameramann: "Halt voll drauf."

  Kameramann, flüsternd: "Arsch oder Kopf?"

  Reporterin, ver?rgert, leise: "Kopf, du Arsch, sonst kriegen wir ?rger mit der Zensur."

  Stadtbildschirm. Edel und Wagon in enger Umarmung.

  Das Publikum schluckt.

  Wagon und Edel liegen nackt neben einander im Gras uns schauen in den Himmel. Edel ist es nun nicht mehr peinlich, so dass beide sehr entspannt wirken.

  Edel, l?chelnd: "Das war wundersch?n ... Du bist so ganz anders als die natürlichen Frauen ..."

  Wagon, neugierig: "Anders?"

  Edel, ernst, fast traurig: "Ja, bei den natürlichen Frauen bin ich immer im Stress ... Ich muss dauernd beweisen, was für ein Supertyp ich bin, sonst verlieren sie rasch das Interesse ..."

  Wagon: "Nun ja, die Weibchen wollen halt ihr Nachwuchs vom st?rksten M?nnchen ..."

  Edel: "Aber was hat das mit Liebe zu tun?"

  Wagon: "Antara hat einmal gesagt: Liebe ist das Streicheln des Seele."

  Edel: "Wie soll das gehen?"

  Wagon: "Wenn ich dir das Gefühl gebe, dass du gut bist ..."

  Edel: "Ja, dir ist es egal, welches Auto ich fahre, welchen Job und wie viel Geld ich habe ... Du hast nicht gefragt ..."

  Edel, Wagon den Kopf zuwendend, l?chelnd: "... Vielleicht fühle ich mich deshalb so wohl in deiner N?he ... Du hast meine Seele gestreichelt ..."

  Edel, neugierig: "Wer ist diese Antara? ... Sie scheint eine weise Frau zu sein ..."

  Wagon, verschmitzt l?chelnd: "Antara? ... Das ist unser Heiliges ..."

  Edel, wissend: "Ah, eine Nonne ..."

  Wagon, lachend: "Das, ein Nonne? ... Antara verschlingt M?nnchen und Weibchen wie das Jupiter Meteoriten."

  Edel, neugierig: "Sind alle Genville-Frauen so wie das Jupiter?"

  Wagon, l?chelnd: "Die Weibchen vom Typ Chromos 4 und 5 wurden mit dem gleichen Geilheit ausgestattet wie die M?nnchen ... So haben die M?nnchen immer genug zum Naschen ..."

  Stadtbildschirm. Wagon, kichernd: "... und wir Weibchen auch."

  Das Publikum schluckt.

  Edel ist aufgestanden und dabei, sich anzuziehen: "Komm, Wagon ... Wenn ich schon im Paradies bin, will ich deine Freunde kennenlernen."

  Mit einer blitzschnellen Bewegung streift sich Wagon ihr Kleidchen über ...

  ... und steht auch schon, fertig angezogen, neben dem verblüfften Edel, der sich die Hose zukn?pft.

  Hand in Hand schlendern Edel und Wagon durch Genville.

  Lara kommt ihnen entgegen ...

  ... und Wagon sagt: "Lara, das ist Edel. Es sucht Liebe."

  Lara, entzückt von Edel: "Oh, wie edelsüss! ..."

  Lara nimmt Edels andere Hand.

  Zu dritt schlendern sie durch Genville. Edel versteht die Welt nicht mehr.

  Meneor steht auf einer Wiese mit einer Melonen ?hnlichen Frucht in der Hand. Die drei kommen hinzu und beobachten, was jetzt geschieht. In sicherem Abstand filmt das NN-Team.

  Meneor wirft die Frucht hoch über seinen Kopf.

  Seine Arme verschwimmen.

  Fast gleichzeitig fliegen etwa zehn Messer zur Frucht hoch.

  Die Messer bohren sich sternf?rmig in die Frucht.

  Die Frucht f?llt herunter, ...

  ... wo Meneor sie mit einem langen Messer erwartet ...

  ... und aufspiesst.

  Stadtbildschirm. Dicht über Meneors Kopf bleibt die Frucht aufgespiesst stehen. Es sieht aus, als stehe Meneor unter einem Regenschirm aus Messern.

  Das Publikum macht ehrfürchtig 'Aahhh' und 'Oohhh'.

  Wagon sagt fr?hlich zu Meneor: "Meneor, das ist Edel."

  Bei der Erw?hnung von Meneors Namen geht ein kurzer Schreck über Edels Gesicht.

  Meneor sieht den kurzen Schreck auf Edels Gesicht.

  Reaktionsschnell sagt Edel mit gespielter Ehrfurcht: "Oh, ... der berühmte Krieger ..."

  L?chelnd geht Meneor auf Edel zu und sagt: "Du fürchtest dich ... Warum?"

  Edel, etwas ausser Fassung: "Es ist ... Sie gelten nicht gerade als harmlos ..."

  Edel, schüchtern l?chelnd: "... und ich bin nur ein schwacher Mensch ..."

  Wagon, lachend Meneor auf die Schulter klopfend: "Solange du kein Streit suchst, ist Meneor harmlos wie ein Schmusek?tzchen ..."

  Lara, stirnrunzelnd: "Schmusek?tzchen? ..."

  Gleichzeitig, Meneor fragend, Wagon und Lara lachend: "Was ist ein Schmusek?tzchen?"

  Edel ist verwirrt.

  Lara, l?chelnd: "Das ist ein kleines Tier mit einem weichen Fell, das du knuddeln kannst."

  Edel: "?"

  Gleichzeitig, Meneor fragend, Wagon und Lara lachend: "Was heisst 'knuddeln'?"

  Edel wird die Sache zunehmend unheimlich.

  Lara, l?chelnd: "Wenn du ein Wesen umarmst und dich z?rtlich an ihm reibst ..."

  Meneor macht ein begreifendes Gesicht, ...

  ... nimmt Laras Hand und sagt: "Dann lass uns knuddeln."

  Wagon kichert.

  Edel ist irgendwie erschüttert von dem Chaos und der sexuellen Unbefangenheit.

  Nachdem Meneor und Lara gegangen sind, macht Edel ein bedrücktes Gesicht, welches Wagon erstaunt bemerkt.

  Wagon, neugierig: "Was hast du ?"

  Edel, bedrückt: "Ich mache mir grosse Sorgen um dich."

  Wagon, traurig l?chelnd: "Dafür gibt's auch alles Grund ... Schliesslich will ein Grossstadt unser Tod ..."

  Edel, kopfschüttelnd: "Ich meine etwas anderes ..."

  Edel: "... Ich habe die Natural Guards belauscht. Sie stecken mit diesem Meneor unter einer Decke ... Auf ein Zeichen von Chief Held wird der Krieger euch alle umbringen ... Als Gegenleistung l?sst Chief Held ihn laufen ..."

  Wagon h?rt ungl?ubig zu.

  Edel, bedrückt: "Es stimmt mich traurig, dass die wunderbarsten Frauen des Universums von diesem Monster abgeschlachtet werden sollen ..."

  Wagon, tr?stend: "Mach dir keine Sorgen ... Meneor ist auf unserem Seite."

  Edel, mit tragischem Blick: "Dann ist es ihm also gelungen, euer Vertrauen zu erschleichen ..."

  Edel, erschüttert vor sich hin blickend: "... Ich hab's geahnt ... Kaum dass ich meine Traumfrau finde, verliere ich sie wieder ..."

  Wagon fühlt sich geschmeichelt, ...

  ... blickt Edel dann unsicher an ...

  ... und fragt dann etwas hilflos: "Aber was sollten wir denn tun?"

  Edel, finster: "Wir sollten den Krieger beseitigen, bevor er dir etwas tun kann."

  Wagon, entsetzt: "Das kann ich nicht!"

  Edel, finster: "Du gibst mir eines deiner Messer. Dann lenkst du den Krieger ab, und ich erledige ihn von hinten."

  Wagon, nerv?s und eindringlich zugleich: "Du kannst Meneor nicht mit einem Messerstich t?ten ... Er hat vier Herzen ..."

  Edel wirkt erschrocken.

  Edel, unsicher: "Aber er wird doch von dem Schmerz geschw?cht sein, so dass ich noch mehrmals zustossen kann ..."

  Wagon, wie oben: "Wenn dein Messer eingedrungen ist, dauert es etwa ein Sekunde und du bestehst nur noch aus herumliegenden Fleischklumpen."

  Edel, trotzig: "Aber es muss doch eine M?glichkeit geben, ihn zu t?ten ..."

  Wagon, wie oben: "Ich weiss wie ..."

  Wagon geht in Richtung Labor davon und sagt: "Komm mit."

  Edel schaut zweifelnd, ...

  ... dann folgt er ihr.

  Szeneanfang:

  Zwei NG-Helikopter über der Wüste. Am Horizont ist eine Staubwolke zu sehen.

  Yon sitzt neben dem Piloten und zeigt wortlos auf die Staubwolke.

  Durch die Staubwolke sind etwa acht Dromedar ?hnliche Wesen zu sehen, die mit weit offenen Krokodilm?ulern drei Fasswesen verfolgen. Die Fasswesen sehen aus wie Chitin gepanzerte F?sser, welche sich auf kurzen Beinen vorw?rts bewegen. Der Pilot zu Yon: "Ein solches Maul k?nnte es vielleicht mit dem Krieger aufnehmen."

  Yon: "Was ist mit diesen Fasswesen?"

  Pilot: "Aber die rennen ja wie die Hasen ..."

  Yon: "Rennen ist nicht immer ein Zeichen von Schw?che ..."

  Die Fasswesen sprengen auseinander ...

  ... und bilden ein Dreieck.

  Der Fassk?rper knallt auf den Sand, so dass die Beine vom Chitinpanzer geschützt sind.

  Die Dromedarwesen stürzen sich auf das n?chste Fasswesen, welches reaktionsschnell den Deckel zuklappt und so seinen 'Kopf' schützt.

  Die gewaltigen Kiefer schnappen zu, k?nnen aber die extrem widerstandsf?hige Panzerung des Fasswesens nicht verletzen.

  Die beiden anderen Fasswesen haben ihre Deckel oben, so dass sie die Lage überschauen k?nnen.

  Im oberen Drittel der beiden Fasswesen wird eine horizontale Spalte sichtbar, ...

  ... die sich pl?tzlich auf etwa zehn Zentimeter erweitert.

  Für das erste Fasswesen wird's langsam prek?r. Es ist umgefallen, sodass der weniger geschützte Unterteil mit den Beinen sichtbar wird.

  Aus den Spalten der beiden andern Fasswesen rasen unter lautem 'Plop' zahlreiche schwarze Speerspitzen.

  Die Speerspitzen zischen auf die Dromedarwesen zu ...

  ... und bohren sich durch die dicke Haut ihrer K?rper.

  Die Dromedarwesen b?umen sich laut schreiend auf ...

  ... und sinken tot zu Boden.

  Der Pilot starrt mit offenem Mund auf die Szene, w?hrend Yons Augen mit seltsam entrücktem Blick zum Horizont gerichtet sind. Ein Guard von den hinteren Sitzen meint: "Mann, einem solchen Ding m?chte ich nicht auf der Strasse begegnen!"

  Der Pilot beobachtet etwas befremdet Yons Gesichtsausdruck und fragt: "Was jetzt?"

  Yon reisst sich zusammen ...

  ... und schaut nach unten, was die Fasswesen tun.

  Die zwei Fasswesen bewegen sich auf das umgestürzte zu.

  Yon, in einen Kommunikator, damit die andere Heli-Besatzung auch mith?ren kann: "Wir warten, bis die Fasswesen beieinander sind. Dann werfen wir die Stahlnetze ab und anschliessend die Bet?ubungsgranaten. Haltet euch bereit."

  Die beiden Fasswesen stehen neben dem umgestürzten. In ihrer Mitte ?ffnet sich eine zweite Spalte ...

  ... und Arme kommen daraus hervor, ...

  ... die nach dem umgestürzten greifen.

  Vom einen Heli schiessen vier Raketen getriebene Heringe schr?g nach unten, so dass das Stahlnetz zwischen ihnen gespannt wird.

  Die Heringe rammen sich tief in den Boden, so dass das Netz über den Fasswesen gespannt wird.

  Vom anderen Heli l?st sich ebenfalls ein Netz ...

  ... und legt sich über das erste.

  Yon: "Bet?ubungsgranaten!"

  Aus den ge?ffneten Seitentüren der Helis feuern stehende Guards mit dicken Rohren Bet?ubungsgranaten auf die Fasswesen ab.

  Die Explosion der Granaten erzeugt ein wenig Pulverdampf, das eigentliche Gas aber schwebt als durchsichtiger Schleier durch das Netz.

  Die Fasswesen haben ihre Spalten geschlossen und stehen bzw. liegen da wie F?sser.

  Yon, ausdruckslos: "T?tet das umgestürzte Fasswesen mit dem Raketenwerfer."

  Aus der offenen Heli-Tür wird mit dem Raketenwerfer auf das umgestürzte Fasswesen geschossen.

  Das Fasswesen wird von der Rakete zerfetzt und f?rmlich in den Sand gestampft.

  Ein Guard, der die Rakete abgefeuert hat, erleichtert: "Gott sei Dank, wir sind also noch in der Lage, ein solches Monster zu zerst?ren."

  Yon, ausdruckslos: "Dann zerst?rt noch ein zweites."

  Eines der beiden unverletzten Fasswesen wird von einer Rakete zerfetzt und in den Sand gestampft.

  Als sich der Pulverrauch und der Sandstaub verzogen haben, stellt ein Guard die bange Frage: "Woher wissen wir, ob das Bet?ubungsgas gewirkt hat?"

  Yon, ausdruckslos: "Wir lassen es frei."

  Die Guards schauen ihn an, als ob er nicht ganz dicht w?re.

  Yon muss schwach l?cheln, wie er ihre Gesichter sieht: "Keine Angst, M?nner, ich bin noch nicht ganz durchgedreht ... Wir lassen das Wesen frei, um zu sehen, ob es sich bewegt. Bleibt es regungslos, ist das wenigstens ein Hinweis darauf, dass das Gas gewirkt hat."

  Die Guards betrachten Yon mit widerwilliger Bewunderung.

  Vom Heli fallen Sprenggranaten herab, welche die Stahlnetze so zerreissen, ...

  ... dass das Fasswesen fliehen k?nnte.

  Dann ziehen sich die Helis hoch hinauf zurück.

  Ein Guard lehnt sich zur Tür hinaus und beobachtet das Fasswesen durch ein Fernglas: "Das Ding macht keine Bewegung."

  Yon: "Dann lasst uns runtergehen."

  Die beiden Helis schweben etwa 10 m über dem Fasswesen. Yon und ein Guard werden mit einer Winde heruntergelassen. In der offenen Tür des anderen Helis sitzt ein Guard schussbereit mit dem Raketenwerfer.

  Der leichenblasse Guard und der eher gleichgültige Yon landen neben dem Fasswesen ...

  ... und befreien es von den Resten des Stahlnetzes.

  Yon legt die Gurtschleife der Winde um das Fasswesen, w?hrend der Guard zitternd neben ihm steht.

  Yon und der Guard hangeln sich an einer Strickleiter zurück in den Heli.

  Die beiden Helis fliegen, mit dem an der Winde baumelnden Fasswesen zurück nach Natural City.

  In einem Innenhof des Gef?ngniskomplexes warten Meer, Held und ein paar Guards neben einem K?fig aus Panzerglas und Stahlst?ben. Der K?fig ist nur gerade gross genug, dass er das Fasswesen aufnehmen kann.

  Am Horizont erscheinen die beiden Helis mit dem Fasswesen.

  Vorsichtig wird das Fasswesen von oben in den Beh?lter hineingelassen ...

  ... und der Deckel zugeschlossen.

  Meer tritt mit einer Bohrmaschine und einem dicken Metallbohrer an den Beh?lter heran, ...

  ... ?ffnet ein Fensterchen ... und versucht in den Panzer des Fasswesens ein Loch zu bohren.

  ... was zu Meers Erstaunen misslingt.

  Kopfschüttelnd wechselt er den Metallbohrer durch einen Diamantbohrer aus und sagt: "Der Panzer ist h?rter als Stahl. Ich brauche einen Diamantbohrer."

  Meer gelingt es, ein Loch zu bohren.

  Dann nimmt Meer eine Giftpatrone, ...

  ... steckt sie in die ?ffnung ...

  ... und klebt die ?ffnung zu.

  Yon, der dem inzwischen gelandeten Heli entstiegen ist, steht neben Held und schaut ihn fragend an.

  Held erkl?rt: "Meer setzt dem Monster eine Giftpatrone ein, die wir per Fernsteuerung zünden k?nnen ... Wir wollen doch nicht den Krieger besiegen, nur um dann ein noch schlimmeres Monster am Hals zu haben."

  Szeneanfang:

  Caesar, der wie immer keinen Messergürtel tr?gt, steht in der Haltung eines Feldherrn auf einem Stein und ergeht sich in seinen Herrschaftsfantasien. Stimme aus dem Off: "He, Arschloch! Bring mich sofort zu Meneor. Ich werde ihn ausblasen. Ich bin der Terminator."

  Aus seinen Tagtr?umen gerissen, dreht Caesar ver?rgert, aber würdevoll den Kopf ...

  ... und sieht einen Bodybuildertyp in Soldatenhosen und offener Kampfjacke, beh?ngt mit Patronentaschen und bewaffnet mit einem schweren mehrl?ufigen Maschinengewehr.

  Caesar, von dem Auftritt v?llig unbeeindruckt: "Aha, du hast also ein Termin ..."

  Der Terminator richtet seine Waffe auf Caesar und sagt wütend: "Noch ein bl?der Spruch und du bist Geschichte."

  Caesar entrollt ein Bildschirmwesen, so dass es vom Terminator gelesen werden kann, und sagt kühl: "Lies, bevor du abdrückst."

  W?hrend der Terminator liest, wechselt sein Gesicht von Stirnrunzeln ...

  ... über Unglauben ...

  ... zu Verblüffung ...

  ... und Schreck.

  Schnell richtet der Terminator sein Maschinengewehr weg von Caesar und sagt, mühsam um Fassung ringend: "OK, ich will ja nichts von dir. Bring mich einfach zum Krieger."

  Würdevoll steigt Caesar vom Felsen herunter, ...

  ... geht auf den Terminator zu ...

  ... und weist mit ausgestrecktem Arm in eine Richtung.

  Wortlos geht der Terminator an Caesar vorbei.

  Kaum ist er an Caesar vorbei, holt Caesar mit der Handkante aus ...

  ... und schl?gt sie dem Terminator mit voller Wucht ins Genick, so dass es knackend bricht.

  Tot liegt der Terminator am Boden. Caesar denkt ungerührt: 'Solange das Krieger auf meinem Seite k?mpft, wollen wir nicht, dass ihm etwas zust?sst.'

  Szeneanfang:

  Edel und Wagon schlendern Arm in Arm durch Genville. W?hrend Edel sehr aufger?umt ist, wirkt Wagon eher bedrückt.

  Pl?tzlich steht Meneor l?chelnd vor ihnen. Wagon betroffen: "Meneor ..."

  Edel singt lustig: "Ihr Kriegerlein kommet, oh kommet doch all ..."

  Edel lacht. Wagon l?chelt unglücklich. Meneor l?chelt.

  Edel, aufger?umt: "Spass beiseite, Meneor. Ich bin gut drauf, weil ich die wunderbarste Frau des Universums an meiner Seite habe ... Und sie hat erst noch ein Spitzenparfüm für mich entwickelt ..."

  Meneor, l?chelnd: "Was ist ein Parfüm?"

  Edel, fr?hlich zur unwohl l?chelnden Wagon: "Dein Meneor ist ja so humorvoll ..."

  Edel, Meneor fr?hlich ein Fl?schchen hinhaltend: "... Hier, riech mal ... Das ist Parfüm, ... das Parfüm einer G?ttin."

  Neugierig scnuppert Meneor an dem Fl?schchen, ...

  ... und sagt: "Hm, riecht gut ..."

  Dann werden Meneor die Augenlieder schwer, ...

  ... und seine Beine knicken ein.

  Mit einem dumpfen Plumps f?llt er schlafend auf den Rücken.

  Edel, tanzend vor Freude das Fl?schchen in die H?he streckend: "Was für ein Parfüm!"

  Wagon steht unglücklich daneben.

  Edel greift in seine Jackentasche und sagt: "Jetzt kommt die zweite Stufe."

  Edel zieht ein zweites Fl?schchen aus der Tasche, ...

  ... breitet mit einer eleganten Bewegung der anderen Hand ein Tuch über Meneors Gesicht ...

  ... und schüttet den Inhalt des zweiten Fl?schchens auf das Tuch.

  Ein Zittern und Zucken geht durch Meneors K?rper, ...

  ... dann liegt er da, totenstill.

  Wagon hat die H?nde vors Gesicht geschlagen und sagt leise und tonlos: "Was habe ich getan?"

  Tr?stend legt Edel ihr den Arm um die Schultern und sagt: "Du hast dich und die anderen Genvilles vor dem Tod gerettet ... Ist das etwa nichts?"

  Wagon vergr?bt ihr Gesicht in Edels Brust. Stimme aus dem Off:

  "Meneor, was tust du hier?

  Meneor, was ist mit dir?"

  Piri eilt herbei. Ihre rechte Hand ist schon teilweise nachgewachsen.

  Piri kniet hin und zupft Meneor das Tüchlein vom Gesicht und sagt betroffen: "Du siehst so tot aus ... Sag doch was ..."

  Piri schliesst die Augen und ultraschallt Meneors K?rper, ...

  ... dann schreit sie laut und voller Schmerz:

  "Oh Meneor, deine Herzen stehen alle still!

  Oh Meneor, du bist tot!"

  Von überall eilen Genvilles herbei.

  Schweigend umstehen sie Meneors K?rper. Wagon traut sich nicht, ihr Gesicht von Edels Brust zu nehmen.

  Piri, mit Tr?nen in den Augen zu Wagon: "Wagon, warum hast du Meneor vergiftet?"

  Verst?rt schauen die Genvilles einander an.

  Edel l?chelnd: "Jammert nicht, sie hat euch allen das Leben gerettet ... Mit dem Tod des Kriegers ist die Bedrohung für Natural City gebannt ... Niemand wird euch mehr etwas zuleide tun."

  Edel befreit sich von Wagon und sagt zu ihr: "Nun steht unserer Liebe nichts mehr im Wege ... Ich gehe jetzt und hole meine Sachen ... Ich spüre es, hier kann ich glücklich werden."

  Edel eilt davon in Richtung Bunkereingang.

  Schweigend starren alle Wagon an, die dasteht, als h?tte sich eine Tonne Unglück über sie ergossen.

  Piri, verzweifelt immer noch auf den Knien neben Meneor: "Warum hast du das getan?! ... Warum hast du das getan?! ... Warum hast du das getan?! ... Waaruuum?!!"

  Wagon verbirgt ihr Gesicht in den H?nden. Chromos 5, mit tiefernst gerunzelter Stirn: "Piri, beruhige dich ... Wagon wollte doch nur unser Leben retten ... Das Krieger wollte uns t?uschen und t?ten ..."

  Piri zerreisst es fast vor Schmerz, mit Tr?nen im Gesicht: "Das ist doch nicht wahr! ... Ihr lügt!"

  Einige der Genvilles legen ihre H?nde vors Gesicht. Es ist ein Augenblick grosser Tragik und Spannung.

  Wie es im Gebüsch knackt, schrecken alle auf.

  Das NN-Team bricht aus dem Gebüsch hervor und die Reporterin sagt triumphierend: "Ist dieses Monstrum also doch endlich tot."

  Aladan, befremdet: "Was macht denn ihr hier? ... Es findet doch gar kein Kampf statt."

  Reporterin, lachend: "Ihr habt es wohl immer noch nicht begriffen, was? ... Das hier war ein Kampf ... Der Typ geht jetzt seine 10 Millionen kassieren und macht sich dann ein süsses Leben."

  Alle Genvilles sind schockiert.

  Wagon, den Tr?nen nahe: "Das ist nicht wahr!"

  Reporterin, lachend: "Da bist du sch?n reingefallen, mein T?ubchen ... Ich lasse dir einen Fernseher bringen, dann kannst du mein Interview mit dem Sieger live verfolgen."

  Das NN-Team zieht ab. Die Genvilles starren sprachlos hinterher.

  Zwei M?belpacker schleppen einen Fernseher mit Satellitenempfangsschüssel aus dem Bunkereingang ...

  ... und stellen ihn im Gras neben dem Eingang ab.

  Dann verlassen sie fluchtartig Genville.

  Wie ein Trauerzug n?hern sich die Genvilles dem Fernseher. Den steifen K?rper Meneors tragen sie auf den Schultern mit.

  Schweigend legen sie Meneor vor dem Fernseher auf den Boden, ...

  ... um sich dann im Umkreis hinzusetzen. Nur Chromos 5 steht noch neben dem Fernseher, ihn mit geschlossenen Augen ultraschallend.

  Chromos 5: "Es ist kein Bombe drin."

  Dann setzt er sich zu den andern in den Halbkreis.

  Im Fernseher ist Edel zu sehen, links und rechts je eine dürftig bekleidete Sch?nheit im Arm, mit einem strahlenden Siegerl?cheln.

  Reporterin zu Edel: "Wie sind Sie auf die geniale Idee gekommen, das Sexmonster durch eine seiner Sexsklavinnen umbringen zu lassen?"

  Edel, voller Stolz: "Nun ich habe gesehen, wie alle anderen im direkten Kampf gescheitert sind. So habe ich ihre einzige Schw?che ausgenutzt: ihr Mangel an Lebenserfahrung."

  Reporterin: "Ja, und wie toll das geklappt hat, haben wir alle gesehen ... M?chten Sie vielleicht Ihrer 'Geliebten' in Genville noch ein paar Abschiedsworte sagen?"

  Edel, in Grossaufnahme: "Hallo, meine liebe Wagon ... Wie du siehst, habe ich jetzt mit den 10 Millionen genug Erfolg bei den Natürlichen Frauen, so dass ich nicht mehr auf genmanipulierte Monstertussies angewiesen bin ..."

  Edel: "... Ich m?chte dir herzlich für deine wertvolle Hilfe danken ... und Kopf hoch! ... Euer Leiden in Genville wird nicht mehr allzu lange dauern ..."

  Edel, h?misch lachend: "... Dafür wird die Natural Guard schon sorgen."

  Alle Genvilles halten ihre H?nde vors Gesicht.

  Da und dort beginnt ein prustendes Lachen sich hinter den H?nden hervor Bahn zu brechen.

  Pl?tzlich nehmen alle die H?nde weg und schallendes Gel?chter ert?nt.

  Aladan, sich auf die Schenkel klopfend: "Piri, du Teufelsweib, ... du hast so ein Show abgezogen, dass ich mir die H?nde vors Gesicht halten musste, um nicht loszuprusten."

  Andere klopfen der lachenden Piri auf die Schultern und sagen lachend: "Das war grossartig, Piri."

  Piri, lachend, Wagon umarmend: "Aber Wagon war das Beste ... Ich musste so schreien, sonst h?tte ich beim Anblick seines Gesichtes angefangen zu lachen."

  Hisch, Meneor fr?hlich in den Hintern tretend: "H?r schon auf, das Tote zu spielen. Es ist ausgestanden ..."

  Meneor gibt kein Lebenszeichen von sich.

  Da gefriert die Fr?hlichkeit abrupt, und alle schauen gespannt auf Meneor.

  Pl?tzlich l?chelt Meneor mit geschlossenen Augen.

  Hisch gibt ihm einen Tritt in die Seite, dass er davonrollt und schreit ihn an: "Du Sex-, Gen- und überhaupt Monster ... uns so zu erschrecken!"

  Erleichtert atmen alle auf.

  Szeneanfang:

  Yon in der NG-Zentrale zu Held: "Nun da Meneor tot ist, brauchen wir das Fasswesen wohl nicht mehr ... Wir sollten es t?ten. Es ist ein Risiko."

  Held, schmunzelnd: "Aber Yon, pl?tzlich so ?ngstlich ..."

  Held, ernst: "... Denk mal nach ... Seit der Krieger sie ausgebildet hat, sind doch fast alle Genville-Monster ziemlich gef?hrlich ... Wozu also unsere Leute opfern, wo wir doch das Fasswesen haben ..."

  Yon nickt nachdenklich und seltsam entrückt.

  Auf dem Innenhof, wo der K?fig des Fasswesens steht. Ein Offizier befiehlt einigen Guards: "Transportiert den K?fig nach Genville! Dort lassen wir dann das Vieh per Fern?ffnung frei."

  Szeneanfang:

  Wagon inmitten von Genvilles. Lara: "Hat es dich nicht doch etwas getroffen, was das Ekel Edel da im Fernsehen abgesondert hat?"

  Wagon, leidvoll: "Ich habe ihm vertraut ..."

  Wagon, mit Tr?nen: "... Ich habe es gern gehabt ... und dann dieses Schock ..."

  Lara und Piri streicheln Wagon tr?stend.

  Wagon, grinsend: "Ihr glaubt wirklich jedes Mist, das ich euch erz?hle ..."

  Lara, Piri und Wagon kichern. Estragon fragt neugierig: "Aber warum bist du eigentlich nicht darauf reingefallen?"

  Wagon: "Sein Tonfall erzeugte ein seltsames Widerhall in mir."

  Estragon: "Widerhall?"

  Wagon, sinnierend: "Es war, als schwebten seine Worte wie Seifenblasen über dem Wahrheit, sodass sie zerplatzen konnten, ohne in dem Wirklichkeit etwas zu bewegen."

  Lara, lachend: "Das ganze Edel ist ein Seifenblase."

  Allgemeines Gel?chter.

  Wagon, schelmisch: "... Und dann habe ich noch das Natural News Team gesehen. Es hatte sich im Gebüsch versteckt ... Da war mir klar: Jetzt bin ich dran mit k?mpfen."

  Schlussbild:

  Der K?fig mit dem Fasswesen steht neben dem Bunkereingang in Genville.

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