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29. Neil

  Neil durchwühlte die mittelgro?e Holztruhe, die in eine der hinteren Ecken dieses Folterlabors stand. Darin lagen einige Kleidungsstücke und er wollte nicht wirklich darüber nachdenken, wem sie geh?rt haben mochten. Sein Wolf knurrte boshaft in ihm, sobald er die unterschiedlichen Gerüche wahrnahm. Vor allem dieses viele Blut... frisch Vergossenes und solches, das schon l?nger zurücklag. Abgestanden, aber immer noch pr?sent, dieser metallische Gestank. Es war ekelhaft, die S?ure in seinem Magen stieg ihm in die Kehle empor. Absolut widerw?rtig.

  Nach wenigen Handgriffen fand Neil eine Hose, die ungef?hr seiner Gr??e entsprach und auch einigerma?en sauber war. Vom Geruch sah er jetzt einmal ab... besser als nichts. Shanna hatte recht, er konnte unm?glich nackt durch die Gegend laufen. Auch wenn es ihm als Gestaltenwandler eigentlich egal gewesen w?re. Sie waren es gewohnt, freizügig zu sein, aber bei dem Ungewissen, was hier lauerte, verspürte Neil nicht das geringste Bedürfnis, seinen Schwanz und seine Eier freizügig baumeln zu lassen. Daher zog er die benutzte Hose einfach an, ohne weiter darüber nachzudenken. Je schneller sie alles hier erledigt hatten, desto schneller hoffte er, dass sie alle hier rauskommen würden.

  Erst als Neil die Hose vorne zukn?pfte, riskierte er einen Blick auf seine bezaubernde Gef?hrtin. Sein Herz schlug noch immer schneller in seiner Brust, weil… sie sich der Gefahr ausgesetzt hatte, um ihn zu befreien. Ebenso dieses unsagbar erdrückende Gefühl, weil Shanna sich für ihn entschieden hatte. Seine gr??te Angst war st?ndig ihre Ablehnung ihm gegenüber gewesen. Daher konnte er sein Glück noch nicht fassen, denn diese einzigartige Frau hatte sich wahrhaftig für ihn entschieden. Er hatte es an ihrem zauberhaften, reinen Lavendelduft gerochen. In ihr steckte nichts Falsches oder gar eine Lüge. Sein Wolf w?re dafür viel zu empf?nglich… vor allem seiner Gef?hrtin gegenüber.

  Ein kleines L?cheln breitete sich auf seinem Gesicht aus… ein zufriedenes und wagemutiges, w?hrend Neil Shanna dabei beobachtete, wie sie die get?teten J?ger untersuchte. Die zuvor von ihr... und falls er sich nicht verh?rt hatte, hatte ihre Schwester dabei geholfen. Ihre ruhige und pr?gnante Art, wie seine Gef?hrtin davor hockte und der Tatsache, dass sie verstümmelte Leichen betrachtete, als würden sie nicht in einer Blutlache liegen. Ihre ockerfarbene Haut weckte in ihm das Bedürfnis, jeden Quadratzentimeter von ihr zu erforschen. Ihr schwarzes Haar hing noch immer in einem unordentlichen, leicht durcheinandergebrachten Zopf. Kleine Str?hnen an ihrem nackten Hals spielten mit dieser zarten Haut und Neil wollte erst gar nicht von ihren bannenden violetten Augen sprechen. In ihnen hatte das gleiche Chaos an Emotionen gesteckt, das er in sich verbarg. Stets zurückgedr?ngt, weil er Shanna nicht bedr?ngen wollte und weil er ihr damit zu viel zumutete. Aber jetzt… sein L?cheln verblasste leicht, je l?nger er diese Frau betrachtete. Sein Herz und sein Atem stockten für einige Sekunden… ein Gefühl des Unbehagens und Neil starrte auf seine ge?ffneten H?nde. Jetzt sahen sie menschlich aus, aber zuvor waren es riesige Pranken mit rasiermesserscharfen Krallen gewesen. Innerlich hatte er sich wild, roh und unbezwingbar gefühlt, aber auf der anderen Seite so klar und gefestigt wie nie zuvor in seinem Leben. Was war mit ihm geschehen? Er war definitiv nicht mehr das gewesen, was er zuvor war. Etwas hatte sich schlagartig in ihm ver?ndert, als dieser Knall und der innerliche Riss in ihm entstanden war. Ohne zu z?gern brannte sein Inneres wie ein loderndes Feuer, das drohte, ihn zu verbrennen. Als würde flüssiges Feuer durch seine Adern rauschen und ihn zu etwas machen, was er nicht selbst war. Allein durch das Spiegeln in Shannas Augen hatte er einen kleinen Eindruck davon wiedergegeben bekommen. Eine riesige, monstr?se Kreatur, die bestialisch erschien.

  ?Neil?“, ert?nte die weiche und sorgenvolle Stimme von Shanna in seinem Kopf und sein Augenmerk richtete sich wieder auf die Frau vor ihm. Die nun einige Meter von ihm entfernt zu ihm gewandt dastand und ihn aufmerksam musterte. ?Ist mit dir alles in Ordnung?“

  Nur einige Momente betrachtete Neil sie und sein L?cheln kehrte zurück. ?Aye, alles in Ordnung. Ich…“, stockte er und versuchte, die Worte so zu formulieren, ohne dass es negativ ankam. ?Hast du… Angst vor mir?“

  Shanna erhob fragend ihre schwarzen Augenbrauen, runzelte dann aber ihre Stirn, als w?re sie verwirrt. ?Warum sollte ich Angst vor dir haben?“

  Neil atmete einmal tief ein, nur um danach schwer auszuatmen. Sein Herz schlug schneller und seine H?nde nahmen eine leicht schwitzige Schicht an. Er wurde zunehmend nerv?ser und leckte sich einmal über seine trockenen Lippen. ?Nun… ich meine dieses… andere Aussehen, das du von mir… gesehen hast.“

  Das Runzeln auf ihrer Stirn vertiefte sich und Neil konnte den Ausdruck von ihrem Gesicht ablesen. ?Warum sollte es das, Neil? Ich verstehe nicht…“

  Seine Lippen pressten sich ein wenig zusammen. ?Ich war teilweise… so von dir gefesselt, dass ich zu Anfang… mir keinen Kopf darum gemacht habe, aber… jetzt, wo ich klarer im Kopf bin, habe ich es in deinen Augen gesehen. Ich habe eine monstr?se Gestalt angenommen und die war… nicht gerade furchtlos. Eher… furchterregend und absolut animalisch.“

  Erst zu sp?t registrierte Neil, wie Shanna die Entfernung zu ihm überbrückte und ihre Hand flach auf seine nackte, freie Brust legte... ohne das es sie st?rte, wie dreckig oder blutverschmiert sie war. Ihre Handfl?che brannte sich regelrecht auf seiner Haut ein und Funken der Gef?hrtenverbindung sprühten zu ihm über. Innerlich st?hnte er voller Genuss auf und seine Augenlider flatterten leicht zu, w?hrend er seine gro?en H?nde auf die ihre legte, sodass der Kontakt nicht leicht unterbrochen wurde. ?W?re das der Fall, Neil, dann würde ich hier nicht stehen und das wei?t du“, sprach Shanna sanft in seinem verwirrten Kopf. ?Au?erdem… als ich in deine braunen Augen blickte, wusste ich, obwohl du diese erschreckend riesige Gestalt angenommen hattest, dass noch immer DU es warst. Dein Blick war noch immer warm, aufmerksam und liebevoll. Ab diesem Augenblick wusste ich, dass du dich nicht ver?ndert hast. Zu keiner blutrünstigen und instinktiv getriebenen Bestie.“

  Seufzend legte Neil seine Stirn an die ihre, weil er diese Verbindung zu ihr brauchte und den aufmerksamen, zarten Blick in ihre violetten Augen. ?Ich wüsste nicht… was ich getan h?tte, w?rst du vor mir geflohen“, gestand er ihr in geistiger Interaktion.

  Ein z?rtliches L?cheln breitete sich auf Shannas Gesichtszügen aus. ?Ich will auch überhaupt nicht fliehen, Neil, sondern… ich will dich so nehmen, wie du bist. Selbst mit den Ver?nderungen.“ Sie zog sich nicht aus seinem n?heren Umfeld zurück und er genoss jede Sekunde davon. Neil war unsagbar froh, dass Shanna zu einem gewissen Teil von alleine kam. Sich nicht zurückzog oder dem entsagte, was für ihn das Natürlichste der Welt war. Diese Frau stellte sich jeder Emotion und k?rperlichen Aktivit?ten.

  ?Ich danke dir, mo àilleag“, hauchte Neil sanft durch ihre Verbindung und schlang seine kr?ftigen Arme um ihren K?rper, drückte sie behütend an sich. Darauf bedacht, ihr nicht wehzutun, w?hrend er seine weichen Lippen auf ihre Stirn drückte. Nebenbei schloss er die Augen, als gen?sse er jeden Augenblick und den zarten Duft, den er in seine Lungen inhalierte. Vertrauensvoll erwiderte Shanna seine Umarmung, als sich ihre Arme um ihn legten. Erst nach einigen Momenten l?sten sie sich voneinander und Neil wusste, es wurde Zeit, das zu regeln, was noch vor ihnen lag. ?Hast du etwas herausgefunden, w?hrend du die toten J?ger inspiziert hast?“, fragte Neil nach einer Weile in ihren Gedanken. Er würde mit ihr weiterhin geistig kommunizieren. Es war einfacher, ohne st?ndig darauf achten zu müssen, dass er ihre v?llige Aufmerksamkeit besa?.

  ?Ja, aber nur eine Feststellung“, antwortete Shanna ohne Umschweife und lief zu den Leichen zurück, als sie mit resignierten Augen hinabschaute. ?Sie sind ebenfalls J?ger, was keinen Zweifel zu l?sst. Allein schon ihre violetten Augen haben sie verraten. Ebenso dieser Wissenschaftler“, erz?hlte sie routiniert, als lieferte sie einen kompletten Lagebericht. ?Meine Schwester meint, dieser Wissenschaftler kommt aus Amerika. Genauer gesagt aus Los Angeles und sein Name war Alexander Jenkins. Er sei berüchtigt für diese derart verabscheuungswürdigen Foltermethoden.“

  The narrative has been illicitly obtained; should you discover it on Amazon, report the violation.

  Neil war überrascht. ?Aus… Amerika? Das ist aber am anderen Ende der Welt… weit über den Ozean hinaus. Wie kommt einer von denen hier nach Europa? Oder wandern die bei euch hin und her?“, fragte er irritiert und begriff das nicht vollst?ndig.

  Danach erz?hlte Shanna ihm die volle Geschichte mit diesem H?llen-Labyrinth und dass es egal war, von welcher Station die J?ger in dieses System eindrangen. Solange sie eines dieser gelben Kristalle besa?en, konnten sie überall Zutritt verschaffen. ?Von daher ist es nicht ungew?hnlich, wenn wir in diesem eigenen Lebensraum des H?llen-Labyrinths andere J?ger antreffen, die aus einem ganz anderen Land stammen. Diese zus?tzlichen J?ger, die hier liegen, stammen alle aus der Einrichtung von diesem Wissenschaftler aus Los Angeles. Sie tragen am inneren Kragen die Flagge der USA. Vermutlich werden irgendwann weitere von ihnen hier auftauchen. Sollte das l?ngere Verschwinden bemerkt werden, werden sie J?ger losschicken, die das untersuchen sollen. Ich habe nicht vor, diese Leichen hier zu verstecken und sauber zu machen. Wir müssen nur schnell genug sein und sollten dann von hier verschwinden sein. Zumal mein Vater ebenfalls eine Einheit hier irgendwo entsenden wird, damit sie uns hier eliminieren k?nnen.“

  ?Ich verstehe“, erwiderte Neil aufmerksam und nickte verst?ndnisvoll. ?Dann sollten wir hier nicht l?nger verweilen und zu Hamish und deiner Schwester zurück. Vermutlich warten sie auf uns.“

  Keine Zeit verlierend, traten sie beide aus diesem fast zerst?rten Folterlabor heraus und wandten sich nach links, der Weg, der sie zu dem anderen Raum führte. Sie beide sch?tzten ein, dass sie sich dorthin zurückgezogen hatten, w?hrend sie ihnen ihre Privatsph?re gegeben hatten. Und als sie den H?hlenraum mit den silbernen K?figen betraten, bemerkte Neil ihre Anwesenheit. Ebenso die zwei kleinen Kinder... und hob fragend eine Augenbraue, weil sie an Hamish hingen. Wenn er und vor allem sein innerer Wolf das Gleiche empfanden… dieser fremde Geruch. Die Jungen waren keine Wolfswandler, sondern eine andere Art von ihnen.

  ?Na endlich“, brummte Hamish auf und sein vorsichtiger Blick ruhte auf ihm, w?hrend er die beiden Kinder etwas hinter sich schob, als müsste er absch?tzen, ob Neil vertrauenswürdig w?re. Konnte Neil ihnen nicht verübeln. ?Ist so weit… alles in… Ordnung?“

  ?Aye“, bekr?ftigte Neil mit lauter Stimme, sodass jeder es h?ren konnte. ?Es… es tut mir leid… für diesen Anblick“, entschuldigte er sich und kratzte leicht mit seiner rechten Hand am Hinterkopf. Die Jungen stets in Augenschein nehmend, weil er sie nicht ?ngstigen wollte.

  ?Kein Ding.“ Hamish stand einfach nur da und musterte ihn, als w?re er etwas Neues und Ungew?hnliches. Neil konnte das verstehen, denn seine Bestie war immerhin noch für ihn selbst befremdlich. ?Was… war mit dir… geschehen?“, brachte er nach einiger Zeit rüber.

  Seufzend riskierte Neil einen beobachtenden Blick auf Shannas Schwester, die ein paar Schritte von Hamish entfernt stand. ?Frag mich was Leichteres. Ich habe keine Ahnung, aber… das werde ich wohl noch schnell genug herausfinden. Diese Zeit nehme ich mir aber erst, wenn wir hier raus sind“, antwortete Neil ehrlich darauf. Solange alles keine Gefahr darstellte… im Augenblick nicht… würde er seinen Sch?del deswegen jetzt nicht zerbrechen, wenn er die volle Konzentration brauchte. ?Shanna meinte, wir sollten am besten so schnell wie m?glich von hier verschwinden, bevor andere J?ger auftauchen.“

  ?Aye, das w?re eine perfekte Idee. Auch Emily meinte, dass wir das tun sollten“, sagte Hamish und drehte seinen Kopf zur anderen J?gerin, die ruhig und konzentriert dastand. ?Wir haben uns schon um die Mitinsassen gekümmert.“ Er deutete mit dem Daumen über seine Schulter hinter sich. Ab da erkannte Neil, dass jede einzelne Zelle leer war.

  ?Wo… sind sie?“, murmelte Neil erstaunt seine Frage.

  ?Das war sie gewesen“, meinte Hamish mit einem verwunderten Ausdruck auf seinem Gesicht. ?Sie hat… nun ja, ein Portal zu einer anderen Ebene ge?ffnet. So hie? das doch, oder?“

  ?Ja“, ert?nte eine z?rtliche Frauenstimme, die Neil zum ersten Mal vernahm. Zu zart für eine J?gerin und die er nicht erwartet hatte. ?Ich habe sie zu einer Freundin von mir geschickt. Sie wird sich um die befreiten Wesen kümmern und dann dorthin schicken, woher sie kommen. Sie ist eine Hexe und besitzt die Macht dazu.“

  ?Ah, ich verstehe“, sprach Neil überrascht. Eine J?gerin war mit einer Hexe befreundet? Bei dieser innerlichen Frage schaute er Shanna neben sich an, die seinen Blick erwiderte und zustimmend nickte, als w?re dies die Wahrheit. Sp?ter würde er sie um genauere Informationen bitten. Danach wandte Neil sein Augenmerk zu den silbernen K?figen und ein innerer Zorn wuchs in ihm empor. ?Doch, bevor wir von hier verschwinden, werde ich diese verfluchten K?fige auseinanderrei?en“, knurrte er zittrig, weil seine Wut sich weiterhin anstaute und seine braunen Augen zum Glühen brachte.

  ?Wie willst du das denn anstellen, wenn wir noch nicht einmal vorher etwas ausrichten konnten? Wir Wolfswandler reagieren viel zu stark auf das Silber“, schnaufte Hamish missbilligend.

  Sein Wolf vermittelte ihm das gleiche Gefühl und welchen Abscheu er darauf zeigte. ?Indem ich mich… zu dem verwandle, was ich vorhin war“, erwiderte Neil und es machte in ihm ein Gefühl breit, dass er dieses Wesen… diese Bestie in sich… akzeptieren sollte und dass sie ein neuer Bestandteil seiner selbst war.

  ?Schei?e!“ Verzog Hamish sein Gesicht. ?Was das auch immer ist… ich hoffe, du hast es unter Kontrolle. Ich habe keinen Bock so drauf zugehen, wie dieser verfluchte Wissenschaftler“, warnte der Wolf vor ihm drohend und verzog angewidert sein Gesicht, aber Neil ignorierte ihn, als er einige Schritte an ihnen vorbeiging und dann seine Hose auszog. Noch einmal würde er nicht so leicht eine geeignete Hose finden. Ein Oberteil brauchte er nicht unbedingt, denn diese enorme Hitze wanderte noch immer in seinem K?rper. Im Hintergrund vernahm Neil, dass sie ihm Platz machten und aus dem Raum verschwanden. Nur Shanna war in seiner N?he geblieben und beobachtete ihn. Selbst als er langsam in seinem Kopf die neue Verbindung suchte. Diese Einigkeit zwischen Mensch und Wolf waren derart kompatibel miteinander, als verschmolzen sie zu einer Einheit. Zu einem v?llig neuen Wesen, was seine Knochen schmerzhaft knacken lie?… sich verbogen, verl?ngerten oder verformten. Beim ersten Mal war es ihm nicht so schmerzhaft vorgekommen wie jetzt. Alles verst?rkte sich qualvoll durch seinen niedrigen Adrenalinspiegel. Keuchend und st?hnend ging Neil auf die Knie… w?hrend sich alles ver?nderte. Sein Geruchssinn, sein intensives r?tliches Sehverm?gen und der gewaltige Anstieg seiner unb?ndigen Kr?fte. Gefühlt fühlte es sich an, als h?tte er unz?hlige Minuten für diese immense Verwandlung zu seiner neuen Bestie gebraucht, aber in Wahrheit waren wahrscheinlich nur ein oder zwei Minuten vergangen.

  Schnaufend und mit gebleckten Rei?z?hnen fokussierte Neil seine Umgebung und versuchte gedanklich, die tollwütige Bestie zu halten. Er konzentrierte sich nur auf seine Aufgabe, als er zum ersten Mal seine scharfen Krallen erhob und ein gezielter Schlag von oben auf eines der silbernen K?fige aufschlug. Von au?en musste es aussehen, als drückte er nur einen Pappkarton zusammen, aber dafür brannte sich das Silber dennoch durch seine pelzige Haut. Ein Zischen erklang und der Gestank von verbranntem Fell und Fleisch stieg in seine Nase. Ein Faktor, der ihn wütender und rasender machte. Ohne noch an sich zu halten und den Schmerz auszublenden, rauschte er wie ein Bulldozer durch die vielen K?fige, die er durch die Gegend schleuderte, auseinanderriss, verbog und erdrückte, sodass keiner mehr die Form besa? oder eine Chance hatte, sie zu reparieren. Er zerlegte alles in Einzelteile und nach einer unendlichen Zeitspanne stand er keuchend in der Mitte des Raumes. Sein pelziger, muskelbepackter K?rper drehte sich halb herum und blickte mit glühenden Augen auf seine Gef?hrtin… ein instinktives Gefühl, das seine Bestie sofort beruhigen lie?. Gleichzeitig zischten seine Verletzungen, die Neil durch das Silber erlitten hatte… eine zu schnelle Heilung, die ungew?hnlich war. Langsam und beschwerlich ging er mit gebückter Haltung auf Shanna zu, die seine Hose in den H?nden hielt und ohne Angst in ihren violetten Augen. Er atmete erleichtert auf und zwang seine gewaltige Bestie zum Rückzug… die gehorchte.

  War es so einfach, diese bestialische Kreatur zu z?hmen?

  Schottisches W?rterbuch:

  Mutter: Màthair

  Vater: Athair

  Bruder: Bràthair

  Onkel: uncail

  Gro?vater: seanair

  Gro?mutter: seanmhair

  Meine Herzen: mo chridhe

  Liebling: A ghràidh

  Meine Liebste: mo ghràidh

  Mein Schatz: mo ghràdh

  Meine Sch?ne: mo àilleag

  Meine Tochter: mo nighean

  Meine Familie: mo teaghlach

  Mein Alles: Mo shonuachar

  Mein kleines M?dchen: Mo nighean bheag

  Mein Seelengef?hrte: mo anam cara

  Mein Herz und meine Seele: Mo chridhe ?s mo anam

  Seelenbegleiter: Anam chompanach

  Meine Fee: Mo shìthiche

  Meine Schwester: Mo phiuthar

  Meine geliebte Schwester: Mo phiuthar ghràidh

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