Das M?dchen, welches von Meneor und Piri gerettet und dafür von der Nonne zu lebenslangem Frondienst an der Kirche verdonnert wurde, betritt mit Mopp und Wassereimer die Kirche. Pferdchen und Giftstrauss beobachten das M?dchen, dem das Gewicht des Eimers sichtlich zu schaffen macht, ...
... sodass es die Kampforganismen erst bemerkt, als es vor ihnen steht.
Mit offenem Mund staunt das M?dchen die merkwürdigen Gestalten an.
Wie das M?dchen seine Sprache wiederfindet, fragt es ehrfürchtig: "Seid ihr Engel?"
Giftstrauss: "Was ist ein Engel?"
M?dchen, gl?ubig: "Ein Engel kommt von Gott. Er bestraft und beschützt uns. Ein Engel hat mich gerettet. Sonst w?re ich gestorben."
Pferdchen sinniert: "Hm, wir beschützen und wir retten, aber von Gott kommen wir nicht ... Ob das wichtig ist fürs Engelsein?"
Giftstrauss, neugierig: "Das mit dem Bestrafen habe ich nicht begriffen."
M?dchen, geduldig: "Wenn du etwas tust, das verboten ist, dann wirst du dafür bestraft und musst leiden."
Giftstrauss: "Und was sagt, was verboten ist?"
M?dchen, leicht ungehalten über diese Begriffsstutzigkeit: "Natürlich Gott, unser Herr!"
Giftstrauss, forschend: "Und woher weisst du, was Gott will?"
Das M?dchen, das sich diese Frage wohl noch nie gestellt hat, wirkt etwas verunsichert: "Die Nonne sagt mir, was Gott will."
Pferdchen, nicht sehr einfühlsam: "Bist du bl?d? Du glaubst einfach alles, was dieses Nonne dir sagt? Auch wenn es gar kein Gott gibt?"
M?dchen, verzweifelt, den Tr?nen nahe: "Aber es gibt Gott! Gott ist das einzige Licht in meinem Leben!"
Pferdchen schaut sich in der nicht sehr hellen Kirche um und sagt kritisch: "Vielleicht solltest du mal an das Sonne."
Giftstrauss kichert.
Das M?dchen sagt weinend: "Ihr seid gemein."
Pferdchen und Giftstrauss schauen sich fragend an. Umgang mit Kindern ist nicht ihre St?rke.
Giftstrauss, interessiert: "Warum weinst du?"
Pferdchen murmelt wenig begeistert: "Muss dieses Giftstrauss wegen der paar zus?tzlichen Neugierzellen gleich alles erforschen?"
M?dchen, weinend: "Ich muss den ganzen Tag arbeiten und ihr lacht mich aus. Das tut weh."
Pferdchen, erstaunt: "Aber warum arbeitest du so viel? Das ist doch absurd."
M?dchen ruft verzweifelt: "Ich muss die Kirche putzen!"
Pferdchen, befremdet: "Aber ein Haus putzt sich doch selbst."
M?dchen ruft noch verzweifelter: "Nein, ein Haus putzt sich nicht selbst!"
Das M?dchen ergreift seinen Mopp, taucht ihn in den Wassereimer und sagt weinend: "Bitte lasst mich jetzt putzen. Bald kommen wieder Leute. Und wenn der Boden dann nicht trocken ist, bekomme ich Prügel."
Unter den interessierten Blicken der Kampforganismen beginnt das M?dchen den Boden zu schrubben.
Giftstrauss fragt Pferdchen: "Sollen wir ihm helfen? Wir sind schliesslich Engel."
Pferdchen h?lt das für einen Scherz und lacht "Hahaha".
Giftstrauss packt den Stil des Mopps und sagt zu dem M?dchen: "Gib mir das Fellstock! Pferdchen wird das Wasser verteilen."
Pferdchen denkt verblüfft: 'Das meint das ernst!'
Das M?dchen ist so überrascht von dem Angebot, dass es den Mopp losl?sst. Giftstrauss ist neben dem M?dchen hin gekniet und sagt: "Steig auf!"
Verwirrt gehorcht das M?dchen.
Kaum ist Giftstrauss aufgestanden, düst er los, sodass das M?dchen sich eben noch an seinem Hals festhalten kann.
Mit wenig Begeisterung schnappt sich Pferdchen den Eimer, ...
... rast aber dann los, um Giftstrauss zu überholen und jeweils vor ihm den Boden nass zu spritzen.
Zu dritt flitzen sie hin und her durch die Kirche. Pferdchen und Giftstrauss lachen, weil es ihnen Spass macht. Das anf?nglich ?ngstliche M?dchen ...
... taut auf und findet Gefallen an dem rasenden Ritt. Bis alle drei lachend zwischen den B?nken hin und her zischen.
In wenigen Minuten ist der Boden feucht aufgenommen und die fr?hliche Putzkolonne h?lt vor dem Hart-Bild an. Die Wangen des M?dchens glühen vor Aufregung und seine Augen gl?nzen vor Freude.
Giftstrauss l?sst die Kleine absteigen, ...
... die sich Mopp und Eimer schnappt und zur Seitentür rennend ruft: "Ich muss den Mopp auswaschen."
Giftstrauss ruft dem M?dchen nach: "Was sind das für Leute, die bald kommen werden?"
Schon in der Tür ruft das M?dchen: "Die wollen alle in den Himmel!"
Giftstrauss und Pferdchen schauen sich grinsend an ...
... und sagen im Chor: "Dann sind wir hier richtig."
Szeneanfang:
Iris steht am Rand des inneren S?uregrabens von Natural City und ist grad bei einer Reportage, die von Ewald "gefilmt" wird. In ihrem Rücken ist die Genville-Insel zu sehen, die von Flugabwehrkanonen und ihren Besatzungen sowie von herum fahrenden Jeeps, die mit schweren Maschinengewehren bestückt sind, gesichert wird. In der Mitte der Insel befindet sich ein aus Fertigbauelementen und Containern hastig zusammen geschustertes Geb?ude von abstossender H?sslichkeit. Iris: "... ist Kommandant Hart nicht bereit, der Bev?lkerung von Natural City eine humanere Behandlung angedeihen zu lassen. Er hat unsere Forderungen einfach ignoriert und sich den angedrohten Konsequenzen durch eine Flucht auf die ehemalige Genville-Insel entzogen. Trotz der Flucht ist seine Macht ungebrochen, ist es Hans Hart doch gelungen, seine physische Pr?senz durch einen exzessiven Personenkult entbehrlich zu machen. Jeden Tag ziehen Hans-Hart-Sprechch?re durch die Stadt und überall h?ngen Plakate, die ihn als Retter feiern. Und durch regelm?ssige Ansprachen im Fernsehen hat er in den K?pfen der Menschen eine st?rkere Pr?senz gewonnen als jemals zuvor. Auf diese Weise gelingt es ihm, den blinden Gehorsam seiner Natural Guards zu erhalten, obwohl er sich vor uns verstecken muss ..."
Iris winkt Piri herbei, die noch ausserhalb des sichtbaren Bereichs steht, und f?hrt fort: "Warum muss das B?se immer siegen? Befragen wir dazu die Forschende Piri."
Piri hüpft ins Gesichtsfeld der "Kamera", bleibt neben Iris stehen ...
... und sagt mit einem, dem Ernst des Themas v?llig unangemessenen strahlenden L?cheln: "Das B?se gibt es nicht. Es ist das Herrschbedürfnis, welches den Herrschbedürftigen ein Leben ohne Herrschaft sinnlos erscheinen l?sst. Deshalb sind sie auch bereit, ihr Leben zu verlieren für ein bisschen Herrschvergnügen."
Iris: "Wir danken Piri für diesen Kommentar."
Wie Iris fortfahren will, merkt sie, dass Piri immer noch neben ihr steht und in die "Kamera" strahlt.
Iris legt Piri die Hand an die Schulter und will sie aus dem "Bild" schieben.
Da Piri viel kr?ftiger ist, bewegt sie sich keinen Millimeter, wohingegen Iris sich selber wegschiebt ...
... und, überrascht von diesem Effekt, das Gleichgewicht verliert und hinf?llt.
Iris sitzt am Boden, reibt sich eine schmerzende Stelle und murmelt ver?rgert: "Verdammte Genmonster."
Iris steht auf und schimpft dabei zu der verblüfften Piri: "Warum kannst du keine normale, schwache, hilfsbedürftige, Schutz suchende, jammernde Scheissfrau sein?"
Piri, verblüfft: "?hm, warum sollte ich ...?"
Iris steht nun wieder neben Piri und sagt mit trockenem Lachen: "Damit ich mein Herrschbedürfnis besser stillen kann, ha, ha, ha."
Piri l?sst sich auf die Knie sinken und sagt dabei l?chelnd: "Oh, wenn es nur das ist."
Die Beine an den K?rper gefaltet, mit den ausgestreckten Armen die Handfl?chen auf den Boden legend, vollzieht Piri ihre Unterwerfungsgeste. Iris ist verblüfft, ...
... err?tet vor Verlegenheit und sagt in die "Kamera": "Ach Gott, ist das peinlich ..."
Iris fasst sich und f?hrt schicksalsergeben fort: "Und mein Kamerahund zeichnet unverdrossen und voller Schadenfreude alles auf."
Da Piri keine Anstalten macht, ihre Demutsgeste zu unterbrechen, schimpft Iris zu ihr hinab: "H?r endlich auf! Sein Herrschbedürfnis so ?ffentlich und hemmungslos zu befriedigen ist ja wie V?geln im Park!"
Ewald prustet los vor Lachen. Piri richtet sich mit einem Fragezeichengesicht auf ...
... und sagt treuherzig: "Aber Sex im Park ist doch sch?n."
Beim Anblick der konsternierten Iris muss Ewald lachen.
Gequ?lt schreit Iris: "Aaaaargh, ich hasse Genmonster!"
Ewald lacht weiter.
Iris bellt Ewald an: "Und du, schweig endlich! Du verwackelst ja das Bild!"
Ewald macht leicht erschrocken "Ups" ...
... und bemüht sich, das Bild still zu halten, muss aber trotzdem noch prusten.
Iris, muffig in die Kamera: "Also mein liebes, schadenfrohes, bl?des Publikum, zurück zu Kommandant Hart. Wir stehen hier in einer Pattsituation und wissen vorerst nicht, was tun oder was geschehen wird. über die weitere Entwicklung halten wir euch auf dem Laufenden. Das war Iris von den Genville News."
Szeneanfang:
Die Genvilles sitzen auf der Tribüne ihres Theaters und haben sich eben Iris' Reportage angeschaut. Ausser bei Yon und Martin herrscht allgemeine Heiterkeit.
Unsicher wagt Endo sich nach vorn, ...
... betritt z?gerlich die Bühne ...
... und sagt bescheiden zum Publikum: "Ich h?tte da noch was."
Wagon, übermütig: "Dann ruf laut "Vooortraaag!"!"
Endo begreift nicht, warum er das tun soll: "Aber ihr seid doch alle da."
Aladan, dessen Füsse wieder heil sind, ironisch, l?chelnd: "Wir sind darauf abgerichtet, bei diesem Wort erh?hte Aufmerksamkeit zu empfinden."
Endo, bescheiden: "Na ja, so interessant ist es auch wieder nicht."
Lara, aufmunternd: "Für mich ist alles interessant, ob es uns nur das Zeit vertreibt oder ob es unser Leben beeinflusst."
Endo zieht einen Handteller grossen Schmetterling hervor und sagt ernst: "Ich weiss nicht, ob es unser Leben beeinflussen wird, bestimmt aber unser überleben."
Aller Augen richten sich gespannt auf den Schmetterling, den Endo auf seiner Handfl?che pr?sentiert. Endo kommentiert: "Das Bibliothekswesen kann die Sinneswahrnehmungen dieses Schmetterlings lesen. Es ist sehr schlicht gebaut und interessiert sich bloss für das Unbekannte. Wenn wir ein paar hundert davon um Genville herum flattern lassen, kann uns das Bibliothekswesen warnen, wenn sich etwas Unbekanntes n?hert ..."
Chromos 5 gibt zu bedenken: "Aber wie willst du verhindern, dass die Schmetterlinge in alle Richtungen davon fliegen, weil das Unbekannte, welches hinter dem Horizont sich verbirgt, sie lockt?"
Endo zieht eine wundersch?ne Blume hervor. Antara, mit melancholischer Begeisterung: "Oh, wie sch?n!"
Auch die andern sind beeindruckt von der Sch?nheit der Blume.
Endo erl?utert bescheiden: "Das Schmetterling ern?hrt sich vom Nektar dieses Blume. Und da es nur in Genville w?chst, wird es immer wieder hierher zurück kehren."
Die Genvilles klatschen begeistert: "Raffiniert!", "Bravo!", "Und Genville wird erst noch sch?ner!".
Endo ist solche Begeisterung für seine Arbeit nicht gewohnt, ist sich auch nicht sicher, ob sie echt ist, und steht unschlüssig da.
Wagon ruft fr?hlich: "Nun zeig doch ein bisschen Freude, Endo, wenn dich alle bejubeln!"
Endo scheint den Vorschlag zu bedenken, ...
... zeigt dann aber ein schüchternes L?cheln und verbeugt sich linkisch vor dem klatschenden Publikum.
Endo will die Bühne verlassen, da l?sst ihn ein Zuruf Estragons leicht erschrocken innehalten: "Halt, Endo, so leicht kommst du uns nicht davon!"
Estragon f?hrt fort: "Wir wollen noch ein Geschichte h?ren, denn wir haben das Genkrieg nur im Labor erlebt. Du aber warst draussen."
Die Genvilles klatschen und rufen rhythmisch: "Ein, Ge-schich-te, ein Ge-schich-te!"
Endo wendet sich wieder dem Publikum zu. Sein Blick wirkt entrückt, weil sein Geist schon unterwegs in die Vergangenheit ist.
Alle h?ngen gespannt an Endos Lippen, wie er zu erz?hlen beginnt: "Ich stehe in einem W?ldlein. Mein Esspilz klebt an einem Baumstamm, dem es Nahrung entzieht, um zu wachsen. Ich reisse ein paar Brocken aus dem Esspilz und w?hrend ich kaue, beobachte ich das kleine landwirtschaftliche Siedlung. Ein paar Geh?fte mit l?nglichen Anbauten, in denen Schweine grunzen. Niemand ist zu sehen. Es d?mmert und die Leute sitzen wohl beim Abendessen ..."
"... Ich stecke mein Esspilz ein, wickle mich in das Cham?leondecke und spaziere unsichtbar ins Dorf hinein. Das strenge Geruch der Schweine hockt im Dorf wie ein dickes Suppe in dem Schüssel. Gegen ein warmes Suppe h?tte ich jetzt nichts einzuwenden und ich frage mich, ob ich zum Antwort ein Kugel oder ein freundliches Wort bekomme, wenn ich an ein Tür klopfe ..."
"... Ich wage es und klopfe, renne um das Hausecke, um zu sehen, was geschieht ..."
"... Das Tür ?ffnet sich und ein unbewaffnetes Frau schaut sich suchend um. Da trete ich ohne Cham?leondecke hervor und sage: 'Guten Abend.' Das Frau erschrickt leicht, l?chelt und bittet mich herein, wo ihr junges Tochter mit am Esstisch sitzt. W?hrend wir das warme Suppe l?ffeln, erfahre ich, dass das Mann im Krieg gefallen ist und die beiden Frauen das Schweinezucht allein betreiben. Sie werfen sich Blicke zu und l?cheln. Vielleicht denken sie, ich k?nnte das neue Mann sein im Haus ..."
"... Draussen ert?nt das Ger?usch von Lastwagen, was uns drei alarmiert ..."
"... Das Mutter bedeutet uns, drin zu bleiben, und schaut nach. 'Ladet die Gefangenen ab!' ist zu h?ren. Soldaten! Wenn sie entdecken, was ich bin, werden sie mich mitnehmen oder t?ten, denn Gentechniker sind wie Waffen ..."
"... Im Rücken des Tochter, das sich von den Vorg?ngen draussen ablenken l?sst, mache ich mich unsichtbar und husche aus dem Haus ..."
"... überall stehen Lastwagen, aus denen Gefangene gescheucht werden. Es handelt sich ebenfalls um Soldaten, die aber ein anderes Uniform tragen. Ihre H?nde sind auf das Rücken gefesselt ..."
"... Die Gefesselten werden auf dem Dorfplatz zusammengetrieben, wo sie sich setzen müssen ..."
"... Ein schneidiger, junger Offizier bellt: 'Sucht alles Essbare zusammen und schafft es auf die Lastwagen!' ..."
"... Die Soldaten schleppen Kisten mit Gemüse und S?cke voller Kartoffeln aus den Scheunen. Die Schweine werden aus den St?llen getrieben. Gel?hmt vor Angst stehen die Dorfleute hilflos herum ..."
"... Wie alles geplündert ist, traut sich ein Bauer zu rufen: 'Und wovon sollen wir jetzt leben? Wir werden verhungern!'..."
"... Der Offizier ist dabei, einen Lastwagen zu besteigen, wie er sich zu den Dorfleuten umdreht und grinsend sagt: 'Esst doch die Gefangenen!' ..."
"... Das Tochter, das mittlerweile ebenfalls das Haus verlassen hat, und nur Augen für das schneidige Offizier hat, sagt schw?rmerisch: 'Was für ein sch?ner Mann!' ..."
"... Das Mutter l?sst das Seifenblase ihres Tochter mit einem kr?ftigen Ohrfeige platzen und schimpft voll Zorn: 'Wie soll die Welt je besser werden, wenn wir Frauen solche grausamen M?nner anhimmeln?' ..."
"... Trotzig stampft das Tochter auf und geht wütend zurück ins Haus ..."
"... Die Mutter schaut auf die etwa hundert Gefangenen, die am Boden sitzen und sagt unschlüssig: 'Sollen wir ihnen die Fesseln abnehmen?' ..."
"... 'Bist du noch bei Trost? Das sind unsere Feinde. Sie werden uns t?ten und aufessen!' ruft ein Bauer. Und ein anderes: 'Wenn wir sie auch noch ern?hren müssen, sind wir noch schneller verhungert.' ..."
"... Ein Mann, das ein gewisses Autorit?t ausstrahlt, sagt besonnen: 'Sperren wir sie in eine Scheune, damit sie uns nicht davon laufen. Dann gehen wir schlafen und morgen sehen wir alles klarer.' ..."
"... Da sie das Nacht nicht im Freien verbringen wollen, lassen sich die Gefangenen widerstandslos in ein Scheune bringen. Dann gehen die Dorfleute zurück in ihre H?user ..."
"... Ich überlege, wie ich die Dorfleute und die Gefangenen aus ihrem aussichtslosen Lage befreien k?nnte und beschliesse, mein Esspilz einzusetzen. Also gehe ich zurück ins W?ldchen, zerteile das Esspilz in kleine Brocken und verteile diese auf die St?mme der B?ume. Ich bin nicht sicher, ob über Nacht genug Nahrung wachsen wird. Aber mein Esspilz ist ziemlich effizient und so bin ich zuversichtlich ..."
"... Ich habe kein Lust auf ein verweintes Tochter und ein zorniges Mutter, weshalb ich mir ein leeres Scheune suche und das Nacht im Stroh verbringe ..."
"... Am Morgen werde ich von Stimmen geweckt. Durch ein Ritze in dem Scheunenwand sehe ich die versammelten Dorfleute, die sich lautstark unterhalten ..."
"... Ich nehme mein Mut zusammen und geselle mich zu den Dorfleuten. Das Mutter ruft: 'Oh, da sind Sie ja! Wo waren Sie denn? Sie sind so pl?tzlich verschwunden.' Die Dorfleute schauen misstrauisch. Ich antworte: 'Ich habe nach einer L?sung gesucht. Lassen Sie uns sehen, ob es geklappt hat.' ..."
"... Die Dorfleute folgen mir ins W?ldchen, wo die Esspilze, die überall an den Baumst?mmen h?ngen, über Nacht zu doppeltem Kopfgr?sse gewachsen sind. Unter misstrauischen Blicken esse ich ein Stück Pilz und kommentiere: 'Dieser Esspilz enth?lt s?mtliche notwendigen Nahrungsbestandteile und kann auf Wirtspflanzen wachsen, ohne diese zu besch?digen.' ..."
"... Da sagt ein Mann: 'Das ist bestimmt so ein Genspinner.' Und ein Frau: 'Der will uns vergiften.' Das Mutter verteidigt mich: 'Aber er hat doch den Pilz selber gegessen.' ..."
"... Die Leute starren mich unschlüssig an, bis ein Mann ruhig und bestimmt sagt: 'Bis zur n?chsten Ernte k?nnen wir von den Konvertern leben. Dazu brauchen wir aber die B?ume.'. Ein Frau: 'Ja, lieber den Schweinefrass als dieses Genzeug von einem, den wir nicht kennen.' ..."
"... Die Dorfleute drehen sich um und gehen. Ich bin kein grosses Redner und so schweige ich. Das Sache ist entschieden ..."
"... Noch am selben Tag wird ein Baum gef?llt, zerkleinert und auf die Konverter verteilt, die neben jedem Schweinestall stehen. Es handelt sich dabei um kleine G?rtanks, in denen genetisch ver?nderte Mikroorganismen organische Materialien zu Schweinefutter konvertieren. Dass es sich hier auch um ein 'Genspinnerei' handelt, st?rt die Leute nicht. Wohl weil sie das Verfahren schon lange anwenden ..."
"... Ich beobachte, wie sie ein Gefangenes aus dem Scheune führen. Zuerst geht es bereitwillig mit. Doch wie es begreift, dass sie es in das Konverter werfen wollen, wehrt es sich verzweifelt und beginnt zu schreien. Schliesslich landet es im Konverter, wo es lebendigen Leibes von den Mikroorganismen aufgefressen wird. Seinen Schreien nach zu urteilen, müssen die Schmerzen entsetzlich sein ..."
"... Die Dorfleute zeigen kein emotionales Reaktion. Sie holen das n?chste Gefangene und benehmen sich, als ob sie quiekende Schweine zum Schlachten führten. Wie alle Tanks 'bestückt' sind, ist das Schreien der Konvertiten so furchtbar, dass ich es nicht mehr aushalte und wegrenne, um es nicht mehr h?ren zu müssen ..."
"... In dem Nacht schleiche ich mich in das Scheune mit den Gefangenen und befreie sie von ihren Fesseln. Ich erz?hle ihnen, was mit ihnen geschehen wird, wenn sie nicht sofort fliehen. Geschw?cht von Hunger und Durst stehen sie da und starren mich an ..."
"... Sie schleichen sich aus dem Scheune, trinken am Dorfbrunnen und essen sich satt bei den Konvertern ..."
"... Dann holen sie mit ihrem dreifachen übermacht die Dorfleute aus ihren Betten und werfen sie in die Konverter ..."
"... Die Soldaten hocken herum und d?sen oder spielen Karten und Lachen ..."
"... Ich m?chte wenigstens das Mutter und das Tochter retten. Aber ich bin wie gel?hmt. Ich habe nicht das geringste Chance gehabt, etwas richtig zu machen. Das schreckliche Schreien dauert das ganze Nacht ..."
"... Im Morgengrauen bemerke ich ein Gruppe Soldaten, die lachend auf mich deuten. Das Angst l?sst mich weg gehen. Die Soldaten rennen mir nach. Ich renne auch ..."
"... und halte erst an, wie das Siedlung hinter dem Horizont verschwunden ist."
Der Horror ist Endo ins Gesicht geschrieben. Noch hat er nicht zurück in die Gegenwart gefunden. Auch das Publikum ist wie erstarrt.
Hisch ist mit einem Sprung auf der Bühne und sagt zu dem verwirrten Endo: "Erwache, Bruder, und lass mich die Geister des Vergangenheit mit einem Kuss verscheuchen!"
Hisch küsst den verdatterten Endo, der sich nicht wehrt.
Ili steht auf und sagt, betroffen von Endos Geschichte: "Mach jetzt deine Schmetterlinge, Endo, damit das Paradies nicht untergeht."
Szeneanfang:
In Caesars Büro liegt Myrta Behr auf dem Sofa. Sie ist nur mit einem Morgenmantel bekleidet und noch bewusstlos. Gleich daneben beobachtet Doi interessiert, wie Piri und Meneor sich paaren.
Piris strahlendes L?cheln zieht Dois Aufmerksamkeit auf sich. Doi kommentiert: "Wenn unten etwas rein gesteckt wird, gibt es oben L?cheln. Sex ist gut. Sex gibt gutes L?cheln."
Meneor und Piri lachen über Dois Analyse.
Piri kommentiert strahlend: "Doi ist auch gut. Doi gibt gutes Lachen."
Wie Myrta aufwacht, sieht sie die Zimmerdecke und h?rt das lustvolle St?hnen von Meneor und Piri.
In Myrtas Bewusstsein erscheint das Bild eines Krankenhauses, wo sie in einem Bett liegt, umringt von st?hnenden Verletzten.
Myrta legt ihren Kopf zur Seite und sieht das sich küssende Liebespaar sowie den die Vorg?nge mit wissenschaftlicher Neugier beobachtenden Doi. Myrta entf?hrt ein verlegenes: "Oh."
Die K?pfe von Doi, Piri und Meneor fahren zu Myrta herum, die sich als Voyeurin ertappt fühlt und err?tet.
Ungeachtet ihrer Nacktheit macht Piri einen Freudensprung und ruft: "Juhuuu, Myrta ist gesund!"
Auch Meneor freut sich, bleibt aber sitzen.
Noch schwach richtet Myrta sich zum Sitzen auf.
Doi wieselt zu Myrta, ...
... bringt sein Gesicht nahe an das ihre und sagt: "Soll ich dir etwas unten rein stecken? Das bringt L?cheln."
Myrta err?tet und tadelt mit leichtem L?cheln: "Aber nein, Doi!"
Doi deutet hinter sich auf Meneor und beharrt: "Dann nimm das Schwanz von Meneor! Grosses Schwanz bringt grosses L?cheln."
Rot vor Verlegenheit, betrachtet Myrta den inzwischen aufgestandenen Meneor, der nackt, aber mit eingezogenem Schwanz dasteht, und sagt leicht verwirrt: "Aber da ist ja gar kein ..."
Meneor ist von hinten zu sehen, w?hrend er seine Geschlechtsteile ausf?hrt. Myrta macht hoch rot eine "Oh, mein Gott!"-Geste.
Doi ?ffnet Myrtas Morgenmantel, sodass ihr nackter, vernarbter Oberk?rper zu sehen ist, und sagt: "Nimm weg das Stoff, das Stoff ist im Weg."
Erschrocken über ihre Narben, steht Myrta spontan auf und ruft: "Ich sehe ja aus wie ...!"
Ihr Morgenmantel gleitet zu Boden.
Der geschw?chten Myrta wird schwarz vor Augen und sie beginnt zu fallen.
Meneor huscht herbei, f?ngt sie auf ...
... und legt sie zurück aufs Sofa, ...
... wo sie gleich wieder zu sich kommt und Doi sagen h?rt: "Nimm jetzt das L?chelstock von Meneor!"
Noch etwas benommen, murmelt Myrta: "Aber sein Freund wird eifersüchtig sein ..."
Piri lacht: "Oh ja, Meneor hat so viel Eifer, dass du ganz süchtig wirst."
Myrta denkt verwirrt: 'War dies jetzt ein naives oder ein boshaftes Bemerkung? ... Ach, ich verstehe die Frauen nicht ...'
Myrta sieht Piris liebreizendes Gesicht über sich, ...
... wie es sich langsam absenkt, mit den Lippen auf die ihren zielend. Myrta denkt: 'Aber ich bin doch nicht lesbisch ...'
W?hrend Meneor z?rtlich Myrtas K?rper streichelt, küsst Piri Myrta auf den Mund. Myrta schliesst geniesserisch die Augen und denkt: 'Diese Lippen sind so zart wie ein Rosenblatt ... und diese H?nde so z?rtlich wie Schmetterlingsflügel ...'
Bereitwillig ?ffnet sich Myrta für Meneor, ...
... der sich sanft auf sie legt, w?hrend Piri Myrtas Gesicht liebkost.
Doi hat sich auf die Rückenlehne des Sofas zurückgezogen und beobachtet, wie sich auf Myrtas Gesicht ein himmlisches L?cheln ausbreitet.
Szeneanfang:
Zur selben Zeit sitzen Caesar, Held, Iris und Ewald in der Kantine der Universit?t und trinken Kaffee. Es hat noch andere Personen in der Kantine, wie bei einem normalen Universit?tsbetrieb eben.
Iris, zerknirscht: "Hart h?ngt überall seine Bilder auf und ich Idiotin habe diesem farblosen Kerl noch dabei geholfen, seinen Personenkult in Gang zu bringen. Wie k?nnen wir ihn noch stoppen? In seiner Festung kommen wir nicht an ihn ran."
Ewald zeigt mit einem unfrohen L?cheln, dass er es nicht ernst meint: "Wir bitten Meneor, ihn umzubringen. Der Krieger findet bestimmt einen Weg."
Iris protestiert: "Wir k?nnen ihn doch nicht einem solchen Risiko aussetzen!"
Ewald versteckt seine Eifersucht hinter Spott: "Oho, Meneor hat sich wohl in dein Herz geschlichen. Früher w?re es dir egal gewesen, wenn er drauf geht."
Iris wirft Ewald einen b?sen Blick zu. Caesar, sachlich: "Was nützt es, Hart umzubringen, solange die Natural Guard alles im Griff hat? Dann rückt das n?chste kleine Diktator nach und wir sind wieder gleich weit."
Iris, giftig zu Held: "Warum musstest du diesen Verein gründen, Chief Held? Damit hast du der Menschheit einen grossen Dienst erwiesen."
Held, trotzig: "Und wer, bitte sch?n, h?tte sonst die Kraft und den Willen, die Erde von all den Genmonstern zu s?ubern?"
Iris erwidert giftig: "Im Moment s?ubern die Guards aber nur Natural City von allen Natürlichen, die Hart nicht passen. Ist das nicht so ziemlich das Gegenteil von dem, was du gewollt hast?"
Held, wütend: "Kann ich etwas dafür, dass dieser Schweinehund mir in den Rücken gefallen ist?"
Ewald, kühl: "Ja, das kannst du. Wer die Demokratie abschafft, schafft auch s?mtliche Mechanismen ab, die einen Machtmissbrauch verhindern."
Held schaut Ewald zornig an, weiss aber nichts zu erwidern.
Caesar, sachlich: "Im Moment k?nnen wir nichts gegen Hart tun. Aber was kann und will es gegen uns unternehmen?"
Iris, Stirn runzelnd: "Ich bin zwar ziemlich ehrgeizig, aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, wie es im Kopf eines Kerls aussieht, der ein so krankhaftes Herrschbedürfnis hat."
Ewald schaut Held an und sagt mit süffisantem L?cheln: "Wir haben doch einen Fachmann am Tisch. Fragen wir den!"
Alle schauen erwartungsvoll auf Held, der das gar nicht amüsant findet, ...
... aber dann doch mit kalter Wut sagt: "Ich würde mit Hochdruck einen Impfstoff gegen Caesars Viren entwickeln und euch dann einstampfen."
Sein Publikum schaut ihn verblüfft an.
Iris findet zuerst die Sprache wieder: "Das wird er niemals wagen. Es ist viel zu gef?hrlich, mit diesen Viren herum zu experimentieren."
Ewald, neugierig: "Und wie würdest du das angehen?"
Held, kühl: "Ich würde Caesar beobachten lassen, wo er seine Virenwirte überall versteckt hat. Dann würde ich einen der Virenwirte mit einem Glask?fig einfangen und in einer hermetisch dichten Untersuchungskabine analysieren."
Iris kann es nicht glauben: "Aber wenn das Virus entweicht?"
Held, wie oben: "Die Untersuchungskabine w?re in einem dichten Raum, der nur durch eine Schleuse betreten werden kann. Von einem Ausbruch des Virus w?ren also nur die im Raum befindlichen Personen betroffen."
Caesar, nachdenklich: "Solche R?ume gibt es hier an dem Universit?t. Vielleicht sollten wir sie inspizieren."
Iris, tatendurstig: "Jawohl, daraus machen wir eine Reportage!"
Held, Caesar, Iris und Ewald bewegen sich durch die G?nge der Universit?t, ...
... bis sie zu einem Raum gelangen, der auch gangseitig grosse Beobachtungsfenster aufweist und nur durch eine Schleuse betreten werden kann. Ewald "filmt" und Iris kommentiert: "Wir befinden uns auf der Suche nach einem Forschungsraum, in dem Caesars Lebensgarantie-Viren, die alle Natürlichen vernichten würden, von Hans Harts Leuten untersucht werden. Ziel der Untersuchung ist es, einen Impfschutz zu entwickeln, der es Kommandant Hart erlaubt, Caesar gefahrlos zu t?ten."
Wie sie durch die Gangfenster hinein schauen, wirkt der Forschungsraum leer und unbenutzt.
Wortlos ziehen sie weiter zum n?chsten Forschungsraum, ...
... in dem mehrere Leute mit Untersuchungsger?ten besch?ftigt sind. In der Mitte des Raumes steht eine Glaskabine, in deren Wand Gummihandschuhe zum Hantieren und eine kleine Schleuse für den Zugang eingelassen sind.
Zwei Guards, welche den Schleuseneingang zum Forschungsraum mit Sturmgewehren bewachen, be?ugen die Ank?mmlinge misstrauisch. Guard A, herrisch: "Ihr habt hier nichts zu suchen. Das ist ein geheimes Forschungsprojekt. Verschwindet!"
Held zieht seine Bet?ubungsfl?te hervor ...
... und sagt zu den verblüfften Guards, w?hrend er die Fl?te zum Mund führt, mit gezwungenem L?cheln: "Darf ich euch etwas vorspielen?"
Noch bevor die Guards antworten k?nnen, bl?st ihnen Held je eine Nadel ins Gesicht, ...
... sodass sie augenblicklich bewusstlos zusammen sinken.
Iris kommentiert: "Ein geheimes Forschungsprojekt, von dem sogar Caesar als Leiter der Universit?t nichts wissen darf? Das macht uns misstrauisch. Doch wie erhalten wir jetzt die Antwort auf die Frage, was hier erforscht wird?"
Caesar schaut prüfend in den Forschungsraum und sagt ernst: "In dem Glaskabine liegt eines meiner Virenkapseln. Es ist aufgeplatzt, weil ich seit l?ngerem nicht mehr in seinem N?he war. Wenn sie das Kabine nicht sterilisiert haben, dürfte es voller Viren sein."
Iris interviewt Caesar: "Was würde mit den Forschenden geschehen, wenn diese Vieren aus der Kabine entweichen k?nnten?"
Caesar: "Nun ..."
Held unterbricht: "Sehe ich das richtig, dass ein Chromos 1 Monster wie ich immun ist gegen diese Viren?"
Caesar, etwas befremdet, da er nicht weiss, worauf Held hinaus will: "Ja, du bist immun."
Caesar wendet sich wieder Iris zu und will fortfahren: "Nun ..."
Der erschrockene Gesichtsausdruck von Iris l?sst Caesar herumfahren.
Held hat sich ein Sturmgewehr geschnappt und steht nun in der Schleuse zum Forschungsraum. Die ?ussere Schleusentür ist dabei zuzugleiten. Iris ruft: "Was will dieser Verrückte?!"
Durch die Gangfenster beobachten Iris, Caesar und Ewald, was geschieht. Wie die innere Schleusentür sich ?ffnet schauen sich die Forschenden neugierig nach dem Neuank?mmling um.
Held reisst das Sturmgewehr hoch und l?sst zum Entsetzen der Forschenden mit einer Salve die Glaskabine zersplittern.
W?hrend die Viren sich im Raum ausbreiten, versuchen die Forschenden verzweifelt, die Schleuse zu erreichen.
Die zwei Personen, die es bis zur Schleuse schaffen, schl?gt Held brutal mit dem Gewehrkolben zurück.
Die Forschenden fangen alle an zu taumeln ...
... und sinken bewusstlos hin.
Held betritt den Forschungsraum und vernichtet eiskalt mit gezielten Schüssen alle Computer und Messger?te.
Starr vor Entsetzen beobachtet Iris, wie die Zellen der Forschenden zügig absterben, sodass sich überall auf der Haut schleimige Kreise bilden, ...
... die sich rasch ausweiten und die Konturen der K?rper zerfallen lassen, ...
... bis nur noch ein l?nglicher Schleimklumpen daran erinnert, was früher ein Mensch gewesen ist.
Mit unbewegter Miene marschiert Chief Held nach vollbrachtem Zerst?rungswerk zurück in die Schleuse, ...
... wo er, nachdem die innere Tür sich geschlossen hat, von sterilisierenden D?mpfen eingenebelt wird.
Umwabert von Nebelschwaden, verl?sst Held, kühl wie ein Rachegeist, die Schleuse, ...
... wirft achtlos das leer geschossene Gewehr zu Boden ...
... und sagt mit zynischem L?cheln zu den dreien, die ihn fassungslos anstarren: "Jetzt wisst ihr, was die Viren bewirken."
Iris findet ihre Sprache wieder und sagt erschüttert: "Aber das h?tte uns Caesar auch einfach erkl?ren k?nnen."
Held, grimmig: "Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Viren in Caesars K?rper unsere Lebensversicherung ..."
Held deutet auf den Forschungsraum, wie oben: "Und dieses Pack da drin wollte diese Lebensversicherung unwirksam machen. Aber so wie es aussieht, k?nnen sie jetzt wieder von vorn anfangen und wir gewinnen Zeit."
Caesar, nachdenklich: "Allm?hlich frage ich mich, wozu dieses Zeit noch gut sein soll? Hans Hart hat ein unbedingtes Siegwillen, sodass es früher oder sp?ter zum Katastrophe kommt, wenn wir ihm noch l?nger das Stirn bieten."
Iris, entsetzt: "Du willst ihm das Feld überlassen, sodass er sein monstr?ses Zuchtprogramm ungehindert durchziehen kann?!"
Ewald, tonlos, als k?nne er selbst nicht glauben, was er da sagt: "Vielleicht sollten wir Kommandant Hart doch ermorden und sehen, wer an seine Stelle tritt."
Iris f?hrt Ewald unwirsch an: "Du, schweig und filme!"
Erst jetzt dringt die Bedeutung von Ewalds Worten in Iris' Bewusstsein und sie sagt mit leicht verwirrtem Blick: "Was hast du eben gesagt?"
Held, mit hartem L?cheln: "Gute Idee. Ich werde dann an seine Stelle treten."
Iris blafft Held an: "Kommt nicht in Frage! Die Guards wissen, dass du ein Genmonster bist, und werden dich nie akzeptieren. Also musst du alle Guards t?ten und wir haben den sch?nsten Bürgerkrieg."
Ewald: "Vielleicht ist ja der Nachfolger etwas menschlicher, l?sst die Bev?lkerung in Ruhe und k?mpft mit der Natural Guard nur gegen gef?hrliche Genmonster, also auch nicht mehr gegen Genville."
Caesar: "Es liegt in dem Natur des Sache, dass nur sehr stark Herrschbedürftige es an das Macht schaffen. Und da k?nnen wir nie sicher sein, wie weit sie gehen werden, um ihr Macht zu sichern. Deshalb wollte ich das Nachfolger sein. Ich h?tte ..."
Held lacht dreckig: "Hahaha, du bist doch der Schrecklichste von allen! Pumpt sich mit Viren voll und droht damit, alle Natürlichen auszurotten, wenn ihm jemand an den Karren fahren will."
Caesar ist etwas geschockt von dieser Sicht der Dinge.
Caesar ist so getroffen von diesem Vorwurf, dass er seinen Kopf senkt und sich langsam schweigend entfernt. Ewald uns Iris schauen ihm verwirrt nach. Sie wissen nicht, was sie dazu sagen sollen.
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Szeneanfang:
In der N?he der Kirche, wo Pferdchen und Giftstrauss auf "Kundschaft" für ihr "Himmelreich" warten, schleicht ein verd?chtiger Mann durch die Strassen.
Wie er sich lauernd umsieht, werden unter seiner Kleidung zwei Pistolen sichtbar.
Vor dem Eingang zur Kirche bilden die Gl?ubigen eine kurze Schlange, ...
... was dem Verd?chtigen als Tarnung willkommen ist.
Harmlos tuend, stellt er sich in die Schlange.
Zwei Natural Guards tauchen auf und be?ugen misstrauisch die Gl?ubigen, ...
... die nun alle in der Kirche verschwunden sind.
Die Guards verst?ndigen sich mit einem Blick ...
... und marschieren zielstrebig auf den Kircheneingang zu.
Etwa dreissig Leute sitzen auf den Kirchenb?nken oder sind noch dabei, sich zu setzen. Das M?dchen steht vor Harts Riesenbild und wartet darauf, dass Ruhe einkehrt.
Auch die beiden Guards betreten die Kirche, ...
... was bei dem M?dchen einen grimmigen Gesichtsausdruck erzeugt.
Furchtlos stapft es auf die Guards zu, ...
... bleibt vor ihnen stehen und sagt grimmig: "Ihr dürft nicht mit dem Gewehr in die Kirche. Sonst wird der Herr euch bestrafen."
Die Guards sind erheitert.
Einer von ihnen richtet sein Gewehr auf das M?dchen und sagt grinsend: "Das wollen wir doch mal sehen."
Fast gleichzeitig bohren sich zwei Kapseln von Giftstrauss in die Gesichter der Guards, ...
... die augenblicklich zu zerfliessen beginnen. Ein "Aaahhh!"-Schrei von einer Gl?ubigen ist zu h?ren.
W?hrend die K?rper der Guards zerfliessen wie Wachspuppen im Fegefeuer, fallen ihre Gewehre scheppernd zu Boden.
Fassungslos und wie gel?hmt starren die Gl?ubigen auf dieses vermeintliche Wirken des Herrn.
Giftstrauss zieht seinen Schnabel aus dem kleinen Loch in Harts Bildnis.
Pferdchen und Giftstrauss sp?hen durch je ein L?chlein in Harts Bild. Pferdchen klopft Giftstrauss anerkennend auf den Rücken.
Das M?dchen kann nicht begreifen, was es eben gesehen hat, und starrt verwirrt auf die überreste der Guards, ...
... bis eine auf steigende Angst Tr?nen aus seinen Augen presst ...
... und es zurück rennen l?sst zu Harts Bildnis, ...
... hinter dem es verschwindet, ...
... um Trost suchend Pferdchen zu umarmen, wobei es weinend, mit erstickter Stimme leise sagt: "Gott ist grausam."
Pferdchen hat noch nie ein Kind getr?stet und steht etwas ratlos da, ...
... legt aber dann seine Arme um das M?dchen und flüstert ihm ins Ohr: "Das war nicht Gott. Das war Giftstrauss."
Ungl?ubig schaut das M?dchen mit seinem verweinten Gesicht zu Giftstrauss auf, welcher, als ginge ihn das Ganze nichts an, durch ein Loch im Bildnis die Leute beobachtet.
Pferdchen flüstert dem M?dchen ins Ohr: "Giftstrauss kann Kapseln spucken, die K?rper aufl?sen. Die M?nner wollten dich erschiessen. Es hat dich gerettet."
Die Wirklichkeit ist mit solch brutaler Wucht ins abgeschottete Leben des M?dchens eingedrungen, dass es wortlos hoch zu Giftstrauss starrt, w?hrend in seinem Inneren Entsetzen und Dankbarkeit um die Vorherrschaft k?mpfen.
Das M?dchen entschliesst sich, die Dinge auf eine für es ertr?gliche Weise zu sehen, und flüstert tapfer: "Dann seid ihr Engel und Gott hat euch geschickt, um mich zu beschützen."
Pferdchen flüstert begütigend: "Ja, ja, schon gut. Wenn das hilft."
Giftstrauss kichert.
Pferdchen dreht das M?dchen um 180 Grad und ermuntert es flüsternd: "Frag jetzt die Leute, ob sie in das Himmel wollen."
Tapfer kommt das M?dchen hinter Harts Bildnis hervor, ...
... stellt sich vor die verwirrte und ?ngstliche Gemeinde und sagt: "Die Nonne ist in den Himmel gegangen. Wollt ihr zu ihr?"
Rufe aus dem Publikum: "Ist sie tot?", "Wo habt ihr sie aufgebahrt?".
M?dchen: "Sie ist nicht tot. Sie ist weg gegangen. Wenn ihr wollt, k?nnt ihr zu ihr."
Das M?dchen geht zum Rand von Harts Bildnis, wo es mit einer Geste einl?dt, hinter das Bild zu treten. Rufe aus dem Publikum: "Was willst du, Kleine?", "Nicht mal in der Kirche sind wir sicher vor den Guards.", "Vielleicht hat die Nonne einen Fluchtweg gefunden.", "Ich will weg aus Natural City.", "Ich auch.".
Der bewaffnete Mann, der vor den Guards in die Kirche geflohen ist, erhebt sich zuerst ...
... und geht auf das M?dchen zu. Andere folgen seinem Beispiel.
Das M?dchen führt eine erste Gruppe hinter Harts Bildnis und erl?utert den Neugierigen den Wegdoppler: "Ihr müsst euch da drauf stellen."
Pferdchen und Giftstrauss haben sich wie Statuen hinter dem Wegdoppler postiert, je einen Stützarm zu den Pavillons berührend, um mit ihrem gemeinsamen Zielwunsch die Leute an den richtigen Ort zu transportieren. Eine Frau betrachtet misstrauisch die Kampforganismen und fragt: "Warum stehen diese beiden Skulpturen da?"
M?dchen, ganz selbstverst?ndlich: "Das sind zwei Engel. Sie bringen euch in den Himmel."
Die Leute sind verwirrt.
Nur der Bewaffnete stellt sich mit ver?chtlichem Grinsen zielstrebig auf die Plattform des Wegdopplers.
Schweigend und unsicher folgen die übrigen ...
... und sind Sekunden sp?ter weggedoppelt.
Das M?dchen bittet mit einer Geste die n?chste Gruppe hinter Harts Bildnis.
Einige Minuten sp?ter sind alle Leute "im Himmel". Das M?dchen befiehlt: "Kommt jetzt, Engel! Wir müssen die Kirche putzen. Der Boden ist ja ganz schleimig."
Pferdchen und Giftstrauss blicken gequ?lt und ?chzen.
W?hrend sie dem M?dchen folgen, mault Pferdchen: "Früher konnten wir dein Abfall liegen lassen."
Giftstrauss, kichernd: "Da waren wir auch noch keine Engel."
Pferdchen prustet vor Lachen.
Szeneanfang:
Ilis Augen leuchten vor Freude, wie sie einen von Endos zauberhaften Schmetterlingen beobachtet, der sich vom Nektar jener wundersch?nen Blumen ern?hrt, die nur für ihn geschaffen wurden.
Ili h?lt ihm ihren Handrücken hin. Der auf Neugier getrimmte Schmetterling interessiert sich sogleich dafür ...
... und krabbelt auf den Handrücken.
Behutsam, um den Schmetterling nicht zu verjagen, bewegt sich Ili durch Genville, das zerbrechliche Wesen wie ein kostbares Juwel vor sich her tragend.
Wie sich Ili dem Weiher n?hert, fliegt der Schmetterling davon.
Mit fr?hlichem L?cheln winkt Ili ihm nach.
Wie Ili sich dem Weiher zuwendet, breitet sich ein Staunen auf ihrem Gesicht aus.
Schlangen gleich schleicht sie sich lautlos ans Ufer, ...
... wo sie sich hin kniet und fasziniert beobachtet, ...
... wie Antara mit geschlossenen Augen in Rückenlage gut einen Meter über dem Wasser schwebt.
Ili bleibt still und reglos wie eine Skulptur. Auch bei Antara regt sich nichts.
In voller Konzentration, die Augen geschlossen, richtet Antara sich auf, bis ihre Fusssohlen das Wasser berühren.
Langsam breiten sich Antaras Arme aus, als müsse sie das Gleichgewicht halten.
Vorsichtig setzt Antara einen Fuss vor den andern ...
... und wandelt auf dem Wasser.
Ili staunt mit grossen Augen.
In das Staunen mischt sich Entzücken, ...
... bis Ili begeistert ruft: "Herrlich! Wie machst du das nur?!"
Antara schreckt aus ihrer totalen Konzentration auf ...
... und sinkt ins Wasser, ...
... bis es über ihrem Kopf zusammen schl?gt. Ili ist leicht erschrocken, ...
... lacht aber fr?hlich, wie Antaras Kopf auftaucht, ...
... und hechtet in den Weiher.
Antara hat sich von ihrem leichten Schreck erholt und zeigt der fr?hlich heran schwimmenden Ili ihr melancholisches L?cheln.
Ili packt die überraschte Antara von hinten unter den Armen und albert: "Ich rette dich!"
Leicht verwirrt von Ilis Ungestüm, l?sst Antara sich in Rückenlage von Ili ans Ufer ziehen.
Wie sie nass wie Ananas am Ufer stehen, ergreift Ili Antaras Hand ...
... und zieht sie mit sich in Richtung von Estragons Baum. Ili: "Lass uns auf dem Baumpfad rennen, bis wir trocken sind!"
Antara staunt über Ilis Tatendrang, l?sst sich aber mitziehen.
Zielstrebig zieht Ili Antara die Wendeltreppe von Estragons Baum hoch.
Antara hat sich entschlossen mitzumachen und so stürmen sie von der Plattform Hand in Hand auf den Baumpfad.
Im Rennen lacht Ili vor Vergnügen und auch auf Antaras Gesicht zeigt sich ein L?cheln, das gel?ster ist als üblich.
Schon ist der n?chste Baum nicht mehr allzu weit. Ili ruft übermütig: "Auf dem Baumpfad rennen ist wie fliegen!"
Antara antwortet mit stillem L?cheln: "Willst du fliegen?"
W?hrend Ili Antara einen erstaunten Blick zuwirft, rennt Antara schr?g zum Baumpfad, ...
... sodass sie über den Rand des Pfades ger?t, wobei sie die erschrockene Ili mitzieht, ...
... bis beide in der leeren Luft h?ngen und der Fall beginnt.
Fassungslos versucht Ili in Antaras Gesicht zu lesen, was das soll. Doch Antaras geschlossene Augen, die volle Konzentration und das kaum wahrnehmbare L?cheln helfen ihr nicht weiter.
Nach wenigen Metern kann Antara den freien Fall stoppen ...
... und die beiden schweben mit dem Gesicht nach unten, immer noch Hand in Hand, wie seinerzeit Peter Pan auf den dicken Stamm des gewaltigen Baumes zu.
Ilis Fassungslosigkeit wandelt sich zu Staunen ...
... und wie sie beschleunigt um den Baum herum fliegen, ruft Ili entzückt: "Wir fliegen!"
Obwohl Antara sich voll konzentrieren muss, stiehlt sich ein feines L?cheln auf ihr Gesicht.
Immer um den Baum kreisend, schraubt sich Antara mit Ili h?her, ...
... bis die ersten gewaltigen ?ste aus dem Stamm wachsen.
Und h?her, um die Krone des gigantischen Baumes herum ...
... bis zum Wipfel, ...
... wo Antara sacht auf der h?chst m?glichen Stelle, die noch genug Halt bietet, landet.
Von dem einen Kilometer hohen Baum ist auf der einen Seite Estragons Wald zu sehen, der sich bis an den Horizont erstreckt, und auf der andern Seite, in Richtung Natural City, die Wüste, die sich ebenfalls endlos ausbreitet.
Die beiden Frauen stehen einfach nur da, schauen und staunen.
Spontan küsst Ili Antara auf die Wange und sagt: "Du machst mich glücklich."
Wie Ili sich zurück bewegt, sieht sie das sich verdüsternde Gesicht Antaras und stutzt.
Ili, unsicher: "Was ist?"
Antara, dunkel: "Das Baum hat Angst."
Betroffen betrachtet Ili das Kraft strotzende Ge?st, das sich unter ihren Füssen bis zur Undurchschaubarkeit überlagert.
Ili, zweifelnd: "Aber es ist doch so stark."
Antara, konzentriert: "Es ist etwas unter dem Erde ... Etwas Unangenehmes, gegen das es sich nicht wehren kann ..."
Ili, spontan und hilfsbereit: "K?nnen wir ihm helfen?"
Antara, unsicher: "Ich ..."
Da stürzt sich Ili hinab und reisst die verblüffte Antara mit.
Ili ergreift einen Ast ...
... und schwingt sich Affen gleich hinab zum n?chsten.
Antara begreift sofort und tut es Ili nach.
Antara eher kraftvoll, Ili mit der Grazie eines Eichh?rnchens schwingen sich die Frauen durch das Ge?st hinab, welches in seiner M?chtigkeit und Fülle wie ein horizontal gewachsener Wald erscheint.
Der unterste Ast ist für einen Sprung zu weit von der Plattform entfernt.
Ili schmiegt sich an die rissige Rinde des Stammes und bewegt sich wie eine Schlange hinab.
Auch Antara findet Halt in der Rinde. Ihre Fortbewegungsart erinnert allerdings mehr an Freeclimbing.
Antara und Ili stehen am Fuss des Baumes. Antara hat den Kopf gesenkt und konzentriert sich mit geschlossenen Augen. Ili beobachtet sie gespannt.
Antara ersp?ht mit ihrem Feldsinn das m?chtige Wurzelwerk, welches sich über hundert Meter tief und noch wesentlich breiter im Erdreich verzweigt. Der Baum steht auf der Zugangsr?hre zu einem unterirdisch angelegten Forschungslabor, dessen massive Mauern noch intakt sind. Nur durch die Zugangsr?hre sind Wurzeln hinab gewachsen bis ins Geb?ude. Antara erl?utert: "Die Wurzeln des Baumes sind in ein Geb?ude hinein gewachsen, welches wohl irgendetwas Bedrohliches enth?lt. Wollen wir es uns ansehen?"
Ili, begeistert: "Au ja!"
Antara schaut Ili an und sagt erstaunt: "Wir k?nnten dabei sterben. Aber das bekümmert dich nicht."
Ili, ernst: "Als mein Rücken noch offen war, bestand mein Leben aus Schmerzen. Jetzt, wo ich gesund bin, will ich nicht, dass jemand leidet."
Antara zeigt ein gel?stes L?cheln, das nur leicht noch an ihre Melancholie erinnert, wie sie sagt: "Mehr Freude. Weniger Schmerz."
Ili stimmt begeistert zu: "Genau!"
Antaras L?cheln ist am Verwehen, wie sie Ili den Rücken zu dreht und sagt: "Dann bringe dein K?rper nahe an das meine, damit wir wenig Raum verbrauchen."
Ili hüpft zu Antara und kichert: "Hihi, wie du redest."
Ili umarmt Antara von hinten ...
... und drückt ihr Gesicht an Antara, sodass sich ihre langen Eckz?hne leicht in die Haut bohren.
Antara erschrickt, ...
... doch Ili sagt beruhigend: "Hab kein Angst. Meine Z?hne sind harmlos, solange ich kein Gift spritze."
W?hrend Blutstropfen aus den Einstichen rinnen, sagt Ili schw?rmerisch: "Du bist so sch?n. Ich k?nnte dich aufessen."
Antara, mit feinem L?cheln: "Und was nützt dir mein Sch?nheit im Magen?"
Ili muss lachen und steckt Antara damit an.
Den Kopf gesenkt, steht Antara mit geschlossenen Augen da. Ihre H?nde sind geformt, als wollte sie die Erde mit den Fingern aufreissen.
Ein Stück Boden verschwindet unter ihren Füssen, ...
... sodass die beiden Frauen bis zu den Knien in einem Loch stehen.
Antara l?sst das n?chste Stück Boden verschwinden ...
... und so sinken sie in einer engen R?hre, die dem Wurzelwerk des Baumes so gut wie m?glich ausweicht, hinab. Antaras UV-Schutzwesen bleibt derweil über dem Loch schweben, wo es auf die Rückkehr wartet.
Wie sie die Betondecke des Geb?udes erreichen, l?sst Antara ringsum so viel Erde verschwinden, bis sie in einer kleinen H?hle stehen.
Antara "schaut" mit ihrem Feldsinn durch die Betondecke. Der Raum darunter wirkt wie eine Gerichtsmedizin, wo leere Untersuchungstische auf Opfer warten. Die W?nde sind ges?umt von grossen Glastanks, in denen undefinierbare K?rper schwimmen. Antara kommentiert: "Ich spüre kein Leben."
Ili, gespannt: "Gift?"
Antara, z?gernd: "Hm, sicher bin ich nicht."
Antara, entschieden: "Wenn Gef?hrliches aus dem ?ffnung tritt, werde ich es zustopfen und wir fliehen."
Ili nickt ...
... und Antara l?sst einen Teil der Betondecke verschwinden, gerade gross genug, um sie einzeln durchzulassen.
Vorsichtig ?ugen sie durch das Loch.
Ili, ernüchtert: "Ziemlich dunkel."
Antara: "Das Geb?ude wirkt unbesch?digt. Vielleicht schl?ft es nur und wartet darauf, erweckt zu werden."
Ili kichert über Antaras Sprache.
Antara schliesst ihre Augen und streckt ihre H?nde magisch gegen das Geb?ude.
Ein Lichtschimmer dringt aus der ?ffnung, was Ili zu einem überraschten "Oh" veranlasst.
Ili, wie ein staunendes Kind: "Wie hast du das gemacht?"
Antara, noch etwas abwesend durch die Konzentriertheit: "Da war ein Lichtschalter."
Zuerst ist Ili über diese einfache L?sung verblüfft ...
... und muss dann lachen. Antara schaut etwas verwirrt.
Ili macht sich daran, ins Loch zu steigen, und kommentiert vergnügt: "Ich gehe zuerst. Um mich ist es nicht so schade."
W?hrend Ili im Loch verschwindet, ist Antara sprachlos über diese Selbsteinsch?tzung.
Aus dem Loch dringt Ilis: "Huuuh.", was Antaras Aufmerksamkeit erregt.
Flink l?sst sich auch Antara durch das Loch hinab gleiten.
Stumm stehen die Frauen vor den Glastanks, in denen die toten K?rper von durch Wucherungen deformierten Menschen in einer konservierenden Flüssigkeit schwimmen. Antaras Blick ist eher wissenschaftlich interessiert und analytisch, w?hrend sich in Ilis Gesicht der Kampf zwischen Faszination und Schaudern zeigt.
Ili, die den Blick nicht von den Deformierten abwenden kann, fragt sich mit kindlicher Naivit?t: "Warum hat Lapsus mich nicht auch in ein solches Flasche getan, als ich mit offenem Rücken im Tank lag?"
Antara schaut Ili voll an und sagt ehrlich, fast feierlich: "Vielleicht hat es in dein Antlitz geschaut und gespürt, dass da ein Engel geboren war."
Ili, etwas unglücklich, weil sie mit dem Wort nichts anfangen kann: "Was ist ein Engel?"
Antara, wie oben: "Du bist etwas Besonderes, Ili, etwas Gutes. Und Lapsus hat das gewusst."
Ili betastet ihr Gesicht und fragt verwirrt: "Aber wie konnte es das wissen? In meinem Gesicht gibt es doch gar nichts zu lesen."
Ilis Verhalten entlockt Antara ein leichtes L?cheln: "Ich glaube, es konnte es lesen, weil es das selber in deine Gene geschrieben hat. Lapsus muss es satt gehabt haben, Kampfmonster herzustellen. Deshalb hat es sein Forschungsprojekt eines Spions und Killers abgewandelt und versucht ein gutes Menschenwesen herzustellen. Um sich vor Entdeckung zu schützen, ist es wohl mit dir geflohen und hat sich versteckt ..."
Antara, tief ernst und ehrlich: "Es h?tte dich nie in ein solches Flasche gesteckt, denn das Kostbare ist nicht dein K?rper, sondern dein Pers?nlichkeit."
Ili schaut Antara mit grossen, staunenden Augen an.
Antara n?hert sich mit ihren Lippen Ilis Stirn und sagt: "Du bist das Kostbarste, das es auf Erden gibt: ein gutes Menschenwesen."
Antara küsst Ili, die nur noch staunen kann, auf die Stirn.
Antara schaut Ili in die Augen und sagt mit Nachdruck: "Also sag nie mehr, es sei nicht schade um dich!"
Ili, mit gerunzelter Stirn, weise: "Aber vielleicht geh?rt es zu einem guten Menschenwesen, sich nicht so kostbar zu fühlen."
Bei diesem Anblick muss sogar Antara kichern.
Spontan umarmt Antara Ili und sagt mit Tr?nen der Rührung in den Augen: "Du bist so süss!"
Wie Antara Ili aus ihrer Umarmung entl?sst, zeigt Ilis Gesicht ein glückliches Lachen.
Ili fasst Antara bei der Hand und zieht sie auf eine geschlossene Tür zu: "Komm sehen, was das Baum qu?lt!"
Antara h?lt die Ungestüme zurück: "Vorsicht!"
Wie Ili z?gert, schliesst Antara die Augen, um mit ihrem Feldsinn den n?chsten Raum zu erkunden und sagt: "übersicht!"
Antara ergreift die Türfalle ...
... und sagt, wie sie die Tür aufreisst, zur Seite hüpft und Ili schützend hinter sich dr?ngt: "Voraussicht!"
Wie z?hflüssige Gallerte quillt ein grosser, formloser Zellklumpen in den Raum.
Mehr überrascht als erschrocken ruft Ili: "Was ist das?!"
Konzentriert, ihre flachen H?nde gegen den langsam in den Raum quellenden Zellbrei haltend, steht Antara schützend vor Ili und sagt: "Sie haben diese Wucherzellen wohl nie in das Griff bekommen. Deshalb sind all die Experimente hier gescheitert."
Obwohl sich der Zellbrei immer mehr ausbreitet, fragt Ili unbesorgt: "Aber was soll an Wucherzellen gut sein?"
Bis auf einen kleinen Klumpen l?st Antara den eingedrungenen Zellbrei auf und sagt: "Das Wuchern wohl nicht."
Mit einem Tritt schliesst Antara die Tür ...
... und l?sst den übrig gebliebenen Klumpen auf einen der Chromstahltische schweben.
Vorsichtig n?hern sich Antara und Ili dem Klumpen, der sich noch etwas bewegt ...
... und schliesslich wie ein Kuhfladen liegen bleibt.
Antara analysiert mit geschlossenen Augen den Zellfladen. Ili schaut erwartungsvoll auf zu Antara und fragt: "Und?"
Antara ?ffnet die Augen und sagt erleichtert: "Es ern?hrt sich nicht von Schnellem Energie und ist in ein Lebendstarre eingetreten. Dadurch kann es vielleicht lange genug überleben, bis wieder ein Nahrungsquelle auftaucht."
Ili bewegt ihren Finger auf den Zellfladen zu und sagt fasziniert: "Wird es mich aufessen, wenn ich es berühre?"
Bevor Ilis Finger dem Fladen zu nahe kommt, packt Antara Ilis Handgelenk und schiebt es weg. Antara: "Vorsicht!"
Antara fasst mit der einen Hand eine ihrer Haarstr?hnen und reisst mit der anderen Hand die Haarspitzen ab.
Antara l?sst das Haarbüschel auf den Zellfladen fallen, ...
... wo unter den gespannten Blicken der Frauen zun?chst nichts geschieht.
Die Oberfl?che des Fladens wird flüssig, sodass die Haare einsinken.
Kaum sind die letzten Haare verschwunden, sagt Antara mit geschlossenen Augen: "Sogar Haare l?sen sich in Sekunden auf ..."
Antara, mit eindringlichem Blick: "Wenn du dich da hinein stellst, bleibt von dir nichts übrig."
Ili ist beeindruckt.
Ili, bekümmert: "Das arme Baum. Das wird von diesem Dings aufgefressen."
Antara ist etwas verblüfft ...
... und sagt dann zerknirscht zu sich selbst: "Das habe ich in meinem Forschungsdrang fast vergessen."
Ili fasst Antara tr?stend bei der Hand und sagt fr?hlich: "Ohne dein Forschung wüssten wir ja gar nicht, was es ist."
Die Frauen schauen sich l?chelnd an. Ilis warmherzige Art tut Antara gut.
Ili, fr?hlich: "Und jetzt, mein wunderbares, wundersch?nes, wunderliches ..."
Ili schaut Antara an und tut erschrocken: "Ups."
Ili lacht und steckt Antara an, die kichern muss.
Antara, l?chelnd: "Ja, 'wunderlich' trifft es wohl am besten."
Antara geht auf die Tür zu und sagt entschlossen: "Aber jetzt soll sich dieses Zellklumpen wundern, was mit Wesen geschieht, die Estragons B?ume angreifen."
K?mpferisch steht Antara vor der geschlossenen Tür und konzentriert sich.
Ihr Feldsinn zeigt ihr den kurzen Gang dahinter, dessen Boden meterhoch vom sich stetig verformenden Zellhaufen bedeckt ist. Am anderen Ende des Ganges liegt eine ge?ffnete Tür zu einem Labor, aus dem der Zellhaufen vermutlich entflohen ist. Kurz vor dieser Labortür mündet die Zugangsr?hre in die Gangdecke. Eine senkrechte Metallleiter führt die R?hre hinauf. Eine vom Zellhaufen fast verdeckte Baumwurzel ist durch die R?hre bis auf den Gangboden hinab gewachsen und hat wohl den Zellhaufen aus seiner Lebendstarre geweckt. Die übrigen Türen, die seitlich in R?ume führen, sind alle verschlossen.
Antaras Feldsinn zeigt, wie ihre Wandlerzellen den Zellhaufen systematisch in Schnelle Energie verwandeln ...
... und so den Gang allm?hlich von ihm befreien.
Antara ?ffnet die Tür.
Ili schaut neugierig in den dunklen Gang ...
... und bet?tigt einen Lichtschalter, sodass sie nun auch sehen kann, was vorhin Antara mit ihrem Feldsinn wahrgenommen hat.
Wie Antara auch die Baumwurzel von den Wucherzellen befreit, wird deutlich, dass die Wurzel zwar angekr?nkelt, aber nicht zerst?rt ist.
Antara kommentiert: "Die Wucherzellen sind wohl intelligent genug, nicht gleich alles aufzufressen und sich so ihres Nahrungsgrundlage zu berauben."
Vorsichtig schleicht Ili nach vorn, ...
... wo sie die Baumwurzel betastet und bekümmert meint: "Schau nur, wie dieses Schleim dem Baum wehtut."
Antara ist auch an die Wurzel herangetreten und erl?utert: "Das Baum empfindet kein Schmerz wie wir, eher ein Art von Unbehagen."
Ili grinst: "Mehr Freude. Weniger Unbehagen.", was Antara ein L?cheln entlockt.
Aus der offenen Tür des Labors neben der Zugangsr?hre quellen weitere Wucherzellen auf die Baumwurzel zu.
Antara wandelt die Wucherzellen in Schnelle Energie um ...
... und schliesst die Tür zum Labor, wobei sie sagt: "Aus diesem Labor sind die Wucherzellen ausgebrochen. Wie es wohl dazu kam?"
Ili geht im Gang ein paar Schritte zurück, ...
... ?ffnet vorsichtig eine der Türen und sagt: "Vielleicht finden wir ein Antwort."
In dem Raum dahinter stehen zahlreiche metallene, mit Stickstoff gefüllte Kühlzylinder.
Antara tritt an einen Zylinder, wo sie einen Knopf drückt.
Surrend ?ffnet sich der Deckel des Zylinders, w?hrend die Nebelschwaden der verdampfenden Kühlflüssigkeit an seiner Aussenhaut hinabsinken.
Wie der Deckel offen ist, schiebt sich ein Glasgef?ss hoch, welches ein von Krebszellen zerfressenes menschliches Organ enth?lt. Ili: "Was ist das?"
Antara bet?tigt noch ein paar weitere Kn?pfe, w?hrend sie nachdenklich erkl?rt: "Ein von Krebszellen zerfressenes menschliches Organ."
Jeder Zylinder offenbart ein anderes, aber ebenso entstelltes Organ. Antara, in Gedanken: "Sie haben sich augenscheinlich sehr für Krebszellen interessiert."
Ili, gutmütig: "Sie wollten Kranke heilen!"
Antara, zweifelnd: "Wieso haben sie sich dann unter dem Erde versteckt?"
Ili gibt zu bedenken: "Es war doch Krieg."
Antara, Stirn runzelnd: "Ja, und dies hier war ein streng geheimes Forschungsprojekt, welches mit helfen sollte, das Krieg zu entscheiden."
Ili, betroffen: "Du meinst, sie wollten die Feindlichen Krebs krank machen, damit sie so sterben wie die Leute in den Glastanks?"
Antara h?rt Ili aufmerksam zu.
Ili ist betroffen von dem, was sie eben gesagt hat, und kommentiert: "Warum so viel Kraft für Krieg? Warum nicht alles Kraft geben für Glück?"
Antara, ernst und traurig, als spr?che sie zu sich selbst: "Bei dem Bedürfnisstruktur der Natürlichen schliesst das Glück der einen das Glück der anderen aus. Deshalb führen sie Krieg darum, was glücklich sein darf und was leiden muss."
Ili schaut Antara mit grossen, naiven Augen an: "Aber wenn alles kaputt ist, ist niemand mehr glücklich."
Antara, wie oben: "Ein destruktives Pers?nlichkeitsstruktur l?sst dem Denken wohl nicht genügend Spielraum, um ein so einfaches Tatsache zu begreifen."
Ili konzentriert sich darauf, Antaras Satz murmelnd zu wiederholen: "... genügend Spielraum ... zu begreifen."
Ili schaut Antara an und sagt begeistert: "Du kannst so sch?n sprechen! Ob ich das auch lernen kann?"
Antara fasst Ili bei den Schultern und sagt eindringlich: "Aber wozu? Dein Sprache ist klar und einfach und ehrlich ..."
Antara, schw?rmerisch: "So spricht ein reines Herz!"
Antara küsst die staunende Ili auf die Wange.
Ili weiss nicht, was sie sagen soll, und steht einfach nur da mit ihrem grossen, glasklaren, ehrlichen Blick.
Mit einem feinen L?cheln streichelt Antara Ilis Wange.
Antara wendet sich den Zylindern zu, um die Glasbeh?lter mit Knopfdruck wieder absinken zu lassen.
Antara und Ili verlassen den Raum. Antara: "Wir haben das R?tsel der Wucherzellen noch nicht gel?st."
Vorsichtig sp?hen die Frauen durch einen Türspalt in einen anderen Raum.
Wie keine Gefahr zu erkennen ist, betreten sie den kleinen Raum, in dem ein m?chtiger, leerer Schreibtisch steht und sonst nichts. Hinter dem Schreibtisch befindet sich ein zwei mal zwei Meter grosses Relief an der Wand, welches an ein Schachbrett erinnert, dessen Felder sowohl aus quadratischen als auch Rechtecken unterschiedlicher Gr?sse bestehen.
Ili springt mit der Leichtigkeit und Eleganz einer Antilope über den Schreibtisch, w?hrend Antara mit geschlossenen Augen allf?llige Gefahren wahrzunehmen versucht.
Antara, mit geschlossenen Augen: "Hinter diesem Relief ist ein ?ffnung in dem Wand, das zu einem Raum führt, das kein anderes Eingang besitzt."
Ili, fast ehrfürchtig: "Ein geheimes Raum."
Ili betastet das Relief und meint tatendurstig: "Wenn jemand etwas so gut versteckt, bringt es uns bestimmt weiter."
Antara, die Augen ge?ffnet: "Soll ich das Relief aufl?sen?"
Ili klopft und spürt an dem Relief herum: "Warte noch! Es ist ein Mechanismus. Ich will es knacken."
Ili verschiebt mit leisem "Klack" ein Rechteck und sagt grinsend: "Schliesslich bin ich ein Spion."
Antara staunt: "Wie willst du das schaffen, bevor wir verhungert sind? Bis du alle Kombinationen durch hast, vergehen Tage."
Ili verschiebt die Fl?chen des Reliefs und sagt sachlich: "Ich spüre jedes Vibration und weiss, wann ein Teil auf dem Weg nach Hause ist."
Antara hat sich als Zuschauerin auf den Schreibtisch gesetzt und fragt verst?ndnislos: "Nach Hause?"
Ili, wie oben: "Ja, die ?ffnen-Stellung hat sich eingeschliffen, weil sie am h?ufigsten eingestellt worden ist. Deshalb kann ich spüren, wann die Teile zueinander richtig stehen."
Antara begreift und staunt.
Antara, ehrfürchtig: "Und wenn du mich berührst, spürst du das Summen meiner Nerven als zartes Zittern der Muskeln, welches sich fügt zu einem Sinfonie aus Vibrationen, zu einem Konzert des K?rpers!"
Ili, etwas abwesend durch ihre Arbeit am Relief: "Ich verstehe zwar nicht, was du sagst, aber es klingt irgendwie richtig."
Antara muss kichern.
Antara, fast schüchtern: "Ili, darf ich in dein Gehirn schauen, wenn du mich berührst?"
Ili ist so verblüfft von der Frage, dass sie inneh?lt und zu Antara schaut: "?hm ... ja, klar."
Antara, als sei dies der Beginn einer heiligen Zeremonie: "Ili, berühre mich!"
Ili kann Antaras heilige Gefühle nicht nachvollziehen und macht ein entsprechendes Gesicht, ...
... kniet dann bereitwillig vor Antara hin, um ihren Kopf in Antaras Schoss zu legen und mit ihren H?nden und Armen Antaras Schenkel zu berühren.
Antara legt feierlich ihre H?nde auf Ilis Kopf und schliesst die Augen.
Antara erspürt mit ihrem Feldsinn Ilis Gefühle, nimmt eine bis dahin noch nie gekannte Welt aus Vibrationen wahr und murmelt: "Ich sehe und spüre dein Welt der Vibrationen ..."
Antaras Entzücken schl?gt sich in ihrem K?rper nieder und sogleich auch in Ilis Welt. Antara murmelt: "Oh, ich wusste nicht, dass meine Gefühle sich so deutlich im K?rper abbilden. Da ist mein Entzücken über dein Welt und sogleich findet es sich in dir wie ein Echo!"
Antara, neugierig: "Kannst du die Gefühle lesen, die du als Vibrationen spürst?"
W?hrend Antara fasziniert durch Ilis Welt schweift, antwortet Ili: "Ich habe gelernt, ein paar Gefühle zu lesen, aber nicht so gut. Du k?nntest mir helfen, heraus zu finden, welche Gefühle wie vibrieren."
Antara, l?chelnd: "Spürst du das kleine Glück in meinem Brust, das dieses Gedanke begleitet?"
Ili strahlt: "Ja, jetzt kann ich sogar das Glück anfassen!"
Ili erhebt sich und wendet sich wieder ihrer Arbeit am Relief zu.
Nach wenigen Handgriffen betrachtet Ili zufrieden ihr Werk. Antara macht ein Fragezeichengesicht.
Ili stemmt sich seitlich gegen das Relief, ...
... welches sich tats?chlich langsam bewegt ...
... und den Eingang zu einem merkwürdigen Raum freigibt, dessen Anblick die beiden Frauen staunen l?sst.
Der Raum besteht haupts?chlich aus einem Becken, das an einen Swimming Pool erinnert und bis zum Rand mit Fingerbeeren grossen, weissen Kügelchen gefüllt ist. Die W?nde und die Decke bestehen aus Glas oder Kunststoff und leuchten über die ganze Fl?che, ein mildes Licht spendend.
Vorsichtig bewegt sich Ili auf allen Vieren an den Rand des Beckens, ...
... um ihre Handfl?che dicht über die Kügelchen zu halten, ...
... und an ihnen zu schnüffeln.
Ili nimmt eine Handvoll der Kügelchen, die sich als federleicht erweisen, ...
... und kippt die Hand, sodass sie wie Schneeflocken hinab tanzen.
Ili, ihren Kopf zu Antara wendend: "Was meinst du, Antara, was sich da drin versteckt?"
Antara, mit geschlossenen Augen und beschw?rend ausgestreckten H?nden: "G?nnen wir uns das zauberhafte Augenblick, wo dieses Geheimnis sich uns offenbart."
Ili kichert über Antaras Rede, ...
... l?sst sich aber mit staunenden Augen einfangen von dem Schauspiel, das Antara ihr bietet.
Die Kügelchen steigen langsam auf und verteilen sich, ...
... sodass sie schliesslich sowohl das Becken als auch den darüber liegenden Raum ausfüllen wie lautlos fallende Schneeflocken, die aber erstarrt sind in ihrer Bewegung.
Weil die Kügelchen jetzt auf ein gr?sseres Volumen verteilt sind, geben sie den Blick frei auf einen in der Beckenmitte aufgebahrten gl?sernen Sarg, dessen spiegelnde Oberfl?chen auf den ersten Blick seinen Inhalt verbergen.
W?hrend Antara die Kügelchen in der Luft "festh?lt", wieselt Ili zu dem Sarg, ...
... wo sie die erstarrte Leiche eines alten Mannes sieht. Ili, nüchtern: "Ich glaube, das ist tot."
Antara l?sst einen Teil der Kügelchen in den Raum mit dem Schreibtisch wandern ...
... und dann alle fallen, ...
... sodass das Becken nur noch zur H?lfte voll wird ...
... und Antara durch die hüfthohen Kügelchen zu Ili gehen kann.
Wie Antara den Toten betrachtet, f?llt ihr etwas auf: "Da ist ein Schild!"
Neben dem Kopf des Toten ist ein Schild in den Sargboden eingelassen, auf dem eingraviert ist: "Weckt mich, wenn ihr es gefunden habt!"
Die Frauen schauen sich ratlos an.

